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Freitag, 20 Juni 2014 10:30

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 4)

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 4)
Berichte über den Ort des Grabes des Fürsten der Gläubigen(a.) und Erklärung der Umstände seines Begräbnisses


‘Abbad ibn Ya´qub al-Rawadschini überlieferte: Hayyan ibn ‘Ali al-Anazi erzählte

uns: Ein Gefolgsmann (mawla) von ‘Ali ibn Abi Talib (a.) sagte mir: Als der Fürst

der Gläubigen (a.) dem Tode nahe war, sagte er zu al-Hassan und al-Hussain (a.):

‚Wenn ich sterbe, legt mich auf eine Bahre, dann nehmt mich herunter und tragt

mich am Ende der Bahre, ihr beide werdet den vorderen Teil davon schützen.

Dann bringt mich nach al-Ghariyyayn. Ihr beide werdet einen weißen, vor Licht

strahlenden Felsen sehen. Grabt dort, dort werdet ihr einen Schild finden, begrabt

mich darin.“ Als er starb, trugen wir ihn hinaus und begannen, ihn am hinteren

Teil der Bahre zu tragen, während wir den vorderen Teil schützten. Wir hörten ein

Dröhnen und Rascheln, bis wir nach al-Ghariyyayn kamen, und da sahen wir

einen weißen Felsen, der vor Licht erstrahlte. Wir gruben dort, und da war ein

Schild, auf dem geschrieben stand: „Dies ist eines der Dinge, die Nuh (a.) für ‘Ali

ibn Abi Talib (a.) aufbewahrt hat.“ Wir bestatteten ihn dort und gingen fort. Wir

waren glücklich über die Ehrung, die Allah dem Fürsten der Gläubigen (a.) zuteil

werden ließ. Eine Gruppe der Schi´a folgte uns, aber sie waren nicht bei dem Gebet

für ihn anwesend gewesen. Wir berichteten ihnen, was geschehen war und von

der Ehrung, die Allah, Der Allmächtige, dem Fürsten der Gläubigen erwiesen

hatte. Sie sagten, dass sie auch gerne das sehen würden, was wir gesehen hatten.

Wir sagten ihnen: ‘Der Platz ist seinem Vermächtnis gemäß verborgen worden.’

Sie gingen los, kehrten zurück und berichteten, dass sie zwar gegraben, aber nichts

gefunden hatten.“

Muhammad ibn ‘Umara berichtete: Dschabir ibn Yazid al-Dschu´fi sagte zu mir:

„Ich fragte Abu Dscha´far Muhammad ibn ‘Ali al-Baqir, wo der Fürst der Gläubigen

(a.) begraben sei. Er sagte: „Er wurde in der Nähe von al-Ghariyyayn begraben.

Er wurde noch vor der Morgendämmerung begraben. Al-Hassan, al-Hussain

(a.) und Muhammad, die Söhne ‘Alis, sowie ‘Abdullah ibn Dscha´far (r.) gingen in

das Grab hinein.“

Ya´qub ibn Yazid berichtete von Ibn Abi ‘Umair, von seinen Männern: „Al-

Hussain ibn ‘Ali (a.) wurde gefragt: ‘Wo habt ihr den Fürsten der Gläubigen (a.)

begraben?’, ‘Wir gingen mit ihm in der Nacht an der Moschee von al-Asch´ath

vorbei, bis wir mit ihm an die Hinterseite neben al-Ghariyyayn kamen und bestatteten

ihn dort.’“

Muhammad ibn Zakariyya berichtete: ‘Abdullah ibn Muhammad sagte uns von Ibn

A´ischa, der sagte: ‘Abdullah ibn Hazim berichtete mir: „Wir gingen eines Tages

mit al-Raschid von Kufa aus auf die Jagd. Wir kamen in die Region von al-

Ghariyyayn und al-Thawiyya und sahen einige Gazellen. Wir schickten die Jagdfalken

und -hunde auf sie los. Sie verfolgten sie eine Stunde lang, doch die Gazellen

flüchteten auf einen Hügel. Sie hörten auf, sie zu jagen; die Falken flogen zum

Boden hinab, und die Hunde kehrten zurück. Al-Raschid wunderte sich darüber,

dann kamen die Gazellen den Hügel hinab, auch die Falken und die Hunde. Da

kehrten die Gazellen zum Hügel zurück, und die Falken und Hunde gingen wieder

weg von ihnen, und das wiederholte sich dreimal. Da sagte Harun al-Raschid:

“Rennt los und bringt mir den, den ihr dort trefft“, und wir brachten einen alten

