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Montag, 05 Dezember 2011 09:57

Der Kampf Imam Husseins und seine Gebete

Der Kampf Imam Husseins und seine Gebete
Bei der Anflehung Gottes tritt die Schwäche des Menschen und seine ausschließliche Beistandssuche bei dem Allmächtigen in Erscheinung und der Geist steigt zu einer Macht empor, die das Wunder des Lebens hervorbrachte.Diese Beistandssuche wurde dem Menschen in die Natur gelegt und daher braucht sein Geist und seine Seele die Beziehung zu ihrem Herrn. Der Betende übt bei seinem Gespräch zu Gott die Bescheidenheit und erreicht innere Ruhe.
Die Gebete von Imam Hussein a.s. sind voller tiefer Bedeutung gewesen. Als er in Mekka war, hat er am Arafat-Tag mit einigen seiner Familie und treuen Gefährten am Rahmat-Berg in Richtung Mekka gestanden und mit erhobenen Händen ein wertvolles Gebet gesprochen. Er lobpreiste Gott, dessen Strafe und dessen Segen keiner fernhalten kann, und der ein Erschaffer ist, mit dem sich keiner messen kann.  

Imam Hussein sagt: „Immer wenn ich Dich gerufen habe, hast Du mir geantwortet; um was ich Dich auch bat, Du hast es mir gewährt; immer wenn ich Dir gehorcht habe, hast Du Dich erkenntlich gezeigt und immer wenn ich mich Dir dankbar zeigte, hast Du die Segnungen an mich vermehrt.

O du überaus Gütiger, Du hast keinen Teilhaber, zu dem ich beten könnte. Es gibt niemanden, der wie Du bist, so dass es mir möglich wäre ihn zu rufen. Ich ruf nur Dich, damit Du mir antwortest und ich richte mein Bittgesuch nur an Dich, damit Du mein Bedürfnis stillst.

Ich wende mich Dir zu, damit Du mich mit Deiner Barmherzigkeit überschüttest, und ich stütze mich auf Dich, damit Du mir Zuflucht gewährst. 

Das gewaltige Geschehen des Aschura-Tages spiegelt zum einen die Tiefe menschlicher Niedertracht wider, denn der Feind hat sich durch seine ausgesprochene Hartherzigkeit gegenüber Imam Hussein und seinen wenigen Gefährten verewigt.

Aber das Aschura-Geschehen hat auch eine andere Seite. In diesem Geschehen wogen auch Größe, Mut, Liebe und Opferbereitschaft und der Einsatz auf dem Wege Gottes. Wir spüren überall in den Worten und den Gebeten Imam Husseins diese Hingabe heraus. Auf dem Weg von Mekka nach Kufa hat Imam Hussein mehrmals darüber gesprochen, wie inkompetent der Herrscher Yazid ist und seinen Ansprachen schickte er immer die Lobpreisung Gottes und ein Gebet voraus. Er möchte allen die Größe Gottes vor Augen halten und ihnen sagen, dass sie sich Gott zuwenden sollen.

Die Nacht zum Aschura-Tag ist im Lager des Imam Hussein mit Mystik, Gebet und Anflehung erfüllt. Am Nachmittag des 9. Tages hatte Umar Ibn Saad, der Befehlshaber der Feinde den Angriff angeordnet, aber der Imam hatte seinen mutigen Bruder Abbas zum Feind geschickt. Abbas sollte sie bitten, das Gefecht auf den nächsten Tag zu verschieben, damit sie in der Nacht Zeit haben, zu Gott zu beten und für ihn das Gebet zu verrichten. Imam Hussein ließ Abbas ausrichten: „Gott der Höchsterhabene weiß, dass ich wegen Ihm das Gebet und das Lesen aus dem Koran liebe.“

Imam Hussein ist Gottes aufrichtiger Diener und liebt die Anflehung und Gottespreisung. Als der Feind eingewilligt hatte, das Gefecht auf den nächsten Tag, den Aschura-Tag zu verschieben zog er sich ins Zelt zurück und verbrachte die Nacht mit Lesungen aus dem Koran, der Bitte um Vergebung und dem Gebet. Dies taten auch seine Gefährten. Man sah den einen Gott anflehen und den anderen in der Niederwerfung oder in der Verbeugung.

