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Montag, 16 Dezember 2013 06:02

Die Muslime grüßen Jesus und Maria (2)

Die Muslime grüßen Jesus und Maria  (2)
Im ersten Teil dieses Beitrages anlässlich der Weihnachtszeit haben wir die Koranverse 16 bis 21 der Sure 19, Sure Maryam besprochen.
In diesen Versen wird davon berichtet, wie Maria, diese Heilige, die im Islam zu den fünf höchstrangigsten Frauen der Menschheit zählt, in ihrer stillen Gebetsnische von Engel Gabriel aufgesucht wurde, der ihr die Botschaft von der Geburt eines Kindes gab. Maria war zuerst zutiefst erschrocken über die Nachricht, dass sie ein Kind gebären sollte, denn sie war nicht verheiratet.

 

Doch der Bote Gottes, überbrachte ihr die Botschaft:

Es sei so! - Dein Schöpfer und Erhalter hat gesagt: Dies ist für mich eine leichte Sache! Wir wollen ihn, zu einem Zeichen für die Menschen und einen Segen von uns werden lassen. Dies ist beschlossen!

Gott hatte beschlossen, dass Maria, die Reine, Jesus zur Welt bringen sollte. Die Jungfrau Maria war auf wunderbare Weise schwanger geworden. Wir wissen nicht wie. Wie ist es möglich, dass ein Kind entsteht, ohne einen Vater zu haben. Widerspricht dies nicht den Erkenntnissen der Wissenschaft? Oder sind die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht so weit, dass wir dies verstehen können?

Natürlich ist es an erster Stelle ein Wunder, dass Maria schwanger wurde, ohne dass sie jemand berührt hatte. Aber auch die moderne Wissenschaft weist die Möglichkeit einer jungfräulichen Geburt nicht von der Hand. Zum Beispiel kommt dies in der Tierwelt sogar öfters vor. Schon Dr. Alexis Carrel berichtet von einem Versuch an Fröschen , bei dem aus einer unbefruchteten Eizelle eines weiblichen Frosches unter Anwendung einer besonderen Methode die Geburt eines neuen Frosches hervorgegangen ist. Und die heutigen Versuchsergebnisse in der Stammzellen-Forschung geben zu erkennen , dass sich in der Schöpfung Möglichkeiten verbergen, die wir bisher nicht gekannt haben und aufgrund bisheriger Erkenntnisse der Wissenschaft vielleicht für unmöglich hielten.

 

Daher wird uns bewusst: Die Erkenntnisse, die die Wissenschaft erwirbt, sind nicht vollständig, sondern nur ein teilweises Wissen von der ganzen Wahrheit und das bedeutet, dass wir aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir gerade besitzen, nicht behaupten können, dass etwas unmöglich ist.

 

Außerdem sind die Gesetze, die die Wissenschaft in der Schöpfung zu entdecken versucht, nicht durch Zufall sondern durch einen überirdischen Gesetzgeber entstanden, dessen Willen über alles bestimmt, und der diese Gesetze auch aufheben oder andere Gesetze an ihrer Stelle gelten lassen kann.

 

Über die Erschaffung Jesus sagt Allah im Koran in der 3. Sure Ale Imran, im Koranvers 52:

 

„Jesus ist vor Gott wie Adam, den er aus Staub erschuf und ihm dann gebot: Sei –und so war er! „

 

In der Sure 19, heißt es im Vers 22 weiter :

 

„Da empfing sie ihn und zog sich an einen entlegenen Ort zurück.“

 

Maria, diese gottesfürchtige sittsame Frau, hatte das Kind empfangen. Das Kind von dem Gott angekündigt hatte, dass es ein Zeichen für die Menschen und ein Segen von Gott sein werde!

 

Maria war über diese Verheißung von Freude erfüllt, doch quälte sie auch die Angst, was auf sie zukommen würde, wenn es nämlich herauskam, dass sie, ohne verheiratet zu sein, ein Kind auf die Welt gebracht hatte. Was würden die Leute sagen? Wer würde glauben, dass sie auf außergewöhnliche Weise schwanger geworden war?Würde man ihr nicht die schlimmsten Vorwürfe machen? Wie sollte sie darauf antworten? Sie, die alle als sehr sittsam – als rein und gottesfürchtig - kannten und die unter der Aufsicht eines großen Propheten,Prophet Zacharias, aufgewachsen war. Alle hatten bisher ihre hohe Moral gelobt. Es war wirklich äußerst schmerzhaft für einen Menschen wie sie, sich vorzustellen, dass sie auf diese Weise ins falsche Licht geraten würde. Schon der Gedanke daran schien unerträglich. Doch dann tröstete sie sich wieder damit, dass Gott ihr die Geburt eines Propheten verheißen hatte. . Sie dachte: Wenn Gott mich dieses Kind auf die Welt bringen lässt, wird Er mich dann alleine lassen? Wird er mich nicht gegenüber den Verleumdungen der anderen beschützen? Hat er mir nicht immer geholfen?

 

Maria zog sich an einen entlegenen Ort zurück.

 

Viele sind der Meinung, dass dieser Ort Nazareth gewesen ist.

 

Als die Zeit der Geburt herannahte, verließ sie auch diese menschliche Siedlung. Sie wollte fern von allen ihr Kind auf die Welt bringen. Sie wollte nicht, dass jemand von dieser Geburt erfuhr. Sie musste das Kind alleine zur Welt bringen. Ohne dass ihr jemand half. Der Koran berichtet, dass sie sich in der Wüste zu einer vertrockneten Dattelpalme schleppte, von der nur noch der Stamm übriggeblieben war.

 

Maria wollte in dieser dürren menschenleeren Einöde ihr Kind zu Welt bringen. Aber wie schrecklich verlassen fühlte sie sich! Was würde auf sie zukommen. Bisher hatte sie noch das Kind in ihrem Leibe verbergen können. Aber wenn es auf die Welt gekommen war, dann würden alle es sehen. Alle würden sie fragen, woher es kommt. Sie war sehr betrübt. So betrübt dass sie rief:

 

„O wäre ich doch schon vorher gestorben und alle hätten mich vergessen!“

 

Da spendete Gott ihr erneut Trost:

 

Denn sie hörte eine Stimme rufen:

 

„Sei nicht traurig! Dein Schöpfer und Erhalter hat dir zu deinen Füßen einen kleinen Bach fließen lassen“

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