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Samstag, 10 Oktober 2009 06:27

Namaz - Erbauendes Erleben (Teil 8)

Namaz - Erbauendes Erleben (Teil 8)
Diesmal wollen wir verehrte Freunde zunächst darauf eingehen, wie die Einteilung der Gebetszeiten der Muslime erfolgte. Sie wissen ja, die Muslime sprechen zu fünf Zeiten über 24 Stunden hinweg ihre Namaz - also ihre Pflichtgebete. Lesen Sie deshalb vorerst eine kleine Geschichte zu diesem Thema.

Die Obersten der Juden hatten eine Versammlung einberufen. Auch die jüdischen Gelehrten der damaligen Zeit waren dabei. Sie waren zusammengekommen, um einen neuen Weg zu finden, wie sie der Lehre von Mohammad -s.a.- begegnen könnten. Sie wollten die Rechtmäßigkeit des Islams in Frage stellen und dessen Erstrahlen unter den Menschen verhindern. Die Versammlung der obersten und gelehrtesten Juden fand also statt und man machte verschiedene Vorschläge wie vorzugehen sei. Der ihrer Meinung nach beste Vorschlag war es, den Propheten des Islams inmitten der Bevölkerung mit den kompliziertesten Fragen zu konfrontieren, damit - so dachten sie - dessen Schwäche für alle offensichtlich wird.
Somit gingen nun einige von den Juden zu Mohammad -s.a.- in die Moschee, und unterbreiteten ihm ihren Vorschlag. Der Gesandte Gottes begrüßte diesen Vorschlag, ging mit den Gelehrten und beantwortete in einer Menge von Menschen jede einzelne ihrer Fragen. Damit setzte er die jüdischen Gelehrten und ihre Obersten in Erstaunen. Der älteste der anwesenden Juden dachte sich nun, dass er den Propheten mit seiner letzten Frage schlagen könne. Er fragte ihn: „Ei! Mohammad, warum hat Gott euch zu fünf Gebetszeiten innerhalb eines Tages und einer Nacht verpflichtet? Und warum nicht zu mehr oder weniger?"
Die Augen Mohammads -s.a.- strahlten und seine Liebe und Freude, die er für den Einzigen Gott empfand, waren auf seinem Antlitz abzulesen als er antwortete:
„Die Philosophie des Morgengebetes der Muslime, also des Gebetes vor Sonnenaufgang, ist die, dass die Gläubigen noch bevor die Sonnenanbeter die Sonne nach ihrem Aufgang anbeten, ihr Morgengebet verrichten und sich vor dem Schöpfer allen Seins noch vor dem vollständigen Aufgang der Sonne niederwerfen sollen."

Der Prophet Mohammad -s.a.- erklärte nun weiter: „Zur Mittagszeit lobpreisen alle Geschöpfe und alle Materie unter dem Himmelszelt ihren Schöpfer - den Einen Gott. Genau aus diesem Grunde hat der Allmächtige das Namaz zu dieser Tageszeit für mich und die Muslime zur Pflicht gemacht."
Dann sagte er: „Das Namaz wird vom Höchststand der Sonne am Mittag an bis zu ihrem Untergang gebetet."
"Nun aber das Nachmittagsgebet, dass gleichzeitig mit der Stunde fällt, in der Adam -a.s.- die Frucht vom verbotenen Baum aß und Gott ihn und Eva des Paradieses verwiesen hat. Gott hat den Nachkommen Adams das Nachmittagsgebet aufgetragen und es mir und den Muslimen zur Pflicht gemacht. Dieses Namaz ist das angesehenste Namaz bei Gott."
Nun sagte der Prophet des Islams bezüglich des Abendgebetes, dass Gott nach langen Jahren die Reue und die Bittgebete Hazrate Adams angenommen hatte und Adam aus diesem Grund -aus Dankbarkeit und Freude- ein Namaz mit drei Gebetsabschnitten betete.
„Gott hat für mich und die Muslime das Abendgebet zur Pflicht gemacht, denn zu dieser Tageszeit werden die Bittgebete erhört."
Im Koran heißt es: „Gott sei nun gepriesen am Abend und am Morgen (wie auch: wenn ihr Abend und wenn ihr Morgen habt)." (Sure Ar Rum, Sure 30, Vers 17)
Nun ging Mohammad -s.a.- auf das Nachtgebet ein und sagte: „Im Grab und am Tag des Jüngsten Gerichtes herrscht eine Furcht erregende Dunkelheit, die durch das Licht des Nachtgebetes erhellt wird. Unser Herr und Gott sagte: „Mit jedem Schritt, den der Gläubige beim Nachtgebet fortschreitet, entfernt ihn Gott weiter vom Höllenfeuer."
Diese Erklärungen des Propheten sind ein Teil der Geheimnisse und der Philosophie der Gebetszeiten der Muslime, welche der Prophet des Islams den Obersten und Gelehrten der Juden mitteilte.
Für die anwesenden Juden war dass, was sie da gehört hatten, sehr neu und sie konnten keine Einwände dagegen finden und deshalb mussten sie schweigen. Sie standen beschämt auf und verließen die Moschee.

