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Sonntag, 15 Juli 2007 22:26

Frau im Islam- Teil 13

Frau im Islam- Teil 13
M- Letztes Mal sprachen wir über die feministische Bewegung, die im neunzehnten Jahrhundert aufkam und im Aufbegehren der Frauen gegen ihr Unterdrücktsein wurzelt.
K- Eine völlig natürliche Bewegung, und die Forderungen der Frauenrechtlerinnen bestand auch zurecht. Was ihnen jahrhundertelang vorenthalten wurde, wollten sie nun erreichen....

Feminismus, ganz gewiss die Folge von Unterdrückung und Ausbeutung der Frau durch den Mann.
Doch brachte diese Bewegung ihr wirklich das, wonach sie sich sehnte?
Werden ihr wirklich die Rechte, die ihr zustehen, gegeben?

M- Und werden ihr tatsächlich, in der Praxis, der hohe Wert, den Gott ihr gab, zugestanden und ihr die Würde und Achtung, die ihr, als Erzieherin der Gesellschaft, gebühren, gezollt?
Oder aber ist sie nicht nach wie vor - wenn auch in anderer Weise - eine Art Freiwild und ausgebeutet durch eine Vielzahl Profitmacher - weit und breit?

K- Allerdings, zugegeben, etliches erreichte die Frau im Laufe der Zeit. In mancherlei Hinsicht geht es ihr heute sehr viel besser als vormals. Doch gab sie nicht auch so einiges dabei aus der Hand?

M- Wenn wir uns mit der Entwicklung des Feminismus ein wenig genauer beschäftigen, fällt uns eine Phase auf, die in den sechziger Jahren begann. Eine Phase, in der ziemlich radikale Forderungen gestellt wurden.
Unter anderem eine absolute Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die Frau sollte dem Mann völlig gleichgestellt sein. In jeglicher Hinsicht.
Das heißt, sämtliche Rechte, die der Mann hat bzw. sich nimmt, wollten sie auch.

K- Selbstredend, in vielerlei Hinsicht ist dies völlig gerechtfertigt. Keine Frage...
Doch gehören zu Rechten auch Pflichten. Wenn Gleichberechtigung, dann auch Gleichverpflichtung, um es mal so zu sagen.
Ist der Frau aber, angesichts ihrer zarteren körperlichen und auch seelischen Beschaffenheit, zuzumuten, Tag für Tag beispielsweise Schwerstarbeit, unter anderem im Berg-oder Straßenbau, zu leisten?
Wenn es sein muss und Männer nicht da sind, nun, dann wird sie wohl oder übel auch derlei Arbeiten durchführen müssen.
Doch ansonsten?

M- Ist sie - unter Berücksichtigung ihrer natürlichen und wesensmäßigen Beschaffenheit und Qualitäten - zu anderen, aber ebenfalls sehr notwendigen und lebenswichtigen Aufgaben nicht sehr viel mehr geeignet?
Zu Verpflichtungen, die der Mann lange nicht so gut wie sie zu erfüllen vermag? Eben darum, weil er anders geartet und beschaffen ist als sie?

K- Wie wir schon sagten und der Islam betont: Mann und Frau sind als Menschen einander gleich. Mit gleichen Menschenrechten. Und auch ansonsten sind ihnen in vielerlei Hinsicht gleiche Rechte gegeben. Doch gibt es Rechte, die speziell der Frau zustehen, und Rechte, die speziell dem Manne zugeordnet sind.

K- Kurz, die feministische Bewegung schlidderte in eine Phase hinein, die allerlei Ungereimtheiten und Gefahren mit sich brachten. Für die Frau, für die Familie, für die Gesellschaft.

M- Denn eine weitere Forderung bestand darin, sexuelle Freiheit zu erreichen. Und so kam es, dass außereheliche Intimbeziehungen gang und gebe wurden und damit die Zahl der unehelich geborenen Kinder immens anwuchs.

K- Doch dabei allein blieb es nicht, denn sogar die gleichgeschlechtliche Sexualität wurde aktuell und ist inzwischen sogar legalisiert worden. Sogar gleichgeschlechtliche Ehen...