Scheych Mofid (11. Jahrhundert n.Chr.) hat in seinem Buch „Irschad“ Imam Sadschad a.s., Sohn des Imam Hussein a.s. zitiert, der gesagt hat: „Ich war damals krank, aber ich hörte wie mein Vater zu seinen Gefährten sagte: Mein höchstes Lob gilt Gott. Ich bin im Glück und im Unglück Ihm dankbar. Gott! Ich lobpreise Dich, dass Du uns (unsere Famiie) mit dem Prophetentum beehrt hast, uns den Koran lehrtest, uns in das Religionsrecht und die Religion einweihtest und uns Ohren und Augen und Herz schenktest. O Herr, lass mich zu denen gehören die danken.

Ich kenne keine besseren und treueren Helfer als meine Gefährten und kenne keine Familie, die gefügiger und der Familie treuer wäre als meine. Gott möge euch einen guten Lohn dafür geben, dass ihr mir helft!“

Das Gebet ist die schönste Manifestation des Bündnisses mit dem Schöpfer. Diese Verbindung stärkt im Kampf auf dem Wege Gottes. 

Über Imam Hussein heißt es im Gebet für seinen Pilgerbesuch: „Ich bekenne, dass du das Gebet zu verrichten und die Zakatabgabe zu zahlen pflegtest.“

Am Aschura-Tag bemerkte Abu Tumamah Saidi , dass die Zeit zum Mittagsgebet begonnen hatte.

Er eilte zu Imam Hussein a.s. und sagte: „O Aba Abdullah! Mein Leben sei dir geopfert! Das Heer des Feindes ist dir nahegerückt und bei Gott – ich muss vor dir getötet werden. Aber ich möchte, bevor ich Gott begegne und zu ihm heimkehre, das Gebet, dessen Zeit nun angebrochen ist, zusammen mit dir verrichten.“

Da hob Imam Hussein a.s. den Kopf zum Himmel und sagte: „Du hast mich an das Gebet erinnert. Gott lasse dich unter denen sein, die das Gebet zu verrichten und die Zakatsteuer zu geben pflegen.

Ja es ist Zeit zum Beten!“ 

Dann sprach der Imam: „Sagt dem Feind, er soll eine Frist gewähren, damit wir das Gebet verrichten.“

Da rief Hassin Ibn Tamim aus dem feindlichen Heer von Kufa: „Euer Gebet ist ungültig!“ Doch Habib Ibn Mazaher, ein treuer Helfer des Imams ließ dies nicht unbeantwortet. Er verwickelte sich mit ihm in ein Gefecht und Hassin Ibn Tamim tötete ihn.

Zuhair Ibn Qain und Said Ibn Abdullah stellten sich als lebendes Schild schützend vor Imam Hussein a.s. und der Imam betete mit der Hälfte seiner Gefährten das Gebet zu Mittag in der besonderen Form, die für eine solche Situation erlaubt ist. 

Als sie beteten, schoss der Feind zahlreiche Pfeile auf sie ab. Und als das Gebet zu Ende war, fiel Said Ibn Abdullah zu Boden und fand den Märtyrertod. 

Dass Imam Hussein a.s. mitten im Gefecht Wert auf die Gebetspflicht legte, zeigt wieder das Motiv seiner Erhebung. Das Ritualgebet gehört im Islam zu den wichtigen Grundsätzen der Religion und ist eine Pflicht, die niemals wegfällt, sondern höchstens verkürzt wird.

Die Beachtung des Gebetsdienstes ist eine vielsagende Botschaft Imam Husseins an seine Anhänger zu allen Zeiten.

Imam Ali a.s., sein Vater hat gesagt: „Lehrt meine Anhänger zwei Eigenschaften: „Die Beachtung der Gebetszeiten und die finanziellen Hilfen an ihre religiösen Brüder und haltet euch von ihnen fern, wenn sie sich nicht danach richten.“

In Wahrheit ist die Liebe zu Gott, dem Reinen und Gepriesenen, der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Erhebung von Hussein.

Selbst kurz vor seinem Märtyrertod, als ihn die Feinde umzingelt hatten, Schweiß und Blut an ihm herabströmte und er alle seine Helfer verloren hatte, beugte er das Haupt ergeben zu Boden und sprach zu Gott: „Ich bleibe geduldig gegenüber deiner Vorsehung. Es gibt keinen Gott außer Dir, o Zuflucht der Zufluchtsuchenden: Es gibt keinen anderen Gott außer dir, ich gedulde mich gegenüber deinem Befehl.“

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