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Freitag, 20 Februar 2015 10:30

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 13)

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 13)
Die Operation gegen die Verbündeten (Ahzab)


Die Operation gegen die Verbündeten (Ahzab) fand nach der gegen die Banu Nadhir

statt. Eine Gruppe von Juden machte sich auf nach Mekka, unter ihnen waren

Sallam ibn Abu al-Huqaiq al-Nadhiri, Huyayy ibn Achtab, Kinana ibn al-Rabi‘,

Haudha ibn Qais al-Wa´ili und Abu ´Umara al-Wa´ili zusammen mit einigen der

Banu Wa´ila. Sie reisten zu Abu Sufyan Sachr ibn Harb, denn sie wussten über

dessen Feindseligkeit gegen den Gesandten Allahs (s.) Bescheid und dass er es

kaum erwarten konnte, ihn zu bekämpfen. Sie erzählten ihm, was sie von ihm erlitten

hatten und baten ihn um Beihilfe beim Kampf gegen ihn. „Ich bin mit euch, wo

immer ihr es wünscht“, sagte Abu Sufyan, „daher geht zu den Quraisch und

drängt sie zum Krieg gegen ihn und garantiert ihnen Hilfe und Unterstützung bis,

ihr ihn vernichtet habt.“

Sie gingen von einem Führer der Quraisch zum anderen und stachelten sie zum

Krieg gegen den Propheten (s.) an. „Unsere Hände werden mit euren Händen

sein“, sagten sie zu ihnen, „und wir werden mit euch sein, bis ihr ihn vernichtet

habt“. „Ihr Juden“, sagten die Quraisch, „ihr seid die Leute der ersten Schrift und

des früheren Wissens, und ihr kennt die Religion, die Muhammad gebracht hat und

die Religion, an die wir glauben1. Ist unsere Religion nun besser als seine Religion,

oder ist er mehr im Besitze der Wahrheit als wir?“ „In der Tat, eure Religion

ist besser als seine“, sagten sie (die Juden), und die Quraisch führten sich ermutigt,

als sie (die Juden) sie zum Krieg anstachelten gegen den Gesandten Allahs (s.).

Abu Sufyan kam zu ihnen und sagte ihnen: „Allah hat euch über euren Feind

Macht verliehen, und jene Juden werden an eurer Seite mit euch gegen ihn kämpfen,

und sie werden sich nicht von euch trennen, bis alle von ihnen (den Muslimen)

ruiniert worden sind, oder wir ihn und alle, die ihm folgen, vernichtet haben.“

Damit wurde ihre Entschlossenheit zum Krieg gegen den Propheten (s.) gestärkt.

Dann gingen die Juden zu den (Stämmen der) Ghatafan und Qais ´Ailan und riefen

sie zum Krieg gegen den Gesandten Allahs (s.) auf Sie garantierten ihnen Hilfe und

Unterstützung, und sie informierten sie über die (Absicht der) Quraisch, diesen

Weg zu verfolgen. Sie versammelten sich mit ihnen.

Die Quraisch kamen mit ihrem derzeitigen Führer Abu Sufyan Sachr ibn Harb, und

die Ghatafan kamen mit ihrem Oberhaupt ´Uyayna ibn Hisn, begleitet von den

Banu Fazara. Die Banu Murra kamen mit Harith ibn ´Auf, und Bara ibn Turaif kam

mit seinem Klan der Aschdscha‘, und die Quraisch versammelten sich mit ihnen.

Als der Gesandte Allahs (s.) von der Versammlung der Verbündeten (Ahzab) gegen

ihn hörte und von ihrer starken Entschlossenheit, gegen ihn Krieg zu führen, beriet

er sich mit seinen Gefährten. Sie stimmten (alle) in der Meinung überein, in Medina

zu bleiben und die (feindlichen Stämme) zu bekämpfen, wenn sie über die Bergpfade

zu ihnen kommen sollten. Salman al-Farsi (r.) schlug dem Gesandten Allahs

(s.) vor, einen Graben (auszuheben). Er (der Prophet) befahl, dass er ausgehoben

werden sollte und arbeitete selbst daran, wie auch die (anderen) Muslime.

