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Samstag, 13 März 2010 10:20

Teil 34 (Beziehung zwischen dem heiligen Koran und dem Namaz)

Teil 34 (Beziehung zwischen dem heiligen Koran und dem Namaz)
Liebe Freunde unserer Sendereihe Namaz –Erbauendes Erleben - wir begrüßen Sie herzlich und freuen uns, wenn Sie uns heute in unserer Sendung wieder begleiten, wenn wir Ihnen über die Beziehung zwischen dem heiligen Koran und dem Namaz berichten werden.

„Und gedenke deines Herrn in deiner Seele in Demut und Furcht und mit leiser Stimme, am Morgen und am Abend. Und gehöre nicht zu den Unachtsamen! “ (Sure al-A’raf - Sure 7, Vers 205)

Aus der Sicht der Geistlichen ist die göttliche Aufforderung zum Namaz eine Art der Güte und Gnade Gottes und eine Leitung auf dem Wege des Menschen zu Erhöhung und Vollkommenheit. Wenn das Namaz mit dem Bekenntnis „Allah-o Akbar“, also „Gott ist größer als alles“ beginnt, begibt sich die Seele des Betenden in höhere Gefilde und verbindet den Menschen demütig gegenüber Seiner Größe und Kraft, so dass er sich Ihm gegenüber als klein und unbedeutend vorkommt. Wenn sich der Betende also in Demut vor seinem Schöpfer aufstellt, dann verlieren aller Besitz, alle Auszeichnungen und Wünsche an Bedeutung und in seiner Vorstellung erscheint der Einzige und Ewige.

Er ist der alles umfassende, weise Gott, der Schöpfer des Menschen und sein Helfer. Deshalb lädt der edle Koran die Menschen dazu ein, immer Gottes eingedenk zu sein.

„Gewiss, Ich bin Gott. Es gibt keinen Gott außer Mir. So diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken.“ (Sure Ta-Ha –Sure 20 -, Vers 14)

Das Namaz ist ein Trost für die erschöpften Herzen und ein Hilfe für die ständige Verbindung des Geschöpfes mit seinem Schöpfer. Beim Namaz gibt sich der Mensch der Lobpreisung der Schönheiten und Größe seines Schöpfers hin. Diejenigen, die den gütigen Gott und Schöpfer der Welt kennen und sich beim Gebet ins Gespräch mit Ihm vertiefen, verehren und lobpreisen Ihn mit all seiner Größe und sie empfinden tief in ihrem Inneren die Wonne und Süße der Gottesanbetung. Das Namaz ist auch eine Danksagung für alle unzählbaren Gaben und den unendlichen Segen Gottes.

Als der geehrte Prophet des Islams seine Tochter mit Namen Fatemeh geschenkt bekam offenbarte ihm Gott die Sure al-Kauthar zu ihrer Ehre. In den ersten beiden Versen heißt es: „Wir haben dir al-Kauthar (die Fülle) gegeben. Bete darum zu deinem Herrn und opfere. ...“ (Sure Al-Kauthar – Sure 108)

Wenn wir uns zur besseren Erkenntnis der Philosophie und des Wesens des Namaz mit den Koranversen beschäftigen, entdecken wir die Wahrheiten über den bedeutungsvollen Inhalt dieses Gebetes der Muslime. Der Koran sagt über das Namaz, dass es den Menschen von schlechtem und unmoralischem Tun abhält. Denn die in aufrichtiger Ergebenheit gesprochenen Lob-preisungen bei diesem Gebet erheben den Menschen, mehren seine Tugenden und verändern sein Wesen. Folglich können wir bei genauerer Betrachtung der göttlichen Offenbarungsverse im Koran erkennen, dass der Mensch mit Hilfe des Namazes seine Seele reinigen und den Weg der Rettung finden kann.

Der allmächtige Gott weist im Koran auf eine ganze Sammlung von Eigenschaften hin, wie sie denen zueigen sind, die das Namaz beten. Es heißt: „Wohl ergeht es den Gläubigen, die in ihrem Gebet demütig sind.“ (Sure al-Mumenun – Sure 23-, Vers 1,2)

Ebenso bezeichnen die Koranverse Geduld und Hilfesuche beim Gebet als die beiden besten Wege zur Befreiung aus den Problemen und Engpässen im Leben, und es heißt hinsichtlich der psychologischen Wirkung, dass die Lobpreisungen Gottes dem Menschen innere Ruhe und Frieden schenken.

Die Bedeutung des Namaz ist so groß, dass die Worte Koran und Namaz oft gemeinsam erwähnt werden, wie es ja im Koran mehrfach zu sehen ist.

