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Dienstag, 31 März 2015 10:30

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 15)

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 15)
Die Schlacht gegen die Banu al-Mustaliq


Er (Imam ´Ali, a.) wurde durch die Banu al-Mustaliq geprüft, und (die Berichte

darüber) sind bei den Gelehrten berühmt. Der Sieg kam durch ihn zustande, nachdem

einige der Leute von den Banu ´Abd al-Muttalib eines Tages getötet worden

waren. Der Fürst der Gläubigen (a.) tötete zwei der Feinde, Malik und dessen Sohn.

Der Prophet (s.) nahm viele Gefangene und teilte sie unter den Muslimen auf.

Unter denen, die eines Tages gefangen genommen wurden, war Dschuwayra bint

al-Harith ibn Abi Dhirar. Die Parole der Muslime am Tage (von der Schlacht gegen

die) Banu al-Mustaliq lautete: „Ya Mansur amit - Oh Siegreicher, bringe den Tod.“

Der Fürst der Gläubigen (a.) nahm Dschuwayra gefangen, und er ging mit ihr zum

Propheten (s.), und der erwählte sie (zu seiner Ehefrau). Ihr Vater kam zum Propheten

(s.), nachdem der Rest der Leute den Islam angenommen hatten und sagte:

„O Gesandter Allahs, meine Tochter soll nicht gefangen genommen werden, denn

sie ist eine edle Frau.“ „Geh und frage sie nach ihrer Wahl“, erwiderte (der Prophet,

s.). „Du bist gut und freundlich“, sagte er (der Vater Dschuwayras). Ihr Vater

ging zu ihr und sagte: „Meine Tochter, entehre nicht deinen Stamm“, doch sie

sagte: „Ich habe Allah und Seinen Gesandten gewählt.“ „Allah hat das für dich

getan“, sagte ihr Vater. Der Gesandte Allahs (s.) befreite sie und nahm sie unter

seine Ehefrauen auf.

Das Abkommen von al-Hudaibiyya

(Der Schlacht gegen) die Banu al-Mustaliq folgte das Ereignis von al-Hudaibiyya.

Das Banner befand sich bei dem Fürsten der Gläubigen (a.), wie es auch bei den

Ereignissen vorher der Fall gewesen war. Die Nachricht über seinen mutigen Einsatz

in den Reihen der Männer im Krieg verbreitete sich weithin. Das war nach dem

Treueid, den der Prophet (s.) von seinen Gefährten (ashab) wie auch ihr Gelöbnis

ihm gegenüber, standhaft zu bleiben, entgegengenommen hatte. Der Fürst der

Gläubigen (a.) nahm anstelle des Propheten (s.) den Treueid von dessen Frauen

entgegen. An jenem Tage war (die Art und Weise) ihres Treueides so, dass er ein

Kleidungsstück zwischen sich und sie warf und mit seiner Hand darüber strich, und

sie leisteten dem Propheten (s.) den Treueid, indem sie (mit der Hand) über das

Kleidungsstück strichen. Daraufhin strich der Gesandte Allahs (s.) über das Gewand

von ´Ali ibn Abi Talib (a.). Noch andere Dinge sind mit dem Ereignis von al-

Hudaibiyya verbunden wie folgt:

Als Suhail ibn ´Amr sie sah, dass sich die Dinge gegen ihn (und seine Leute) wandten,

bat er dem Propheten (s.) demütig um Frieden, und dieser bekam die Offenbarung,

dass er darauf eingehen und den Fürsten der Gläubigen (a.) an jenem Tage zu

seinem Schreiber machen sollte, damit er das Friedensabkommen mit seiner Handschrift

niederschreiben sollte. Der Prophet (s.) sagte zu ihm: „Schreibe auf, ´Ali:

‚Bismillahi-r-Rahmani-r-Rahim - im Namen Allahs, Des Gnädigen, Des Barmherzigen.‘“

„Da ist etwas zwischen dir und mir geschrieben worden, Muhammad“,

sagte Suhail ibn ´Amr, „so beginne mit etwas, das wir kennen, so schreibe: ‚Bismika

allahumma - in Deinem Namen, o Allah‘. Der Gesandte Allahs (s.) sagte zu dem

Fürsten der Gläubigen (a.): „Radiere aus, was du geschrieben hast, und schreibe:

‚Bismika allahumma - in Deinem Namen, o Allah.‘“ „Wenn nicht mein Gehorsam

dir gegenüber wäre, o Gesandter Allahs“, sagte der Fürst der Gläubigen, „dann

würde ich ‚Im Namen Allahs, Des Gnädigen, Des Barmherzigen‘ nicht ausradieren“,

dann radierte er es aus und schrieb: „In Deinem Namen, o Allah.“ „Schreibe

auf:“ sagte der Prophet (s.), „Das ist das Abkommen, das zwischen Muhammad,

dem Gesandten Allahs, und Suhail ibn ´Amr getroffen wurde.“ „Wenn ich dem,

was da zwischen uns geschrieben wurde, stattgeben würde“, wandte Suhail ein,

„dann würde ich damit dein Prophetentum akzeptieren! Und es ist gleich, ob ich

das aus Überzeugung gegen mich selber bezeugen oder es nur mit meiner Zunge

äußern würde. Radiere diesen Namen aus und schreibe: ‚Das ist das, wozu Muhammad

ibn ´Abdallah seine Zustimmung gegeben hat.‘ “Wahrlich, bei Allah, er

ist wirklich der Gesandte Allahs, trotz deiner Arroganz“, sagte der Fürst der Gläu86

bigen (a.). „Schreibe seinen Namen als eine Bedingung, die erfüllt werden muss“,

beharrte Suhail. „Wehe dir, Suhail“, sagte der Fürst der Gläubigen (a.), „lasse ab

von deiner Halsstarrigkeit.“ „Radiere es aus, ´Ali“, sagte der Prophet. „Gesandter

