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Samstag, 02 August 2014 10:30

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 5)

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 5)
Berichte über seine außergewöhnlichen Verdienste (und seine Überlegenheit) über alle im Wissen


Abu al-Hassan Muhammad ibn Dscha´far al-Tamimi al-Nahwi informierte mich:

Muhammad ibn al-Qaim al-Muharibi al-Bazzaz berichtete mir: Haschim ibn Yunis

al-Nahschali berichtete uns: A´idh ibn Habib berichtete uns von Abu al-Sabbah al-

Kinani, von Muhammad ibn ‘Abdurrahman al-Sulami, von seinem Vater, von

‘Ikrima, von Ibn ‘Abbas, welcher berichtete: Der Gesandte Allahs (s.) (sagte): „’Ali

ibn Abi Talib (a.) ist der Wissendste von meiner Ummah und der Fähigste im Erteilen

von Richtsprüchen nach mir in dem, worin sie4 uneins sind.“

Abu Bakr Muhammad ibn ‘Umar al-Dschi´abi berichtete mir: Ahmad ibn ‘Isa Abu

Dscha´far al-´Idschli berichtete uns: Isma´il ibn ‘Abdullah ibn Chalid erzählte uns:

‘Ubaidullah ibn ‘Umar sagte zu uns: ‘Abdullah ibn Muhammad ibn ‘Aqil berichtete

uns von Hamza ibn Abi Sa´id al-Chudri, von seinem Vater: Ich hörte den Gesandten

Allahs (s.) sagen: „Ich bin die Stadt des Wissens, und ‘Ali ist das Tor zu ihr.

Wer das Wissen begehrt, der soll es von ‘Ali (a.) erwerben.“

Abu Bakr Muhammad ibn ‘Umar al-Dschi´abi berichtete mir: Yusuf ibn al-Hakam

al-Hannat berichtete uns, Dawud ibn Raschid sagte zu uns: Salama ibn Salih al-

Ahmar erzählte uns von ‘Abd al-Malik ibn ‘Abdurrahman, von al-Asch´ath ibn

Taliq, welcher sagte: Ich hörte al-Hassan al-Arani von Murra berichten, von ‘Abdullah

ibn Mas´ud, der sagte: Der Gesandte Allahs (s.) rief ‘Ali (a.) und ging mit

ihm weg. Als er zu uns zurückkam, fragten wir ihn: „Was ist es, womit er sich an

dich gebunden hat?“ Er antwortete: „Er lehrte mich tausend Tore des Wissens,

und er öffnete von jeder dieser Tore tausend weitere Türen.“

Abu Bakr Muhammad ibn al-Muzaffar al-Bazzaz berichtete mir: Abu Malik

Kuthayyir ibn Yahya sagte: Abu Dscha´far Muhammad ibn Abu al-Sirri erzählte

uns: Ahmad ibn ‘Abdullah ibn Yunus berichtete uns von Sa´id al-Kinani, von al-

Asbagh ibn Nubata: Als dem Fürsten der Gläubigen (a.) der Treueid als Kalif1

geleistet wurde, ging er zur Moschee, wobei er den Turban des Gesandten Allah

(s.) und dessen Gewand trug. Er bestieg die Kanzel (Minbar), lobte und pries Allah,

gab (den Leuten) Ermahnungen und Warnungen, dann setzte er sich in feste Positur,

faltete seine Finger ineinander und legte sie unter seinen Nabel, dann sagte er:

„Oh Versammlung der Menschen, fragt mich, bevor ihr mich verliert. Fragt mich,

denn ich habe das Wissen der Früheren und der Späteren. Wenn das Kissen (auf

dem ein Richter sitzt) für mich ausgebreitet werden würde (um darauf zu sitzen),

dann würde ich zwischen den Leuten der Tora gemäß ihrer Tora richten, zwischen

den Leuten des Evangeliums gemäß ihres Evangeliums, zwischen den Leuten der

Psalmen (Hz. Dawuds, a.) nach ihren Psalmen und zwischen den Leuten des Furqan

(„Unterscheidung“, d.h. Qur´an) gemäß ihres Furqan. So dass jedes dieser

Bücher erfüllt werden und sagen würde: ‘Oh Allah, wahrlich, ‘Ali hat durch Deinen

