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Mittwoch, 07 Oktober 2009 09:00

Namaz - Erbauendes Erleben (Teil 5)

Namaz - Erbauendes Erleben (Teil 5)
Das Namaz, also das Pflichtgebet der Muslime, ist ein erziehendes Element für den menschlichen Geist und die menschliche Seele und es ist die beste Quelle für diejenigen, die die Nähe zu Gott suchen.
Deshalb hat wohl der geehrte Prophet des Islams das Namaz als das Banner des Islams bezeichnet. Eine der wichtigsten Auswirkungen des Namaz ist wohl die Entstehung des Gefühls der Sicherheit und der Ruhe im Inneren des Betenden.
Den heutigen Teil dieser Sendereihe beginnen wir nun mit einem kleinen Gedicht über das Namaz
Im Herz des Gläubigen sich Gott offenbart

Den rechten Weg es wählt unverzagt.
Die Wahrheit des Namaz offensichtlich ist.
So geh diesen Weg, wenn du für Wahrheit bist.

Imam Sadegh - a.s.- sagte einmal: "Derjenige, der fünf Dinge nicht hat, dessen Leben ist betrüblich. Und diese fünf Dinge sind Wahrheit, Sicherheit, Bedürfnislosigkeit, Bescheidenheit und ein aufrichtiger Freund."
Sicherheit ist aus der Sicht des Imam Sadegh -a.s.- einer der wichtigsten Faktoren im Leben des Menschen und hat schon immer und in allen Lehren und Ideologien sowie bei allen Gelehrten und Weisen einen besonderen Rang eingenommen. Die Schaffung einer Zivilisation und florierenden menschlichen Gemeinschaft ist ohne Sicherheit nicht möglich.
Der amerikanische Philosoph und Schriftsteller Will Durant schreibt in seinem Buch "Kulturgeschichte der Menschheit": "Die Entstehung einer Zivilisation ist nur denn möglich, wenn es keine Unsicherheit gibt." "Warum werden Menschen dann wissensdurstig und ihr Entdeckergeist entfaltet sich, wenn es keine Angst und Unsicherheit gibt?" oder "Warum entwickelt sich in einer sicheren Atmosphäre der Drang nach Wissen und der Enthusiasmus für die Verbesserung der Lebensumstände?"
Unter Beachtung der derzeitigen krisenhaften Umstände in der Welt entsteht die Frage, wie man eine Verbesserung für die Gesellschaft erreichen kann, sodass der Einzelne das Gefühl der Sicherheit bekommt.

Von alters her hatten Gesellschaftsforscher und Soziologen unterschiedliche Ansichten über die Sicherheit. Die meisten ihrer Theorien ergaben sich aber aus den menschlichen Erfahrungen im Laufe der Zeit und waren nicht wirklich im Stande Sicherheit zu gewährleisten.
Im 21. Jahrhundert ist es aufgrund von Erfahrungen und statistischen Dokumente einschlägiger Institutionen und Zentren offensichtlich geworden, dass all diese Erkenntnisse und Theorien, welche die seelische und geistige Ausgeglichenheit und Ruhe des Menschen fördern und gewährleisten sollten, nicht in dem Maße erfolgreich waren wie man es erwartet hatte.
Aber trotz der vielfältigen Stressfaktoren im menschlichen Leben und innerhalb einer Gesellschaft, gibt es auch in unserem Zeitalter Menschen, welche die nötige seelisch-geistige Ruhe und Ausgeglichenheit besitzen. Diese Menschen gehören zu den wahrhaft und aufrichtig Betenden, die mit dem Licht des Gebetes ihrer Seele Glanz und Ruhe verleihen. Sie haben die himmlischen Verse des Korans gut verstanden, die da sagen: "Wisset - Im Gedenken Gottes findet ja das Herz Ruhe." (Sure 13 -Der Donner -, Teil von Vers 28)

Immer wenn der Gebetsruf ertönt und sich die Gläubigen zum Gebet aufstellen, werden Sie daran erinnert, das die höchste Macht, der Zeuge unseres Wohlergehens, Gott ist, dass Er es ist, der uns in den Widrigkeiten und Schwierigkeiten des Lebens stützt und uns Halt gibt.

