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Mittwoch, 21 November 2012 03:10

Warum der Ruf von Aschura nicht verhallt

Warum der Ruf von Aschura nicht verhallt
Aschura liegt 1373 Jahre zurück.

Aber dieses Ereignis besitzt immer noch Faszination, nicht nur für die Muslime sondern auch für andere freiheitsliebende Menschen.In der Geschichte der Menschheit gibt es zahlreiche Ereignisse, die in Vergessenheit geraten sind. Aber das Ereignis von Karbala bildet eine Ausnahme. Es ist ein historisches Ereignis, welches seit seiner Entstehung bis heute nicht an Einfluss verloren hat und wie eine Sonne Licht ausstrahlt, um das Dunkel zu verdrängen und den Unterdrückten Energie zu spenden. Am 10.des Monats Muharram 61 nach der Hidschra und dem Mondkalender stieß der Ruf nach dem Recht Imam Husseins aleihe salam und seiner Helfer auf taube Ohren und verschlossene Herzen, aber er hat alle Blätter der Geschichte beschrieben.

 

Heute trägt die Geschichte den Ruf Imam Husseins aus ihrem Buch vor und bringt sie denen zu Gehör, die hören wollen, diejenigen, die sich nach dem Ruf der Wahrheit sehnen.

Der Islam fußt auf dem Gott gegebenen Seelengrund Fitrah. Diese Fitrah ist bei allen Menschen gleich. Und deshalb suchen alle Menschen vom Wesen her nach Gott, Gerechtigkeit, dem Schönen, Freiheit und Ewigkeit.

Aber manchmal können Achtlosigkeit, Sünden und Veränderungen der Gesellschaft , der Wirtschaft und der Politik die Menschen von dem Ruf der Fitrah entfernen, so dass sie ihn nicht mehr hören. Es ist daher der wichtigste Auftrag der Propheten und relgiösen Führer, sie an die Botschaft ihrer unversehrten Ur-Seele zu erinnern und auf die Segnungen Gottes aufmerksam zu machen, die sie vergessen haben.

Man kann sagen, dass es die wichtigste Aufgabe Imam Husseins a.s. war, die Menschen wieder der hohen Moral, der sie von Natur aus zugeneigt sind, zuzuführen. Er wollte die Hindernisse auf dem Wege zu diesem Ziel beseitigen. Das größte Hindernis war die Gewaltherrschaft der Ummayaden. Die Ummayaden ließen nicht zu, dass die Menschen dem Ruf ihrer Gott gegebenen Ur-Seele folgten, und verursachten, dass sie sich von der Suche nach Recht und Wahrheit, der Freiheit, Moral und Gerechtigkeit abwandten. Die Menschen hatten sich von den religiösen Werten entfernt und sich selbstentfremdet, indem sie sich dem Unrecht und Übel zuwandten.

Imam Hussein a.s. erhob sich daher, um die Menschen wieder zu den edlen Lehren der Religion und zu den hohen menschlichen Werten zurückzuführen.

Daher hat der Kampf des Imam Hussein einen universalen Aspekt und betrifft alle Menschen.

Dies mag der Grund dafür sein, dass Mahatma Ghandi , der hinduistische Anführer der Unabhängigkeitsbewegung Indiens sich von der Bewegung Imam Husseins bei seinem Kampf gegen die englischen Kolonialherren inspirieren ließ und vorurteilsfreie Autoren wie der deutsche Kurt Frischler, über die heraussragende Persönlichkeit Imam Husseins ein Buch verfasste.

Die Bewegung des Imam Hussein ist der Aufstand für die Erwachung und die Rückkehr zu den wahren menschlichen Werten gewesen und dies ist ein Ruf an alle, der nicht verhallt.

Imam Hussein a.s. hatte seine Bewegung begonnen, um das Recht vom Unrecht zu trennen.

Er wusste, dass Yazid durch Unrecht und Lüge an die Macht gelangt war und dass, wenn er an der Macht bleibt, alles was die Propheten zur Herstellung von Recht und Wahrheit mit Mühe erreicht hatten, vernichtet würde. Imam Hussein hat daher den Unterschied zwischen Recht und Unrecht transparent gemacht.

In den Augen von Imam Hussein ist das Unrecht eine äußere Macht, welche die Gebote Gottes missachtet und mit dem Instrument der Vorherrschaft, die Menschen so sehr unterwirft, dass sie nicht mehr ihre Rechte verteidigen können.

Seit Erschaffung des Menschen hat es den Streit zwischen Recht und Unrecht gegeben und viele Kriege in der Menschheitsgeschichte sind aus dieser Konfrontation entstanden. Imam Hussein a.s. hat in einer sehr sensiblen Zeit als Bannerträger des Rechtes sich dem Bannerträger des Unrechtes, nämlich Yazid, in die Quere gestellt.Er hat, zur Wahrung des Rechtes und zur Klarstellung des rechten Weges bis zum Jüngsten Tag, sich zusammen mit seinen Gefährten und seiner Familie geopfert.

Aschura verkörpert den ewigen Krieg zwischen Recht und Unrecht, zwischen Werten und Anti-Werten.

Das Aschura-Ereignis blieb in der Geschichte und verblieb den Gottsuchenden und der Freiheitsliebenden, die gegen das Unrecht kämpfen, als Vorbild.