Der Islam ist eine Religion, bei der alle Gebote und Verordnungen auf Weisheit und Verstand beruhen. Heutzutage wurde aufgrund der Entwicklung des Verstandes und der wissenschaftlichen Fortschritte deutlich, dass die göttlichen Gebote und Anweisungen großen medizinischen, moralischen und physischen Nutzen haben.
Dr. Alexis Carell, der bekannte französische Arzt und Philosoph, sagte: „Die Spuren der Gottesanbetung können wir mit Hilfe der Wissenschaft sichtbar machen, denn das Gebet und die Gottesanbetung wirken nicht nur auf den Gefühlszustand und die Seele, sondern sie wirken auch auf die körperliche Verfassung des Menschen und können in einer verhältnismäßig kurzen Zeit eine körperliche Krankheit bessern. Egal ob derartige Geschehnisse von uns rational erfasst werden können oder nicht, ist es notwendig, deren Vorhandensein einzugestehen. Das Ärztebüro für die Beurteilung der Wunderheilungen im französischen Wallfahrtsort Lourdes hat allein mehr als 200 Heilungen verschiedener Krankheiten durch Beten, Bittgebete und die Lobpreisung Gottes verzeichnet."
Die moderne Medizin hat den Beweis geführt, dass „das Herz ausschütten bei Gott" hohen Blutdruck verhindert und bei der Regulierung des Blutdrucks eine wichtige Rolle spielt. Im Readers Digest Magazin steht zu lesen: „Aufgrund wissenschaftlicher Nachforschungen wurde ersichtlich, dass Menschen die regelmäßig zu einem Gotteshaus gehen, gegenüber verschiedenen Krankheiten, wie z.B. Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Tuberkulose und bestimmten Krebsleiden immun sind."

Das Namaz ist die schönste Form der Gottesanbetung und es verleiht Geist und Seele des Menschen einen besonderen Glanz. Das Namaz ist ein Fenster zum Licht und führt zur innigen Verbindung des Menschen mit seinem Schöpfer. Dieser erbauende Gottesdienst bringt unschätzbaren Segen mit sich und ist der stärkste Erziehungsfaktor des Menschen.
Außer den spirituellen und erziehenden Wirkungen hat das Namaz noch andere Vorteile für den Menschen. Als Beispiel können die vor Kurzem bei medizinischen Forschungen über die Auswirkungen und den Nutzen des Namaz gewonnenen neuen Erkenntnisse, wie z.B. die Blutkreislauf anregende Wirkung durch das wiederholte Aufstehen, Sitzen und Verbeugen beim Namaz genannt werden, oder die Anregung der Organe, die Verdauungsförderung, und die Regulierung des Appetits.
Jedoch muss man hierbei beachten, dass die menschlichen Kenntnisse gegenüber dem unendlichen und unbegrenzten Wissen des Schöpfers nur sehr gering und unbedeutend sind. Von daher soll ein Sich-Vertiefen und Nachdenken über die Philosophie der göttlichen Gebote nicht bedeuten, dass wenn jemand nicht den Sinn der Gebote erkennen kann, er diese nicht befolgen soll.
Das Namaz ist ein wohlgefälliges und wirkungsvolles Gott-Dienen, welches mit der unversehrten und reinen Urseele einhergeht und welches die Betenden in Befolgung der göttlichen Anordnung und für die Zufriedenheit ihres Schöpfers ausführen.

 

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