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Mittwoch, 07 Oktober 2009 09:11

Namaz - Erbauendes Erleben (Teil 7)

Namaz - Erbauendes Erleben (Teil 7)
Liebe Hörerfreunde, mit einem weiteren Teil unserer Sendereihe 'Namaz - Erbauendes Erleben' sind wir heute bei Ihnen zu Gast und wollen Ihnen etwas über den persönlichen Gewinn des Betenden durch das Namaz und über die Vorbereitungen für dieses Pflichtgebet der Muslime berichten.Wir danken Ihnen, wenn Sie uns Ihr Ohr für die nächsten Minuten schenken.

Geistiger Stress und seelische Anspannung sind Krankheiten die den Menschen im 21. Jahrhundert bedrohen. Psychologen und andere Wissenschaftler suchen nach Wegen um diese geistigen Wirrnisse zu verringern und dem menschlichen Geist und der Seele Ruhe zu vermitteln.
Der amerikanische Psychologe William Moulton Marston (1893-1947) schrieb im Readers Digest Magazin: "Viele Menschen, die für Entscheidungen verantwortlich sind, besitzen nicht die notwendige Konzentration und diese Zerstreutheit ist der Grund ihrer Verzweiflung und Fehlentscheidung. Wenn sich der menschliche Verstand aber konzentrieren kann, dann wird dieser Defekt beseitigt."

Das Namaz ist ein Schlüssel für den Segen Gottes und bringt einen großen spirituellen Gewinn für den Menschen. Ein Gewinn ist es z.B., dass wenn beim betenden Menschen die inneren und äußeren Voraussetzungen gegeben sind und er mit Herz und Verstand dabei ist und sich auf das Gebet konzentriert, dann wird sein Inneres erleuchtet und rein. Wenn der Mensch beim Gebet von materialistischen Fragen und alltäglichen Problemen Abstand nimmt und mit seinem Herzen beim Gebet ist, gewinnt er die Fähigkeit seine Gedanken zu stärken und sich auf die Fragen des Lebens zu konzentrieren. Insbesondere dann, wenn er dies jedes Mal beim Namaz übt und sich jedes Mal darum bemüht seine Seele und seinen Geist mit dem Angebeteten zu verbinden.

Viele Offenbarungsverse über das Namaz in den göttlichen Religionen, erzählen davon, dass das Namaz eine ständige Kraft für die Erziehung des Menschen und ein sehr erbauender Gottesdienst ist, der vom ersten Tag des Erscheinens der göttlichen Religionen an bestanden hat. Alle Propheten der göttlichen Religionen waren beauftragt das Namaz zu beten und es ihren Kindern und Völkern zu lernen. Jedoch war die Art der Verrichtung des Gebetes bei den verschiedenen Völkern und Stämmen von unterschiedlicher Gestalt.
In der Geschichte heißt es, dass Adam und Eva, nachdem sie des Paradieses verwiesen worden und auf die Erde gekommen waren, betrübt und reuevoll waren, eine lange Zeit weinten und gegenüber Gott ihre Reue zeigten. Eines Tages schickte Gott den Engel Gabriel zu ihnen, der ihnen sagte er habe ein Geschenk von Gott für sie. Dieses Geschenk war das Namaz zu fünf Zeiten eines Tages und einer Nacht. Am nächsten Tag, als die Sonne noch nicht aufgegangen war, stellten sich Adam und Eva zum Gebet auf und sie sprachen aus voller Seele zu Gott. Danach erlangte beide ein wundersames Gefühl der Ruhe.
Dieses Gebet war das beste Geschenk für sie und das wertvollste und bleibendste Erbe für ihre Kinder.