Die Verbündeten (Ahzab) marschierten gegen den Propheten (s.), und ihre Macht

erfüllte die Muslime mit Schrecken, und sie wurden aufgrund ihrer großen Anzahl

und Schar von Furcht ergriffen. Sie ließen sich nahe des Grabens nieder. Sie verharrten

in ihrer Position etwas mehr als zwanzig Nächte, dann fand zwischen ihnen

kein Krieg statt, außer dass sie Pfeile abschossen und sie belagerten.

Als der Gesandte Allahs (s.) die Schwäche in den Herzen der meisten Muslime sah

aufgrund der Belagerung und ihre Kampfschwäche, schickte er (einen Boten) zu

´Uyayna ibn Hisn und al-Harith ibn ´Auf - sie waren beide Anführer der Ghatafan -

und rief sie zum Frieden mit ihm auf, dazu, von ihm abzulassen und mit ihren Leuten

vom Krieg abzusehen, wofür er ihnen ein Drittel der Erträge Medinas geben

wollte. Er beriet sich mit Sa´d ibn Mu´adha und Sa´d ibn ´Ubada darüber, was er

´Uyayna und Harith übermitteln lassen sollte. Die beiden sagten: „Wenn die Situation

so ist, dann gibt es keinen Zweifel daran, dass wir danach handeln müssen.

Denn Allah hat dir das befohlen, was du getan hast, und die (göttliche) Offenbarung

ist zu dir gekommen. Daher tue, was dir angemessen erscheint. Wenn du das

um unsretwillen tun willst, dann ist dies auch unsere Ansicht.“ Er (der Prophet, s.)

sagte: „Darüber ist keine Offenbarung zu mir gekommen, aber ich habe die Araber

sich gegen euch vereinigen1 sehen, und sie kamen von allen Seiten gegen euch

(aufmarschiert). So wollte ich ihren Angriff für eine Weile gegen euch abbrechen.“

„Diese Leute und wir pflegten Allah etwas beizugesellen und Götzen zu verehren“,

sagte Sa´d ibn Mu´adha, „wir verehrten Allah nicht und wir kannten Ihn nicht.

Aber dann speisten wir sie nicht mit unseren Früchten, außer Gästebewirtung oder

beim Handel. Jetzt, da Allah uns mit dem Islam geehrt und uns damit rechtgeleitet

hat sowie uns durch dich stark gemacht hat, sollen wir ihnen unser Eigentum geben?

Welche Notwendigkeit haben wir, dies zu tun? Bei Allah, wir werden ihnen

nichts als das Schwert geben, bis Allah zwischen uns und ihnen urteilt.“ „Jetzt

habe ich eure Einstellung erkannt“, sagte der Gesandte Allahs, „daher bleibt dabei.

Allah, Der Erhabene, lässt Seinen Propheten nicht im Stich, noch liefert Er ihn

(seinen Feinden) aus, bis Er Seine Verheißung erfüllt.“ Dann erhob sich der Gesandte

Allahs (s.) unter den Muslimen, rief sie zum Dschihad (Kampf) gegen den

Feind auf, ermutigte sie und versprach ihnen den Sieg.’

Reiter von den Quraisch meldeten sich freiwillig, um gegen (die muslimischen

Kämpfer) anzutreten, unter ihnen waren: ´Amr ibn ´Abd al-Wudd ibn Abu Qais ibn

´Amer ibn Lu´ayy bin Ghalib, ‘Ikrima ibn Abi Dschahl, Hubaira ibn Abi Wahb -

beide von den Machzum - Dhirar ibn al-Chattab und Mirdas al-Fihri. Sie rüsteten

sich für den Kampf, dann bestiegen sie ihre Pferde und ritten zu den Häusern der

Banu Kinana. Sie riefen: „Macht euch für den Krieg bereit, ihr Banu Kinana!“

Dann ritten sie hochmütig fort, bis sie am Graben anhielten. Nachdem sie darüber

nachgedacht hatten, sagten sie : „Bei Allah, dies ist ein Trick, den die Araber noch

