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Sonntag, 15 Juli 2007 22:26

Frau im Islam- Teil 4

Frau im Islam- Teil 4
Wenn Sie in diese neue Beitragsreihe hineinhörten, erinnern Sie sich wahrscheinlich, dass wir zur Zeit über „die Frau in der Geschichte" sprechen.
Wie es um sie - einst - in Ägypten, Sumerien, Griechenland und Indien stand, sagten wir bereits.
Letztes mal begannen wir, über ihre Situation im alten China zu informieren.

Auch dort war ihre Situation keineswegs eine erfreuliche. Auch dort wurde sie als wertloses Wesen verstanden, dass zu arbeiten, dem Mann in jeder Beziehung zu dienen und die Kinder, möglichst Söhne, in die Welt zu setzen hatte. Menschenrechte wurden ihr nicht zugestanden...
Sie war ein Geschöpf unterer Klasse,

und wie Will Durant feststellte, war dies - in China - auf das Aufkommen der Sippenherrschaft in China zurückzuführen. Das heißt auf jene Zeit, in der der Älteste einer jeden Sippe bzw. Großfamilie das Sagen hatte und nur sein Wort galt. Mit dem Erscheinen dieser patriarchischen Ordnung verlor die Frau an Wert und Ansehen.
Ebenso wie über den Allgemeinbesitz der Familie bestimmte der Vater bzw. das älteste Mitglied des Clans, was mit der Frau zu geschehen hatte. Ihr Geschick lag in seiner Hand...

Dieser Trend erreichte in der Zeit des Konfuzius seinen Höhepunkt. Absoluter Herr und Tonangebender war der Älteste der Großfamilie, des Familienclans...

Nun zu Japan. Allem Anschein nach war es einige Jahrhunderte vor Christus, dass Emigranten aus China und Korea nach Japan kamen, sich dort niederließen und die einheimische Bevölkerung mit ihrer Zivilisation und ihren Sitten und Bräuchen bekannt machten.
Jedenfalls, im fünften Jahrhundert vor Christus fand die Schrift, aus China kommend, den Weg nach Japan. Und mit der Schrift auch die religiöse Lehre bzw. Ideologie der Chinesen jener Zeit.

Eine Gruppe Japaner, die ihrer alten Religion, der Religion ihrer Väter nach wie vor treu verbunden war, leistete dem jedoch Widerstand und begegnete der neuen, aus China eingeführten Religion damit, indem sie ihr eigenes althergebrachtes Überzeugungsgut und Brauchtum in der Shintoo-Lehre vereinte. Eine Lehre, die auch heute noch, allerdings mit einen kleinen Veränderungen, in Japan vertreten ist und der die Ahnenverehrung zugrundeliegt.

Auch im alten Japan war die Situation der Frau zunächst weitaus besser als in späteren Epochen.
Dass Imperatoren sechs Frauen hatten, war durchaus üblich. Und in den Tagen des berühmten „Kiutub" nahm die Frau sogar Einfluss auf das soziale und kulturelle Leben. Und nicht nur das, hohe Verantwortung wurde ihr in diesen Bereichen - in jenen weit zurückliegenden Zeiten - anvertraut, die sie in bester Weise wahrnahm.

Den Gatten wurde geraten, sich von geschwätzigen Gattinnen zu trennen. Den Frauen aber wurde gesagt, ihren Gatten, selbst den gemeinsten und brutalsten gegenüber, mit Milde und Nachsicht zu begegnen.
Was beherzigt wurde, so dass, wie in der „Zivilisationsgeschichte" zu lesen ist, die Japanerin zur gefügigsten aber auch aktivsten und treuesten Ehefrau auf Erden wurde...

Und in Iran? Wie erging es der Frau, in alten Zeiten, hierzulande?
Über die Lebensweise in frühesten Menschheitsepochen, in Iran, fand man Spuren im Raume Kermaanschaah und im Küstenland des Kaspischen Meeres.

Auskunft über die Zeit, da der Mensch sesshaft wurde und sich in Siedlungen oder aber Dörfern niederließ, geben Funde - beispielsweise alte Gefäße oder aber landwirtschaftliche Werkzeuge, die man östlich von Schusch ausgrub.

Mit voranschreitender Entwicklung der landwirtschaftlichen Gerätschaften als auch der Zähmung einiger Wildtiergattungen wuchs auch die Zahl der Siedlungen und Dörfer rapide an.
Die Frau aber? Wie erging es ihr? Welchen Stellenwert hatte sie, nun, da Werkzeuge und Hausgeräte immer besser und nutzbringender wurden?

Ihr, der Frau im Iran der Antike, erging es nicht viel anders als in anderen Zivilisationen jener frühen Menschheitstage.
Der Religionsstifter Masdak hatte erklärt, dass es dem Manne erlaubt sei, Frauen, so viele er wolle, ehelichen zu dürfen. Selbst Blutsverwandte wie Mutter, Schwester und Tochter...

Und in Ssassanidentagen war es sogar so, dass die Frau nicht als Person verstanden und eingestuft wurde, sondern als Gegenstand, als Ding.
Rechte wurden ihr in keinster Form zugestanden und während ihres gesamten Lebens war sie eine Unterworfene. Bevormundet vom Ältesten, vom Tonangebenden bzw. Herrn der Familie, in der sie lebte.

Dieser Herr aber konnte ihr Vater sein, ihr Bruder oder aber späterhin ihr Gatte, und wenn niemand von diesen mehr lebte, derjenige, der nun den Ton in der Familie angab.

Wer es aber auch immer war, er - der Vormund, dem sie unterworfen war - bestimmte über sie. Sie hatte ihm zu gehorchen. Und bekam sie Geschenke oder wurde sie für irgendeine Dienstleistung bezahlt, hatte sie das, was sie bekam, ihm, dem jeweiligen Vormund, auszuhändigen. Ihr stand nichts zu. Auch diesbezüglich war ihre Situation nicht anders als die einer Sklavin...

Wie gesagt, ihr Dasein glich dem der Sklaven, und ein altes Sprichwort sagt:
Dreimal am Tage hat die Frau ihren Gatten und Herrn zu fragen, was sie zu tun, zu sagen und zu denken hat.
Und widerspricht sie ihm oder aber fügt sie sich ihm nicht, hat er das Recht, sie zu verstoßen.

Für heute ist es genug, wir wollen Sie nicht ermüden. Weiteres über die Situation der Frau im Iran der Antike und anderswo das nächste Mal.

bis dann also...

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