Beschluss geurteilt.’ Bei Allah, ich kenne den Qur´an und seine Auslegung

(ta´wiil) besser als jeder, der behauptet, darüber Wissen zu besitzen. Wenn es nicht

wegen eines Verses im Buch Allahs, Des Erhabenen wäre, dann könnte ich euch

sagen, was bis zum Tage der Auferstehung geschehen würde.“ Dann sagte er:

„Fragt mich, bevor ihr mich verliert, denn bei Dem, Der das Saatkorn aufspaltete

und den Geist (der Seele) erschuf, wenn ihr mich nach Vers um Vers (des Qur´an)

fragt, dann werde ich euch über die Zeit seiner Herabsendung informieren, warum

er herabgesandt wurde, ich werde euch Auskunft geben über den aufhebenden

(Vers) sowie über den aufgehobenen, über seine speziellen und allgemeinen Aspekte,

über die eindeutigen (muhkamat) und die mehrdeutigen (mutaschabihat), über

die mekkanischen und die medinensischen (Verse). Bei Allah, es gibt keine Gruppe,

die irreführen oder rechtleiten kann bis zum Tage der Auferstehung, ohne dass ich

ihren Führer kennen würde, denjenigen, der sie vorantreibt und den, der sie vorwärts

drängt.“

Derartige Beispiele von solchen Berichten sind sehr zahlreich, doch würden sie den

Rahmen dieses Buches sprengen.

Berichte über seine herausragenden Verdienste, möge der
Segen Allahs auf ihm sein

Abu Bakr Muhammad ibn Muzaffar al-Bazzaz berichtete mir: ‘Umar ibn ‘Abdullah

ibn ‘Imran erzählte uns: Ahmad ibn Baschir berichtete uns: ‘Abdullah ibn Musa,

von Qais, von Abu Harun, der berichtete: „Ich ging zu Abu Sa´id al-Chudri und

fragte ihn, ob er bei der Schlacht von Badr war. ‘Ja’, antwortete er, ‘an jenem

Tage hörte ich den Gesandte Allahs (s.) zu Fatima (a.) sagen, als sie an jenem

Tage weinend zu ihm kam und sagte: ‘Oh Gesandter Allahs, die Frauen der Quraisch

schmähen mich wegen der Armut ‘Alis.’ ‘Fatima’, sagte der Prophet (s.) zu

ihr, ‘bist du nicht damit zufrieden, dass ich dich mit dem allerersten und wissendsten

Muslim verheiratet habe? Wahrlich, Allah, Der Erhabene, betrachtete die

Erdenbewohner eingehend, dann erwählte er aus ihnen deinen Vater und machte

ihn zu einem Propheten, dann blickte er ein zweites Mal auf sie und erwählte deinen

Gatten aus ihnen und machte ihn zum Testamentsvollstrecker (wasi). Allah

offenbarte mir, dass ich dich mit ihm verheiraten soll. Weißt du nicht, o Fatima,

dass dein Ehemann dadurch, dass Allah dich geehrt hat, der Langmütigste und der

Wissendste ist sowie der Erste, der den Islam angenommen hat?’ Da lachte Fatima

(a.) freute sich. Da sagte der Gesandte Allahs (s.) zu ihr: ‘Fatima, ‘Ali (a.) hat acht

Backenzähne, niemand vor oder nach ihm hat so etwas. Er ist mein Bruder im

Diesseits und im Jenseits, und kein anderer Mensch hat diesen (Rang). Du, Fatima,

die Herrin der Frauen im Paradies, bist seine Frau. Die Enkel der Barmherzigkeit

(Hassan und Hussain, a.) sind meine Enkel und seine Söhne. Sein Bruder1

wird mit Flügeln im Himmel geschmückt und mit den Engeln fliegen, wohin auch

immer er will. Er (Imam ‘Ali, a.) besitzt das Wissen der Früheren und der Späteren,

und er war der Erste, der an mich geglaubt hatte, und er wird der Letzte unter

den Menschen sein, der mich sieht. Er ist mein Testamentsvollstrecker und der

Erbe (warith) (aller) Testamentsvollstrecker’.“

Scheich al-Mufid (r.) sagte: Ich habe (den folgenden Bericht) im Buch Abu

Dscha´fars Muhammad ibn al-Abbas Al-Radhi gefunden, welcher sagte: Muhammad

ibn Chalid berichtete uns: Ibrahim ibn ‘Abdullah erzählte uns: Muhammad ibn

Sulaiman al-Dailami sagte zu uns von Dschabir ibn Yazid al-Dschu´fi, von ‘Adi ibn