Allahs“, sagte ´Ali, „meine Hand wird sich nicht bewegen, um deinen Namen

auszuradieren, der dein Prophetentum ausdrückt.“ „Dann lege meine Hand darauf“,

sagte er (der Prophet, s.), und der Gesandte Allahs (s.) radierte es mit seiner

eigenen Hand aus und sagte zu dem Fürsten der Gläubigen (a.): „Du wirst aufgefordert

werden, das Gleiche zu tun, und du wirst es tun, auch wenn es dir Schmerzen

verursacht.“ Der Fürst der Gläubigen (a.) vervollständigte das Dokument. Als

das Friedensabkommen vervollständigt worden war, leistete der Gesandte Allahs

(s.) sein Schlachtopfer an dem Ort, an dem er war.

Das System der Organisation dieser Schlacht hing vom Fürsten der Gläubigen (a.)

ab. Alles, was sich darin abspielte, einschließlich des Treueides, des Anordnens der

Leute in Reihen für die Schlacht und daraufhin (das Abkommen für den) Waffenstillstand,

wie auch des Niederschreibens des Ganzen, war alles auf den Fürst der

Gläubigen (a.) zurückzuführen. Das war, was Allah eingerichtet hatte wie das Ersparen

von Blutvergießen und das Wohlergehen der islamischen Sache. Die Menschen

haben über ihn in dieser Schlacht berichtet, zusätzlich zu dem, was wir erwähnt

haben - zwei herausragende Tugenden, durch die er sich auszeichnete, und

die zu seinen großen Tugenden und umfangreichen Ruhmestaten hinzugefügt wurden.

Ibrahim ibn ´Umar berichtete von seinen Männern, von Qayid, dem Gefolgsmann

von ´Abdallah ibn Salim, welcher berichtete: Als der Gesandte Allahs (s.) zu der

´Umra von al-Hudaibiyya aufbrach, machte er bei Dschuhfa Halt, und er fand dort

kein Wasser. Er schickte Sa´d ibn Malik mit Wassersäcken, jedoch Sa´d kehrte

zurück, nachdem er nicht weit gegangen war und sagte: „O Gesandter Allahs, ich

konnte nicht weitergehen. Meine Füße stoppten aus Furcht vor dem Feind.“ „Setz

dich“, sagte der Prophet (s.). Dann schickte er einen anderen Mann los, und er ging

mit den Wassersäcken, bis er an den Ort kam, an den (schon) der Erste (seinen

Weg) beendet hatte, und kehrte (ebenfalls) zurück. „Warum bist du zurückgekommen?“,

fragte ihn der Prophet (s.). „Bei Dem, Der dich mit der Wahrheit gesandt

hat, ich konnte vor Furcht nicht weitergehen.“ Da rief der Gesandte Allahs (s.) ´Ali

ibn Abi Talib (a.) und schickte ihn mit den Wassersäcken los. Diejenigen, die durstig

waren, kamen heraus, jedoch beklagten sie sich nicht über seine Rückkehr, da

sie gesehen hatten, wie seine Vorgänger (unverrichteter Dinge) zurückgekommen

waren. ´Ali (a.) machte sich mit den Wassersäcken auf den Weg, bis er nach al-

Harar kam, und schöpfte (dort) Wasser. Dann ging er damit zum Propheten (s.),

und es gab Jubelschreie dafür. Der Prophet (s.) sagte „Allahu Akbar - Allah ist am

Größten“, und er erbat (von Allah) Gutes für ihn.

Bei dieser Schlacht kam Suhail ibn ´Amr zum Propheten und sagte zu ihm: „Muhammad,

unsere Sklaven haben sich dir angeschlossen, gib sie uns zurück.“ Der

Prophet wurde so ärgerlich, dass sein Ärger an seinem Gesicht sichtbar wurde. Er

sagte: „Lasst ab, ihr Quraisch, oder ich werde euch einen Mann schicken, dessen

Herz Allah (bereits) auf seinen Glauben geprüft hat, der eure Nacken treffen wird

der Religion gemäß.“ Einer der Anwesenden sagte: „O Gesandter Allahs, ist Abu

Bakr dieser Mann?“ „Nein“, sagte er (der Prophet). „Und ´Umar‘?“, fragte jemand.

„Nein“, antwortete der Prophet, „sondern der, der in (seinem) Zimmer Sandalen

flickt“, und die Leute rannten zu dem Zimmer, um zu sehen, wer der Mann

denn sei, und da sahen sie den Fürsten der Gläubigen, ´Ali ibn Abi Talib (a.).

Eine Gruppe von Männern berichteten dieses, beruhend auf der Aussage des Fürsten

der Gläubigen (a.), und sie sagten darin, dass ´Ali (a.) diese Geschichte berichtete,

dann sagte er: „Ich hörte den Gesandten Allahs (s.) sagen: „Wer gegen ´Ali

vorsätzlich lügt, wird einen Platz im Feuer bekommen.“1 Das, was der Fürst der

Gläubigen (a.) reparierte, war der Riemen einer der Sandalen des Propheten (s.) Er

war gerissen, und er flickte ihn.

