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Mittwoch, 10 August 2011 13:28

Der Monat Ramadan und unsere Infâk-Fähigkeit

Der Monat Ramadan und unsere Infâk-Fähigkeit
Eines der Missverständnisse beim Thema Infâk ist, dass wir ihn lediglich als materielle Angelegenheit sehen. Der Umstand, dass der als Monat der Barmherzigkeit, des Segens und der Vergebung bezeichnete Monat Ramadan nicht über materielle Besonderheiten verfügen muss, um als solcher zu gelten, gilt auch für den Infak. In diesem Sinne ist es ausreichend sich an den Hadîth unseres Propheten: „ Selbst das Lächeln eines Gläubigen ist für seine Geschwister eine Sadaka.“, zu erinnern, indem das Gebot des Infâk/der Sadaka zum Ausdruck gebracht wird.

Wir befinden uns nun im Monat, der nach der Beschreibung unseres Propheten, der Monat der Barmherzigkeit (Rahma), des Segens (Baraka) und der Vergebung Gottes (Mağfira) ist. Die erste Bedingung, damit dieser Monat ein Monat der Barmherzigkeit, des Segens und der Vergebung Gottes werden kann, ist, dass wir Muslime den Islam, an den wir glauben, fest in unserem Leben verankern. Es widerspricht der göttlichen Gerechtigkeit Barmherzigkeit, Segen und die Vergebung zu erwarten, die die Religion dem in seinem Leben fest verankerten Muslims verspricht, ohne die erforderlichen Pflichten geleistet zu haben und an den Gelegenheiten festgehalten zu haben, die zu diesen führen. Das ist ein Widerspruch, da wir als Muslime die Barmherzigkeit, den Segen und die Vergebung erst verdienen müssen.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet, sehen wir, dass sich, um die Würde des Monats Ramadan zu erlangen, zwischen den unmittelbaren Pflichten auch die Entfaltung der „ Infâk – Fähigkeit“ befindet. Während wir die Infâk - Fähigkeit beschreiben, ist zu betonen, dass es einen Unterschied zwischen dem Infâk und dem Erwerb der Infâk-Fähigkeit gibt. Es wird jederzeit Infâk geleistet, es könnte Infâk geleistet werden oder es wurde ohnehin Infak geleistet. Dieser Umstand ändert nichts an der oben als Infâk - Fähigkeit beschriebenen Lage. Die als Infak- Fähigkeit bezeichnete Tatsache ist, den Infâk zu einer Gewohnheit werden zu lassen, hierfür Gelegenheiten zu suchen und Gelegenheiten zu bilden und diese lediglich für den Zustand des Erwerbes der Auswertungsfähigkeit als die Aufgabe eines Dieners, um das Wohlgefallen Allahs zu gewinnen. Deshalb sollten wir wissen, dass es falsch ist, die Sachen, die wir spenden nach dem Marktwert zu messen. In dem Hadîth des Gesandten Gottes: „ Schützt die Waisen. Spendet, wenn es auch die Hälfte einer Dattel ist, damit Allah euch im Jenseits schützt.“, wird die Hälfte einer Dattel, sowie als Bedeutung, als auch als materieller Reichtum und als Möglichkeit erwähnt.

Eines der Missverständnisse beim Thema Infâk ist, dass wir ihn lediglich als materielle Angelegenheit sehen. Der Umstand, dass der als Monat der Barmherzigkeit, des Segens und der Vergebung bezeichnete Monat Ramadan nicht über materielle Besonderheiten verfügen muss, um als solcher zu gelten, gilt auch für den Infâk. In diesem Sinne ist es ausreichend sich an den Hadîth unseres Propheten: „ Selbst das Lächeln eines Gläubigen ist für seine Geschwister eine Sadaka.“, zu erinnern, indem das Gebot des Infak /der Sadaka zum Ausdruck gebracht wird.

