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Sonntag, 15 Juli 2007 22:26

Frau im Islam- Teil 14

Frau im Islam- Teil 14
M- Nachdem wir letztes Mal über die Situation der Frau heute, in der modernen Welt, sprachen und dabei auch den feministischen Gedanken nicht außer acht ließen, nun zurück zur Frau im Islam bzw.
im islamischen Verständnis.

K- Einiges sagten wir bereits dazu, doch vieles ist noch ungesagt geblieben und den meisten in abendländischen Breiten unbekannt.
Damals, als der Islam auf der arabischen Halbinsel erschien, nahm er die Frau bei der Hand und verhalf ihr dazu, ihre menschliche Würde und Wertigkeit zurückzuerlangen.

M- Das erste, was er bzw. der Prophet des Islam diesbezüglich bewirkte war, dass den vorausgegangenen - d.h. den vorislamischen, die Frau demütigenden - Sitten und Vorstellungen ein Ende gesetzt wurde.
Er machte der Gesellschaft den hohen Stellenwert und Rang, den Gott der Frau zugemessen hat, klar und auch, dass sie als Mensch dem Manne ebenbürtig ist. Ein Mensch von Wert wie er...

M- Unter anderem Sseyyid Qutb, bekannter Gelehrter und Korankommentator, spricht im Zusammenhang mit jenen Versen der Sure 81, Takwir, in denen auf die lebendig begrabenen kleinen Mädchen und auf die Antwort ihrer Väter hingewiesen wird, über die Würdigung des Islam für die Frau und ihren hohen menschlichen Rang.

K- Er und wie er viele andere Gelehrte, betonen: Ohne den Islam wäre die Frau in jenem Mileu, in dem sie lebte, niemals auf ihre hohe Wertigkeit und Würde aufmerksam gemacht worden.
Abgesehen davon aber klärte der Islam, diese letzte der himmlischen Relgionen, den Menschen - ob Mann, ob Frau - schlechthin auf seinen hohen Rang in der Schöpfung auf. Auch darüber, dass ihm - bei seiner Erschaffung - vom göttlichen Geist eingegeben ward.

M- Diese göttlichen Belehrungen bedeuteten eine Art geistiger Neugeburt für den Menschen, da nun an die Stelle materieller Werte geistige traten, die himmlische Nuancen trugen...

K- Das, was nun zählte, waren Geist und Würde des Menschen, die in engem Bezug zum Schöpfer und Herrn der Welten stehen. Und diesbezüglich steht die Frau dem Manne in nichts nach...

K- Nebenbei, auch Will Durant forschte in den Weisungen des Heiligen Koran nach Würde und Wert der Frau und stellte dabei fest, dass beispielsweise das Lebendig-Verscharrt-Werden kleiner Mädchen mit dem Erscheinen des Koran ein Ende fand und zudem, koranischerseits, Mann und Frau vor dem Gesetz, also juristisch gesehen und auch hinsichtlich Besitz, Menschenwürde und natürlicher Menschenrechte, gleichberechtigt sind.

M- Der Frau wurde eine jegliche gesetzlich erlaubte Beschäftigung gestattet. Ebenfalls, Eigentum und Besitz zu erwerben - natürlich auf legale Art und Weise - und über das, was sie erwarb, zu verfügen.
Auch am Erbe war sie nun beteiligt, und zudem wurde die Sitte, dernach sie zuvor als Teil der Hinterlassenschaft ihres verstorbenen Gatten galt und dessen Sohn vererbt wurde, aufgehoben.
Soweit - u.a. - aus der Zivilisationsgeschichte Will Durants...

K- Mit anderen Worten, der Islam gab - im Rahmen seiner, na sagen wir Kulturrevolution - der Frau ihre abhanden gekommene Würde und Wertigkeit zurück. Ein bis dahin beispielloses Geschehen, durch das die Frau zu ihrer menschlichen Identität zurückfand und die Gesellschaft über diese aufgeklärt wurde...

M- Beispielsweise die Frau als Gattin.
Zu heiraten und gemeinsam mit dem Ehepartner bzw. der Ehepartnerin eine Familie zu gründen, gehört zu den wichtigen Ereignissen im Leben aller, ob Mann, ob Frau.

K- Durch diesen Schritt findet sie, die Frau, zu ihrer ihr zugeordneten wesentlichen und völlig natürlichen Rolle, nämlich Gattin und Mutter zu sein.
Wer ihr diese natürliche Rolle bzw. Aufgabe nehmen oder aber als unbedeutend abtun will, vergeht sich damit an ihr und ihrer Identität.

M- Dies ist ein Punkt, dem in allen göttlichen Religionen Bedeutung zugemessen wird. Und schon im alten Testament, in der Schöpfungsgeschichte, lesen wir, dass ins Haus des Mannes, der heiratet, Segen einzieht. Die Frau, seine Gattin, ist ihm eine göttliche Segensgabe.