Isma´il ibn ´Ali al-Ammi berichtete von Na´il ibn Nadschih, von ´Amr ibn Schimr,

von Dschabir ibn Yazid, von Abu Dscha´far, von seinem Vater (a.), welcher berichtete:

„Der Riemen der Sandale des Gesandten Allahs (s.) war gerissen, und er gab

sie ´Ali (a.), damit er sie flickte. Dann ging er mit einer Sandale etwa einen Pfeilwurf

weit. Er ging zu seinen Gefährten und sagte: „Einer von euch wird sich für die

Auslegung (des Qur´an) einsetzen, wie er sich mit mir für seine Herabsendung

eingesetzt hat.“ „Bin ich dieser, o Gesandter Allahs?“, fragte Abu Bakr. „Nein“,

antwortete er. „Und ich, o Gesandter Allahs?“, fragte ´Umar. „Nein“, war die

Antwort. Da hörten die Leute auf (zu fragen) und schauten einander an. Da sagte

der Gesandte Allahs (s.): „Vielmehr ist es derjenige, der die Sandale flickt“, und er

wies auf ´Ali ibn Abi Talib (a.): „Er wird sich für die Auslegung (des Qur´ans)

einsetzen, wenn meine Sunna aufgegeben und verworfen werden wird, wenn das

Buch Allahs verdreht werden wird, und wenn diejenigen über die Religion sprechen

werden, die kein Recht dazu haben. ´Ali (a.) wird sie bekämpfen, um die Religion

Allahs, Des Erhabenen, zu beleben.“


Die Schlacht von Chaibar

Nach dem Ereignis von al-Hudaibiyya folgte Chaibar, und der Sieg darin gehörte

(wiederum) zweifelsohne dem Fürsten der Gläubigen (a.). Die Berichte, die darüber

gesammelt worden waren, zeigen seinen großen Verdienst in dieser Schlacht und

charakterisieren ihn in seinen Eigenschaften als einzigartig, die von niemanden

geteilt wurden.

Muhammad ibn Yahya al-Azdi berichtete von Mas´ada ibn Alyasa‘ und

´Ubaidullah ibn ´Abd al-Rahim, von ´Abd al-Malik ibn Hischam und Muhammad

ibn Ishaq und anderen Traditionisten (ashab-al-athar), die sagten: „Als der Gesandte

Allahs (s.) sich Chaibar näherte, sagte er: ‚Haltet an‘, und die Leute hielten an.

Er erhob seine Hände zum Himmel und sagte: ‚O Allah, Herr der sieben Himmel

und was sie überschatten, und Herr der sieben Erden und was sie enthalten. Herr

der Satane und was sie irreführen, ich bitte Dich um das Gute für dieses Dorf und

um das Gute, was es enthält, und nehme meine Zuflucht zu Dir vor dem Übel und

dem Übel, was es (das Dorf) enthält.‘ Dann ließ er sich unter einem Baum (an

diesem Platz) nieder. Er blieb dort, und (auch) wir blieben dort für den Rest des

Tages.‘“1

Am Mittag (des nächsten Tages) rief uns ein Rufer des Gesandten Allahs (s.), und

wir versammelten uns bei ihm. Ein Mann saß bei ihm. Er sagte: „Dieser Mann kam

zu mir, als ich schlief. Er zog mein Schwert und sagte: ‚Muhammad, wer schützt

dich heute vor mir?‘ Ich sagte: ‚ Allah wird mich vor dir schützen‘, und er steckte

das Schwert in die Scheide und saß da, wie ihr seht, ohne sich zu bewegen.“ ‚O

Gesandter Allahs, vielleicht ist etwas mit seinem Verstand‘, sagten wir. ‚ Ja‘, erwiderte

der Gesandte Allahs (s.), ‚lasst ihn.‘ Dann wandte er sich von ihm ab und

widmete ihm keine Aufmerksamkeit mehr.

Der Gesandte Allahs (s.) belagerte Chaibar für mehr als zwanzig Nächte, und in

jenem Tage war das Banner in der Hand des Fürsten der Gläubigen (a.). Eine Augenentzündung

hatte ihn befallen, die ihn vom Krieg abhielt. Die Muslime pflegten

die Juden vor ihren Festungen und von den Seiten anzugreifen. Eines Tages eroberten

sie das Tor und hoben um sich herum einen Graben aus. Da kam Marhab zu

Fuß auf sie zu, um ihnen im Kampf entgegenzutreten.

Der Gesandte Allahs rief Abu Bakr und sagte zu ihm: „Nimm du das Banner“, und

dieser nahm es mit einer Anzahl von Muhadschirun, und sie kämpften, ohne etwas

bewirken zu können, und er (Abu Bakr) kehrte zurück und tadelte die Leute, die

ihm gefolgt waren, und sie machten ihm Vorwürfe. Am nächsten Tag gab er (der

Prophet) (das Banner) ´Umar. Dieser ging nicht weit damit, dann kehrte er zurück,

während er seine Gefährten der Feigheit bezichtigte, und sie machten ihm den gleichen

Vorwurf.

