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Samstag, 25 Dezember 2010 15:45

Zum Jahrestag der Geburt Jesu

Zum Jahrestag der Geburt Jesu
Wir haben einen gesegneten Anlass vor uns nämlich die Geburt Jesu, des Propheten der zur Liebe und Gerechtigkeit einlud.

Wie in den Versen 30 bis 33 der Sure 19 steht, sprach er in der Wiege: „Ich bin der Diener Gottes . Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht. Und er hat gemacht, dass mir, wo immer ich bin, Segen verliehen ist, und mir das Gebet und die Zakatsteuer zu geben anbefohlen, solange ich lebe .... Friede sei über mir am Tag, da ich geboren wurde, am Tag, da ich sterbe und am Tag, da ich zum Leben auferweckt werde!“

Die Überbringer der göttlichen Botschaft wie Abraham, Moses, Jesus und Mohammad s.a. hatten alle das wichtige Ziel vor Augen, eine Beziehung zwischen den Menschen und Gott herzustellen, die auf Erkenntnis und Liebe beruht; denn durch eine solche Beziehung werden viele seelische und soziale Probleme behoben. Die Propheten haben die Menschen aufgerufen, dem Einen Gott zu dienen und den Geist der Gottergebenheit zu stärken. Sie alle bekämpften das Unrecht und die Ungerechtigkeit und verteidigten die unterdrückten Menschen. Auch Jesus hat auf dem Weg zur Verwirklichung dieses Zieles viel Leid erduldet.

Er ist einer der Propheten, die im Koran besonders geehrt werden. In zahlreichen Versen stellt die Himmelsschrift der Muslime diesen Propheten vor und spricht über seine Bedeutung als Überbringer einer Himmelsschrift und göttlicher Gebote.

Jesu wurde von der Jungfrau Maria geboren. Gott beschreibt Maria als eine gottesfürchtige junge Frau mit erleuchtetem Herzen. Durch ihre Frömmigkeit und Gottergebenheit gelangte sie auf eine so hohe Stufe, dass ihr – so berichtet der Koran – aus dem Paradies Speisen herabgeschickt wurden. Gott schickte ihr sogar Offenbarungen. Dies zeigt wie eng ihre Beziehung zum Schöpfer war, auch wenn diese Offenbarungen keine Gebote enthielten oder wie Offenbarungen für die Propheten waren.

Eines Tages, als Maria wieder in das Gebet zu Gott vertieft war erschien ihr Dschibrail (Gabriel) und gab ihr die Frohbotschaft von der Geburt eines Sohnes. In den Versen 16 bis 19 der Sure Maryam (Maria) steht darüber:

„Und gedenke in dieser Schrift (dem Koran) der Maria! Als sie sich von ihren Angehörigen an einem östlichen Ort (Beyt-ul-Moqadas) zurückzog. Und sich einen Vorhang zwischen ihnen nahm. Da sandten Wir unseren Geist (Den Engel) zu ihr und er erschien vor ihr wie ein ebenmäßiger Mensch. Sie sagte (erschreckt): Ich suche bei Gott dem Allerbarmer vor dir Zuflucht, wenn du gottesfürchtig bist! Da sagte er: Ich bin doch der Gesandte deines Herrn) (ich bin gekommen, um dir einen lauteren Jungen zu schenken.“

Aus der Sicht des Korans ist der Ehrwürdige Jesus gegrüßet sei er - ein Mensch - das besondere an ihm ist seine wunderbare außergewöhnliche Erschaffung und sein Auftrag als Prophet. Der Koran nennt den Namen Jesu (Issa) zusammen mit dem Namen seiner Mutter Maria (Maryam), um hervorzuheben, dass er ein Menschenkind ist und nicht etwa der Sohn Gottes oder eine Gottheit. Er ist wie die anderen Menschen im Mutterleib gewachsen, bis er geboren wurde, ist wie andere Kinder von seiner Mutter großgezogen worden und sein Verhalten ist das Verhalten eines Menschen.

Der geehrte Prophet Jesus war circa 30 Jahre alt als er von Gott zur Verbreitung seiner Botschaft ausgeschickt wurde. Er rief die Menschen auf, ihre Sünden zu bereuen und Gott als ihren Freund und Sachverwalter im Leben zu befolgen. Jesus war von hohem Charakter und verkehrte mit dem einfachen Volk. Er half den Bedürftigen und mied Leute, die Reichtum und Prunk liebten. Die Unterdrückten fanden bei ihm Schutz.

