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Mittwoch, 09 November 2011 06:49

Der Hadsch und das Islamische Erwachen

Der Hadsch und das Islamische Erwachen
Die allgemeine Aufforderung  Gottes, zum Hadsch nach Mekka zu eilen, hat die muslimischen Völker von überall her herbeiströmen lassen. Diese Menschenströme sind an der Kaaba, dem sicheren Haus Gottes – zu einem Meer zusammengeflossen. Die Einheit in der Überzeugung und die Gemeinsamkeit im Handeln verwandelt diese riesige Menschenmenge in eine unbesiegbare Macht, die zur weltweiten Größe und Würde der Muslime führen kann.

Der Hadsch ist als ein gewaltiges effektives Gott-Dienen, wenn er zur Einheit und zur Verständigung führt, die Abstände überwindet, die Herzen einander nahebringt und die Menschen aus Abhängigkeit und Erniedrigung befreit.

Es lässt sich auch so ausdrücken: Der Sinn des Hadsches ist nicht nur ein tiefer Wandel im Leben des Einzelnen sondern auch ein bedeutender Wandel im Gesellschaftsleben.

Der Hadsch ist ein gemeinsames Gott-Dienen. Gott wollte dies, damit alle Bedürfnisse der Muslime durch den Hadsch  erwidert werden. Es wäre ja auch denkbar gewesen, dass jeder einzeln irgendwann im Laufe des Jahres und nicht zu einer bestimmten Zeit, nach Mekka kommt und alleine die religiösen Handlungen vollbringt.

                

Leider galt der Hadsch in der Vergangenheit tatsächlich nur  als eine persönliche Angelegenheit und die Hadschpilger haben sich nach Abschluss der Hadschrituale wieder in ihre Heimat begeben, ohne auf die gesellschaftlichen und politischen Aspekte und die Beratung zu Fragen der Islamischen Welt zu achten.

 

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran 1979 hat der Begründer der Islamischen Republik Imam Chomeini (r.h.) die Menschen, die aus aller Welt  zu der Kabaa – dem Zentrum des Ein-Gott-Glaubens herbeikommen, aufgefordert, den seelenlosen Hadsch in einen fruchtbaren und vereinenden Hadsch umzuwandeln.

 

Er sagte:  „Lernt diese großen Hadschstätten richtig kennen und rüstet euch im Zentrum der Götzenzertrümmerung  aus, um die großen Götzen, die die Gestalt diabolischer Mächte und kannibalischer Plünderer angenommen haben, zu besiegen. Habt keine Angst vor diesen diabolischen Mächten und schließt gestützt auf Gott den Allmächtigen an diesen bedeutenden Haltestationen des Hadsches das Bündnis der Einheit  und der Einstimmigkeit gegenüber dem Heer des Götzentums und des Teuflischen  und enthaltet euch von Spaltung und Streit.“ 

                                     

Seitdem ist der Hadsch ein Wendepunkt für den Erwachungsprozess  der Muslime und ihre Vereinigung geworden.

In diesem Zusammenhang wird jedes Jahr eine Zeremonie zur Einheit der Muslime und zur Lossagung von den Götzenanbetern , welches beide die Devisen und Zeichen des Islamischen Erwachens unter der Islamischen Ummah sind, von Iran unter  Beteiligung von Hadschpilgern aus anderen Ländern abgehalten.

 

Wegen der großen Wirkung, die diese Veranstaltung auf die Hadschpilger hatte, ließen die Saudis diese 1987 angreifen.   Hunderte von iranischen und nicht-iranischen Pilgern fanden dabei den Märtyrertod oder wurden verletzt.

In diesem Jahr, in dem  circa 2 Millionen Muslime aus mehr als 180 Ländern der Welt zum Hadsch gekommen sind, ist die Woge des Islamischen Erwachens und der Freiheitssuche in der Region  beträchtlich gewachsen. Dies hat der riesigen Zusammenkunft der Hadschpilger eine Atmosphäre verliehen, die anders ist als in den Vorjahren.