Diejenigen, die aufrichtig beten brauchen nicht umher zu irren und sie sind nicht schutzlos, sondern sie wissen, dass das Leben höhere Ziele hat. Sie wissen, dass wenn sie Glückseligkeit erhalten wollen, sie zur Leben spendenden Quelle Verbindung aufnehmen müssen. Deshalb finden sie wenn sie beten und damit diese Verbindung aufnehmen, die seelische Ruhe und das Gefühl der Sicherheit.
Im Laufe der Geschichte zeigte sich auch, dass die Propheten und die Großen der göttlichen Religionen die Welt durch ihr erhabenes Tun und den Glauben an den Einen und Allmächtigen Gott bereichert haben. Und sie machten deutlich, dass sie die direkte Sicherheit und geistig-seelische Ruhe durch die Verbindung mit Gott erlangt haben.
Dem Propheten Moses und seinem Bruder wurde geoffenbart: "Nehmt für euer Volk in Ägypten Häuser zur Wohnung ... und verrichtet das Gebet (salaah)" (Sure 10 -Jonas-, aus Vers 87)

Und Abraham sagt in seinem Bittgebet zu Gott: "Herr! Mach, dass ich das Gebet ("salaah") verrichte, und (auch) Leute aus meiner Nachkommenschaft, Herr, und nimm mein Gebet an!" (Sure 14 - Abraham, Vers 41)

Jesus sagte in der Krippe: "Und er hat gemacht, dass mir, wo immer ich bin, Segen verliehen ist, und mir das Gebet (salaah) (zu verrichten) und die Almosensteuer (zu geben) anbefohlen, solange ich lebe" (Sure 19 -Maria-, Vers 31)

Der betende Mensch kommt also durch das Gebet zur Ruhe. Alle Schwierigkeiten und Aufregungen des Lebens erscheinen ihm in einem anderen Licht, und Schrecken einer unklaren Zukunft haben keinen Platz in seinem Herzen. Denn er weiß, dass Gott immer und zu jeder Zeit für ihn da ist und ihm die nötige Stütze in allen Unbilden des Lebens gibt. Er weiß auch, dass wenn er in seiner menschlichen Schwäche einmal eine Sünde begeht, Gott gnädig und barmherzig ist und seine Reue annimmt.

Wenn der gläubige Muslim vor Beginn seines Gebetes bekennt "Allahu Akbar" - "Gott ist größer", dann führt er sich vor Augen, dass Gott größer ist als er. Und wenn er den Schöpfer allen Seins als größer anerkennt, dann weiß er auch, dass alle möglichen anderen Mächte diesem untergeordnet sind und er selber auch nur ein geringes Geschöpf ist.
Wenn er dann sein Gebet mit: "Im Namen des barmherzigen und gütigen Gottes" beginnt und sich Gottes grenzenlose Güte und Barmherzigkeit bewusst macht, dann wird sein Herz beruhigt.
Nun sagt er weiter: "Lob sei Gott, dem Herrn der Menschen in aller Welt" und bekennt damit, dass alle Verehrung Ihm, dem Schöpfer und Herrn alleine gebührt. "dem Barmherzigen und Gütigen, der am Tag des Gerichts regiert!" also dem Gott, dem der Tag der Vergeltung gehört, der alles beeinflusst, in dessen Hand Leben und Sterben liegen. Dann sagt der Betende: "Dir dienen wir, und dich bitten wir um Hilfe".
Bei der anschließenden Verbeugung vor Gott bezeugt der Betende die Ergebenheit nur vor Ihm und befreit sich damit von der Demut vor anderen. Und bei der Niederwerfung vor Gott befreit der sich aus der Knechtschaft von anderen. Auf diese Weise schließt er ein ewiges Bündnis mit Gott, dessen Früchte die Freiheit und Freimütigkeit sowie die Erlangung von Sicherheit und Friede sind.

Mit den Worten von Eqbale Lahuri sagen wir abschließend:

"Jeder, der einen Vertrag mit dem Schöpfer schließt, die Freiheit von den Fesseln der Götzen genießt!"

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