Da sagte der Prophet (s.): „Dieses Banner ist nicht für den, der es getragen hat,

bestimmt, über den man sich bei mir wegen Feigheit beklagen kann. Es ist für ´Ali

ibn Abi Talib.“ „Er hat entzündete Augen“, wurde ihm entgegnet. „Lasst mich ihn

sehen“, sagte er, „und ihr werdet mir einen Mann zeigen, der Allah und Seinen

Gesandten liebt, und den Allah und Sein Gesandter lieben. Er nimmt sie (die Flagge)

auf rechte Art, und er wird nicht fliehen.“ Sie brachten ´Ali (a.) und führten ihn

zu ihm. „Was fehlt dir, ´Ali?“, fragte der Prophet (s.). „Ich habe entzündete Augen,

so dass ich nicht sehen kann, und Kopfschmerzen“, erwiderte er. „Setz dich und

lege deinen Kopf auf meinen Oberschenkel“, sagte (der Prophet). ´Ali (a.) tat dies,

und der Prophet (s.) betete für ihn. Er spuckte in seine Hand und rieb damit über

seine (´Alis, a.) Augen und Kopf. Er öffnete seine Augen, und die Kopfschmerzen,

die er gehabt hatte, wurden gelindert. Er (der Prophet, s.) hatte in seinem Bittgebet

gesprochen: „O Allah, schütze ihn vor Hitze und Kälte.“

Er gab ihm das Banner - und das Banner war weiß - und sagte zu ihm: „Nimm das

Banner und gehe damit los. Dschibril (a.) ist bei dir, und der Sieg liegt vor dir, und

Schrecken ist in den Herzen der Feinde verbreitet, und wisse - o ´Ali - dass sie in

ihrem Buch gefunden haben, dass derjenige, der sie zerstören wird, Ilya heißt.

Wenn du sie triffst, dann sage: „Ich bin ´Ali, dann werden sie ablassen, so Allah

will.“

´Ali (a.) berichtete weiter: „Ich ging damit (mit dem Banner), bis ich zur Festung

kam. Marhab kam hervor, er trug einen Helm, in den ein Stein ein Loch gebohrt

hatte und so das Weiße an seinem Kopf zeigte, und er rezitierte: „Chaibar weiß,

dass ich Marhab bin, ich trage meine Waffe als ein Held, der auf die Probe gestellt

worden war. Ich bin der, den meine Mutter einen Löwen genannt hat, ein Löwe der

Wälder, mit großer Härte. Ich werde euch mit meinem Schwert das Gewicht eines

abgeschnittenen Ohres aufwiegen.“ Wir kämpften mit dem Schwert, ich sprang auf

ihn zu und traf ihn. Ich durchschnitt das Loch im Helm und durch seinen Kopf, so

dass mein Schwert seine Zähne erreichte, und er fiel tot um.“

In der Überlieferung wird berichtet, dass der Fürst der Gläubigen (a.) sagte: „Ich

bin ´Ali ibn Abi Talib.“ Einer der Rabbiner der Leute sagte: „Bei dem, was zu

Musa herabgesandt worden ist, ihr werdet besiegt werden“, und in ihre Herzen

zog Schrecken ein, so dass sie es nicht zu ertragen vermochten. Als der Fürst der

Gläubigen (a.) Marhab getötet hatte, zogen die, die mit Marhab gewesen waren, ab

und verriegelten das Tor zur Festung vor ihm. Der Fürst der Gläubigen (a.) ging

dagegen an, und er bearbeitete es so lange, bis er es geöffnet hatte, jedoch die meis90

ten Leute auf der einen Seite des Grabens kamen nicht mit ihm mit. Der Fürst der

Gläubigen (a.) nahm das Tor und benutzte es als eine Brücke über den Graben, so

dass sie ihn überqueren und die Festung erobern konnten. Sie bemächtigten sich der

Kriegsbeute. Als sie sich von der Festung abwandten, nahm der Fürst der Gläubigen

(a.) (das Tor) in seine rechte Hand und schleuderte es mehrere Meter über die

Erde. Normalerweise bedurfte es zwanzig Männer, um jenes Tor zu schließen.

Als der Fürst der Gläubigen (a.) die Festung erobert und Marhab getötet und nachdem

Allah den Muslimen ihr (der Juden) Eigentum als Kriegsbeute geschenkt hatte,

bat Hassan ibn Thabit den Gesandten Allahs (s.) um Erlaubnis, ein Gedicht vortragen

zu dürfen. „Sprich (es)“, sagte er (der Prophet). Er rezitierte:

„´Ali hatte eine Augenentzündung und brauchte Medizin,

doch er fand niemanden, der ihn heilte.

Der Gesandte Allahs heilte ihn mit Speichel, und er segnete den Heilenden,

und Er segnete den Geheilten.

Er sagte:

‚Heute werde ich das Banner einem tapferen und unerschrockenen Mann geben,

der den Gesandten Allahs als ein Anhänger liebt.

Er liebt meinen Gott, und sein Gott liebt ihn.

Durch ihn eroberte Allah die Festung und gab sie zu Allah zurück.

Er zeichnete dadurch ´Ali vor allen Geschöpfen aus,

und er bezeichnete ihn als seinen Helfer und sein Bruder.“

Die Chronisten (ashab al-athar) überlieferten von al-Hassan ibn Salih, von

A´masch, von Abu Ishaq, von Abu ‚Abdillah al-Dschadali, welcher berichtete:

„Ich hörte den Fürsten der Gläubigen (a.) sagen: ‚Als ich das Tor von Chaibar

niederriss, benutzte ich es als Schild und kämpfte damit gegen die Feinde. Als

Allah sie demütigte und ich das Tor als Brücke zu ihrer Festung nutzte, warf ich es

in den Graben.‘ Ein Mann fragte ihn: ‚Wie konntest du dieses Gewicht tragen?‘

‚Es war nicht mehr als mein Schild, den ich bei anderen Gelegenheiten trug.‘“1

Die Biographen (über das Leben) des Propheten (s.) berichteten, dass als die Muslime

Chaibar verließen, sie das Tor zu tragen versuchten. Es konnte nur von siebzig

Männern getragen werden.2

Über den Fürsten der Gläubigen, wie er das Tor trug, sagte ein Dichter:

„Wahrhaftig, ein Mann, der ein riesiges Tor trug bei Chaibar

am Tage (der Schlacht gegen) die Juden.

