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Samstag, 25 Oktober 2014 10:52

Im Muharram lebt die Erinnerung an Imam Husain a. auf

Im Muharram lebt die  Erinnerung  an  Imam Husain a. auf
Welch eine Aufruhr ist wieder überall zu verspüren! Trauern und Klagen! Ja es ist Muharram! Der Monat des Wehklagens und der Monat, der  neues Blut in tote  Adern schickt, der  trockene Augen anfeuchtet und die Herzen mit der Liebe zu Husain (a) belebt.

Es ist Muharram  und niemand ist still und untätig. Der  Verstand versagt, wenn er zu erklären versucht, wie diese Liebe nach Jahrhunderten immer noch so frisch sein kann.

Wenn im Muharram alles in Bewegung gerät und die Stadt sich in schwarzen Trauerflor hüllt, denken viele: Was haben diese Trauerzeremonien für Imam Husain (a)  all diese Jahren nach seinem Märtyrertod  bedeuten? 

 

Die Ereignisse in der Vergangenheit können sich unterschiedlich auf das Schicksal einer Gesellschaft und sogar anderer Gesellschaften auswirken. Einerseits können einschneidende Ereignisse  durch ihre Rekonstruktion lebendig in Erinnerung gehalten werden und dadurch kann ihre positive Wirkung sich fortsetzen.   Andererseits kann es  der Menschheit erheblich schaden, wenn sie  bedeutende Ereignisse der Geschichte in Vergessenheit geraten lässt.

Einige Ereignissen erforderten einen hohen Preis: Den Verlust von großartigen Menschen, die Erduldung von Leid und hohe Verzichte.    Jene Ereignisse in der Geschichte, die bedeutende Lehren für den Menschen beinhalten,  sind ein gewaltiger Schatz für alle  Völker. Der Verstand gebietet, diesen Schatz zu hüten und  am Leben zu erhalten, um  aus ihm Inspiration und Weisheit zu schöpfen.

Das Ereignis von Aschura, dem zehnten Muharram, weist zahlreiche Aspekte auf.  Aschura kostete  der Menschheit den Verlust Imam Husains (a), Enkelsohn des letzten aller Gottgesandten. Aschura  ging auf Kosten seines Lebens und das Leben seiner treuen Freunde und brachte seinen Kindern und seinen Angehörigen großes Leid.  Aber sein Kampf in Karbala, Irak, ereignete,  sich nicht um persönlicher Interessen willen.

 

 Das Martyrium  Imam Husains (a) und seiner mutigen treuen Gefährten soll uns etwas Wichtiges lehren. Die Schule von Karbala  lehrt hohe Ziele und Erfahrungen und Prinzipien wie den Glauben an den Einen Gott, das Prinzip des Imamats, das Gebieten des Guten und Verwerfen des Schlechten, die Liebe zur Wahrheit und den Kampf gegen das Unrecht, die Würde des Menschen und vieles mehr.

Wenn diese Lehre mit ihren großartigen Impulsen für die charakterliche Vervollkommnung  von Generation zu Generation weitergegeben wird,  wird sie für die Menschheit von großem Nutzen sein.

Die edlen Imame aus dem Hause des Propheten (a)  haben  die Gläubigen angespornt, Imam Husain (a) zu betrauern.  Durch sie wurden die Trauerzeremonien  zu einer  Achse für die Verbreitung der hohen Werte des Islams und für die Vereinigung der Gläubigen.  Heute versammelnt sich im Monat  Muharram Millionen von Menschen  gemeinsam unter dem Trauerbanner Husains. Sie kommen aus allen Volksgruppen  und Bevölkerungsschichten.

 

Die Imame aus dem Prophetenhaus haben durch Anregung zur Trauer um Imam Husain (a) eine Macht unter den Menschen zum Leben erweckt.  Diese gewaltige Energie setzte im Iran  während der islamischen Revolution im Monat Muharram und Safar Millionen von Muslimen in Bewegung und jagte  dem götzenhaften Schahregime am Tasua und Aschura-Tag einen Schrecken ein.   Es wurde deutlich, welcher tiefere Sinn sich dahinter verbirgt, dass die Edlen Imame mit Nachdruck das Trauern um Imam Husain (a) empfohlen haben.

Einige Orientalisten verurteilen es, dass den Schiiten Übertreibung bei den Trauerfeiern vorgeworfen wird. Sie haben erkannt, das durch dieses Trauern  die religiösen Bewegungen Früchte tragen und nichts so sehr politisches Bewusstsein unter den Muslimen hervorrufen konnte, wie die Trauerfeiern um Imam Husain.   

Durch das Trauern wird emotionell die Verbundenheit mit dem unterdrückten Revolutionär und der  Protest gegen den Unterdrücker ausgedrückt.

Ostad Motahari bezeichnet das Weinen um den Märtyrer als Teilhabe an seiner Heldentat.

Die seelisch-geistige Wandlung im Herzen jedes Einzelnen während einer Trauerversammlung  ist Nährboden für Wandlungen in der ganzen Gesellschaft und Basis  für die Wahrung der hohen Ziele Imam Husains (a).  

