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Donnerstag, 14 November 2013 03:54

14.November 2013: heute ist Aschura – jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Karbala

14.November 2013:  heute ist  Aschura – jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Karbala
Heute ist Aschura – der Tag der gewaltigen Leiden, denen Husain (a) und seine Familie und seine Gefährten in Karbala entgegen gehen, um die Religion, die Ehre der Familie des Propheten und alle freiheitsliebenden Menschen zu verteidigen.

 

Das riesige Heer der Tyrannei und des Frevels steht bereit, um die größten Verbrechen zu begehen . Seine Krieger haben ein zahlenmäßig sehr kleine Gruppe umzingelt. In dieser kleinen Schar befinden sich jedoch die edelsten Menschen. Husain (a) und seine Gefährten sind fest entschlossen, der ganzen Welt und allen künftigen Generationen , den Weg zur Rettung vor die Füße zu legen..

Jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Karbala

Imam Husain, (a) Enkelsohn des letzten Gesandten Gottes (s) ist Sohn der Prophetentochter Fatimah, die zu den auserwählten großen Frauen gehört. Sein Vater Imam Ali, dieser großartige Mensch, hat sich in der Geschichte mit seiner Gerechtigkeitssuche, seinem Gottglauben und seinen hervorragenden moralischen Eigenschaften verewigt. Und wie beeindruckend ist nun das Heldenepos, das Husain, der würdige Sohn dieser Großen, in Karbala hervorbringt – ein Epos der Gottesliebe und der Opferbereitschaft.

Wir schreiben den 10. Muharram, 61 nach der Hidschra (2.10.680 nach Christus).

Nur noch einige Stunden sind vom Leben Imam Husains (a) verblieben. Seine wenigen Gefährten sind alle ins Gefecht gezogen, um die Freiheitsliebe und Menschenwürde Imam Husains (a) zu verteidigen. Ein jeder von ihnen wäre bereit gewesen, mehrmals für ihn und seinen Weg zu sterben.

Es ist Mittag geworden.

Imam Husain (a) bittet den Feind, das Gefecht für einige Augenblicke einzustellen, damit er mit den verbliebenen Kämpfern das Mittagsgebet verrichten kann. Der Feind lehnt es ab.

Aber der Imam will die letzten Augenblicken seines Lebens noch mit diesem schönen Gott-Dienen verbringen.

Er verrichtet das Gebet, während sich einige seiner Gefährten schützend um ihn herum aufgestellt haben. Der Imam betet und seinen Gefährten treten die Tränen in die Augen. Der Anblick scheint sie an Imam Ali (a), den Vater Imam Husains (a) zu erinnern, wie er bei Gefechten das Gebet verrichtete und gesagt hat: „Wir kämpfen für die Verrichtung des Gebetes.“

 

Der Nachmittag ist angebrochen und die Tragödie erreicht schließlich ihren Höhepunkt. Imam Husain (a) - der Enkelsohn des letzten Propheten Gottes und des Anführers der Bewegung für Gerechtigkeit und Freiheit wird zum Märtyrer. Die Feinde trennen ihm das edle Haupt vom Körper ab und spießen es auf einen Speer. Es ist das Haupt eines großartigen Menschen, von dem der Prophet gesagt hat: „Husain ist das Licht der Rechtleitung und das Schiff der Rettung.“

Und der Prophet Gottes hat auch gesagt: „Durch mich wurdet ihr wissend! Mit Ali habt ihr den Weg gefunden und seid rechtgeleitet worden. Durch Hassan wurden euch die guten Dingen geschenkt, aber (der Maßstab für) eurer Glück und Unglück ist Husain.

Wisset : Husain ist eines der Tore zum Paradies. Wer ihn anfeindet , dem wird Gott das Paradies verbieten.“

 

Das Geschehen von Aschura hat eine helle und eine düstere Seite. Die helle, leuchtende Seite manifestiert Gottesliebe, Wissen, freiheitliches Denken, Menschlichkeit und Opferbereitschaft und die düstere schwarze Seite ist angefüllt mit Verbrechen, die aus der Gier nach dem Weltlichen des Yazid und seiner Leute resultieren.

Aschura ist das Spiegelbild des unvergesslichen Aufstandes Husain Ibn Alis (e) gegenüber den Tyrannen und Frevlern und zugleich das Wahrzeichen für die Menschenliebe und die Liebe des Imam zu der Menschheit. Imam Husain (a)liebte die Menschen und für ihn war es unter ihrer Würde, dass sie Erniedrigung akzeptieren und sich wie Untertanen behandeln lassen. Deshalb hat er liebevoll auf seinem Weg von Medina über Mekka nach Karbala immer wieder alle aufgerufen, Recht und Frieden zu fordern und hat sie gewarnt, nicht in den Sog des Irrglaubens zu geraten.

Seit Jahrhunderten gilt der Aschura-Tag als die Manifestation von Recht und Unrecht und der Oberbereitschaft auf dem Weg der Religion Gottes. Husain Ibn Ali (e) hat an diesem Tag mit einer kleinen Schar von Gefährten, die jedoch von einem festen Glauben gestärkt war, gegen das hartherzige Heer des Umayyadenherrschers Yazid gekämpft und hat Karbala zu einem Ort verwandelt, der immer lebendig an die Liebe zu Gott und das freiheitliche Denken und die Opferbereitschaft erinnert.