Infâk im Sinne von „ Eigentum, das auf erlaubte (Halâl) Weise erworbenwurde, nach dem Bedürfnis und für den seitens der Religion geforderten oder tolerierten Zweck ausgegeben und verbraucht wird, die sichtbaren und unsichtbaren Gaben Gottes wiederum nur für Sein Wohlgefallen anderen gegeben oder ihnen zum Dienst angeboten werden “, kann im weiten Sinne auch mit dem Wort Sadaka ausgedrückt werden. Wir wissen, dass das Wort Sadaka auch das Wort Zakât (Almosensteuer) beinhaltet. Aus diesem Grund haben die muslimischen Gelehrten die Zakât als Pflicht (Fard) definiert, den die Voraussetzungen erfüllenden Muslime als ein Gebot außerhalb ihrem eigenen Willen auszuführen haben.

Der Infâk ist für Muslime, die sich vorbereitet haben, den Geboten Allahs zu folgen gleichzeitig eine Weltsicht und Lebensauffassung. Diese Auffassung bildet beim Muslim das Bewusstsein der Aufgabe von den Gaben, die Seitens unseres erhabenen Schöpfers und Herrn Allah gewährleistet wurden, als Lobpreisung den Bedürftigen zum Dienste zu überreichen. Anhand der Entwicklung dieses Bewusstseins öffnen sich die Wege, die zur Barmherzigkeit, zum Segen und zur Vergebung führen.

Im Koran gibt es hinsichtlich des Infâks und der Sadaka sehr viele Verse. Gleichzeitig wird in den ersten Versen der zweiten Sure darauf hingewiesen, dass der Infâk als die Besonderheit der Muslime bewertet werden muss. Dies ist der Fall, wenn, nachdem im Koran die Frommen (Muttakî) als die rechten Wegweiser beschrieben werden, zu den Besonderheiten dieser übergegangen und angedeutet wird, dass diese Rechtleitung gewissermaßen nur mit diesen Besonderheiten möglich ist. Dieser Vers besagt: „ Dies Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“[2:2] Im nachfolgenden Vers heißt es, indem der Übersetzung Muhammad Asads zufolge, die Frommen als „ die, die sich ihrer Verantwortung Allah gegenüber bewussten“, beschriebenen werden, „ Die da glauben an das Verborgene und das Gebet verrichten und von Unserer Gabe spenden.“ [2:3]

Wenn wir diese Verse mit der Sure 107, den Versen der Sure Mâûn vergleichen, begegnen wir einer noch auffallenderen Bezeichnung. In der Sure Mâûn wird die schlechte Behandlung der Waisen, die Demotivation den Armen zu Essen zu geben, die Nachlässigkeit beim Gebets, das Verrichten des Gebets nur um gesehen zu werden und die Behinderung selbst der kleinsten Hilfe, als die Eigenschaft der Leugner der Religion Allahs oder auch nach einigen Kommentatoren des Tages der Rechenschaft und der Strafe, hervorgebracht. „ Hast du den gesehen, der das (Letzte) Gericht leugnet? Er ist es, der die Waise wegstößt. Und nicht zur Speisung des Armen anspornt. Wehe denn den Betenden, die in ihren Gebeten nachlässig sind, die nur dabei gesehen werden wollen. Und Hilfe versagen.“[107:1] [107:2] [107:3] [107:4] [107:5] [107:6] [107:7]

Beim Thema Infâk, Spenden und Helfen würde die Auffassung, dass nur Freigiebige und Reiche spenden müssten, die Armen aber davon befreit wären, besagen, dass die Infâk - Fähigkeit abgetötet wird. Bei einer solchen Auffassung, besteht auch die Gefahr der „ selbst die kleinste Hilfe zu behindern“ gegenüber zu stehen. Während wir auf diese Gefahr hindeuten, wollen wir bemerken, dass in dem oben aufgeführten Hadîth: „Schützt die Waisen. Spendet, wenn es auch die Hälfte einer Dattel ist, damit Allah euch im Jenseits schützt.“, die Weisheit (Hikma) der Erwähnung der halben Dattel als Bedeutung, und auch als materieller Reichtum einer guten Nachricht für uns gleichkommt. So sollten alle Wege, die zum Wegfall der Infâk - Fähigkeit eines Muslims führen, gesperrt werden. Zum Beispiel wird im Koran daran erinnert, dass der Infâk eine zu erfüllende Pflicht ist, egal ob es Fülle oder Knappheit an Reichtum gibt: „ Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben – und Allah liebt die Gutes Tuenden.“ [3:134]

Quelle: Igmg.de

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