K- Und ähnliches sagt der Islam. Erinnern wir uns doch nur an die diesbezüglichen Erklärungen des Propheten Mohammad oder aber an jenes Wort Imam Alis (a), der den Mann warnt:

Die Frau ist dem Mann anvertraut. Anvertraut von Gott. Wehe dem, der diese göttliche Treuhandgabe nicht unversehrt Gott zurückgibt...

M- In etwa das gleiche, das in der „Zivilisationsgeschichte" Will Durants zu lesen ist, nämlich, dass sämtlicher Segen der Familie von der Frau ausgeht. Von daher ist es Aufgabe des Mannes, seine Frau zu ehren.

K- Und Prophet Mohammad erklärte:

„Die Großen und Ehrbaren ehren die Frau,
die Gemeinen schmähen sie...

M- Auch in den „Sprüchen Salomons", im Alten Testament, wird auf die Frau hingewiesen und darauf, dass ihr segensreiches Wesen Anlass zu Würdigung und Ehrung ist...

K- Und Will Durant informiert, dass die jüdische Frau, wenngleich sie offiziell unter dem Diktat des Mannes stand und ihm zu gehorchen hatte, dennoch - in diesem ihrem Rahmen - durchaus Macht und Einfluss besaß und gewürdigt wurde.

M- Und ähnlich war es in der christlichen Welt. Die Frau und Mutter war geschätzt und respektiert. Und der Apostel Paulus rief in seinen Briefen die Männer auf, ihre Frauen zu ehren und freundlich zu ihnen zu sein.

K- Ganz abgesehen von Jesus Christus. Wer wüsste nicht, wie gütig er sich den Frauen und wie liebevoll er sich Kindern gegenüber verhielt.
Etwas, das allerdings allen göttlichen Propheten gemeinsam ist...
Wie könnte es auch anders sein...

M- Die Empfehlungen der göttlichen Religionen bezüglich eines guten, freundlichen und ehrenden Verhaltens des Mannes der Frau gegenüber (und natürlich auch umgekehrt) sind zahlreich. Nur, wie diese Empfehlungen im Laufe der Zeit gehandhabt wurden, nun, das steht - wie man so sagt - auf einem anderen Blatt Papier...

K- Und wenden wir uns der Frau im Islam zu - und dies ist ja nun unser eigentliches Thema in dieser Beitragsreihe - so stellen wie fest, welch hoher Stellenwert ihr im Islam beigemessen wird.
Der Koran fordert, unter anderem in der vierten Sure, der Sure Nissaa`, den Mann zu gutem und geziemendem Verhalten seiner Frau gegenüber auf.

M- Und dies ist ein Grundsatz, ein wesentliches Prinzip, das der ehelichen Gemeinschaft im Islam zugrundeliegt und an das im Koran bzw. in der islamischen Rechtslehre häufig erinnert wird. Nämlich: Ein gutes Miteinander der beiden Ehepartner. Ein Miteinander voller Wohlwollen und gegenseitiger Würdigung und Fürsorge...

K- Dies gilt natürlich für beide Partner, für „ihn" und auch für „sie", wenngleich diese Forderung insbesondere an den Mann gerichtet ist. Neunzehnmal wird er im Heiligen Koran aufgerufen, sich seiner Gattin gegenüber „gut, in geziemender und gutgeheißener Weise", zu verhalten.
Dass damit natürlich ein göttlicherseits gutgeheißenes Verhalten gemeint ist, versteht sich von selbst.
Denn das, was auf Abwege geratene Gesellschaften als gut und richtig verstehen mögen, ist zweifellos nicht mit besagter Aufforderung - d.h. mit dem in diesem Koranvers erscheinenden koranischen Terminus - d.h. „be ma`ruf", d.h. dem, was geziemend und gutgeheißen ist - gemeint.

M- Kurz, der Mann ist koranischerseits zu gutem Verhalten gegenüber seiner Frau aufgerufen. Das ist seine Pflicht „ihr" gegenüber und „ihr" Recht an ihm.
Auf dieser Basis wird im Islam eine Ehe gegründet und diese Basis ist es, die die Ehe, die Familie, festigt.
Imam Ssadschaad (a), vierter Imam aus dem Hause des Propheten Mohammads (s), wies den Mann auf folgendes hin:

K- „Wisse, dass es das Recht deiner Gattin ist, dass dir bewusst ist, dass Gott sie dir zu deiner Ruhe, zu einem freundlichen und friedlichen Miteinander bestimmt hat. Sie ist eine Segensgabe des Erhabenen und Allmächtigen Gottes für dich. Ehre sie daher und verhalte dich ihr gegenüber gut und liebevoll..."

M- Soweit - heute. Bis zum nächsten Mal und dann weiteren Informationen zu dem Thema „Frau in der Geschichte und im Islamischen Verständnis",

K- Ihnen allen alles Gute...

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