Die Volkserhebungen in Ländern wie Tunesien, Ägypten ,Bahrain, Libyen, Jemen und anderen regionalen Ländern begannen mit dem  Protest gegen die Politik der fremdabhängigen und gewaltsamen Herrscher in diesen Ländern und verwandelte sich in ein großes Aufbegehren.

               

Die Hadschzeremonie ist nun eine Gelegenheit um die  hohen Ideale der Islamischen Umma auf der Suche nach Recht und Würde zu vertiefen. Der Hadsch bietet den günstigsten Platz für den Austausch von Informationen und die Nutzung der Erfahrungen von gläubigen und gelehrigen Menschen bei der Vorantreibung der Wogen des Islamischen Erwachens und der Befreiung aus der Vorherrschaft der diktatorischen und fremdhörigen Herrscher.

Natürlichen begegnen Revolutionen im Verlauf ihres Sieges Gefahren und vielen Hindernissen.

Der islamisch-arabische Frühling und die jungen Protestbewegungen in den Nahostländern und in Nordafrika haben nun mit zahlreichen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Problemen zu tun.

 

Deshalb streuen die westlichen Regierungen, die stets die Gewaltherrscher in der Region unterstützt haben, die Saat der Zwietracht und Feindschaft unter der muslimischen Bevölkerungen und versuchen auf der anderen Seite sich menschenfreundlich und als angeblicher Unterstützer der Revolution auszugeben um die Plünderung der Ressourcen der Muslime fortzusetzen.

                                   

Jemand hat gesagt: Das jüngste Islamische Erwachen gleiche Feuer und Licht. In den Herzen der Hegemoniemächte hat dieses Erwachen das Feuer der Besorgnis  aufflammen lassen und die Herzen der Muslime hat das Erwachen  mit Licht erhellt.

Aber die Wachsamkeit der Hadschpilger und ihre gemeinsamen Überlegungen können die Bemühungen der Feinde wirkungslos machen.

 

Durch Hervorhebung der Gemeinsamkeiten zwischen den islamischen Glaubensgruppen und ihres Zusammenhaltes und ihrer Verständigung und durch Bekanntschaft der Bevölkerung  mit der Islamischen Identität wird die Grundlage für die Nutzung der Kapazitäten und der Austausch über die Erfahrungen möglich.

 

Der Hadsch ist eine Situation, die Gott dafür bereitgestellt hat, dass die Muslime gegenseitig von ihren Problemen erfahren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

 

In den letzten 33 Jahren haben die iranischen Hadschpilger  ihre Islamische Revolution dargelegt und erklärt, wie sie die Despotie im Inland und den Imperialismus, gestützt auf Gott und auf die Macht der Einheit , besiegten. Sie haben auf diese Weise den Pilgern aus anderen Ländern Hoffnung gemacht.

                                   

Jetzt können die Erfahrungen der Iraner hinsichtlich der zahlreichen Gefahren nach der Revolutionen und deren Bekämpfung für die anderen revolutionären Muslime hilfreich sein.  

Außerdem bietet sich beim Hadsch die Gelegenheit für die Mekkapilger aus Ägypten und Libyen und Tunesien, ihre Erfahrungen den muslimischen Brüdern aus Bahrain, Jemen und Jordanien zur Verfügung zu stellen, damit mit Hilfe Gottes die beiden grundlegenden Faktoren, die der Islamischen Welt Schwierigkeiten bereiten, beseitigt werden,  nämlich das Regiment von  fremdabhängigen Gewaltherrschern und der Machteinfluss von  westlichen Imperialisten.

 

Das Thema Palästina wird laufend diskutiert und ist auch dieses Jahr unter dem Motto „Palästina vom Meer bis zum Fluss“ ein Hauptthema.

Auf den Seminaren,  die während des Hadsches stattfinden, werden  die Ansichten der muslimischen Denker genutzt und  neue Lösungen für die Probleme der Region unterbreitet.

In Wahrheit ist der Hadsch von 2011 angesichts der Teilnahme von Muslimen, die sich frisch von der Despotie der fremdabhängigen Herrscher befreit haben, Zeuge einer neuen Sinngebung und diese wird schließlich zur Würde, Einheit und Ehre der Islamischen Ummah führen.



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