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Dienstag, 29 Juli 2014 01:02

Der Lohn für gute Werke und Geduld am Fitr-Fest

Der Lohn für gute Werke und Geduld am Fitr-Fest
  Das Fitr- Fest (bekannt als Zucker- oder Ramadanfest)  ist eines der schönsten Feste, denn an diesem Tag wird der Lohn für  einen Monat der Seelenläuterung vergeben. Dieses Fest bedeutet eine Wiedergeburt. 

Der Monat Ramadan mit seinen schönen Stunden vor dem ersten Morgenlicht  und mit seiner Nacht der Bestimmung und seinen Gebeten zu Gott  war ja dazu da, dass wir uns zum Guten hin ändern und eine Metamorphose erfahren. Gott und die Engeln grüßen die Gläubigen!  Am Fitr-Fest ist  Frühling in den Herzen der Gläubigen. 

 

Dem Ramadan folgt der Monat Schawwal. Der erste des Monats Schawwal wird von den Muslimen als Fitr-Fest gefeiert. Gefeiert wird die Rückkehr des Menschen zu seiner wahren edlen Natur (Fitra).  Der Fastende hat sich einen Monat lang  der Anbetung Gottes gewidmet und Gott um Vergebung für seine Sünden gebeten. Er war darum bemüht, sich in diesem Monat  von äußerem und innerem Schmutz zu befreien.

In einer seiner Ansprachen zum  Fitr-Fest hat Imam Ali (a) den Gläubigen gesagt: „Ihr Leute! Heute ist ein Tag, an dem die Rechtschaffenen Lohn erhalten, während  diejenigen, die den Schaden davontragen und Schlechtes taten, an diesem Tag enttäuscht sein werden. Es ist so ähnlich wie am Jüngsten Tag. Wenn ihr also eure Häuser verlasst und euch zum Platz, wo das Gebet zum Fest stattfindet, begebt, dann denkt daran, wie es sein wird, wenn ihr  das Grab verlasst und zu Gott geht. Und wenn ihr zum Gebet steht, denkt daran, wie ihr vor eurem Herrn stehen werdet. Wenn ihr wieder zu euren Häusern zurückkehrt, dann denkt daran, dass ihr in eure Wohnungen im schönen Paradies einkehrt. Ihr Diener Gottes! Das Mindeste was die fastenden Frauen und Männern  erhalten, wird sein,  dass am letzten Tag des Monats Ramadan ein Engel ihnen zuruft: „Ihr! Euch sei die frohe Kunde, ihr Diener Gottes,  mitgeteilt, dass eure bisherigen Sünden verziehen wurden! So denkt an eure Zukunft und wie ihr den Rest der Zeit verbringt!“

 

Mirsa Dschawad Agha Maliki Tabrisi, iranischer Dozent für Ethik und islamische Mystik, sagt über das Fitr-Fest: „Das Fitr-Fest ist ein Tag, den Gott unter anderen Tagen auserlesen und dazu bestimmt hat, Seine Diener zu beschenken und zu belohnen. Gott erlaubt ihnen, dass sie sich an diesem Tag in seiner Audienz versammeln  und ihre Dienstbarkeit bezeugen. Sie dürfen  auf Ihn hoffen , Ihn um Vergebung für ihre Sünden bitten  und Ihm ihre Bitten und Wünsche vortragen. Er hat ihnen die frohe Kunde gegeben, dass ihre Bitten erfüllt werden und Er ihnen mehr schenken wird, als sie erhoffen.“

Der Prophet und die Imame sagen, dass das Fitr-Fest der Tag der Belohnung der Gottesdiener ist und empfehlen den Gläubigen, an diesem Festtag  viele Gebete zu sprechen  und Gott eingedenk zu sein. Sie sollen diesen Tag nicht mit sinnlosen Dingen verbringen und  am Fitr-Fest Gott um das Gute im Diesseits und Jenseits bitten. 

 

Nicht alle erhalten den gleichen Lohn am Fitr-Fest.  Die Belohnung Gottes  hängt von ihren Anstrengungen im Monat Ramadan ebenso ab, wie von der Qualität ihres Glaubens und ihrer  Gotterkenntnis, ihren Taten im Monat Ramadan  und ihrer  Absicht. Maliki Tabrisi  beschreibt die Einstufung der Fastenden am Fitr-Fest wie folgt:  „Einige haben aus Gewohnheit und oberflächlich gefastet und sie sind wie in den anderen Monaten unachtsam gewesen und haben Sünden begangen und begehen auch das Fitr-Fest als reinen Brauch. Es kann sein, dass diese Gruppe, Gottes Aufmerksamkeit  erfährt und ihre Sünden vergeben werden, und zwar nur wegen der Heiligkeit des Fitr-Festes oder  wegen der Taten einiger Rechtschaffenen. Es kann aber auch sein, dass diejenigen in dieser Gruppe sich selber durch ihre  schlechten Taten von der Barmherzigkeit ausgeschlossen haben und zu denen zählen,  die vor Gott Schaden davontragen.“