Er trug das große Tor, ein Tor, was das Tor zu den unruhigen Herzen ist,

als die Muslime und die Leute von Chaibar antraten.

Er warf es hin, und es brauchte siebzig Männer,

um wieder die Last aufzuheben, und alle strengten sich an.

Sie hoben es mit größter Anstrengung und Mühe auf

und unter gegenseitigem Anfeuern.“

Der Schlacht von Chaibar folgten Szenen, die nicht wie die waren, die ihnen vorangegangen

waren. Wir werden uns ihnen (kurz) zuwenden. Sie bestehen mehrheitlich

aus Missionen, an denen der Gesandte Allahs (s.) nicht teilgenommen hatte,

und ihre Bedeutung war nicht so groß wie die Bedeutung derer, die ihnen vorausgegangen

waren. (Dies war) aufgrund der Schwäche des Feindes und der Tatsache,

dass manche Muslime andere dafür nicht (zur Hilfe) benötigten. Wir haben darauf

verzichtet, sie (diese Szenen) aufzuzählen, obwohl der Fürst der Gläubigen (a.) an

allen von ihnen einen reichlichen Anteil in Wort und Tat hatte.

Dann folgte die Eroberung Mekkas1, und dadurch wurde das Werk des Islams gestärkt,

und (der Weg der Religion) wurde dank dessen, was Allah dem Propheten

(s.) verliehen hatte, geebnet. Das Versprechen, das Allah vorher mit Seinen Worten

gegeben hatte: „Wenn die Hilfe Allahs kommt und der Sieg,....“2 sowie „Ihr würdet

gewisslich, so Allah will, in die Heilige Moschee eintreten in Sicherheit, mit geschorenem

Haupt oder mit kurz geschnittenem Haar; ihr würdet keine Furcht

haben.3“

(Aller) Augen richteten sich darauf, und Hälse wurden (in Erwartung dessen) danach

lang ausgestreckt. Der Prophet organisierte die Angelegenheit, indem er seine

Reise nach Mekka geheim hielt, und dadurch, dass er seine Entschlossenheit zu

seinem Wunsch vor den Einwohnern (Mekkas) verbarg. Er bat Allah, Den Erhabenen,

darum, dass Er die Informationen darüber vor den Mekkanern geheimhalten

möge, damit er sie durch sein Einmarschieren dorthin überraschen konnte. Unter

der Gemeinde war derjenige, dem dieses Geheimnis anvertraut wurde, der Fürst der

Gläubigen, ´Ali ibn Abi Talib (a.). Er war der Partner des Gesandten Allahs (s.) in

dieser Idee. Dann berichtete es der Prophet (s.) einer anderen Gruppe. Die Sache

wurde veranlasst hinsichtlich der Umstände, in all denen der Fürst der Gläubigen

(a.) einzigartig in seinen Verdiensten war, die niemand mit ihm teilte unter den

Leuten.

Als Hatib ibn Abi Balta´a - und er war ein Mekkaner, und er hatte mit dem Propheten

(s.) bei Badr gekämpft - den Mekkanern einen Brief schrieb, in denen er sie

über das Geheimnis des Gesandten Allahs (s.) informierte, dass er zu ihnen kommen

würde, kam die Offenbarung auf den Gesandten Allahs nieder (und informierte

ihn darüber), was Hatib getan hatte und dass er einen Brief an die Feinde geschrieben

hatte. Der Gesandte Allahs (s.) lenkte dieses durch den Fürsten des Gläubigen

´Ali ibn Abi Talib (a.) wieder in die richtige Bahn. Wenn (die Situation) nicht

durch ihn gerettet worden wäre, dann wäre die Organisation verdorben worden, von

der der gesamte Sieg der Muslime abhing. Ein Bericht darüber ist bereits gegeben

worden, und es ist nicht nötig, dass wir ihn wiederholen.

Abu Sufyan kam nach Medina, um den Vertrag zwischen dem Gesandten Allahs

(s.) und den Quraisch zu erneuern, nachdem (der Vorfall) mit den Bani Bakr gegen

die (Bani) Chuza´a geschehen war, als sie die getötet hatten, die (zuvor) einige von

ihnen getötet hatten. Abu Sufyan wollte seine frühere (Position) im Volk verbessern.

Er fürchtete sich vor der Hilfe des Gesandten Allahs (s.) für sie (die Bani

Chuza´a), und er sorgte sich, was mit ihnen (den Quraisch) am Tage der Eroberung

(Mekkas) passieren würde. Er ging zum Propheten und sprach mit ihm darüber,

doch er (der Prophet) gab ihm keine Antwort. Er stand von ihm auf, und er traf Abu

Bakr und packte ihn. Er dachte, dass er das, was er vom Propheten (s.) wollte,

durch ihn erreichen könnte, und er bat ihn, mit ihm zu sprechen. Er (Abu Bakr)

sagte: „Ich kann das nicht tun“, denn er wusste, dass sein Bitten nichts nützen

würde. Dann nahm Abu Sufyan an, dass ´Umar ibn Chattab (den Einfluss) haben

würde, von dem er gedachte hatte, dass Abu Bakr ihn besäße, und sprach mit ihm

darüber, doch (der letztere) schob ihn beiseite mit einer Härte und Rohheit, die fast

die (gute) Meinung über den Propheten (s.) verdorben hätte.

