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Sonntag, 15 Juli 2007 22:26

Frau im Islam- Teil 6

Frau im Islam- Teil 6
Letzes Mal begannen wir, über die Situation der Frau in der jüdischen Gesellschaft zu sprechen.
Unter anderen darüber, dass man auch in dieser den Wunsch nach Söhnen hatte, aber Töchter als Last und Schmach verstand.

Der Grund dafür ist ein ähnlicher wie der in anderen Gesellschaften, beispielsweise wie in den vorislamischen der arabischen Halbinsel, aber auch anderswo auf Erden.
Söhne waren brauchbar, waren stark, waren klug und konnten die Familie gegen den Feind verteidigen,
Töchter aber nicht. Davon ging man aus...

Der jüdische Vater war immer in Sorge, die Tochter könnte sich verführen lassen, könnte Unehre über die Familie bringen, sei schwach, unzuverlässig und den Eltern, der Familie, keine wirkliche Hilfe.
Im Gegenteil, man müsse ständig auf sie aufpassen, sie beschützen und so fort...

Abgesehen davon aber, so glaubte man in alten Tagen, sei die Frau ein tierisches Wesen, das lediglich dem Menschen ähnlich sei. Sie sei eine Art Zwischenkreatur, zwischen Tier und Mensch...

Vieles gibt es über die Situation der Frau im Judentum früherer Tage zu sagen, doch wir wollen es bei dem, an was wir erinnerten, bewenden lassen.
Jedenfalls aber, die erniedrigende Einstufung der Frau, seitens der Juden alter Tage, ist mit Sicherheit auf abergläubische Vorstellungen oder aber tendenziöse Hintergründe zurückzuführen, nicht aber auf die Religion Gottes, die Moses (a) verkündete...
Wie dies ja auch in anderen Gesellschaften, in denen die Frau einen schweren Stand hatte bzw. noch hat, der Fall ist.

Wir betonen: Was die himmlischen Lehren, die die Propheten Gottes verkündeten, betrifft, so sprechen sie - so weit sie nicht entstellt wurden - der Frau in keinster Weise ihre menschliche Würde und Größe ab. Im Gegenteil.

Denken wir doch nur an die christliche Lehre und den, der sie brachte, nämlich Jesus Christus (a).
Wie freundlich war er doch zu den Frauen. Wer würde sie nicht kennen, die Geschichten von seinem ehrenden und liebevollen Verhalten seiner Mutter Maria oder aber Martha und Maria Magdalena und den vielen anderen Frauen gegenüber ...

Erstaunlich ist nur, wie man dennoch - in einigen Epochen des christlichen Abendlandes - mit der Frau verfuhr. Als sei sie ein minderes, rechtloses Wesen...

Mehr noch, als sei eine Verführerin, die den Mann vom rechten Wege abbringe, eine Gefahr. Oder aber, als sei sie für den Sündenfall Adams verantwortlich und was sonst noch alles...
Und entsprechend stufte man sie ein und behandelte man sie . Vielerorts wie eine Leibeigene...
Jedenfalls völlig gegensätzlich zu dem Verhalten Jesus Christi der Frau gegenüber...

Da wir jedoch darüber bereits im Zusammenhang mit der Situation der Frau im früheren Abendland sprachen, wollen wir es bei dem Gesagten belassen.

Nur dies noch zu diesem Punkt:
Die göttlichen Propheten, welche auch immer, ehrten und respektierten die Frau.

Wenn sich daher ihre Gemeinden vergehen, beispielsweise gegen die Frau, so ist das nicht den Gesandten Gottes oder aber der göttlichen Lehre, die sie verkündeten, zuzuschreiben, sondern den Gemeinden bzw. Gesellschaften selber.

Vergessen wir nicht: Niemals hat Gott die Frau erniedrigt, sondern vor Ihm sind Mann und Frau gleichwertige Menschen.
Wie gesagt, das einzige, das dem einen vor dem anderen - ob er es ist oder sie - Überragenheit verleiht, ist aufrichtigere, praktizierte Ehrfurcht vor Gott...

Wenn wir in die vorislamische Zeit hineinblicken und uns nach der Situation der Frau in jenen Tagen umsehen, hilft uns das, zu erkennen, wie sehr der Islam und der Prophet des Islam dazu beitrugen, der Frau zu ihrer ihr gottgegebenen Würde und Stellung zurückzuverhelfen.

Nehmen wir doch dazu einmal die arabische Halbinsel, insbesondere auch das Gebiet Hidschaas, in dem sich beiden großen Städte Mekka und Medina befinden, ein wenig genauer unter die Lupe.
Wie erging es der Frau dort?
Damals, bevor der Islam erschien...

Diesbezüglich werden zwei Ansichten vertreten. Die einen sagen, die arabische Frau, insbesondere die der Steppe, habe ein Leben in Freiheit und Ehre gelebt und sei als Partnerin des Mannes eingestuft worden.

Andere sagen, die Frau galt seinerzeit, mit wenigen Ausnahmen, als niedriges, weit geringeres Wesen als der Mann. Ihre menschliche und soziale Stellung war äußerst gering und viele, sehr viele der arabischen Männerwelt jener Tage verstanden die Geburt einer Tochter als Schmach. Ebenso wie in der damaligen jüdischen Gesellschaft und auch anderswo.
Doch wie gesagt, Ausnahmen gab es. So war beispielsweise Khadidscheh, die Gattin Mohammads (s), in ihrer Gesellschaft geschätzt und geachtet war, und zwar noch bevor der Islam in ihrer Heimat erschien...

Auch der Koran weist auf die bedauerliche Situation der Frau in der vorislamischen Zeit, auf der arabischen Halbinsel hin,
und ebenfalls etliche Historiker und Chronisten.

Auch Imam Khomeini, in seinen Reden und Werken. Die Frau wurde seinerzeit stark unterjocht und gedemütigt, berichtet er, und der Islam war es, der ihr heraushalf aus ihrer Knechtschaft.
Sie wurde, bevor der Islam sie bei der Hand nahm, wie ein Tier und geringer noch als ein Tier eingestuft und behandelt. Der Islam war es, der sie aus dem Morast, in den man sie gestoßen hatte, befreite.

Und wie der Wissenschaftler Seyyed Amir Ali schrieb: Die Situation der arabischen Frauen, die in der vorislamischen Zeit in Städten und Dörfern lebten, war eine höchst beklagenswerte.
Anders die der Beduinen-Frauen, die in der freien Steppe lebten und denen ein ein hohes Maß an Freiheit und Rechten zugestanden.

In diesem Zusammenhang folgendes:
Zu den katastrophalsten und erschütterndsten Bräuchen in der vorislamischen Zeit Arabiens gehörte, dass der Vater berechtigt war, sein neugeborenes Töchterchen lebendig unter der Erde verscharren zu dürfen.

Allerdings, wie einige schrieben, war dieser Brauch nicht in allen Stämmen üblich. Wohl aber im Stamme „Tamim" und auch in einigen anderen Stämmen...
Jedenfalls aber war dieses Vorgehen allgemein bekannt und oft praktiziert. Sogar der Koran geht auf diese Unsitte, mehr noch, dieses Verbrechen ein, worauf wir noch zu sprechen kommen.

Nun aber, bis zum nächsten Mal, da wir uns mit den geschichtlichen Hintergründen dieses fürchterlichen Brauches befassen wollen,

machen Sie`s gut...

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