Mittwoch, 23. Mai 2012

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Montag, 06. Februar 2012 um 13:59

GUTE GESCHICHTEN- von Mehdi Adaryazdi (Teil 1)

Geschrieben von Cheraghi
GUTE GESCHICHTEN- von Mehdi Adaryazdi (Teil 1)

Gute Geschichten
Mehdi Adaryazdi

übersetzt von Helle S. Kamalian
Herausgeber: Sazeman-Tablighat-Islami, 1995, Tehern


1. Besser als alle anderen

Das Elefantenjahr war jenes Jahr, in dem Abraham mit seinem Elefantenheer nach

Mekka aufbrach und dort durch einen Steinhagel, die Vogel auf ihn niedergehen liesen,

vernichtet wurde, - das heist nicht nur er, sonder mit ihm alle seine Krieger, bis auf

einen. Da dieses Geschehen hochst erstaunlich und bemerkenswert war, legten die

Leute Arabiens ihre bisherige Zeitrechnung beiseite und begannen eine neue mit diesem

Jahr, das sie „Elefantenjahr“ nannten.

Nun zu unserer Geschichte:

Es war das achte Jahr nach dem Elefantenereignis. Das heist also: 45 Jahre vor dem

Beginn der Hidschra-Zeitrechnung. Die Hadschtage standen bevor, - jene Tage, da die

Leute zur Kaaba pilgern. Es war fruh am Morgen. Im Schatten der Kaaba hatte sich

Abdul Mutalib – Altester der Sippe Haschim und Oberhaupt des Stammes Quraisch – auf

einer Bastmatte niedergesetzt, um die Sitzung zu leiten. Um ihn herum scharten sich

die Sippenaltesten.

Mekka zur Hadschzeit zu verwalten, war nicht so einfach. Abgesehen von dem

Parlamentarischen Rat, der „Dar un Nudwah“ genannt wurde, gab es in der Stadt noch

neun weitere Vereinigungen, die – eine jede fur sich – fur einen bestimmten

Aufgabenbereich verantwortlich waren.

Zwei von ihnen, „Rafadah“ und „Siqayah“, wurden von Abdul Mutalib dirigiert. Die

„Rafadah – Organisation“ hatte fur ihre Betreuung der Pilger zu sorgen. Jeder, von wo

er auch kam, war Gast der Rafadah- Vereinigung, die von den Wohlhabenden Mekkas

unterstutzt wurden. Alle die zum Hadsch in die Stadt kamen, erhielten kostenlose

Unterkunft und Verpflegung. Die Bewohner Mekkas betrachteten die Pilger als Gaste

ihrer Stadt, weswegen sie alles taten, um sie gut zu bewirten. Dieses aber hatte

mehrere Grunde. Einmal, um so viele wie moglich zu Besuch der Kaaba anzuregen. Zum

anderen aber: Da Gastfreundschaft und Groszugigkeit zu Ehre und guten Ruf fuhrten,

wollte man auf diese Weise das Image der Stadt heben und dem eigenen Stamm und

den eigenen Sippen zu hochstmoglichem Ruhm verhelfen. Daruber hinaus war es

sinnvoll, die Freundschaft all jener, die in der nahen und fernen Steppe lebten, zu

gewinnen. Deswegen, weil diese die Handelskarawanen der reichen Kaufleute Mekkas

gegen Wegelagerer und sonst welche Banditen schutzen. Die „Siqayah- Organisation“

kummerte sich darum, dass die Kaaba- Besucher mit Trinkwasser versorgt wurden.

Dazu musst du wissen:

Mekka ist ein trockenes, sehr warmes und unfruchtbares Gebiet, in dem es nicht viel

Wasser gibt. So war es auch damals. Bis auf einige wenige Brunnen, aus denen die

Mekkaner ihr Trinkwasser bezogen, gab es nichts! Keinen Bach, keinen Fluss, keinen

See. Nichts!

Daher stellte in der Hadschzeit, wenn viele Pilger in die Stadt kamen, die

Trinkwasserversorgung ein recht schwieriges Kapitel dar, weswegen die Siqayah-Leute

gezwungen waren, schon einige Zeit vor Beginn des Hadsch aus den vorhandenen

Brunnen Mekkas und Umgebung Wasser zu ziehen und es in Wasserspeichern zu

sammeln.

Die Pilger zahlten nichts fur ihr Essen und Trinken, dieweil die Ausgaben, die fur ihre

Verpflegung notwendig wurden, hoch waren. Was aber einer allein nicht vermag, kann

er mit Hilfe der anderen zu Wege bringen, nicht wahr?

