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Dienstag, 27 Mai 2014 10:30

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 2)

Kitab Al-Irschad -von Scheich al Mufid (Teil 2)
Berichte über ihn über das Ereignis (seines Ablebens)


und seine Kenntnis darüber, bevor es eintrat

Es wurde durch ‘Ali ibn al-Mundhir al-Tariqi berichtet, über Ibn al-Fudhail al-

Abdi1, von Fitr, von Abu Tufail ‘Amir ibn Wathila (r.), welcher berichtete:

Der Fürst der Gläubigen (a.) versammelte die Leute um Treueid (bai´a), und ‘Abdal-

Rahman ibn Muldscham al-Muradi (l.) kam (zu ihm), und er (Imam ‘Ali, a.)

weigerte sich zwei- oder dreimal, (seinen Treueid anzunehmen). Dann ließ er ihn

den Treueid leisten und sagte währenddessen zu ihm (Ibn Muldscham, l.): „Was

hindert die verdorbenste Person (der Ummah, ihre böse Tat jetzt auszuführen)?

Denn bei Dem, in dessen Hand mein Leben ist, du wirst dieses (mit Blut) von diesem

färben“, und er legte seine Hand auf seinen Bart und seinen Kopf. Als Ibn

Muldscham (l.) sich von ihm abwandte und ihn verließ, rezitierte er (Imam ‘Ali, a.)

folgendes:

„Stärke deine Brust für den Tod, denn er wird dir begegnen,

Zeige keine Besorgnis vor dem Tod, wenn er in dein Tal tritt.

So wie das Leben dich lachen ließ, so wird es dich zum Weinen bringen.“2

Es wurde von al-Hassan ibn Mahbub überliefert, von Abu Hamza al-Thumali, von

Abu Ishaq al-Sabi´i, von al-Asbagh ibn Nubata, welcher berichtete:

Ibn Muldscham kam zu dem Fürsten der Gläubigen (a.) und leistete ihm den Treueid

mit denjenigen, die ihm die Treue schworen. Dann wandte er sich von ihm ab,

und der Fürst der Gläubigen (a.) rief ihn und ermahnte ihn, vertrauenswürdig zu

übernahm das Kalifat nach dem Tode seines Bruders al-Saffah („der Blutvergießer“) im Jahre 136 n.H.,

und er starb durch die Hand von Maimun im Jahre 158 n.H. Er wurde in al-Hudschun in Mekka begraben,

und sein Kalifat dauerte 22 Jahre (siehe „Tarich Bagdad“: 1: 62, und „Schadparat al-Dhahab“ 1:

244, und „Tarich Tabari“: 8: 113, „al-‘Ibar“: 1: 175, „al-A’lam“: 4: 117.

sein und sicher zu sein, nicht verräterisch zu handeln und nicht seinen Eid zu brechen.

Er tat dies (d.h. er versprach, sein Wort zu halten), dann wandte er sich ab.

Der Fürst der Gläubigen rief ihn ein weiteres Mal und warnte ihn, vertrauenswürdig

zu sein und sich zu versichern, nicht verräterisch zu handeln und nicht seinen Eid

zu brechen, und er tat (d.h. versprach) es, dann wandte er sich von ihm ab, und der

Fürst der Gläubigen (a.) rief ihn ein drittes Mal und ermahnte ihn, vertrauenswürdig

zu sein und sich zu versichern, nicht verräterisch zu handeln und nicht seinen Eid

zu brechen, da sagte Ibn Muldscham (l.): „Bei Allah, oh Fürst der Gläubigen, ich

habe nicht gesehen, dass du so etwas bei einem anderen außer mir gemacht hast“,

und da sagte der Fürst der Gläubigen (a.): „Ich will sein Leben, und er will meine