nie angewandt haben.“ Dann begaben sie sich zu einer Stelle, an der der Graben

eng war. Sie peitschten ihre Pferde, und die sprangen blind hinab. Sie (ihre Pferde)

brachten sie auf den sumpfigen Grund zwischen dem Graben und Sula‘1

Der Fürst der Gläubigen ´Ali ibn Abi Talib (a.) kam heraus mit einer Gruppe von

Muslimen, so dass sie die Spalte (unter ihre Verteidigung) nehmen konnten, die

diese (Feinde) übersprungen hatten. Da trat ´Amr ibn ´Abd Wudd mit der Truppe

hervor, die mit ihm gekommen war. Er erhob sein Banner, so dass seine Stellung

sichtbar wurde. Als er die Muslime sah, hielten er und seine berittene Truppe an. Er

sagte: „Gibt es jemanden, der im Einzelkampf antreten will?“ Der Fürst der Gläubigen

(a.) trat vor, und ´Amr sagte zu ihm: „Gehe zurück, Sohn meines Bruders,

denn ich will dich nicht töten.“ „Du hast Allah ein Versprechen gegeben, ´Amr,

dass kein Mann der Quraisch dich zu zwei Sachen aufruft, ohne dass du eine von

ihnen wählst.“ „In der Tat“, sagte ´Amr, „was ist das?“ „Ich rufe dich zu Allah

und Seinem Gesandten und dem Islam auf“, sagte er (Imam ´Ali, a.). „Das brauche

ich nicht“, antwortete er. „Dann rufe ich dich zum Kampf.“ „Gehe zurück“, sagte

er (´Amr), „zwischen deinem Vater und mir war Freundschaft, und ich will dich

nicht töten.“ „Aber ich - bei Allah - ich will dich töten, so lange du die Wahrheit

verweigerst“, sagte der Fürst der Gläubigen (a.). Da wurde er (´Amr) wütend und

fragte: „Willst du mich töten?!“ Er stieg von seinem Pferd ab, verletzte es und

schlug es ins Gesicht, bis es wegsprang. Dann ging er auf ´Ali (a.) mit gezogenem

Schwert zu. Er brachte schnell einen Schwerthieb gegen ihn an, aber sein Schwert

blieb im Schild ´Alis (a.) stecken, und der Fürst der Gläubigen (a.) versetzte ihm

einen Schwerthieb und tötete ihn. Als ´Ikrima ibn Abu Dschahl und Hubaira ibn

Dhirar Amr niedergestreckt sahen, wendeten sie ihre Pferde und flohen. Sie sprangen

über den Graben, ohne irgendetwas zu sehen. Der Fürst der Gläubigen (a.)

wandte sich zu seiner ersten Stellung. Die Gemüter derjenigen, die (mit ´Amr) zum

Graben gekommen waren, waren voller Beklemmung, als er (´Ali, a.) rezitierte:

„Er half den Steinen aufgrund von Dummheit, und ich half dem Herrn von Muhammad

aufgrund von Richtigkeit. Ich schlug ihn (nieder) und ließ ihn wie ein

Stumpf eines Palmenbaums liegen zwischen Sand und Stein. Ich enthielt mich

seiner Kleider, auch wenn er, wenn ich gefallen wäre, mich meiner Kleider beraubt

hätte. O ihr Ahzab, wähnet nicht, dass Allah Seine Religion und Seinen Propheten

im Stich lässt.“

Muhammad ibn ´Umar al-Waqidi überlieferte: ´Abdullah ibn Dscha´far berichtete

uns von Bin Abu ´Aun, von al-Zuhri, der berichtete: „´Amr ibn ´Abd al-Wudd,

´Ikrima ibn Abu Dschahl, Hubaira ibn Abu Wahb, Naufal ibn ´Abdillah ibn al-

Mughira und Dhirar ibn al-Chattab kamen am Tage von Ahzab zum Graben und

begannen, um ihn herumzugehen und suchten eine enge Stelle, damit sie ihn überqueren

