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Montag, 29 Oktober 2012 04:47

Hadsch-Seminare zugunsten der Einheit-

Hadsch-Seminare zugunsten der Einheit-
Der Hadsch, der auch dieses Jahr wieder eindrucksvoll im Land der Offenbarung stattfand, veranschaulicht konkret die Einheit der Islamischen Ummah und dass die Gemeinsamkeiten der Muslime viel größer sind als ihre Meinungsunterschiede.

Wenn die Muslime diese Einheit das ganze Jahr über bewahren, werden die Feinde des Islams nicht wagen, die islamischen Gebiete anzugreifen oder die Heiligkeiten dieser großen Religion durch den Schmutz zu ziehen.  

Die Muslime haben stets den meisten Schaden erlitten, wenn sie ihre Gemeinsamkeiten vergaßen und nur auf die Punkte achteten, in denen sie anders denken.

Die Politik der Zwietrachtstiftung unter den Muslimen ist zu einer Strategie der Islamfeinde geworden, mit der sie Einfluss in muslimischen Ländern suchen, um ihre eigenen Ziele zu verwirklichen.

Daher ist der Brauch der Distanzierungserklärung von den Polytheisten während des Hadsches besonders in den letzten Jahren immer wichtiger geworden.

Die Philosophie der Distanzierungserklärung hat damit zu tun, dass der Hadsch nicht nur eine Zeremonie des Gott-Dienens ist, sondern gesellschaftliche und politische Aspekte besitzt, die nicht weniger wertvoll sind als der gottesdienstliche Aspekt. Die Distanzierungserklärung von den Polytheisten lässt die Einheit und den Zusammenschluss der Muslime deutlicher werden. Sie fand auch dieses Jahr statt.

Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution Irans entsandte eine Botschaft anlässlich dieses Hadschbrauches. In dieser machte er erneut die Muslime auf die Spaltungspolitik der Islamfeinde aufmerksam. Ajatollah Khameni sagte in dieser Botschaft, dass der Hadsch eine große Gelegenheit ist, um die Wege zur Heilung der Islamischen Ummah zu besprechen und über die wichtigen Fragen in der Islamischen Welt Meinungen auszutauschen. Zu diesen vitalen Fragen zählt Ajatollah Khamenei unter anderem das Schicksal der Revolutionen in der Region und die Anstrengungen seitens der Mächte, denen diese Revolutionen geschadet haben, diese in andere Bahnen zu lenken. Die Vorbereitungen für Bürgerkriege und Teilung einiger muslimischer Länder , die verräterischen Pläne zur Schürung von Konflikten unter den Muslimen sind seiner Ansicht nach weitere wichtige Themen. 

Ajatollah Khamenei verwies auf die Bedeutung des Hadschs und sagte: 

"Hier haben alle die Gelegenheit, Brüderlichkeit, Aufrichtigkeit und Gottesfürchtigkeit einzuüben.

Hier ist eine Bleibe, wo der Mensch erzieherisch geformt wird und etwas lernen kann. Ein Ort, an dem Einheit, Größe und Vielfalt der Islamischen Ummah vorgeführt werden. Es ist ein Camp für die Bekämpfung von Satan und die Abgötter. Gott, der Allweise und Allmächtige hat hier einen Ort sein lassen, an dem die Gläubigen vor Augen haben werden, was zu ihrem Wohl ist."

Er sagte weiter: "In diesem Zeitabschnitt zählen die revolutionären Ereignisse im Norden Afrikas und in der Region , welche bereits zum Sturz einiger korrupten USA-hörigen Regime und Komplizen des Zionismus führten und weitere solche Regime ins Schwanken brachten, zu den wichtigsten Angelegenheiten der Islamischen Welt, welche mit der Zukunft der Islamischen Ummah in Verbindung stehen.

Sollten die Muslime diese große Chance aus der Hand geben und sie nicht für die Heilung der Islamischen Ummah nutzen, haben sie sich einen großen Schaden zugefügt.

Zurzeit ist die allseitige Bestrebung des aggressiven einmischerischen arroganten Machtlagers im Gange, um diese großen islamischen Bewegungen aus ihrer Bahn zu bringen. 

Vor der Hadschzeremonien fanden auf Initiative der Vertretung Ajatollah Khameneis und der Hadsch-Leiter einiger anderer muslimischer Länder Seminare in verschiedenen Bereichen statt. Bei allen waren die Einheit und die Harmonie in der Islamischen Welt und der Gedankenaustausch zwischen den Muslimen der verschiedenen Länder mit verschiedenen islamischen Rechtssschulen das zentrale Thema. 

Eine dieser Sitzungen war das internationale Seminar unter dem Motto "Der Erhabene Prophet (s.a..s.) und die Größe der Muslime in der Schule der Ahle-Bait". Diese Veranstaltung war eine Reaktion auf die Beleidigungen, die in den letzten Monaten gegenüber dem Erhabenen Propheten und den islamischen Heiligkeiten in den USA und in einigen europäischen Ländern erfolgten. 

Die Teilnehmer legten ihre Ansichten zu der Politik der Islamgegner und über die Wege zur Einheit der Muslime dar.

Seyyed Schahed Resa, ein pakistanischer Denker sagte in seiner Ansprache , dass nach der Beleidigung der Heiligkeit des Propheten Mohammad s.a.a.s. eine große Erwachungswelle unter allen Muslimen auf der Welt entstand und erklärte: "Das Ergebnis dieser Islamischen Erwachung wird unter den kommenen Muslimgenerationen noch deutlicher zu sehen sein."