Als Beweis dafür, dass er Prophet Gottes ist, führte er auf Gottes Anweisung erstaunliche Wundertaten vor. Er erweckte mit seinem Atem Tote wieder zum Leben und machte Blindgeborene wieder sehend. Aber nicht nur wegen dieser Wunder sondern auch wegen seines guten Wesen und seiner lenkenden Worte konnte er viele Anhänger unter dem Volk finden.

Jesus warnte die Menschen vor Frevel , Irrwegen und Unrecht. Eine Gruppe von Juden feindeten ihn an und daher suchte er nach treuen Gefährten und sagte: Wer hilft mir? Die Jünger, die fest an ihn glaubten antworteten: Wir sind die Helfer der Religion Gottes und glauben an dich. Die Jünger Jesu wurden zu den Verbreitern seiner Religion. Jesus sandte diese 12 Boten in verschiedene Gebiete aus . Er empfahl ihnen immer gegen das Unrecht vorzugehen und nach Gerechtigkeit zu suchen und sagte: Durch Feindschaft mit den Sündern und Frevlern strebt die Freundschaft mit Gott an und nähert euch Ihm indem ihr euch von ihnen entfernt.

Er empfahl seinen Jüngern ebenso: „Verkehrt mit jenen, die euch an Gott erinnern und die durch das, was sie sagen ,eure Erkenntnis vermehren und die durch ihre Taten euch für das Jenseits gewinnen.“ Er sagte auch: „Wenn ihr eure Herzen nicht durch die Erinnerung an den Tod weich macht, werden sie rebellisch. Wenn ein Schiff im Meer versinkt, schadet es dem Meer nichts. So wie eure Sünden nichts an der Erhabenheit Gottes mindern und ihm nicht schaden, aber ihr selber durch sie Schaden nehmt.“

Die Verbreitung des Geistes des Gott-Dienens und dem freundlichen Umgang mit anderen, der Bekämpfung der Ungerechtigkeit sowie die Herstellung der Gerechtigkeit gehören zu den Lehren aller göttlichen Gesandten. Im Vers 136 der Sure 2 lesen wir : „Sagt: Wir glauben an Gott und was zu uns und was zu Abraham , Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herab gesandt worden ist, und was Moses und Jesus und die Propheten von ihrem Herrn erhalten haben, ohne dass wir bei einem von ihnen einen Unterschied machen . Ihm sind wir ergeben.“

Leider versuchen einige heute ein verzerrtes Bild von den Propheten Gottes vorzulegen: Den einen stellen sie als Prophet der bedingungslosen Freundschaft hin und einen anderen als Prophet der Gewalt, obwohl alle Propheten von Noah bis Abraham, Jesus und Mohammad die Menschen dazu aufgerufen haben, einander gut zu behandeln , jedoch nicht gegenüber dem Unrecht zu schweigen.

Die Menschheit von heute bedarf der Wahrheit der Gottesreligionen, welche den Frieden verkünden aber das Schweigen gegenüber dem Unrecht nicht akzeptieren. Heute trüben Gewalt, Unrecht, Besatzung und Instabilität die internationale Atmosphäre und die Machtsuchenden nutzen die göttlichen Religionen aus, um an die Vorherrschaft zu gelangen. Sie nennen sich sogar Anhänger Jesu, während ihr Verhalten in keiner Weise mit der Lehre Jesu übereinstimmt. Der Jahrestag der Geburt Jesu und der anderen Propheten ist eine gute Gelegenheit dass die Anhänger der Gottesreligionen an die gemeinsamen Grundsätze dieser Herolde des Monotheismus denken und sich zusammentun um den klaren Weg festzulegen. An diesem Tag hoffen wir, dass einige Teile der Erde wie Palästina, Afghanistan und Irak aus der Not, welche ihnen angebliche Anhänger Jesu bereiten, befreit werden. Wenn Jesu heute unter uns wäre, würde er keinen Augenblick die Rettung der Unterdrückten verzögern. Er wird ja einmal zusammen mit dem Verheißenen Mahdi a.s. dem Nachkommen des Propheten des Islams s.a.a.s. auf die Erde zurückkehren, den Unterdrückern das Handwerk legen und Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit werden sich auf der Welt ausbreiten. Wir gratulieren zur Geburt Jesu allen Freunden der Gerechtigkeit und Redlichkeit, insbesondere den Christen in aller Welt.

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