können. Sie kamen an eine (unbewachte) Stelle, an der sie ihre Pferde

zwangen, sie zu überqueren, und sei begannen ihre Pferde zu reiten im Gebiet zwischen

dem Graben und Sal‘. Die Muslime blieben stehen, und keiner von ihnen trat

ihnen entgegen. ´Amr ibn Abd al-Wudd rief zu einem Einzelkampf auf, indem er

den Muslimen entgegentrat und sagte: ‚Ich bin von Rufen von euch heiser geworden,

gibt es (irgendeinen von euch), der (gegen mich) antritt?‘

Die ganze Zeit stand ´Ali ibn Abi Talib (a.) unter ihnen bereit, um gegen ihn zu

kämpfen, doch der Gesandte Allahs (s.) befahl ihm, sich zu setzen und zu warten,

so dass jemand anders zur Tat schreiten könnte. Die Muslime waren (so reglos), als

ob Vögel auf ihren Köpfen sitzen würden, wegen der Stellung ´Amr ibn Wudds und

vor Angst vor ihm und auch vor denjenigen, die bei bzw. hinter ihm waren.

Nachdem ´Amr für eine lange Zeit zum Kampf gefordert hatte und der Fürst der

Gläubigen (a.) wieder aufstehen wollte, sagte der Gesandte Allahs (s.) zu ihm:

‚Komm her zu mir’, und er (Imam ´Ali (a.)) ging zu ihm hin, und er (der Prophet)

nahm seinen (eigenen) Turban ab und setzte ihn ihm (´Ali) auf. Dann gab er ihm

sein Schwert und sagte: ‚Führe deine Aufgabe aus‘, dann sage er: ‚O Allah, hilf

ihm‘, und er (´Ali, a.) rannte auf ´Amr zu, und mit ihm Dschabir ibn ´Abdillah al-

Ansari (r.), um zu sehen, was zwischen ihm (´Ali, a.) und ´Amr passieren wurde.

Als der Fürst der Gläubigen (a.) bei ihm angekommen war, sagte er : „´Amr, in der

Zeit der Unwissenheit (Dschahiliyya) sagtest du immer: ‚Niemand wird mich zu

den dreien aufrufen (gemeint waren al-Lat, al-´Uzza (und Manat)1, ohne dass ich

sie annehme oder einen davon.‘“ „Ja“, antwortete er . „Ich rufe dich zu dem

Zeugnis auf, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Muhammad der Gesandte

Allahs ist, und dass du dich dem Herrn der Welten unterwirfst.“ „Sohn

meines Bruders“, sagte er, „verschiebe diese Angelegenheit eine Weile von mir.“

„Es wäre besser für dich, wenn du es annehmen würdest“, erwiderte der Fürst der

Gläubigen, dann sagte er: „Es gibt noch eine andere (Möglichkeit).“ „Und die

wäre?“ „Dass du dahin zurückgehst, woher du gekommen bist.“ „Die Frauen der

Quraisch werden das niemals akzeptieren“, antwortete er (´Amr). „Es gibt noch

eine Alternative“, sagte er (Imam ´Ali, a.). „Und welche?“ „Dass du absteigst und

gegen mich kämpfst.“ Da lachte ´Amr und sagte: „Dies ist nicht die Sache, von der

ich annahm, dass ein Araber sie von mir verlangen wird, und ich möchte keinen

edlen Mann wie dich bekämpfen, denn dein Vater war ein guter Freund von mir.“

„Aber ich möchte dich töten, so steig ab, wenn du willst.“ Da wurde ´Amr wütend

stieg ab und schlug seinem Pferd auf den Kopf (wörtlich: ins Gesicht), bis es zurücklief.

