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Donnerstag, 02 Oktober 2014 02:58

Der Hadsch in Mekka und der Austausch über aktuelle Probleme

Der Hadsch in Mekka und der Austausch über aktuelle  Probleme
Der Hadsch hat sowohl  gottesdienstliche als auch politische Aspekte.

Diese Zeremonie ist von dem Gedanken durchdrungen, unter dem Banner des Glaubens an den Einen Gott nach Einheit und Einmütigkeit zu streben.

In der Heimat der Offenbarung sind  die Muslime aus aller Welt  mit all ihren Unterschiede wegen Sprache, Abstammung Hautfarbe und Nationalität umeinander versammelt. Sie umkreisen beim Tawwaf begeistert die Kaaba, dieses einmalige Denkmal für die Einheit Gottes. Der Hadsch ist  Anlass zur Distanzierung von jeglichem Götzentum. Die Pilger bitten Gott, er möge sie den verborgenen Sinn der Hadsch-Rituale erkennen lassen, damit sie für ihr Leben und für die Islamische Weltgemeinde Reise-Proviant schöpfen.                                 

 

Der Hadsch ist voller Spiritualität. Jeder eifrige bewusste Mensch kann aus dieser klaren Quelle Wissen schöpfen und seinen Glauben an den einen Gott stärken.

 

Der Hadsch ist ein Islamischer Brauch mit universalem Charakter. Hier verspürt jeder Pilger Gottergebenheit und bei dieser gewaltigen Zusammenkunft haben die Muslime die Gelegenheit, direkten Kontakt miteinander aufzunehmen und sich über die Probleme der verschiedenen muslimischen Völker zu informieren. 

  Die Verbindung zu  den riesigen Volksmassen der islamischen Ummah , hier im Herzen der Islamischen Welt, bringt großen Segen. Der kollektive Willen dieser großen Glaubensgemeinschaft könnte Berge versetzen.                     

 

Wenn diese muslimischen Volksmassen um gemeinsame Überlegungen bemüht sind, können sie die Islamische Werte weltweit festigen und die Probleme der isalmischen Welt durch ihre Vereinigung lösen.

 

Islamische Denker betrachten es als einen der großen Vorzüge des Hadsches, dass die Gläubigen  über die Probleme der Islamischen Welt erfahren und sich darüber austauschen.  Auf diese Weise könnten sie zu geeigneten Lösungen finden und zur Stabilisierung der Islamischen Ummahh weltweit beitragen.

Allerdings sind die Muslime ständig den Sabotagen der hasserfüllten Islamfeinde ausgesetzt. Diese wollen die Einheit der Muslime nicht.  Sie investieren große Gelder in die Zwietrachtstiftung unter ihnen.

Zu den Sabotagen der Islamfeinde gehört die Bildung von radikalen Gruppen oder abwegigen Sekten wie die der Wahhabiten und Bahai oder Terroristengruppen wie Al Qaida, IS (Danisch) und An Nusra.

                            

Die IS-Terrorgruppe ist zurzeit die größte und brutalste Takfiri-Gruppen. Takfiris exkommunizieren Muslime die anders denken als sie. Die IS haben mit ihren Fähnchen, auf denen der Name Gottes und seines Propheten steht, der Islamischen Weltgemeinde einen schweren Schlag versetzt und das Ansehen der Muslime auf der Welt geschädigt.

Das brutale terroristischen Vorgehen dieser Guppe gibt einen falschen Eindruck vom Islam, denn der Islam lehrt Barmherzigkeit. Aber die IS-Terrorgruppe vergießen im Namen von Islam unschuldiges Blut und sind gewalttätig.

Die takfiristischen Salafiden  sind mit ihrem Terrorismus das größte Problem für die Islamische Welt.

Der Hadsch ist für die Gelehrten der islamischen Welt eine gute Gelegenheit  über die nicht-islamische Natur der IS aufzuklären und zu verhindern, dass noch weitere Muslime dieser Takfiri-Gruppe in die Falle laufen. 

Außerdem kann der Zusammenschluss der Muslime gegenüber diesen kaltherzigen Gruppen zu deren raschen Vernichtung führen.

Die religiösen Persönichkeiten aus den Muslimstaaten können dank der Gemeinsamkeiten zwischen allen islamischen Rechtsschulen, wie der  Glaube an den Einen Gott, den Propheten, den Koran und das Jenseits und viele gemeinsame Gebote, effektive Schritte für die Lösung des wachsenden Problems der IS unternehmen. Leider ist bislang (Oktober 2014) noch nicht soviel Konvergenz und Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen des Islams erreicht worden, während jedoch die Sabotagen der Feinde ihre Wirkung hatten.

 

Die vollständige Vereinigung der Muslime wird auch durch das Vorgehen der Regierungsvertreter einiger arabischer und muslimischer Staaten, die im Interesse der USA und des zionistischen Regimes handeln, behindert und über dieses Hindernis sollte auch auf den Versammlungen der Pilger in Mekka gesprochen werden.