Aschura war nur ein einziger Tag, aber seine Auswirkung reicht bis an den Horizont der Ewigkeit. Aschura wirkte sich so tief in den Herzen aus, dass jedes Jahr zu Beginn des ersten Muharram die aufrichtige Liebe für Imam Husain Ibn Ali aleihe salam ,den Lehrer der Freiheitsliebe, des Kampfes im Zeichen Gottes und des Martyriums, erneut aufwallt und am Aschura-Tag ihren Höhepunkt erreicht. Imam Husain hat mit seinem Heldenkampf eine solche Wirkung hinterlassen dass sogar Nicht-Muslime große Achtung vor seinem freiheitlichen Geist empfinden.

Imam Husain hatte sich von Mekka aus in Richtung Kufa (im Irak) auf den Weg gemacht, denn die Kufaner hatten ihn in ihre Stadt eingeladen, damit er ihr sie anführt. Doch bevor Imam Husain in Kufa eintraf, wurde er in Karbala von den Kräften des Ibn Zayid umzingelt. Und weil er nicht bereit war die Schmach auf sich zu nehmen und dem frevelhaften unrechtmäßigen Herrscher Yazid die Treue zu schwören, haben dessen Heerscharen, unter ihnen viele Kufaner, die ihm vorher die Treue geschworen hatten, einen Krieg gegen ihn geführt.

Husain (a) und seine Gefährten sind am Aschura Tag mit durstigen Lippen tapfer und kühn auf dem Schauplatz des Geschehens erschienen. Sie kämpften bis zum letzten Mann. Nach ihrem Märtyrertod wurden die Hinterbliebenen seiner Karawane von den Kriegern Yazids gefangen genommen und nach Kufa gebracht.

 

Imam Husain (a) und 72 seine Gefährten haben das größte Helpenepos in der Menschheitsgeschichte geschaffen und eine unvergessliche Erinnerung für die nach der Veredlung suchenden Menschen hinterlassen.

Aschura ist im Vergleich mit vielen anderen Gefechten nur in einem kleinen Zeitraum vorgefallen und schließt zahlenmäßige weniger Ereignisse mit ein, aber dennoch ist es ein historischer Kampf gewesen, welcher am meisten auf sich aufmerksam machte. Dieses Heldenepos hat nicht nur im Laufe der Geschichte einen tiefen Einfluss hervorgerufen, sondern Aschura ist zu einer einmaligen Kultur geworden.

 

Der ungleiche Kampf in Karbala schien zugunsten der Front des Unrechtes ausgegangen zu sein. Aber beim näheren Hinsehen ist zu erkennen, dass es Imam Husain (a) und seine Gefährten waren, die den Sieg davontrugen. Denn dieser große Mensch hat bei seinem Aufstand einen Weg verewigt und mit seinem Opfertod für die Muslime und alle Freiheitsliebenden die Schule der Freiheitsliebe, der Forderung nach dem Recht und des Selbstverzichtes begründet.

Aschura erinnert an ein großes Ereignis in der Geschichte. Innerhalb etwa eines halben Tages wurden die Vorbilder für Reinheit und Tugend blutig niedergeschlagen und die Repräsentanten von Unwahrheit und Unrecht hüllten sich erneut in das Gewand von Recht und Wahrheit, um weiter im Leben ihren Vergnügungen nachzugehen. Aber viele Völker haben sich bei ihren Bewegungen und in ihrer politischen und Gesellschaftsdebatte von dem Vorbild der Selbstwertschätzung, der Freiheitsliebe, des Großmutes und der Opferbereitschaft inspirieren lassen: von Imam Husain (a) und seinem Aufstand.

Sayyid Qutb, ägyptischer Wissenschaftler und Korankommentator sagt: „Wieviele Märtyrer hätten, ohne ihren Märtyrertod, überhaupt so sehr ihrer Lehre helfen können, selbst wenn sie tausend Jahre gelebt hätten? Wieviele hätten vermocht, alle diese großen menschlichen Werte in den Herzen als Erinnerung zurückzulassen und Tausende Menschen mit den letzten Worten, welche sie mit ihrem Blute schrieben, zu großen Taten zu veranlassen?!“

Ja die revolutionäre Bewegung des Imam Husain (a) und sein Märtyrertod und der Märtyrertod seiner Gefährten lehren die Freiheitsliebenden in aller Welt etwas Bedeutendes und viele Anführer von Freiheitsbewegungen haben sich zur Vorantreibung ihrer Bewegung ein Vorbild an der Revolution Imam Husains (a) genommen und gesiegt.

Mahatma Gandhi, der Anführer der Unabhängigkeitsbewegung in Indien hat den historischen Ausspruch getan: „Ich habe dem indischen Volk nichts neues sondern nur das überbracht, was ich aus der Betrachtung über das Leben der Helden von Karbala gewonnen habe.

Wenn wir Indien retten wollen, müssen wir den gleichen Weg gehen den Husain Ibn Ali gegangen ist!“

Während einige Menschen danach streben, möglichst lange zu leben, gibt es andere, die den Opfertod in Kauf zu nehmen, um ein Leben auf höherer Stufe für die anderen zu erreichen. Sie befreien sich von der Liebe zum Weltlichen und begrüßen den Märtyrertod.

Imam Husain (a), Fürst der Märtyrer, hat sein Leben geopfert damit die Menschen aus der Unwissenheit und der Ratlosigkeit des Irrweges gerettet werden.

 

Jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Karbala

 

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