Er wandte sich zum Hause des Fürsten der Gläubigen (a.). Er fragte um Erlaubnis

(eintreten zu dürfen), und ihm wurde die Erlaubnis gegeben. Bei ihm (´Ali, a.)

waren Fatima, al-Hassan und al-Hussain (a.), und er sagte: „´Ali, du stehst mir

unter den Leuten am nächsten hinsichtlich Verwandtschaft, und du bist mir der

Nächste unter ihnen. So bin ich zu dir gekommen, schicke mich nicht so enttäuscht

fort, wie ich gekommen bin. Lege für mich bei dem Gesandten Allahs (s.) ein gutes

Wort ein wegen dem, was ich von ihm erbitte.“ Er (´Ali, a.) sagte: „Wehe dir, Abu

Sufyan, wenn der Gesandte Allahs eine Sache entschieden hat, dann können wir

nicht mit ihm darüber sprechen.“ Abu Sufyan wandte sich an Fatima (a.) und sagte

zu ihr: „Tochter Muhammads, kannst du deinen Söhnen sagen, dass sie mir unter

den Leuten Schutz gewähren, dann werden sie die Herren der Araber bis ans Ende

aller Zeiten sein.“ „Meine Söhne haben noch nicht das Alter erreicht, um dir unter

den Leuten Schutz zu gewähren, und niemand wird gegen den Gesandten Allahs

(s.) Schutz gewähren“, antwortete sie. Abu Sufyan war verwirrt und bestürzt. Dann

ging er auf den Fürsten der Gläubigen (a.) zu und sagte: „Abu al-Hassan, ich sehe,

dass die Dinge zweifelhaft für mich sind, so gib mir einen Rat.“ „Ich sehe nichts,

was dir nützen könnte. Aber du bist der Führer der Banu Kinana, so erhebe dich

und gewähre den Leuten Sicherheit. Dann gehe zurück zu deinem Land.“ „Bist du

der Meinung, dass das mir helfen wird?,“ fragte er. „Nein, bei Allah, das glaube

ich nicht“, sagte er (´Ali, a.), „aber ich kann für dich nichts (anderes) finden, außer

diesem.“ Abu Sufyan stand in der Moschee auf und sagte: „O Leute, ich bin

gekommen, um unter den Leuten Sicherheit zu gewähren.“ Dann bestieg er sein

Kamel und ritt fort.

Als er zu den Quraisch kam, sagten sie zu ihm: „Wie ist (die Situation), die du

hinter dir gelassen hast?“ „Ich ging zu Muhammad“, sagte er, „und ich habe mit

ihm gesprochen. Bei Allah, er hat mir keine Antwort gegeben. Dann ging ich zu

Ibn Abi Quhafa (Abu Bakr), und ich fand nichts Gutes bei ihm. Dann traf ich Ibn

al-Chattab, und ich fand ihn hart und roh, ohne Güte. Danach ging ich zu ´Ali,

und ich fand ihn am freundlichsten von den Leuten zu mir. Er wies mich auf eine

Sache hin, und das tat ich. Bei Allah, ich weiß nicht, ob es mir etwas nützen wird

oder nicht.“ „Was hat er dir geboten?“, fragten sie. „Er gebot mir“, erwiderte er,

„dass ich unter den Leuten eine Schutzfunktion wahrnehme, und das tat ich.“ „Hat

Muhammad das (auch) erlaubt?“, fragten sie. „Nein“, erwiderte er. „Wehe dir, bei

Allah!“, riefen sie, „der Mann hat nichts getan, als mit dir zu spielen, und das

nützt dir nichts.“ Abu Sufyan sagte: „Nein, bei Allah, (aber) ich habe nichts anderes

gefunden.“

Die Haltung des Fürsten der Gläubigen (a.) gegenüber Abu Sufyan war die angemessenste

hinsichtlich der Erfüllung der Angelegenheit der Muslime und (hinsichtlich)

bester Planung. Durch ihn (Imam Ali, a.) brachte er (Abu Sufyan) bei den

Leuten etwas für den Propheten zustande, wozu er (Abu Sufyan) nicht in der Lage

gewesen wäre, wenn er nicht (den Leuten) hätte zeigen können, dass er (Imam Ali,

a.) ihn in seiner Stellung bestätigte. Das erreichte er (Imam ´Ali, a.) auch durch

seine Freundlichkeit ihm gegenüber, so dass er (Abu Sufyan) glaubte, als er Medina

verließ, etwas erreicht zu haben. Durch seine Abreise unter diesen Umständen

nahm er davon Abstand, seinen Plan auszuführen, mit dem er die Planung des Propheten

(s.) durcheinander gebracht hätte. Denn, wenn er (Imam ´Ali, a.) ihn in

Verzweiflung zurückgelassen hätte, wie es die beiden Männer1 getan hatten, dann

hätte er die Meinung der Leute aufs Neue bekräftigt, gegen ihn (den Propheten)