Politische Experten der Islamischen Welt sagen, solange die Anführer  solcher Staaten Schwäche gegenüber der USA und Israel empfinden und sich ihnen unterwerfen, werde verhindert,  dass die islamischen Weltgemeinde stabile und geschlossene Reihen bildet.

 

Die USA und ihre westlichen und arabischen Verbündeten haben die IS hervorgerufen und sie allseitig unterstützt.  Aber inzwischen haben die  Aktivitäten der IS zugenommen. Die IS-Terroristen stellen noch größere Ansprüche und die genannten Staaten fürchten nun, dass sie selber von dem Schaden dieser Terroristen betroffen werden.

 

Daher sind sogar Saudi Arabien und Katar den Amerikanern zur Hilfe geeilt, um die IS zu vernichten. Zugleich haben  die saudischen Moftis , die immer zum Anschluss an die IS angespornt hatten , mit ihren jüngsten Fitwas eine 180 Grad Wende gemacht. Sie bezeichnen nun die IS als Nicht-Muslime und fordern ihre Vernichtung. 

 

Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution Iran hat Anfang Juni dieses Jahres vorausgesehen, dass einige Länder , die mit ihren Hilfen in der Region die  Takfiri-Gruppen bei ihren Massakern und  Verbrechen in Syrien und einigen anderen Ländern unterstützen, in absehbarer Zeit selber der Gefahr dieser Gruppen ausgesetzt und letztendlich gezwungen sein werden, sie unter einem hohen Aufwand zu vernichten.

 

Der Islam ruft alle auf, tiefer nachzudenken  und während des Hadsches besteht die Möglichkeit für die Muslime durch Meinungsaustausch  und Gespräche  ihre Kenntnisse erweitern.   Möglicherweise erfarhen einige Muslime in ihren Ländern  wegen Nachrichtenzensur nicht genug über die wahren Ereignisse. Daher  wissen sie nicht, inwieweit diverse Staaten bei der Gründung der Takfiri-Gruppen, wie die IS die Hand im Spiel hatten,  und kennen nicht deren Ziele und das Ausmaß der Verbrechen der Takfiris.

Also ist der Hadsch eine kostbare Gelegenheit,  damit die Hadschpilger sich gegenseitig auf diese Sabotagen aufmerksam machen und über diese Gruppen und ihre Unterstützer aufklären. Sie können bei dieser Gelegenheit auch  die Unterstützung Palästinas und die Probleme der Muslime in europäischen Ländern wie z.B. das Hidschabverbot und  die Probleme der Muslime in Myanmar, Afghanistan und Pakistan sowie das Islamische Erwachen in der Islamischen Welt erörtern.

Zum Hadsch gehört auch die Distanzierung von den Götzendienern. In dieser Distanzierung kommt ein politischer Aspekt des Hadsches zum Tragen. Bei Kenntnis von dem Hauptfeind des Islams wird der Hadsch zu einer geeigneten Gelegenheit um sich von diesen Feinden zu distanzieren.  Auf der Verantstaltung zur Distanzierung von den Götzendienern versammeln sich die Pilger  und erklären ihren Abscheu gegenüber  all denjenigen, die der islamischen Ummah – der Weltgemeinde der Muslime -  einen Schlag versetzen wollen.  Auf dieser Versammlung werden die Muslime sensibler gegenüber den Hauptfeinden der Islamischen Welt, insbesondere den USA und Israel.

Für die Feinde des Islams ist diese Veranstaltung so unerträglich, dass die saudische Regierung , welche sich den Imperialisten verpflichtet fühlt, im Jahre 1987 die  iranischen- und nicht-iranischen Hadschpilgern, die in der Heiligen Stadt Mekka ihre Distanzierung von dem modernen Götzentum kundgaben, unter Beschuss nehmen ließ. Dabei starb  eine große Anzahl von Pilgern den Märtyrertod.


Ein Hadsch in dem Dynamik und Geist steckt und bei der der Pilger kundtut, dass er die modernen Götzendiener und Götzen ablehnt, ist ein Hadsch, wie Gottesfreund Abraham ihn eingeführt hat.

Der Vater der Islamischen Republik Iran , Imam Chomeini (Gott habe ihn selig)  sagt daher:

„Ein seelenloser Hadsch, der keine  Initiative und kein Aufbegehren  enthält, ein Hadsch ohne die Abscheuerklärung, ein Hadsch ohne Einheit und ein Hadsch, der nicht der Gottesleugnung und Gottesverleumdung schaden kann, ist kein Hadsch.“

Der Hadsch ist in Wahrheit Ausgangspunkt für das religiöse Wissen, welches jenen Grundstoff enthält, der  die islamische Politik  für alle Bereiche des Lebens bestimmt.

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