Dschabir (r.) berichtete: „Staub wirbelte um sie herum auf, so dass ich sie nicht

sehen konnte. Aber ich hörte „Allahu Akbar1“ darunter, und da wusste ich, dass

´Ali (a.) ihn (´Amr) getötet hatte. Seine Anhänger flohen, wobei ihre Pferde über

den Graben sprangen. Die Muslime eilten voran, als sie den Ruf „Allahu Akbar“

hörten, um zu sehen, was die Feinde getan hatten. Sie sahen Naufal bin ´Abdillah

mitten im Graben, und sein Pferd konnte nicht daraus entkommen. Sie begannen,

auf ihn Steine zu werfen. ‚Der Tod ist schöner als das‘, sagte er, ‚einer von euch

soll herabkommen und gegen mich kämpfen‘, und der Fürst der Gläubigen (a.) stieg

zu ihm herab und schlug ihn (mit dem Schwert), bis er ihn getötet hatte. Er verfolgte

Hubaira und machte ihn kampfunfähig, indem er den erhöhten Teil seines Sattels

traf, so dass der Panzer (des Pferdes) herunterfiel. ´Ikrima floh, und Dhirar ibn al-

Chattab ergriff die Flucht.“

Dschabir erzählte (weiter): Ich kann die Tötung ´Amrs durch ´Ali (a.) mit nichts

anderem vergleichen als mit der Geschichte von Dawud und Dschalut2, die Allah

(im Qur´an) erzählt: So schlugen sie jene nach Allahs Gebot; und Dawud erschlug

Dschallut.3“

Qais ibn al-Rabi‘ überlieferte: Abu Harun al-Abdi berichtete uns, von Rabi´a al-

Sa´di, welcher sagte: „Ich ging zu Hudhaifa ibn al-Yaman und fragte ihn: ‚Abu

´Abdillah, lass uns über ´Ali (a.) und seine hervorragenden Eigenschaften sprechen,

denn die Einwohner von Basra sagen zu uns, dass wir hinsichtlich ´Alis (a.)

übertreiben. Bist du nicht einer, der Ereignisse über ihn überliefert?‘ ‚Rabi´a‘,

sagte Hudhaifa, ‚was willst du mich über ´Ali (a.) fragen? Bei Dem, in Dessen

Händen mein Leben ist, wenn man die gesamten Taten der Gefährten Muhammads

(s.), (die sie von der Zeit an vollbracht hatten,) seit Allah Muhammad (s.) (zum

Propheten) berufen hatte bis zum Tage der Auferstehung in eine Waagschale der

Mizan4 legen würde und die Taten ´Alis (a.) in die andere Waagschale, dann wür-

den die Taten ´Alis (a.) all ihre Taten überwiegen.‘ ‚Das ist etwas, was man weder

stehend noch sitzend akzeptieren könnte‘, erwiderte Rabi´a. ‚Du alberner Kerl‘,

sagte Hudhaifa, ‚was denkst du (dass es anders sein könnte)? Wo waren denn Abu

Bakr, ´Umar, Hudhaifa und all die Gefährten Muhammads an dem Tag, an dem

´Amr bin ´Abd al-Wudd sie zum Kampf herausforderte?! Er forderte sie zum Einzelkampf

heraus, und all die Leute schreckten zurück, außer ´Ali (a.), und er trat

gegen ihn an, und Allah tötete ihn durch seine (Imam ´Alis, a.) Hand. Bei Dem, in

dessen Hand das Leben Hudhaifas ist, seine Tat an jenem Tag war von größerem

Lohn (bei Allah) als die Taten der Gefährten Muhammads (s.) bis zum Tage der

Auferstehung.‘“1

Hischam ibn Muhammad überlieferte von Ma´tuf ibn Charrabudh, welcher erzählte:

„´Ali (a.) sagte am Tage von Chandaq (Graben)2: ‚War ich es, gegen den die Reiter

anstürmten? Berichtet meinen Anhängern über mich und das (Ereignis). An jenem

Tage hinderte mich mein Zorn an der Flucht, und ein entschlossenes Schwert ist

nicht stumpf. Ich vernichtete ´Amr, als er am unverschämtesten wurde mit (einem

Schwert) aus reinem Eisen, erprobt und scharf. Ich ging fort, nach dem ich ihn

hingestreckt liegen ließ wie einen Palmstumpf zwischen sandigem Grund und Hügeln.