Krieg zu führen und sich vor ihm zu wappnen, wie es ihnen (nun) nicht (mehr)

einfiel, nachdem Abu Sufyan ihnen (die Nachricht) gebracht hatte, was er für sie

getan hatte. Oder er wäre in Medina geblieben, um sein Ziel zu erreichen, die Fürsprache

des Propheten (s.) zu erlangen. Dadurch hätte er erneut versucht, den Propheten (s.) von den Quraisch abzuhalten oder ihn an ihnen scheitern lassen, so dass

er (der Prophet, s.) das, was er wollte, nicht erreicht hätte. Der Erfolg Allahs war

mit der Einstellung des Fürsten der Gläubigen (a.) verbunden, was er für richtig

hielt hinsichtlich des Umgangs mit Abu Sufyan, da er dadurch den Propheten (s.) in

die Lage versetzte, Mekka zu erobern, wie er es gewünscht hatte.

Als der Gesandte Allahs (s.) Sa´d ibn ´Ubada befohlen hatte, in Mekka mit dem

Banner einzuziehen, wurde er gegen die Leute zornig und zeigte ihnen die Wut, die

er gegen sie hegte. Er sagte, während er einzog: „Heute ist der Tag des Schlachtens,

heute ist der Tag, an dem jede Frau gefangen genommen wird.“

´Abbas (r.) hörte dies und sagte zum Propheten (s.) : „Hörst du nicht, was Sa´d ibn

´Ubada sagt? Ich bin nicht sicher, ob er sich nicht auf die Quraisch stürzen wird“,

und der Prophet (s.) sagte zu dem Fürsten der Gläubigen (a.) : „Gehe zu Sa´d und

nimm ihm das Banner weg, und marschiere du damit in Mekka ein“, und der Fürst

der Gläubigen (a.) ging zu ihm und nahm es ihm weg, und Sa´d hinderte ihn nicht

daran.

Der Schaden in dieser Sache, der von Sa´d verursacht worden wäre, wurde vom

Fürsten der Gläubigen (a.) beseitigt, und der Gesandte Allahs (s.) betrachtete niemanden

unter den Muhadschirun und den Ansar als geeignet, dem Führer der Ansar

das Banner abzunehmen, außer den Fürsten der Gläubigen (a.). Er wusste, dass

wenn irgendjemand anders diese Aufgabe übernommen hätte, Sa´d ihn gehindert

hätte und dass durch diese Weigerung der Plan verdorben worden und zu einem

Wortgefecht zwischen den Ansar und den Muhadschirun geführt hätte. Denn Sa´d

hätte sich nie von irgendeinem der Muslime von seinem Posten herunterholen lassen,

noch von allen (anderen) Menschen (zusammen), außer vom Propheten (s.),

und es wäre für den Gesandten Allahs keine gute Entscheidung gewesen, wenn er

das Banner selbst genommen hätte. So ernannte er jemanden, der wirklich seinen

Platz einnehmen konnte und nicht von ihm (dem Propheten, s.) unterschieden werden

konnte, jemand unter den (Leuten), dem Gehorsam gezollte werden musste wie

keinem anderen, und er sah niemand anderen, der ihm an Rang gleichgestellt wäre.

Niemand teilte die Eigenschaften, die den Fürsten der Gläubigen (a.) auszeichneten,

noch war irgendjemand ihm gleich. Es war eine Lektion von Allah, dem

Allerhöchsten und Seines Gesandten im Hinblick auf die Erfüllung des öffentlichen

Interesses durch die Entsendung des Fürsten der Gläubigen vor allen anderen. Dies

zeigte seine Wahl in wichtigen Angelegenheiten, wie es auch eine Lektion von

Allah, Dem Erhabenen, war hinsichtlich dessen, den Er für das Prophetentum und

die Vervollkommnung des öffentlichen Wohls erwählt hatte, indem Er ihn gesandt

hatte. Das zeigte, dass sie (beide) die besten aller Geschöpfe waren.

Der Gesandte Allahs (s.) verpflichtete die Muslime bei seinem Aufbruch nach

Mekka dazu, nur diejenigen zu töten, die sie bekämpft hatten. Er garantierte denjenigen

Sicherheit, die sich an dem Tuch der Kaaba (astar al-Ka´ba) festhielten, außer

einer Gruppe, die ihm Schaden zugefügt hatte. Unter denen waren: Miqiyas ibn

Suhaba, Ibn Chatal ´Abd al-´Uzza und Ibn Abi Sarh sowie zwei Sängerinnen, die

beleidigende Lieder über den Gesandten Allahs (s.) wie auch Trauerlieder über die

(gefallen Mekkaner) von Badr gesungen hatten. Der Fürst der Gläubigen ´Ali ibn

Abi Talib (a.) tötete eine der beiden Sängerinnen und die andere floh, bis Zuflucht

für sie gefunden wurde. Ein Reiter erwischte sie bei Abtah im Regierungsbereich

´Umar ibn al-Chattabs und tötete sie. Der Fürst der Gläubigen (a.) tötete auch al-

Huwairith ibn Nufais ibn Ka´b. Er gehörte zu denjenigen, die dem Gesandten Allahs

(s.) in Mekka Schaden zugefügt hatten.