Die Transparenz dieses Aufstandes ist ebenso ein Grund für das unvergängliche Andenken an ihn.

Imam Hussein a.s. hat gleich zu Beginn seiner Protestbewegung deren Wesen deutlich dargelegt. Er hat unterstrichen, dass er gegen die offenen Symbole der Unterdrückung und des Unheils kämpft, den Islam wiederbeleben und die Menschen vom Übel des Tyrannen Yazid befreien will. Er hat sogar die Taktik der Bewegung offen gelegt.

Daher gab es bei der Karbala-Bewegung nichts Unklares , so dass keiner den Imam später kritisieren und Ratlosigkeit über die Fortsetzung seines Weges aufkommen konnte.

Imam Hussein a.s. hat in seinem Testament an Mohammad Hanifa gesagt, dass seine Bewegung auf den islamischen Grundlagen beruht und Ziel seines Aufstandes die Durchführung der Islamischen Gebote ist. Er kündigte an, dass er die verdorbene Ummayadenregierung stürzen und eine Regierung aufgrund der Gerechtigkeit Alis errichten will.

Er hat auch beschrieben, dass seine Methode zur Erreichung der Ziele seiner Bewegung darin besteht, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren, damit die Gesellschaft geheilt wird und die Menschen aus dem Joch der Gewalt und Ungerechtigkeit gerettet werden. Imam Hussein hat unterstrichen, die Tradition des Propheten s.a.a.s. und seines Vaters Imam Ali (a.s.) zu befolgen.

In Mekka hat er wie folgt gebetet: „O Gott! Du weißt, dass die Schritte, die wir (in der Gesellschaft) vornehmen, nicht in Hoffnung auf die Erreichung von Macht und Herrschaft geschehen und nicht wegen Streben nach Reichtum und Besitz. Wir wollten die Wegzeichen der Religion vorstellen und (das Übel) in deinen Städten heilen, damit deine unterdrückten Diener in Ruhe und Sicherheit sich aufrichten können, um dir zu gehorchen.

Wir sind fest entschlossen, die Pflichten des Islams, die Tradition des Propheten (sa.a.s.) und die göttlichen Gebote auszuführen.“

Imam Hussein hat in seinen Worten auf die wichtigsten Bedürfnisse des Menschen hingewiesen. Kann eine Revolution, die sich für die wichtigsten Forderungen der menschlichen Gesellschaften einsetzen, vergessen werden?

Noch ein weiterer Aspekt lässt den Aufstand von Aschura einmalig werden und zwar der Aspekt, dass dieser Aufstand sich durch Ethik auszeichnete.

Es sind viele Revolutionen in der Geschichte vorgekommen, die auf ihrem Wege die Moral der Politik und dem Kampf geopfert haben. Aber im Kampf von Karbala ist die Moral Schwerpunkt.

Das Verhalten des Imam zu den Feinden ist aus dieser Sicht zu sehen. Imam Hussein begeht im Aufstand von Karbala nichts, was gegen die moralischen Werte des Islams verstoßen würde. Als Imam Hussein in Ninive eintrifft und Horr Ibn Yazid Riahi, der Befehlshaber des feindlichen Heeres ihn zwingt, in Karbala Halt zu machen, schlug Zohair Ibn Qain, ein Gefährte des Imams und Heeresführer dem Imam vor, den Krieg zu beginnen, solange die Feinde noch gering in der Zahl sind. Aber der Imam sagte: „Es gibt einen moralischen Grundsatz für mich und der lautet, dass ich keinen Krieg beginne.“ Durch sein beeindruckendes Verhalten kam es, dass Horr bald darauf reuevoll den Imam um Vergebung bat und am Aschura-Tag auf der Seite Imam Husseins gegen das Heer des Yazids antrat.

Das Geschehnis am Aschura-Tag in Karbala enthält viele Dinge, die beweisen, dass es sich um einen Kampf handelte, der den menschlichen und islamischen Grundsätzen der Moral gehorchte.

Daher fasziniert er heute noch Muslime und Nicht-Muslime durch seine besondere Atmosphäre und Werte.

Die Bewegung Imam Husseins ist zweifelsohne etwas Einmaliges in der Geschichte des Islams und der Welt. Schahid Motahari hat gesagt: „Auf der Welt lässt sich hinsichtlich der Größe des Epos und dessen hohen Niveaus, d.h. hinsichtlich der menschlichen Aspekte, die anstelle von ethnischen und nationalen Motiven traten, keine andere Heldengestalt finden, die wie Hussein Ibn Ali gewesen wäre.

Hussein ist wie die Hymne der Menschlichkeit. Und deshalb ist er einmalig.“

Der Aufstand von Imam Hussein ist ein strahlendes Abbild der höchsten moralischen und menschlichen Eigenschaften. Denn der Kampfplatz am Aschura-Tag war Schauplatz der Konfrontation zwischen Glauben und Spiritualität auf der einen Seite und Unglauben und Verdorbenheit auf der anderen. Von fest entschlossenen gläubigen Menschen wird auch nichts anderes als Tapferheit und ein faires Heldentum erwartet.

Deshalb ist die bewusste und rechtzeitige Bewegung Imam Husseins ein kostbarer Schatz der Geschichte, der nicht verlorengeht und deshalb pflanzt sich der Ruf dieser Bewegung von einer Generation zur anderen fort.

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