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Dienstag, 20 November 2012 05:41

Die Muslima von Aschura- Teil 2

Die Muslima von Aschura- Teil 2
Aschura ist eine unversiegbare Quelle der Erkenntnis. Verantwortungsbewusste Muslima habe eine wichtige Rolle für die Fortdauer der Bewegung gespielt.

Diese Frauen zeichneten sich durch ihre positive Einstellung zur Religion und ihre Liebe zum Hause des Propheten aus. Liebe, Opferbereitschaft und Ausdauer bedeuteten für sie die Unterstützung Imam Husseins, des Enkelsohns des Propheten. Sie schufen Geschichte. Wie alle anderen Frauen waren sie erfüllt von der Liebe zu Kind und Ehemann, aber sie setzten sich über ihre eigenen Gefühle hinweg, um die Religion und die Werte der Bewegung Imam Husseins zu verteidigen. Aus ihrer Sicht war es Aufgabe eines Muslims, die eigene Religion und das Prophetenhaus zu kennen, und Freund der Edlen Nachkommen des Propheten zu sein. Gott hat dem Propheten im Vers 23 der Sure Schura geoffenbart: „Sag: Ich verlange von euch keinen Lohn (für die Erfüllung meines Auftrags als Prophet) außer die Freundschaft zu meiner Familie !“

Der Märtyrertod Imam Husseins nahte heran. Die Feinde hatten ihn und seine kleine Kämpferschar umzingelt. Da sagte er zu seinen Gefährten: „Wer seine Ehefrau mitgebracht hat, soll sie an einen sicheren Ort bringen, denn morgen werden die Männer getötet und die aus meiner Familie werden gefangen genommen werden.“ Die Frauen aber drängten ihre Männer, den Ort nicht zu verlassen. Sie würden zusammen mit ihnen an der Seite Imam Husseins und der Familie des Propheten bleiben. Als die Ehefrau des Dschunada bin Ka`ab Ansari das riesige Heer des Feindes sah rief sie ihm wie folgt zu : „Ich bin zwar alt und schwach, aber ich werde euch harte Schläge erteilen und (Hussein) den Sohn Fatimas verteidigen.“

Bei dem, was zu Aschura in Karbala geschah, haben Männer und Frauen gut ihre Rolle erfüllt. Der Islam kann stolz darauf sein, dass er viele Jahrhunderte vor der modernen Lehren, welche die Menschenrechte zu verteidigen behaupten, die Menschenrechte der Frauen aufgrund ihrer Wesensart aufgestellt hat. Der Prophet Gottes hat sich dafür eingesetzt, dass die Frauen einen höheren Wissensstand, Selbstwert und soziales Bewusstsein erreichen. Und er hat sie zusammen mit seiner Tochter mit an die Front genommen, damit sie die Verletzten betreuen. Die Frauen aus dem Hause des Propheten und seiner Nachfolger waren opferbereite Gläubige. Wir sehen das Ergebnis ihrer Erziehung an den Muslimas in der Karawane des Imam Husseins. Einige von ihnen waren Töchter Imam Alis a.s. wie Zeynab aleiha salam, Umm Kulthum, Fatima und Saffiya, und andere Töchter Imam Husseins (a.s.), nämlich Fatima, Sakinah und Roqya. Außerdem waren Rubab, die Frau Imam Husseins und Atika, die Frau seines Bruders Imam Hassan a.s. in Karbala zugegen. 

Zeynab a.s. war die älteste Tochter Imam Alis a.s. und Fatimahs (aleiha salam). Als der Prophet sie als Neugeborenes in den Arm nahm und küsste, sagte er: „Den Anwesenden und allen Abwesenden empfehle ich, dieses Mädchen zu achten. Sie ist wahrlich wie Chadischeh Kubra (seine Gemahlin)“

Zeynab aleiha salam beteiligte sich von Beginn an aktiv an der Revolution Imam Husseins. Sie wich nicht von der Seite ihres Bruders. Sie war sein enger Vertrauter und übernahm mehrere Verantwortungen in der Karawane des Imams, um ihm sein revolutinäres Vorhaben zu erleichtern.

Der Name Zeynabs erstrahlt an der Spitze der Muslimas von Aschura. Sie stand zusammen mit zwei Söhnen an der Seite Imam Husseins. Als am Vorabend zum Aschuratag für alle klar geworden war, dass die Kämpfer der Märtyrertod erwartet, war Zeynab freudig Zeuge davon, dass die Gefährten des Imams miteinander um die Verteidigung des Enkelsohnes des Propheten wetteiferten. Der Imam sah sie lächeln und fragte: Meine Schwester! Seitdem wir Medina verlassen haben, habe ich dich nicht mehr lächeln sehen! Was hat dich so froh gestimmt? Zeynab begründete es mit der Treue der Gefährten des Imams. Der Imam sagte: „Schwester! Weißt du, die Gefährten die an meiner Seite stehen sind meine Freunde und treuen Helfer. Mein Großvater der Prophet Gottes (s) hat mir ihre Loyalität und Freundschaft verheißen.“

Zeynab liebt ihre Söhne sehr. Doch als ihr Bruder Imam Hussein dagegen war, dass sie in das Gefecht ziehen, eilte sie zu ihm und rief: „Bruder! Bei meiner Mutter! Erlaube den Söhnen deiner Schwester ins Gefecht zu ziehen.“

Ihre beiden Söhne Mohammad und Aun fielen im Gefecht gegen den Feind. Während die Gefährten des Imams zu den Gefallenen eilten, verließ Zeynab nicht ihr Zelt. Sie dankte Gott, dass ihre Söhne auf dem Wege der Verteidigung des Islams und des berechtigten Imams ihr Leben geopfert hatten. 