Eine weitere Gruppe sind laut Tabrisi diejenigen, die zwar das Fasten als eine Pflicht erfüllt haben, aber sich nicht von Sünden wie  Lüge, üble Nachrede, Verleugnung und schlechtes Verhalten zu anderen enthielten und dadurch   den Lohn für ihr Fasten vernichteten.  Sie sind sich jedoch ganz sicher, dass sie den Befehl Gottes gefolgt sind und meinen, sie könnten  dafür von Gott eine Gegenleistung erwarten. Aber sie wissen nicht, dass sie sich durch ihre Sünden  und  Unwissenheit bloßgestellt haben und ihr Fasten nicht von Gott angenommen wird. „Dennoch,“ so Tabrisi weiter, „kann es sein, dass auch ein solcher Mensch   am Fitr-Fest, falls  er auf Gottes Gnade  hofft und beim Fest-Gebet Gott um Verzeihung bittet,  die Vergebung des  Allmächtigen erfährt und aufgrund der göttlichen Barmherzigkeit teilweise belohnt wird.“

Mirsa Dschawad Maliki Tabrisi sagt weiter: „Eine Gruppe von Leuten ist sich darüber bewusst, dass Gott ihnen mit dem Monat Ramadan eine Gnade erweist und sie erwarten nicht von Gott, dass er sich für das  Fasten erkenntlich zeigt. Sie wissen auch, dass ein vollständiges Fasten  ständig mit Gottesfürchtigkeit einhergeht. Deshalb halten sie den ganzen Körper von Sünden zurück, allerdings gelingt ihnen das möglicherweise nicht immer.   Es haben die Mühen des Fastens auf sich genommen und haben die freiwilligen religiösen Handlungen, so weit sie Ausdauer besaßen, durchgeführt.   Da sie aber auch Schlechtes getan haben, beginnen sie das Fitr-Fest ängstlich und beschämt, wenn auch zugleich auf Gottes Barmherzigkeit hoffend.   Gott hat dieser Gruppe von Gläubigen die Vergebung, Belohnung und die Verwandlung  ihrer Sünden in gute Werke verheißen und  Er wird ihnen aufgrund Seiner Huld und Großzügigkeit die gottesdienstlichen Handlungen voll vergelten und ihnen weit über ihre Wünsche hinaus Aufmerksamkeit widmen.

 

  Aber es gibt noch eine andere Gruppe von Gläubigen. Diese sind dem Aufruf Gottes in diesem Monat gefolgt und waren nach besten Kräften darum bemüht,  die göttlichen Gebote zu beachten und haben, um die Zufriedenheit Gottes des Höchsterhabenen zu gewinnen,  alle guten Werke angestrebt und zahlreiche gottesdienstliche Werke getan. Sie sind dennoch beunruhigt , weil sie wissen, das sie noch mehr hätten tun können.  Sie danken  Gott , weil Er ihnen erlaubt hat, dass sie ihm näher kommen und ihm dienen durften.  Der Allmächtige nimmt ihr Dienen an und dankt ihnen für ihre Anstrengungen. Er   belohnt sie mit großzügigen Geschenken und jeder Art von Aufmerksamkeit, und öffnet ihnen  noch mehr als zuvor die Wege der Rechtleitung und reiht sie zu Seinen auserwählten Freunden.“

Tabrisi fährt fort: „Zu der besten Gruppen gehören diejenigen, denen es die Freude an dem Aufruf Gottes in diesem Monat leicht gemacht hat,  zu fasten und in der Nacht zur Andacht wachzubleiben, und die dem Monat Ramadan dankbar und gerne und sogar jubelnd und begeistert begegnet sind, und ernsthaft (um Erreichung Gottes)  gewetteifert haben und in Gottes Nähe fanden. Gott hat sie herzlich empfangen, und sie in Seine Nähe und unter Seinen Schutz geholt. Er ließ sie die Stufe der Aufrichtigkeit zusammen mit Seinen Freunden und Auserwählten betreten und stillte mit seinem bis zum Rand gefüllten Kelch ihren Durst und ließ sie an das Schöne und  das Licht und Freude und einen Jubel gelangen, wie keiner es sich vorstellen kann, kein Auge es erblickt und über die noch niemand gesprochen hat.“

Ja, der Monat Ramadan ist zu Ende gegangen und die Muslime haben sich in diesem Monat mithilfe  des Korans, der Preisungen und Bittgebete und der Stärkung von Willen und Ausdauer der Selbstveredlung gewidmet.  Nun feiern sie am Fitr-Fest,  dass sie auf diesem schwierigen Weg des Großen Dschihads – der Selbsterziehung -  feste Schritte tun konnten.  Welches Fest könnte eigentlich schöner und welcher Sieg glänzender sein als die Rückehr zu dem edlen Teil der Seele und der Sieg über das rebellische Ich!  Bei diesem Fest blicken wir hoffnungsvoll auf die göttliche Huld  und beten einen Teil des Gebetes, welches während des Festgebetes gesprochen wird:

O Gott! Bei diesem Tag, den du für die Muslime zum Fest werden ließest und für Mohammad (s)  zu einem Vorrat und zur Ehre und Größe und zum Segen. Ich bitte dich, dass Du  Segensgrüße an Mohammad und sein Haus entrichtest und das du uns  in alles Gute, welches du Mohammad und seinem Haus  beschert hast, miteinschließt und dass Du uns von dem Üblen und Schlechten, von dem du Mohammad und sein Haus ausgeschlossen hast, ausschließt.  Deine Grüße und Dein Segen seien  ihm und ihnen. O Gott! Ich bitte dich um die Dinge, um die  Deine würdigen Diener Dich bitten und ich suche bei Dir vor dem Zuflucht, vor dem deine wahrhaftigen Diener bei Dir Zuflucht suchen!

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