Ich enthielt mich seiner Kleider, auch wenn er, wenn ich gefallen wäre, mich

meiner Kleider beraubt hätte.‘“3

Yunis ibn Bukair überlieferte von Muhammad bin Ishaq, welcher berichtete: „Als

´Ali ibn Abi Talib (a.) ´Amr getötet hatte, ging er mit lächelndem Gesicht zu dem

Gesandten Allahs (s.). ´Umar ibn al-Chattab sagte zu ihm: ‚Hast du ihm nicht seinen

Panzer weggenommen, ´Ali? Denn es gibt unter den Arabern nichts, was ihm

ähnelt.‘ ‚Ich schämte mich, die Scham meines Cousins zu entblößen‘, antwortete

der Fürst der Gläubigen (a.) .4

´Umar bin al-Azhar überlieferte: von ´Amr ibn ´Ubaid, von al-Hassan: „Als ´Ali

(a.) ´Amr bin ´Abd al-Wudd getötet hatte, schnitt er dessen Haupt ab, nahm ihn und

warf ihn vor den Gesandten Allahs (s.). Abu Bakr und ´Umar küssten das Haupt

´Alis (a.).5 ´Ali ibn al-Hakim al-Adawi sagte: „Ich hörte Abu Bakr ibn ´Ayyasch

sagen: „´Ali versetzte einen Schlag, der im Islam nicht seinesgleichen hat - den

(Schwert-) Streich gegen ´Amr ibn ´Abd al-Wudd. Er (a.) wurde von einem Schlag

getroffen, der überraschender kam als jeder Schlag im Islam, und das war der

Schlag von Ibn Muldscham (l.).1“

Hinsichtlich der Schlacht gegen die Verbündeten (Ahzab) sandte Allah herab: „Da

sie über euch kamen von oben her und von unten her, und da eure Blicke wild

waren und die Herzen in die Kehlen stiegen und ihr verschiedene Gedanken hegtet

über Allah. Da wurden die Gläubigen geprüft, und sie wurden erschüttert in heftiger

Erschütterung. Und da die Heuchler und die, in deren Herzen Krankheit ist,

sprachen: „Allah und Sein Gesandter haben uns bloßen Trug verheißen.“ 2 bis zu

der Ayah3: „Und Allah genügte den Gläubigen im Kampf. Allah ist gewaltig, allmächtig“

Dadurch richtete Er an sie Vorwürfe, Tadel, Schelte und Vorhaltungen, und keiner

wurde davon ausgenommen, außer, unter allgemeiner Zustimmung, der Fürst der

Gläubigen (a.), ´Ali ibn Abi Talib (a.), da der Sieg durch ihn errungen wurde und

durch seine Hände. Und die Tötung ‘Amrs und Naufal ibn Abdullahs durch ihn war

der Grund für die Niederlage der Götzendiener.

Nachdem diese Leute getötet worden waren, sagte der Gesandte Allahs (s.): „Jetzt

werden wir gegen sie kommen, und sie werden uns nicht (mehr) überfallen.“4

Yusuf ibn Kulaib hatte von Sufyan überliefert, von Zubaid, von Murra und anderen,

von ’Abdullah ibn Mas´ud (welcher folgende Ayat verlas): „Und Allah genügte

den Gläubigen im Kampf. Allah ist gewaltig, allmächtig.“5

Über die Tötung ´Amr ibn ´Abd al-Wudds schrieb Hassan ibn Thabit (r.) folgendes

(als Gedicht): „Der junge ´Amr ibn ´Abd kam am Abend überfallartig und unerwartet

in die Umgebung von Jathrib6. Du fandest unsere Schwerter gezogen und

unsere guten Pferde waren gut in Form. Du hast eine Schar am Morgen von Badr

gesehen, die dir einen Schlag versetzte, der nicht schlecht gerüstet war. Du bist

dahin gekommen, ´Amr, dass du nicht mehr zu einem großen Tag (militärische

Operation) gerufen werden wirst oder zur Ausführung einer schlechten Tat.“

Man sagt, dass, als das Gedicht von Hassan die Banu ´Amir erreichte, einer ihrer

jungen Männer ihm antwortete. Er rezitierte in Antwort auf Hassans Verherrlichung