Er (Imam ´Ali, a.) erfuhr, dass seine Schwester Umm Hani´ einigen Leuten der

Banu Machzum Unterschlupf gewährt hatte, einschließlich al-Harith ibn Hischam

ibn Qais ibn al-Sa´ib. Er machte sich auf zu ihrem Haus, und er war maskiert durch

einen eisernen Helm, und er rief: „Treibt die heraus, denen ihr Unterschlupf gewährt

habt“, und sie taten - bei Allah - wie die Truppen, die vor Angst Kot lassen.

Umm Hani‘ kam heraus, und sie erkannte ihn nicht-und sagte: „Diener Allahs, ich

bin Umm Hani´, eine Cousine des Gesandten Allahs (s.). Ich bin die Schwester Ali

ibn Abi Talibs, gehe weg von meinem Haus.“ „Holt sie heraus“, sagte der Fürst

der Gläubigen, und sie sagte: „Bei Allah, ich werde mich bei dem Gesandten Allahs

über dich beschweren“, da nahm er seinen Helm ab, und da erkannte sie ihn.

Sie kam auf ihn zu, bis sie ihn umarmen konnte. Sie sagte: „Möge ich dein Opfer

sein, ich habe geschworen, dass ich mich bei dem Gesandten Allahs (s.) über dich

beklagen werde“, und er sagte zu ihr. „Geh und löse deinen Schwur ein, er ist auf

der Höhe des Tals.“ Umm Hani berichtete weiter: „Ich ging zu dem Propheten (s.),

und er war in einem Zelt und wusch sich. Fatima (a.) schirmte ihn (vor Blicken)

ab. Als der Gesandte Allahs (s.) meine Stimme hörte, sagte er: ‚Willkommen, Umm

Hani!’“ Sie sagte: „Bei meinem Vater und meiner Mutter, ich beklage mich bei dir

darüber, was mir vonseiten Alis heute passiert ist.“ Der Gesandter Allahs (s.) sagte:

„Hast du denen nachbarlichen Schutz gewährt, von denen es berichtet wird?“

Dann sagte Fatima (a.) : „Du bist nur gekommen, um dich über Ali zu beschweren,

weil er die Feinde Allahs und dessen Gesandten eingeschüchtert hat!“ „Allah hat

´Ali seine Anstrengungen vergolten“, sagte der Gesandte Allahs (s.), „und ich

gewähre demjenigen Schutz, dem Umm Hani Schutz gewährt hat, wegen ihres

(verwandtschaftlichen) Verhältnisses zu Ali ibn Abi Talib.“

Als der Gesandte Allahs (s.) die Moschee betrat, fand er dort dreihundertsechzig

Götzen vor. Manche waren mit Blei miteinander verschmolzen, und er sagte zum

Fürsten der Gläubigen (a.): „Gib mir eine Handvoll Kieselsteine“, und der Fürst

der Gläubigen (a.) sammelte eine Handvoll davon und gab sie ihm. Dann warf er

sie auf sie (die Götzen) und sagte: „Sprich: Die Wahrheit ist gekommen, und das

dahingeschwunden ist das Falsche. Siehe, das Falsche schwindet schnell.“ 1 Alle

Götzen fielen auf ihre Gesichter, dann befahl er, dass sie aus der Moschee entfernt,

hingeworfen und zerbrochen werden sollten.

In den Taten des Fürsten der Gläubigen, die wir erwähnten, hinsichtlich der Feinde

Allahs, die er in Mekka tötete, in der Furcht, die er (ihnen) einflößte, in der Hilfe

für den Gesandten Allahs (s.) bei der Reinigung der (Heiligen) Moschee von den

Götzen, in der großen Tapferkeit auf (dem Wege) Allahs und in der Nichtachtung

von Verwandtschaftsbanden gegenüber dem Gehorsam gegenüber Allah sind der

beste Beweis dafür, dass er sich durch herausragende Verdienste auszeichnete, die

niemand anders besaß, wie wir bereits berichteten.

Im Anschluss an die Eroberung Mekkas folgte die Entsendung Chalid ibn Walids

zu dem Bani Dschadhima bin Amer. Sie wohnten in al-Ghumaisa.2 Er sollte sie zu

Allah einladen, Dem Allmächtigen und Hohen, und er hatte ihn nur deswegen zu

ihnen geschickt, da es zwischen ihm (Chalid) und ihnen eine Blutfehde gab.

In der Zeit der Dschahiliyya (Unwissenheit)3 hatten sie Frauen von den Bani Mughira

geraubt und al-Fakih ibn al-Mughira getötet, den Onkel Chalid ibn al-Walids,

und sie hatten auch ´Auf ibn Abd ar-Rahman ibn ´Auf getötet. Der Gesandte Allahs

(s.) schickte ihn deswegen, und er sandte mit ihm ´Abd ar-Rahman ibn ´Auf, der

eine ähnliche Blutfehde mit ihnen hatte. Wenn das nicht gewesen wäre, dann hätte

der Gesandte Allahs Chalid für die Befehlsgewalt über die Muslime nicht für würdig

befunden. Wir haben schon Dinge erwähnt insofern, als dass er gegen die Verpflichtung

(´ahd) gegen Allah und die Verpflichtung Seines Gesandten opponierte,

und er handelte gemäß der Verfahrensweise der Unwissenheit (Dschahiliyya). Er

verwarf die Regierung des Islams. Der Gesandte Allahs (s.) hatte sich aufgrund

seiner Taten von ihm losgesagt, und der Schaden, den er zugefügt hatte, war vom

Fürsten der Gläubigen (a.) beseitigt worden. Wir haben dies schon vorher erklärt,

und so ist es nicht notwendig, das hier zu wiederholen.

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