Mann zu ihm von den Banu Asad. „Sage mir, was es mit diesem Hügel auf sich

hat“, sagte Harun al-Raschid. „Wenn du mir Sicherheit garantierst, dann werde

ich es dir berichten“, antwortete er. „Du hast das Versprechen und den Bund

Allahs“, sagte (Harun al-Raschid), „dass ich nicht wütend auf dich sein oder dir

Schaden zufügen werde.“ Da sagte der alte Mann: „Mein Vater berichtete mir von

seinen Vorvätern, dass sie zu sagen pflegten, dass sich auf diesem Hügel das Grab

von ‘Ali ibn Abi Talib (a.) befinde, und dass Allah es zu einem Heiligtum gemacht

habe, so dass alles (und jeder), der dort Zuflucht sucht, sicher ist.“ Harun stieg

hinab und rief nach Wasser. Dann vollzog er die rituelle Reinigung (wudhu’) und

betete beim Hügel. Er rieb sich mit dem Sand (des Hügels) ein und begann zu

weinen. Dann gingen wir fort.“ Muhammad bin ‘A´ischa sagte: „Mein Herz konnte

das nicht akzeptieren, und einige Tage später vollzog ich die Pilgerfahrt nach

Mekka. Dort traf ich Yasir, einen von al-Raschids Männern. Er pflegte mit uns zu

sitzen. Als wir die Umkreisung der Kaaba (tawwaf) beendet hatten, ging das Gespräch

weiter, bis er sagte: „Al-Raschid sagte mir eines Nachts, als wir aus Mekka

gekommen waren und in Kufa Halt machten: ‘Yasir, sage ‘Isa ibn Dscha´far, dass

er (mit mir) losreiten soll.’ Und sie ritten los, und ich ritt mit ihnen, bis wir nach

al-Ghariyyayn kamen. ’Isa legte sich nieder und schlief ein. Aber al-Raschid ging

zum Hügel und betete dort, und immer, wenn er zwei Rak´at gebetet hatte, sprach

er ein Bittgebet (Du´a), weinte und rieb sich mit dem Sand des Hügels ein, dann

sagte er: ‘O Cousin, bei Allah, ich kenne deine Vorzüge und deinen Vorzug (im

Islam). Bei Allah, du hast in meiner Versammlung gesessen, als ich da war, und du

warst, wie du warst, aber deine Nachkommen fügen mir Schaden zu und stellen

sich gegen mich.’ Danach stand er auf und betete, dann wiederholte er diese Worte

laut und weinte, bis es Mitternacht war. Dann sagte er : ‘Yasir, wecke ‘Isa auf,’

und ich weckte ihn, und er sagte zu diesem: ‘’Isa, wach auf und bete am Grabe

deines Cousins. ’’Welcher Cousin vom mir ist das?’, fragte ‘Isa. Er sagte: ‘Das ist

das Grab von ‘Ali ibn Abi Talib,’ antwortete er. Dann verrichtete ‘Isa seine rituelle

Waschung und stand auf zum Gebet. Er hörte damit nicht auf, bis die Morgendämmerung

heraufzog. Dann sagte ich : ‘Fürst der Gläubigen, es ist Morgen geworden.’

So ritten wir fort und kehrten nach Kufa zurück.“

Imam ‘Ali (a.), seine Vorzüge, seine ruhmreiche Taten,
das, was von seinen Weisheiten und Ermahnungen bewahrt
worden war, seine überlieferten Wundertaten, seine
Rechtsurteile und Erläuterungen
Berichte über den Vorrang, den sein Glaube an Allah und
den Gesandten Allahs (s.) hatte sowie die Tatsache, dass
er der Erste aller männlichen (religiös) Erwachsenen war

Abu al-Dschaisch al-Zafar berichtete von ibn Muhammad al-Balchi, welcher berichtete:

Abu Bakr Muhammad ibn Ahmad ibn Abi al-Thaldsch sagte uns: Abu al-

Hassan Ahmad ibn al-Qasim al-Barqi sagte: ‘Abd-al-Rahman ibn Salih al-Azdi

erzählte mir: Sa´id ibn Chaschima berichtete uns: Asad ibn ‘Ubaida sagte zu uns

von Yahya ibn ‘Afif ibn Qais, von seinem Vater: Ich saß mit al-Abbas ibn ‘Abd-al-

Mutallib (r.) in Mekka zusammen, noch bevor die Angelegenheit des Propheten (s.)

bekannt geworden war. Da kam ein junger Mann und schaute in den Himmel, als

die Sonne höher stieg. Dann wandte er sich in Richtung Kaaba und betete. Dann

kam ein Junge und stellte sich an seine rechte Seite. Dann kam eine Frau und

stellte sich hinter die beiden. Der junge Mann beugte sich (wie Ruku’ im Gebet),

der Junge beugte sich, und (auch) die Frau. Dann erhob sich der junge Mann, und

(auch) die anderen beiden erhoben sich, dann warf sich der junge Mann nieder,

und (auch) die beiden (anderen) warfen sich nieder.: „’Abbas“, sagte ich, „was

für eine großartige Sache!“ „Eine großartige Sache,“ antwortete al-Abbas, „weißt

du denn, wer dieser junge Mann ist? Das ist Muhammad ibn ‘Abdallah ibn ‘Abdal-

Muttalib, mein Cousin, und weißt du, wer dieser Junge ist? Es ist ‘Ali ibn Abi

Talib, mein Cousin. Weißt du, wer diese Frau ist? Es ist Chadidscha bint Chuwailid.

