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Montag, 14 November 2011 04:18

Hadsch, Zentrum für Konvergenz und gemeinsame Überlegungen

Hadsch,  Zentrum für Konvergenz und gemeinsame Überlegungen
Erklärung der Hadschpilger: "Wir betrachten die religiöse Volksregierung auf der Basis der Herrschaft der islamischen Werte und Gedanken und dem Recht der Bevölkerung auf Eigenbestimmung ihres Schicksals als einziges wünschenswertes Modell für die Islamische Welt und sehen im Dogmatismus und im versteinertem Denken ein Hindernis für die Entfaltung und den Fortschritt der Muslime."

Der Hadsch ist Ausgangspunkt der Konvergenz der Islamischen Welt. Jedes Jahr finden daher in der Hadschzeit Seminare für den Meinungsaustausch über wichtige Fragen der Muslime statt, insbesondere auf Initiative der Islamischen Republik Iran. Die besondere Losung des diesjährigen Hadsches (2011)lautete: Hadsch – Islamisches Erwachen und Verantwortung.

Am 25. Oktober fand in Medina das Seminar zur Stellung der Frau und der Familie statt. Die Rednerinnen aus dem Iran und anderen Ländern wie Tunesien, Ägypten, England, Jemen und Pakistan behandelten Fragen wie die Rolle der Frau bei den Entwicklungen in der Welt und der Region, sowie bei der Hervorbringung von fähigen dem Islam nützlichen Kräften sowie für Lehre und Erziehung.

Die Frau spielt in der Familie eine wichtige Rolle für Lehre und Erziehung der kommenden Generation und trägt ebenso als einflussreicher Bestandteil der Gesellschaft zu Revolutionen bei.

Frau Mariyam Mohammadi Dschi, Universitätsdozentin aus Nigeria verwies auf dem Seminar darauf, dass die Familie die Wertmaßstäbe auf die kommenden Generationen überträgt. Sie sagte: Wenn die Familie auseinandergeht wird kein Wertmaßstab mehr auf die nächste Generation übertragen werden. Daher sind vor allem die Kinder die Leidtragenden.“ Sie sagte weiter, dass ein solcher Prozess im Westen im Gange sei und fuhr fort, muslimische Frauen müssten eine gläubige Generation für die Islamische Welt großziehen. Sie erklärte, der Westen versuche, die Strukturen zu ändern und fuhr fort: „Wir müssen auf unsere Kinder und Jugendlichen achten und unsere Beziehungen zu ihnen stärken.“ Frau Mohammadi Dschi aus Nigeria nannte die Gemahlin des Propheten, Chadischeh, seine Tochter Zahra und seine Enkeltochter Zeynab – gegrüßet seien sie – wertvolle Vorbilder und sagte: „Wir müssen von ihnen lernen, Wert auf die Familie zu legen. Dann können wir uns gegen den Feind wehren und das ist unser größter Wunsch.“

Frau Tahere Batul eine pakistanische Universitätsdozentin sagte bei ihrem Vergleich der Situation der Frauen vor und nach dem Islam: „Vor dem Islam hatten die Frauen keinerlei Rechte, aber nach Beginn des Islams gelangten sie auf ihren Platz als Mensch. …Iran ist heute für uns ein Vorbild und Anführer aller islamischen Länder. Im Iran werden die Frauen beachtet, was sie weiterkommen ließ.“

Ein Merkmal des Islamischen Erwachens ist die Bemühung zur Herstellung von Einheit unter den Muslimen. Wenn die Islamische Umma sich vereint, kann sie gegenüber den großen Herausforderungen standhalten und den Feind an der Erreichung seiner üblen Ziele hindern.

Die Annäherung der islamischen Glaubensgruppen ist dabei ein Schritt in Richtung Einheit.

Der Begründer der Islamischen Republik Iran Imam Chomeini r.h. hat einmal über die Solidarität unter den Muslimen gesagt: „Wenn die muslimischen Völker einander wie Brüder sind, werden sie keinen Schaden erleiden und keine der Großmächte vermag sie anzugreifen.“

Die Konferenz zum Thema Annäherung der Islamischen Denkschulen fand am 31. Oktober im Heiligen Mekka statt. Dabei wurde betont, dass die Einheit für den Erfolg der Islamischen Umma notwendig ist.

Seyyed Ali Qasi Asghar, Betreuer der iranischen Hadschpilger sagte: „Die Annäherung der islamischen Denkschulen ist ein Anliegen, dass seit vielen Jahren in den Islamischen Gesellschaften und insbesondere unter den Gelehrten der Islamischen Welt diskutiert wird. Das Geheimnis des ewigen Verbleibs des Islams auf der Welt, ist die Institutionalisierung dieser Annäherung.“

Gott hat im Vers 103 der Sure 3 gesagt : Haltet euch alle an dem Haltetau Gottes fest und trennt euch nicht voneinander.