Hakim ‘Abdullah ibn al-Abbas: „(Wir), die Ahl-al-Bait, haben sieben Eigenschaften,

die keiner der übrigen Leute hat: Der Prophet (s.) ist von uns, von uns kam

sein Testamentsvollstrecker (wasi), der Beste dieser Ummah nach ihm, ‘Ali ibn Abi

Talib (a.); von uns ist Hamza, der Löwe Allahs und der Löwe des Gesandten Allahs

und der Herr der Märtyrer, und von uns ist Dscha´far ibn Abi Talib, der mit

den Flügeln Geschmückte, mit denen er im Paradies fliegt, wohin er will. Von uns

sind die beiden Enkel dieser Ummah und die beiden Herren der jungen Männer im

Paradies, al-Hassan und al-Hussain (a.) . Von uns ist (auch) der Qa´im

1(der das Imamat für den Rest der aller Zeiten übernehmen wird) aus der Familie von Muhammad

(s.), durch den Allah Seinen Propheten geehrt hat. Von uns kam der, dem

die Hilfe Allahs zuteil wurde (al-Mansur).“

Muhammad ibn Aiman berichtete von Abu Hazim, den Gefolgsmann (mawla) von

Ibn Abbas: Der Gesandte Allahs (s.) sagte zu ‘Ali ibn Abi Talib (a.): „Ali, du wirst

in Streitigkeiten verwickelt werden, aber du wirst durch sieben Besonderheiten (die

Streitigkeiten) besiegen, die niemand anders hat: Du bist mit mir zusammen der

Erste, der geglaubt hat, der Größte von ihnen im Kampf, der Wissendste von ihnen

in den Schlachten (ayyam) um Allahs Willen, der Treuste im Hinblick auf den Bund

mit Allah, der Gütigste gegen die Untertanen, der zur Gleichbehandlung Fähigste,

und der Vortrefflichste bei Allah.“

Berichte wie dieser und in diesem Sinne, sind den Sunniten und Schi´iten wohlbekannt,

so dass es nicht nötig ist, sie mit Erklärungen zu lang zu machen. Selbst

wenn es nur dieses (folgende) Hadith von dem Vogel und dem Worte des Propheten

(s.) wäre, das verbreitet wurde, so würde es genügen, zu zeigen, dass er (Imam

‘Ali, a.) das (nach dem Propheten, s.) liebenswerteste Geschöpf bei Allah war, der

am meisten (von Allah) Belohnte, der Nächste (zu Allah) und der, mit den hervorragendsten

Taten: (Der Prophet sagte): „O Allah, bringe mir das Geschöpf, das du

am meisten liebst, um diesen Vogel mit mir zu essen“, und da kam der Fürst der

Gläubigen (a.).

(Ähnlich ist es mit) der Aussage von Dschabir ibn ‘Abdallah al-Ansari, als er über

den Fürsten der Gläubigen befragt wurde. Er sagte: „Das ist der beste Mensch, (so

dass) nur ein Ungläubiger über den klaren Beweis Zweifel haben kann.“ Dschabir

hatte dieses in einer Überlieferung mit einer ununterbrochenen Überlieferungskette

unterstützt, und sie ist bei den Hadith-Sammlern (ahl-al-naql) wohlbekannt. Diese

Beweise für die Tatsache, dass der Fürst der Gläubigen (a.) der Beste der Menschen

nach dem Gesandten Allahs (s.) war, unterstützen einander. Wenn es unser

Ziel wäre, das zu beweisen, dann müssten wir ein gesondertes Buch darüber schreiben.

Was wir an Berichten niedergeschrieben haben, ist ausreichend für die Zu-

sammenfassung, die wir bezweckten und in diesem Buch an einen geeigneten Platz

gesetzt haben.

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