Dieser mein Cousin (d.h. Muhammad, s.) hat mir erzählt, dass sein Herr der

Herr der Himmel und der Erde sei, Der ihm diese Religion befohlen hat, die er

praktiziert. Nein, bei Allah, es gibt niemandem auf dieser Erde mit dieser Religion

außer diesen dreien.“

Abu Hafs ‘Umar ibn Muhammad al-Sairafi berichtete : Muhammad ibn Ahmad ibn

Abu al-Thaldsch berichtete mir von Ahmad ibn Muhammad al-Qasim al-Barqi von

Abu Salih Sahl ibn Salih - es war etwa im Jahre 100 nach der Hidschra - welcher

berichtete: Ich hörte Abu al-Mu´ammar ‘Abbad ibn ‘Abd-al-Samad sagen: Ich

hörte, wie Anas ibn Malik sagte: Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Die Engel segneten

mich und ‘Ali für sieben Jahre, weil nur Ali und ich die Hände zum Himmel

(erhoben) und das Zeugnis aussprachen, dass es keinen Gott außer Allahs gibt,

und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“

Mit der gleichen Überlieferungskette von Ahmad ibn al-Qasim al-Barqi Ishaq sagte

mir: Nuh ibn Qais berichtete mir: Sulaiman ibn ‘Ali al-Haschimi Abu Faima sagte

zu uns: Ich hörte Mu´adha al-Adawiyya sagte: „Ich hörte ‘Ali ibn Abi Talib (a.) auf

der Kanzel (Minbar) in Basra sagen: „Ich bin der größere Aufrichtige (al-Siddiq

al-Akbar), ich habe geglaubt, bevor Abu Bakr glaubte, und ich wurde Muslim,

bevor er Muslim wurde.“

Abu Nasr Muhammad ibn al-Hussain al-Muqri al-Basri al-Sairawani berichtete:

Abu Bakr Muhammad ibn Abi Thaldsch berichtete mir: Abu Muhammad al-Naufali

berichtete mir von Muhammad ibn ‘Abd-al-Hamid, von ‘Umar ibn ‘Abd-al-Ghiffar

al-Faqimi, welcher sagte: Ibrahim ibn Hayyan, von Abu Abdullah, dem Gefolgsmann

der Abu Haschim, von Abu Suchaila, (welcher berichtete): „‘Ammar und ich

traten die Große Pilgerfahrt (Hadsch) an. Wir hielten bei Abu Dharrs (r.) Haus an

und blieben drei Tage bei ihm. Als es für uns Zeit zum Aufbruch wurde, sagte ich

zu ihm: „Abu Dharr, wir sehen, dass nichts als Verwirrung die Leute erfasst hat,

was meinst du dazu?“ Er sagte: „Halte dich an das Buch Allahs und an ‘Ali ibn

Abi Talib (a.), dann bezeuge den Gesandten Allahs (s.), welcher sagte: „’Ali war

der erste, der an mich glaubte und wird der erste sein, der mir am Tage der Auferstehung

die Hand reichen wird. Er ist der größere Wahrhaftige (al-Siddiq al-

Akbar), der Unterscheider zwischen Wahr und Falsch. Er ist der Fürst der Gläubigen,

und das Geld ist der Führer des Unrechts.“

Scheich al-Mufid (r.) sagte (dazu)1: Die Berichte mit dieser Bedeutung sind zahlreich

und die Zeugnisse (darüber) umfangreich. Darunter ist die Aussage von Chuzaima

ibn Thabit al-Ansari (r.), der Mann, der zwei Zeugnisse abgab, in denen er

mir berichtete durch Abu ‘Abdullah Muhammad ibn ‘Imran al-Marzubani von

Muhammad ibn ‘Abbas: Muhammad ibn Yazid al-Nahwi rezitierte uns von Ibn

‘A´ischa (die Worte von) al-Chuzaima ibn Thabit al-Ansari (a.): „Ich habe nie

gedacht, dass diese Sache den Klan der Banu Haschim ausschließen würde, und

dann auch Abu al-Hassan (Imam ‘Ali, a.) . War er nicht der Erste, der mit ihrer

Qibla2 betete, und der Wissendste von dem Leuten in Überlieferungen und Lebenspraxis?

(War er nicht) der letzte Mann, der sich dem Propheten verpflichtete und

der von Dschibril3 (a.) bei der Leichenwaschung und Einkleidung ins Grabgewand

Hilfe bekam? Er hat das, womit andere nicht ausgezeichnet werden, und unter den

Leuten ist nicht derart Gutes, was an ihm ist. Was ist es, das euch veranlasst, ihn

abzulehnen, denn wir kennen ihn? Doch sind eure Treueide der größte Betrug.“

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