Um dies zu verwirklich müssen wir die Annäherung der Religionsgruppen richtig definieren. Annäherung soll nicht bedeuten, dass man seine eigenen Grundüberzeugungen vergisst sondern bedeutet: auf den Gemeinsamkeiten aufbauen.“ Er verwies darauf, dass die Muslime sehr viele Gemeinsamkeiten in ihren Überzeugungen haben und dank ihrer großen Bevölkerungszahl von mehr als eine Milliarde und den Ressourcen, die Gott ihnen gegeben haben, Einfluss auf der Welt ausüben können. Der Beauftragte für ausländische Beziehungen der Hisbollah von Libanon علی العموشی Ali Al Amwaschi erklärte die Zerstörung der politischen Beziehungen zwischen den Muslimstaaten und der Beziehungen zwischen den Islamischen Gruppen als einen weiteren Komplott der Feinde und sagte: „Wir rufen alle islamischen Gruppen zur Einheit auf, damit wir gegenüber den Verschwörungen Widerstand leisten können.

Insgesamt deuten wir die Ereignisse in der Region so, dass sie zugunsten der standhaften Nationen und Staaten sind.“

Musik

Am 1. November seitens der Islamischen Republik Iran in Mekka die Konferenz: „Ein Palästina für ein Volk“ statt.

Der Schriftführer der Konferenz Hodschat-ul Islam Schafii erinnerte an den bekannten resoluten Satz von Imam Chomeini vor circa 50 Jahren nämlich:

„ Die arabischen Brüdernationen und Brüder von Libanon und Palästina, sollen wissen, dass ihr ganzes Unglück auf Israel und Amerika zurückgeht.“

Hodschat-ul Islam Qasi Asghari , Betreuer der Hadschpilger aus dem Iran, verwies darauf, dass das heutige Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei entschieden erklärt hat, dass die Weltbewohner wissen müssen, dass die Muslime bis zum vollständigen Sieg der Palästinenser und der Befreiung des heiligen El-Quds nicht von ihrem Widerstand und ihrer Unterstützung ablassen. 

Dr.. Chaled Batasch, einer der Mitglieder des Islamischen Dschihads Palästinas sagte auf dieser Konferenz: „Die muslimischen Völker müssen durch Übereinstimmung und Beachtung der Koranverse, welche direkt auf die Bedeutung der Al-Aqsa-Moschee hinweisen, ihren Kampf für die Befreiung Palästinas fortsetzen. El-Quds ist die wichtigste Frage der Islamischen Welt.“ 

Scheich Mahmud Dscharad , ein islamischer Gelehrter aus dem Irak erklärte, dass Palästina nicht nur einer sondern allen islamischen Glaubensgruppen gehört und forderte: „Wir müssen uns die Hände reichen und uns für die Befreiung dieses Landes einsetzen.“

Der Hadsch ist die beste Zeit zur Verkündigung der Prinzipien des Gott-Glaubens und der Ziele der Prophetenaussendung wie weltweite Gerechtigkeit und Erhebung der Völker zur Erreichung ihrer Rechte.

Daher hat Gott die Lossagung von den Götzendienern und ihren Wahrzeichen zu einem Teil der Hadschzeremonie bestimmt. Diese Zeremonie der Lossagung ist eine der eindrucksvollsten Zusammenkünfte, welche von der Islamischen Republik organisiert wird. Sie fand am 5. November wieder in Arafat statt. Die Pilger aus dem Iran und anderen islamischen Ländern haben sich dabei offiziell von den Hegemoniemächten entschieden distanziert. Inspiriert von der Botschaft des Revolutionsoberhauptes haben sie das Bündnis geschlossen, am Weg zur Einheit festzuhalten und die Komplotte der internationalen Mächte zu vereiteln. In der Erklärung, die sie herausgaben, wurde die praktizierte Einheit als wichtigstes Bedürfnis der Islamischen Welt bezeichnet wurde und es hieß: Die Aufrichtung des Banners des Islams, Wiederbelebung der Größe und islamischen Identität, Widerstand gegenüber der Diktatur und Hegemonie der USA und Kampf gegen das besatzerische zionistische Regime gehören für uns zu den Grundsätzen, die die Bewegung des islamischen Erwachens in der Region prägen und wir sehen darin einen vielversprechenden Hinweis auf die Wiedererweckung der Größe des Islams und der Bildung des geschlossenen Glaubensvolkes und der Islamischen Zivilisation.

Wir betrachten die religiöse Volksregierung auf der Basis der Herrschaft der islamischen Werte und Gedanken und dem Recht der Bevölkerung auf Eigenbestimmung ihres Schicksals als einziges wünschenswertes Modell für die Islamische Welt und sehen im Dogmatismus und im versteinertem Denken ein Hindernis für die Entfaltung und den Fortschritt der Muslime."

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