Das Trauern um die Märtyrer, insbesondere um den größten von ihnen,  Imam Husain (a),  hält die Erinnerung an sie wach und lässt die Wirkung ihres Heldentums nicht vergehen.  Diese Emotionen sind eine Brücke von den  Trauernden zu  den großen Vorbildern für die Gerechtigkeit.  Das Trauern um die Märtyrer von Karbala entfacht die Bereitschaft , gegen Unrecht und Unterdrückung vorzugehen. Imam Chomeini (a) , Vater der Islamischen Revolution im Iran,  sagt:   „Mit diesen Tränen, diesen Trauergesängen und Trauergedichten wollen wir diese Lehre weiter bewahren.“

 

Die Wahrung der Islamischen Lehre und der Errungenschaften der Lehre des Propheten  wurde durch die Wahrung der Kultur der Edlen aus dem Prophetenhaus  möglich.  Weil die gewaltsamen Herrscher die Geschichte hindurch bestrebt waren diese hohe Kultur auszulöschen, haben die Trauerzeremonien um Husain (a) von selber einen politischen Charakter angenommen und zum Kampf gegen solche Regime motiviert.

Das  Trauern in Muharram  ist politisch wirksam, weil es die Moral des Kampfes gegen Unterdrückung und Unrecht wachhält.

Die  Schule von Aschura lehrt Gottesdienstbarkeit Gottesdienstbarkeit ist höchster Lehrsatz für die Islamische Gesellschaft.  Die Größe der Muslime hängt von ihrem Glauben und ihrer Spiritualität ab. Die größte Gefahr für die islamische Gesellschaft besteht im Verblassen des Glaubens und der Religiosität und einer unguten Werteverschiebung. Das ist die höchste Botschaft des Aufstandes von  Imam Husains (a).  In der schiitischen Kultur ist es ein Werk der Gottesdienstbarkeit, die  Großen der Religion und ganz besonders Imam Husain zu betrauern, denn durch dieses Trauern entfaltet sich die   Spiritualität,  und der Mensch  wird  höheren Stufen der Menschlichkeit zugeführt.

Das Beweinen Imam Husseins (a) und die Trauer über das Leid, das er auf sich nahm, berührt den Menschen innerlich und löst eine Wandlung aus,  die ihn geistig-seelisch weiter und Gott näher bringt. Sie bereitet ihn  darauf vor, gottesfürchtig zu handeln.  

Das Volk festigt bei der Trauer um den Märtyer Imam Husain das Bündnis  mit einem Unterdrückten, der den Tod für  den Glauben als Glück und die Versöhnung mit dem Unterdrücker als Schande betrachtet.

Wer um diesen Helden der Islamischen Geschichte trauert, der gibt damit seine Treue zu den hohen Zielen des Märtyrers bekannt und bringt zum Ausdruck, dass er selber auch keine Kompromisse mit den Unterdrückern schließen wird und jede Form der Gewaltherrschaft  unbeirrt bekämpft.

Diese Treue zum Edlen befähigt die Völker sich gegen die Gier der Imperialisten abzusichern und der Gewalt der Ausbeuter für immer einen Riegel vorzuschieben.

Die Geschichte lehrt uns wichtige Punkte. Wenn wir ihren guten Rat nicht ernstnehmen werden sich bittere historische Ereignisse auch in Zukunft wiederholen.

Im Vers 111 der Sure Yusuf (Sure 12, heißt es :

Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für die Verständigen. ..

Auch hat Imam Ali gesagt: „Zieht aus der Vergangenheit der Welt eine Lehre für die Zukunft.“

 

Zu den historischen Ereignissen wertvoller Erfahrungen und Lehren gehört zweifelsohne das Ereignis vom Aschura-Tag.  Es wird alljährlich  gemeinsam beklagt, damit  erneut über dieses Ereignis berichtet wird, und damit es erneut den jetzigen und den kommenden Generationen als Lehre dient.

 

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei,  betrachtet das Trauern um die Edlen aus dem Hause des Propheten  und das Beweinen ihrer Leiden, als einen Segen, für den der Mensch Gott dankbar sein muss.  Er ist der Ansicht, dass die Zunahme der islamischen Bewegungen durch die Aschura-Bewegung zustande gekommen ist .

 

Ajatollah Khamenei sagt:  „Wenn jemand einen Segen erhält, dann muss er auch Rechenschaft darüber ablegen. Zu den größten Segensgeschenken für unsere schiitische Gesellschaft gehört der Segen der Erinnerung (an Karbala), der Segen der Trauersitzungen, der Segen von Muharram und von Aschura...  Dieser Segen mit seiner Größe bringt die Herzen mit der sprudelnden Quelle des Islamischen Glaubens in Berührung. Dieser Segen hat zur Folge gehabt, dass sich die Unterdrücker die in der Geschichte  herrschten, vor Aschura und vor dem Grab von Imam Husain (a.s.) gefürchtet haben ...

Wir müssen aus diesem Segen schöpfen – sowohl das Volk als auch die Geistlichkeit.“

Die Allgemeinheit kommt nach Ansicht Ajatollah Khameneis in den Genuss dieses Segens, wenn die Bürger die Trauerzeremonien im Monat Muharram pflegen und intensivieren.

                               

Der Widerstandskampf von Karbala ist eine Lehre für die ganze Geschichte und die ganze Menschheit . Das liebevolle Gedenken dieses Heldenepos und die Befolgung dieses hohen Beispieles werden den Muslimen und sogar allen   anderen Freiliebenden und Verantwortungsbewussten in der Geschichte zum Wohl gereichen.

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