Zeynab gab den Kindern und Frauen Trost. Sie verteidigte nach der Tragödie in Aschura vor dem Herrscher Yazid und Ibn Ziyad das Imamat ihres Bruders Hussein und gab die Botschaft seines Aufstandes weiter. In ihren feurigen Reden enthüllte sie, wer der wahre Sieger in Karbala gewesen war.

Die Aschura-Bewegung bestand aus zwei Phasen. Die erste war der Kampf und Dschihad und die zweite war die Mitteilung und Verbreitung der Botschaft dieses Aufstandes und die Enthüllung der Wahrheit. Wäre der Aufstand Imam Husseins a.s. mit der ersten Phase zu Ende gegangen, hätte das Regime Yazids mit seinem Propagandaapparat ohne weiteres die Tatsachen über den Aufstand Imam Husseins verdrehen und ihre Verbrechen verdecken können. Die Ummayaden stellten Imam Hussein und ihre Gegner als gottlose Aufständische , die nach weltlichen Zielen suchen, vor. Aber die Botschafter der Bewegung von Aschura rückten die Wahrheit ins Licht. Eine der Botschafterinnen war Zeynab a.s. 

Die Gefangenen waren von Karbala nach Kufeh und dann nach Schaam (Syrien) gebracht worden. Die Hinterbliebenen Imam Husseins mussten viel Leid ertragen und waren in großer Trauer. Aber sie hatten den wichtigen Auftrag, die Botschaft der Bewegung an alle weiterzugeben und allen mitzuteilen, dass das was in der Gesellschaft als Islam galt, weit entfernt vom wahren Islam und von den Lehren des Propehten Gottes ist. Sie mussten darüber aufklären, dass die Ummayaden Gottlosigkeit und die Verdorbenheit in der Gesellschaft verbreitet hatten. 

Von den Muslima der Aschura-Bewegung haben die Frauen aus dem Hause des Imam Husseins eine herausragende Rolle gespielt. Die Frauen und Töchter aus der Familie des Imams, insbesondere Zeynab aleiha salam haben im Gefangenenzug auf dem Weg nach Schaam und auf der Rückkehr nach Medina unterwegs die Bevölkerung über den Aufstand von Aschura aufgeklärt. Sie haben die Gefühle der Menschen berüht und über Imam Hussein und seine Ziele gesprochen. Die Schaulustigen die gekommen waren, um die Gefangenenkarawane zu sehen, wurden von ihnen in Trauer und Wehklagen versetzt. Die Muslimas von Aschura ertrugen die Härten und den Hunger, aber sie gaben nicht ihre Würde auf. Als die Bewohner von Kufeh ihren Kindern Brot und Datteln geben wollte, hat Umm Kulthum, die Schwester Imam Husseins a.s. gerufen: „Ihr Leute! Uns ist es nicht erlaubt, Almosen anzunehmen.“ Auf diese Weise machte sie allen klar, dass die Gefangenen Angehörige des Propheten sind, denn den Angehörigen Propheten ist es nicht erlaubt, Almosen anzunehmen.

Fatima, eine der Töchter Imam Husseins legte eindrucksvoll die Ziele ihres Vaters dar, indem sie aus dem Testament von Hussein Ibn Ali an seinen Bruder Mohammad Ibn Hanifah folgende Worte zitierte: „Ich habe mich nicht erhoben, wegen weltlichen Gelüsten und aus Hochmut und Selbstsucht und Rebellion, und auch nicht für Verdorbenheit und Zerstörung und ebenso wenig für Unterdrückung und Unrecht. Sondern ich habe mich erhoben, um das Volk meines Großvaters Mohammad s. zu heilen. Ich möchte das Gute gebieten und das Schlechte verwehren und nach den Traditionen meines Großvaters (des Propehten) und nach den Sitten meines Vaters Ali Ibn Abi Talib handeln.“

Auch Rubab hat die wahre Identität von Imam Hussein vorgestellt. Rubab war die Gemahlin Imam Husseins a.s. Sie war eine opferbereite gläubige Frau, die den Rang Imam Husseins a.s. kannte und ihn von ganzem Herzen liebte. Sie begleitete Imam Hussein nach Karbala und erduldete alle Strapazen auf dem Weg von Medina nach Mekka und von Mekka nach Karbala. Sie ist Sinnbild der Treue und Aufrichtigkeit und Standhaftigkeit gewesen und hat tapfer den Märtyrertod ihres Gemahls und ihres 6-Monate alten Kindes in Karbala ertragen.

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