Er sagte auch, dass die Muslime in aller Welt dieses Jahr hinsichtlich der Verunglimpfung des Propheten zu einem Konsens gelangten und erklärte: "Ohne sich abzusprechen und ohne dass sie jemand gelenkt hätte, sind die Muslime in der gesamten Islamischen Welt angesichts der Beleidigung des Propheten zu einer islamischen Einstimmigkeit und Erwachung gelangt." 

Dieser islamische Denker unterstrich , dass durch Besprechung der Anliegen der Muslime während des Hadsches die Probleme der gesamten Islamischen Welt auf ein Minimum reduziert werden könnten. 

Khisr Owais , ein islamischer Gelehrter aus Nigerien hob die Liebe zum Propheten und zum Prophetenhaus als selbstverständliche Bedingung des Muslimseins hervor und sagte, der Zionismus sei der wichtigste Urheber der Zwietracht unter den Muslimen. Dieser Religionsgelehrte der Provinz Kaduna sagte auf dem Seminar "Der Erhabene Prophet und die Größe der Muslime in der Schule der Ahle-Bait" heute sei die Zwietracht unter den Muslimen vornehmlich auf die Aktivitäten der Zionisten und des Westens zurückzuführen.

Er betonte, dass die Schmähung des Propheten nur die Einheit und Harmonie der Muslime aller muslimischen Länder zur Folge hatte . 

Ein andere Veranstaltung vor dem Hadschritual war das Seminar "Persönlichkeiten der Islamischen Welt" zu dem Motto "unsere Verantwortung hinsichtlich Verteidigung des Erhabenen Propheten". Zu diesem Seminar hatte die Vertretung von Ajatollah Khamenei in Mekka eingeladen. 

Der irakische Gelehrte Scheych Ali Nadschafi, Sohn des Ajatollah Scheich Baschir Nadschafi hat mit Hinweis darauf, dass in der Geschichte stets zwei Gruppen dem Islam geschadet haben, nämlich zum einen die Ungläubigen und zum anderen die Schein-Muslime, gesagt: "In Gottes Schrift wird auch auf letztere hingewiesen und sie werden sogar als schimmer als die Ungläubigen bezeichnet." Er sagte dazu: "Eines unserer Probleme ist das Verhalten von Leuten, die nur äußerlich islamisch sind, aber nicht auf der Seite des Islams sondern genau auf der anderen Seite stehen."

Er weiter: "Wir müssen gegenüber dem Westen untereinander einig sein und dem Vorbild Imam Alis a.s. bei der Begegnung mit Feinden folgen."

Nawal Al Sahili, ein Parlamentsmitglied der libanesischen Hisbollah bat in seiner Ansprache als erstes um ein Gedenken an den Gründer der Islamischen Republik Iran, Imam Chomeini und fuhr dann fort: "Die Beleidigung des Propheten des Islams ist eine programmierte internationale Verschwörung. Unsere Recherchen zeigen, dass sie mit Sicherheit seitens des Zionismus und der internationalen arroganten Mächten erfolgte. Aber die Reaktion der Muslime darf nicht derartig sein, dass sie ausgenützt werden kann. Denker und Persönlichkeiten müssen sich mit dieser Angelegenheit auseinandersetzen und methodische Wege finden, um der Sache nachzugehen." 

Hodschat-ul Islam Ali Hakim, Dozent für Islamwissenschaften in London sagt auf diesem Seminar, er wolle hinsichtlich der Verteidigung des Propheten des Islams hervorheben, dass man nicht im nachhinein reagieren sondern von vorneherein handeln sollte.

Er sagte: Mit diesen beleidigenden Maßnahmen soll der Mensch geschmäht werden und soll hervorgehoben werden, dass es nichts Heiliges gäbe." Er weiter: "Wir haben der Welt bei der Begegnung mit der Globalisierung nicht genügend unsere Intellektuellen vorgestellt."

Eine weitere Sitzung war die Sitzung "Annäherung der Islamischen Rechts- und Denkschulen".

Khalil Razaq, Mitglied des Zentralrates der libanesischen Hisbollah lobte auf diesem Seminar die Maßnahmen der Islamischen Republik Iran während der Hadschtage zur Erreichung von Einheit. Er sagte: "Wenn Prophet Mohamamd s.a.a.s. als das Siegel der Propheten, keine Heiligkeit und keinen Rang für die Muslime mehr besitzen würde, was könnte dann die Muslime umeinander vereinen?!"

Er betonte, dass die Spaltung nach dem Verscheiden des Propheten auf die Spaltung in der Ummah des Islams zurückgeht und nicht auf die Religion des Islams, und fuhr fort: "Der Islam hat als Scharia alle Muslime zu dem einen Koran herbeigerufen und alle müssen Gott den Einen anbeten und Ihm dienen."

Khalil Razak erklärte, nicht nur unter den Muslimen sondern zwischen Islam und allen monotheistischen Gottesreligionen müsse eine Einheit erreicht werden. Er weiter: "Prophet Mohammad war gegen eine Klassengesellschaft und hat alle Muslime zur Einheit aufgerufen."

Scheych Mohammad Tarawari, ein Religionsforscher aus Burkina Fasso sagte, dass die Muslime ihre Reihen der Einheit noch fester schließen müssen und meinte: "Wenn der Zusammenhalt der Muslime zunimmt, wagt kein Land mehr die Heiligkeiten des Islams und der Muslime auf der Welt beleidigend anzugreifen."

Er erinnerte daran, dass die Muslime den Hadsch für die verstärkte Einheit unter sich nutzen müssen und sagte: "Der Sinn des Hadsches der Muslime muss nach 1400 Jahren erneut für die Muslime dargelegt werden."

Dieser Forscher aus Afrika unterstrich, bei verstärkter Einheit der Muslime wäre auch ein größerer Schutz des Islams und aller heiligen Dinge möglich. 

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