M- Kurz, man schlidderte, insbesondere in der westlichen, vielleicht richtiger gesagt, in der laizistischen bzw. säkularistischen Welt in eine Epoche hinein, die ganz sicherlich nicht dem Wohle der Frau, der Familie und Gesellschaft dient.
Und schon seit geraumer Zeit wird in Sachveständigenkreisen, sogar in den Medien, von den geradezu erschütternden und unheilvollen Folgen dieses Trends berichtet, der jedoch nach wie vor anhält...

K- Zu diesem Thema, das heißt der Situation der Frau in der sogenannten modernen säkularistischen Welt, gibt es noch viel zu sagen. Doch denken wir, dass Sie alle selber schon zur Genüge darüber informiert sind, und wie wir wissen, etliche auch unter Ihnen nicht alles gutheißen, was mit der Frau geschieht bzw. sie mit sich geschehen läßt.

M- Ohne Zweifel, auf vielen Ebenen hat sie inzwischen hervorragende und bedeutende Leistungen erbracht und so manches wirklich Positive erwirken können. Das ist unbestreitbar.

K- Auch in der islamischen Welt, insbesondere in Iran: Auf den Gebieten Wissenschaft, Politik, Soziales, Kultur und Kunst, und nicht zu vergessen auch im Sport bewies sie ihr Können und ihre hohe Wichtigkeit.
Kürzlich erst bestieg eine iranische Frauengruppe den Mont Everest...

M- Doch ist ihr - zumindest in der säkularistischen Welt - nicht auch so einiges, dass ebenfalls zu ihr, ihrem Wesen und ihrer Natur gehört, abhanden gekommen? Hat sie durch all das nicht einen Identitätsverlust in Kauf nehmen müssen?

K- Ihr völlig natürlicher Wunsch nach Ehe und Kindern, danach „Mutter" zu sein - ein ihr innewohnender Wunsch, den sie schon als kleines Mädchen äußerte, als sie mit ihren Puppen spielte - wird heute vielerorts mit einem kleinen Lächeln abgetan. Schließlich, so meint man, gibt es in der modernen Welt anderes, dessentwegen es sich zu leben und zu mühen lohnt, nicht aber eigene Kinder.

M- Auch dass die Frau seitens der großen Propaganda-Firmen - unter anderem als Kaufanreiz für irgendwelche Waren und ähnliches - vermarktet wird, ist heute , in der säkularistischen Gesellschaft - gang und gebe.

K- Und niemanden stört es mehr. Nicht einmal mehr die Frau dort selber.
Doch verstößt derlei - insbesondere aber die obszönen Poster, die in Großaufnahme von ihr, in aller Öffentlichkeit aushängen - nicht gegen ihre frauliche Würde?

M- In alten vorislamischen Tagen war der arabische Vater - der verschiedensten Beweggründe wegen - berechtigt, seine Tochter lebendig im Schoß der Erde zu begraben. Ein ungeheures Vorgehen, zweifellos.

K- Und auch anderswo geschah derlei. Darum, weil man Frauen als wertlos, minderwertig und schmählich verstand und manchmal bisweilen deswegen, um sie gegen Entehrung durch Feinde zu bewahren.
Heute aber, in der modernen säkularistischen Welt, ist es inzwischen vielerorts soweit gekommen, dass zwar nicht sie selber, sondern ihre Würde, ihre Persönlichkeit, ihr Frau-Sein begraben wird. Auf dem Friedhof unkontrollierter sinnlicher Triebe...

M- Unseren heutigen Beitrag beenden wir mit folgendem Wort des islamischen Gelehrten Schahid Motahhari, welcher sagte:

M- „Die islamische Bewegung der Frau unterscheidet sich von der, die sich im Westen zutrug.
Zum einen hinsichtlich der psychologischen Tragweite, denn die Psyche beider, d.h. die weibliche als auch die männliche wurde berücksichtigt und gefördert,

K- und zudem, und dies ist ebenfalls ein wichtiges Moment: Obwohl der Islam die Frau mit ihren menschlichen Rechten bekanntmachte, ihr zu ihrer Identität, hohen Würde und Wertigkeit zurückverhalf und ihr Selbstständigkeit gab,
motiviert er sie nicht zu einer Frontenbildung gegen den Mann und dazu, ihn als Gegner zu betrachten und gegen ihn zu agieren..."

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