Es heißt im Koran:

„Diejenigen, die die Schrift Gottes lesen, das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen beschert haben, geheim oder offen spenden, dürfen auf einen Handel hoffen, dem kein Niedergang drohen wird. (Sure Fatir – Sure 35 -, Vers 29)

Und an anderer Stelle heißt es: „Diejenigen, die an der Schrift festhalten und das Gebet verrichten. Wir bringen diejenigen, die tun was recht ist, nicht um ihren Lohn.“ (Sure al-A’raf, Vers 170)

Auch das Lesen von Koranversen beim Namaz, wie der Sure al-Hamd, das zu den Pflichtteilen des Gebetes gehört, bezeugt die immerwährende und nahe Beziehung des Korans zum Namaz. In einigen Koranversen gibt es ein gemeinsames Wort für Namaz und Koran nämlich das Wort Zikr ("sekr"). Zikr bedeutet nicht nur Gottes Eingedenk-Sein, sondern ist auch ein Name für den Koran und Gott sagt: „In der Tat Wir haben das Zikr herab gesandt.“

Das Zikr, das Gott-Eingedenksein und die Lobpreisung Gottes, werden auch als die Philosophie und das Ziel des Namazes bezeichnet.

Gott sagt: .... und gedenket Gottes ohne Unterlass, damit es euch wohl ergehe.“ (Sure Al Anfal – Sure 8 -, Vers 45)

Ein weiteres wichtiges Merkmal des Korans ist die gleichzeitige Nennung von Namaz und Zakat (der Almosenabgabe), was zeigt, das im Islam die Achtung Gottes nicht von anderen gesellschaftlichen Verpflichtungen getrennt ist und, dass der Mensch in dem Maße, wie er über eine Erhöhung seiner Spiritualität nachdenkt, auch an die aktuellen gesellschaftlichen Umstände und die Mitmenschen denken soll.

Der allmächtige Schöpfer leitet den Menschen mit dem Koran dazu an, dass das Gedenken an den Schöpfer alles Schönen und Vollkommenen auf dem Weg der Vervollkommnung mit Schönheit und Reinheit einhergehen muss.

Die Betenden sind also aufgerufen mit reinem Körper und lauterem Geist zur Lobpreisung Gottes und zum Zwiegespräch mit Ihm zu erscheinen.

Der edle Koran bezeichnet Gottesdienst, Namaz, Verbeugung, Niederwerfung und Danksagung als das beste Handeln für die Erbauung der Gläubigen.

Der Koran warnt die Gläubigen aber auch, dass das Beten des Namazes eine göttliche Anweisung ist, und eine Missachtung dieser Anweisung, d.h. eine Vernachlässigung des Namazes, einer Nichtbefolgung der göttlichen Anweisung gleich kommt.

Der Koran macht die Wirkung und den Segen des Namazes deutlich, erweist den Betenden Achtung und tadelt diejenigen, die das Namaz missachten. Über diejenigen, die das Namaz nicht beten, wird im Koran gesagt, dass ihnen der aus dem Gebet hervorgehende große göttliche Segen entgeht, und diesen Menschen ist es nicht mehr möglich, ihre Spiritualität zu vermehren und sie werden von der göttlichen Güte, dem Segen und der Hilfe Gottes getrennt sein. Dies wiederum verursacht Unruhe und Orientierungslosigkeit und bringt Schwierigkeiten in ihrem Leben. In einer Koransure heißt es u.a.: “Wer sich aber von Meiner Mahnung abwendet, soll (im Diesseits) einen kümmerlichen Lebensunterhalt haben. ...“ (Sure Ta-Ha – Sure 20, Vers 124)

Im Koran werden noch weitere Gruppen in Bezug zum Namaz getadelt. Es sind diejenigen, die das Namaz als Spiel auffassen oder es verspotten. Auch diejenigen, die das Namaz träge und freudlos beten, oder diejenigen die heucheln und sich nur zur Schau stellen wollen, sowie auch die, die das Namaz auf die leichte Schulter nehmen.

Letztendlich kann man sagen, das Namaz ist eine klare und reine Quelle und wenn der Mensch ihm keine Aufmerksamkeit schenkt wird ihm dies zum Schaden gereichen.

In den islamischen Überlieferungen heißt es, dass über diejenigen, die den Schöpfer beim Gebet rufen, göttliche Gnade und Geschenke ausgebreitet werden und die Engel sich vom Ort ihres Gebetes bis zum Himmel hinauf um sie versammeln.

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