der Ansar folgendes: „Beim Hause Allahs, ihr habt gelogen. Ihr habt uns nicht

getötet, sondern es war durch das Schwert der Haschimiten, so seid stolz auf das

Schwert von Ibn ´Abdillah Ahmad (d.h. Muhammad) und durch die Hand ´Alis

habt ihr es erreicht, so hört auf. Ihr habt ´Amr nicht Kraft euren Mutes getötet,

sondern es war ein starker, kampferfahrener Löwe. Es war ´Ali, der stolz lange

ausharrte. So macht nicht so viele Behauptungen gegen uns und seid nicht stolz. In

Badr zogt ihr zum Kampf, und die Führer der Quraisch hielten sich von euch zurück

und verzögerten (den Kampf). Dann, als Hamza und ´Ubaida gegen sie kamen

und ´Ali hervorkam, wobei er sein indisches Schwert schwang, sagten sie :‘Ja,

das sind wahrhaftig (uns) Ebenbürtige‘, so traten sie schnell vor, da sie den Kampf

wollten und zeigten Stolz. ´Ali zirkelte das Feld in haschemitischer Art ab, und er

zerstörte sie, als sie Stolz und Überheblichkeit zeigten. Ihr habt keinen Grund,

euch über uns andere zu erheben, und es gibt keinen berechtigten und erwähnenswerten

Grund für (euren) Stolz.“1

Ahmad ibn ´Abd al-Aziz überlieferte: Sulaiman ibn Ayyub berichtete uns, von Abu

al-Hassan al-Mada´ini, welcher sagte:

„Als ´Ali ibn Abi Talib (a.) ´Amr ibn ´Abd Wudd getötet hatte und die Nachricht

über dessen Tod seiner Schwester überbracht wurde, fragte sie: ‚Wer hat ihn angegriffen?‘

´Ali ibn Abi Talib‘, war die Antwort. ‚Sein Tod‘, sagte sie, ‚kann daher

nur so gewertet werden, als dass er durch die Hand eines Edlen, Gleichwertigen

gekommen ist. Meine Tränen haben nicht zu fließen aufgehört, die ich über ihn

vergossen habe, er hat Helden getötet und ist gegen Gleichwertige angetreten (in

der Schlacht). Es war sein Schicksal, von der Hand eines Edlen und Gleichwertigen

aus seinem Volk (getötet zu werden). Ich habe noch nicht (von einem Mann)

gehört, der stolzer als dieser war, ihr Banu ´Amir.‘ Dann begann sie zu rezitieren:

‚Wenn derjenige, der ´Amr getötet hat, ein anderer als jener gewesen wäre, dann

hätte ich für immer geweint. Aber der, der ´Amr getötet hat, war ohne Fehler. Er

war ein Mann, der als der Altvorderste und der Wesentliche des Landes bezeichnet

wird.’“2

Sie sagte ebenfalls über die Tötung ihres Bruders und die Erinnerung an ´Ali ibn

Abi Talib (a.): „Zwei Löwen attackierten einander auf einem engen Schlachtfeld,

und jeder von ihnen war edel und tapfer, einander gleichwertig. Jeder von ihnen

wollte dem anderen die innerste Seele entreißen in der Mitte des Schlachtfelds,

durch Täuschung oder Tötung. Beide gingen mit Feuereifer in den Kampf, und sie

ließen sich durch nichts davon ablenken. Geh, ´Ali, denn du hast niemals so einen

Sieg wie diesen errungen. Das ist ein wahres Wort, und darin ist keine Voreingenommenheit.

Die Blutrache wird mein sein, und wenn ich über ihn komme, dann

wird meine Blutrache vollkommen sein. Die Quraisch sind gedemütigt worden

nach dem Tod eines Reiters, und diese Demütigung wird sie zerstören, und Schande

ist allgegenwärtig.“ Dann sagte sie: „Bei Allah, die Quraisch werden meinen

Bruder nicht rächen, so lange die alte Kamelstute ungedeckt bleibt.“

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