Ermordung. Derjenige, der bei euch Entschuldigungen vorbringt, ist einer deiner

Freunde der (vom Stamme) Murad. Geh, Ibn Muldscham, und bei Allah, ich sehe

nicht, dass du das, was du gesagt hast, halten wirst.“

Es wurde von Dscha´far ibn Sulaiman al-Dhab´i überliefert, von al-Mu´alla ibn

Ziyad, welcher berichtete: ‘Abd-al-Rahman ibn Muldscham (l.) kam zum Fürsten

der Gläubigen (a.) und bat ihn, ihm ein Pferd zu geben. Er sagte: „O Fürst der

Gläubigen, gib mir ein Pferd“, und der Fürst der Gläubigen (a.) sah ihn an und

sagte: „Bist du ‘Abd-al-Rahman ibn Muldscham al-Muradi?“ „Ja“, antwortete er,

und (Imam ‘Ali, a.) sagte: „Ghazwan, gib ihm den Fuchs1,“ und er kam mit einem

Fuchs. Ibn Muldscham (l.) stieg auf und nahm die Zügel auf. Als er sich entfernt

hatte, sagte der Fürst der Gläubigen: „Ich will sein Leben, und er will meinen Tod.

Derjenige, der bei euch Entschuldigungen vorbringt, ist einer deiner Freude (vom

Stamme) der Banu Murad.“

Und als er (Ibn Muldscham, l.) das, was er vorhatte, ausgeführt und den Fürsten der

Gläubigen (a.) (mit dem Schwert) getroffen hatte, wurde er ergriffen, als er die

Moschee verließ und wurde zu dem Fürsten der Gläubigen (a.) gebracht. Da sagte

der Fürst der Gläubigen (a.) zu ihm: „Bei Allah, ich habe dich so behandelt, wie

ich es getan hatte. Obwohl ich wusste, dass du mein Mörder sein wirst, habe ich

das getan, um Allah um Unterstützung gegen dich zu bitten.“

Es gibt andere Berichte, in denen er (Imam ‘Ali, a.) seinen eigenen Tod seiner

Familie und seinen Gefährten vor seiner Ermordung ankündigte: Abu al-Ahwal

überlieferte von al-Adschlah, von den Scheichs von Kinda, dass er sie mehr als

zwanzig Mal sagen hörte: „Wir hörten ’Ali auf der Kanzel (minbar) sagen: ‘Was

hindert den Niedrigsten von ihr (d.h. der Ummah) daran, dieses mit dem Blut von

dem Darüberliegenden rot zu färben?’, und er legte seine Hand an seinen Bart.

‘Ali ibn al-Hazawwar berichtete von al-Asbagh ibn Nubata: Der Fürst der Gläubigen

(a.) predigte in dem Monat, in dem er ermordet wurde und sagte: „Der Monat

Ramadan ist zu euch gekommen, und der ist der Herr der Monate und der Vorderste

im Jahr. In ihm (d.h. im Monat Ramadan) dreht sich die Mühle der Macht

von neuem. Fürwahr, ihr werdet die Pilgerfahrt im (nächsten) Jahr in einer Reihe

antreten (d.h. ohne einen Imam, der euch anführt). Das Zeichen dafür wird sein,

dass ich nicht mehr unter euch sein werde.“ So kündigte er seinen Tod an, aber wir

haben es nicht verstanden.

Al-Fadhl ibn Dukain überlieferte von Hayyan ibn al-Abbas, von ‘Uthman ibn al-

Mughira: Als der Monat Ramadan begonnen hatte, nahm der Fürst der Gläubigen

(a.) sein Abendessen einen Abend mit al-Hassan (a.) ein, einen Abend bei al-

Hussain (a.) und einen Abend bei ‘Abdullah ibn al-Abbas. Er begnügte sich mit

drei Bissen (Essen). Als er eines Abends danach gefragt wurde, sagte er: „Ich

möchte, dass die Bestimmung Allahs zu mir kommt, während ich hungrig bin“. Es

war nur eine oder zwei Nächte später, als er gegen Ende der Nacht (vom Schwert)

getroffen wurde.