Das Land von Mina und Arafat in der Nähe von Mekka erinnert uns an die Verrichtung des Gebetes durch Abraham und seinen Sohn Ismail. Diese haben schon vor 4000 Jahren die Menschen zur Verehrung des Einzigen Gottes aufgerufen. Als Abraham seine Gemahlin Hadschar und seinen Sohn Ismail in die trockene und bewuchslose Gegend von Mekka brachte, erhob er seine Hände zum Bittgebet und sagte:
"Herr! Ich habe Leute aus meiner Nachkommenschaft in einem Tal, in dem kein Getreide wächst, bei deinem geheiligten Haus Wohnung nehmen lassen, Herr, damit sie das Gebet (salaat) verrichten...." (aus Vers 37, Sure Abraham, Sure 14).
Der Koran erläutert als eine der Besonderheiten von Ismail, dessen Einladung zum Gebet und schreibt:
"Und gedenke in der Schrift des Ismael! Er war einer, der hält, was er verspricht, und ein Gesandter und Prophet."
"Er befahl seinen Angehörigen das Gebet (salaat) (zu verrichten) und die Almosensteuer zu geben. Und er war bei seinem Herrn wohlgelitten."
( Vers 54 und 55, Sure Maria, Sure 19)

Hazrate Schuaib, ein Prophet der auch Zeuge der Abirrungen und Götzenverehrung seines Volkes war und dessen Demütigungen und Schmach ertragen mussten und der unter der Götzenanbetung seines Volkes litt. Er sprach über verschiedene Fragen zu seinem Volk und um ihm die richtige Form der Gottesanbetung zu lernen, stellte er sich vor ihnen zum Gebet auf und schüttete vor dem Einzigen Gott sein Herz aus. Aber die Leute seines Volkes verspotteten ihn und störten ihn bei seinem Gebet. Sie sagten:
"Schuaib! Befiehlt dir dein Gebet, dass wir die Götter aufgeben, denen unsere Väter (von jeher) gedient haben, ...."
(aus Vers 87, Sure Hud, Sure 11)

Dort wo der Koran über Isaak und Jakob spricht, weist er auf den Punkt hin, dass sie die Menschen durch göttlichen Befehl geleitet haben und es ihnen durch göttliche Anweisung offenbart wurde, Gutes zu tun und des Namaz zu verrichten und die Almosensteuer zu entrichten.
Hazrate Moses, der große göttliche Prophet war wegen seiner Ergebenheit und Demut gegenüber Gott bekannt. Er sprach in Liebe und Aufrichtigkeit direkt mit Gott und Gott sprach direkt zu ihm. In einer Überlieferung heißt es, das Gott das Wort an ihn richtete und sagte: "O Moses ob du wohl weißt, warum ich direkt mit dir spreche?" Darauf sagte Moses "Nein", und Gott antwortete: "O Moses, ich kenne meine Geschöpfe und habe ihr Innerstes vollständig geprüft. Unter ihnen habe ich keinen gefunden, der demütiger ist als du. O Moses, du verrichtest immer das Gebet und wirfst dich Mir ergeben zu Boden."
Als Moses die Prophetschaft übertragen wurde, war der erste Befehl Gottes an ihn, das Namaz zu verrichten. Im Koran lesen wir:
"Und ich habe dich auserwählt. Höre nun auf das, was (dir hiermit als Offenbarungsauftrag) eingegeben wird!"
"Ich bin Gott. Es gibt keinen Gott außer mir. Darum diene mir und verrichte, meiner gedenkend, das Gebet (salaat)!"
(Vers 13 und 14, Sure Ta Ha, Sure 20)

Der edle Koran spricht auch noch in weiteren Versen vom Namaz des Hazrate Zacharias und von dem Weisen Luqman und dessen Anweisungen an seinen Sohn über das Namaz. Und die Verrichtung des Gebetes war schon vor Mohammad -s.a.- eine Forderung von Jesus - Friede sei mit ihm - an seine Anhänger. Jesus, dem Gott schon in der Wiege die Fähigkeit des Sprechens gab, damit er die Reinheit und Unschuld seiner Mutter Maria - Friede sei mit ihr - bezeuge, sagte:
"Ich bin der Diener Gottes. Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht."
Und er hat gemacht, dass mir wo immer ich bin Segen verliehen ist, und mir das Gebet (salaat) und die Almosensteuer anbefohlen, solange ich lebe."
(Vers 30 und 31, Sure Maria, Sure 19)

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