Isma´il ibn Ziyad berichtete von Umm Musa, einer Dienerin Imam ‘Alis (a.) und

Amme seiner Tochter Fatima. Sie sagte: Ich hörte ‘Ali (a.) zu seiner Tochter Umm

Kulthum sagen: „Oh mein Töchterchen, ich sehe, dass mir nur noch wenig Zeit mit

euch bleibt.“ „Wie das, mein Vater“, fragte sie. „Ich sah den Gesandten Allahs (s.)

in meinem Traum, wie er den Staub von meinem Gesicht wischte und sagte: ‘’Ali,

sorge dich nicht, du hast deine Aufgabe vollbracht.’“ Nur drei Tage später wurde

er mit jenem (Schwert-)Streich niedergestreckt. Umm Kulthum schrie auf (vor

Kummer), und er (Imam ‘Ali, a.) sagte: „Mein Töchterchen, mach das nicht, denn

ich sehe den Gesandten Allahs (s.) mit der Hand auf mich zeigen und sagen: ‘Ali,

komm zu uns, denn was bei uns ist, ist besser für dich.’“

‘Ammar al-Duhni überlieferte von Abu Salih al-Hanafi, welcher berichtete: Ich

hörte ‘Ali (a s.) sagen: „Ich sah den Propheten (s.) im Traum, und ich klagte bei

ihm weinend über die Belastungen und Zwistigkeiten, die ich von seiner Ummah

erfuhr. Er sagte: ‘Weine nicht, ‘Ali, schaue hinter dich’, und ich schaute mich um

und sah zwei gefesselte Männer, und ihre Köpfe wurden von Felsbrocken zerschmettert.“

(Abu Salih fügte hinzu:) Ich ging am nächsten Morgen zu ihm, wie ich

es jeden Morgen zu tun pflegte. Als ich zu dem Platz der Metzger kam, traf ich die

Leute, und sie sagten mir, dass der Fürst der Gläubigen (a.) ermordet worden war.

‘Abdullah bin Musa überlieferte von al-Hassan ibn Dinar, von al-Hassan al-Basri,

der erzählte: Der Fürst der Gläubigen (a.) durchwachte die Nacht, an deren folgendem

Morgen er ermordet wurde, und ging nicht in die Moschee, um das Nacht-

Gebet1 zu verrichten, wie es (sonst) seine Gewohnheit war. Seine Tochter Umm

Kulthum (r.) fragte ihn, was es denn sei, das ihn wach halte. Er antwortete: „Wenn

es Morgen wird, werde ich getötet werden.“ Da kam Ibn al-Nabbah zu ihm und rief

ihn zum Gebet. Er (Imam ‘Ali, a.) ging nicht weit, dann kehrte er zurück. „Sage

Dscha´da, dass er mit den Leuten beten soll“, sagte Umm Kulthum. „Ja“, sagte er,

„sage Dscha´da, dass er mit den Leuten das Gebet verrichten soll.“ Doch dann

sagte er: „Es gibt kein Entkommen von der (mir) bestimmten Zeit“, und er ging zur

Moschee. Da war plötzlich ein Mann, der die ganze Nacht wach geblieben war, um

ihm aufzulauern. Als es vor der Morgendämmerung kühl geworden war, war er

eingeschlafen. Da berührte ihn der Fürst der Gläubigen (a.) mit dem Fuß und sagte:

„Das Gebet“, da stand er auf und schlug ihn (mit dem Schwert) nieder.

In einem anderen Hadith hieß es: Der Fürst der Gläubigen (a.) war jene Nacht aufgeblieben

und oft hinausgegangen, um zum Himmel zu schauen und zu sagen: „Bei

Allah, ich habe nie gelogen, noch bin ich (jemals von Allah) belogen worden. Dies

ist die Nacht, die mir verheißen wurde.“ Dann ging er zurück auf sein Nachtlager,

und als die Dämmerung heraufzog, zog er sein Taillengewand (izar) an, ging hinaus

und sagte: „Stärke deine Brust für den Tod, denn der Tod wird dir begegnen. Zeige

dem Tod gegenüber keine Besorgnis, wenn er dein Tal betritt.“ Als er auf den Hof

seines Hauses trat, kamen ihm die Gänse entgegen und schnatterten ihm ins Gesicht.

(Die Leute) versuchten, sie zu vertreiben, doch er (Imam ‘Ali a.) sagte:

„Lasst sie, sie trauern“, dann ging er hinaus und wurde niedergeschlagen.

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