Genau deswegen hatten man in jener Zeit, da „Qusay“, der Grosvater Abdul Mutalibs in

Mekka das Sagen hatte, ein Abkommen getroffen, demzufolge ein jeder der Grosen und

Altesten der mekkanischen Sippen jahrlich einen Beitrag - je nach Einkommen und

Vermogen – beisteuerte. Diese geschah in Form einer mehr oder weniger freiwilligen

Unterstutzung die den Betreffenden zur Ehre gereichte.

Gewaltsam wurde dieser Zuschuss nicht eingezogen, doch niemand konnte sich ihm

entziehen. Ob er Geld gab oder Waren, spielte keine Rolle. Der eine stellte z.B. ein

Kamel zur Verfugung, der andere entrichtete Geld, wieder ein anderer lieferte Obst oder

etwas anderes, dass ihm moglich war.

Die Meisten von ihnen waren Kaufleute, die mit einer Karawane nach Damaskus oder

Jemen reisten und dort Ware kauften bzw. verkauften oder aber in Mekka; der

Metropole Arabiens, durch die alle Wege in die nah – und weitgelegenen Gebiete

fuhrten- Handel trieben.

Einige hatten auserhalb von Mekka Landereien, Garten und Haine, die sie

bewirtschaften liesen. Manch einer von denen, die zur Unterstutzung des Pilgerfonds

sozusagen verpflichtet waren, gab mehr als er brauchte. Aber es gab auch solche, die

ihre Abkommenspflicht vernachlassigten und auf die leichte Schulter nahmen.

Einer von jenen, die in dem besagten Jahre ihren Beitrag noch nicht geleistet hatten,

war Hafs Ibn Murah, ein wohlhabender, bekannter Mann. Er besas hunderte Kamele, die

er an Handelskarawanen vermietet. In Taif – einem Ort, der 8 Farsah (50 Kilometer)

von Mekka entfernt ist – gehorten ihm Landereien, dir reiche Ertrage gaben.

Warum er seinen Anteil noch nicht beigesteuert und weshalb er sich damit in den Ruf

gebracht hatte, unzuverlassig zu sein, wusste niemand so recht zu sagen. Nur eines war

bekannt: Jeder, der zu ihm ging und an die Abmachung erinnerte, erhielt von ihm eine

„Abfuhr“.

Als sie nun an jenem fruhen Morgen die Listen pruften und auf den Namen Hafs Ibn

Murah stiesen, meinte Abdul Mutalib erstaunt:

„Was ist denn das? Hafs hat seine funf Kamele und 100 Man (etwa 300 Kilo Weizen oder

Hafer) noch nicht gegeben? Warum hat ihn noch niemand darauf aufmerksam

gemacht?“

Seine Mitarbeiter antworteten:

„Wir haben ihn schon daran erinnert. Mehre Male schickten wir jemanden zu ihm, doch

er ruhrt sich nicht. Er will es auch gar nicht. Jeder, der zu ihm geht, weist er mit

heftigen Worten ab!“

Abdul Mutalib meinte: „Wir wollen es noch einmal versuchen. Einer soll zu ihm gehen

und ihn an sein Versprechen erinnern!“ Sie entgegneten: „Das ist vollig zwecklos! Dieser

Mensch gibt nicht einen Heller. Er droht und flucht, aber ruckt nichts heraus! Es heist,

er gehe mit dem Knuppel auf unsere Leute los und droht, ihnen den Schadel

einschlagen zu wollen und ahnliches.“

Abdul Mutalib uberlegte ein wenig und sah dann Muhammad (s.a.s) an. Muhammad,

sein Enkel und Sohn Abdullāhs, war fast immer bei ihm und sah in bei der Arbeit zu.

Auch heute sas der achtjahrige Knabe, der Vater und Mutter verloren hatte, neben ihm

und achtete auf das, was der Grosvater tat uns sprach. Abdul Mutalib sagte:

„Muhammad! Mein Junge! Weist du, wo Hafs wohnt?“ Der Knabe antwortete: „Ja,

Grosvater!“

Abdul Mutalib fuhr fort: „Ich mochte, dass du hingehst zu ihm und heraus findest, was

mit ihm los ist! Wenn er seinen Beitrag nicht mehr geben will, so soll er es rundheraus

sagen, damit wir ihn aus der Liste streichen. Mochte er aber an seinem Abkommen

festhalten, so mussen wir wissen, warum er sich so ganz anders verhalt, als es sein

musste! Ich glaube, mehr brauche ich dir wohl nicht zu sagen. Du weist selbst, wie du

mit ihm sprechen musst, nicht wahr?“

Muhammad (s.a.s) stand auf und meinte: „So Gott will, komme ich nicht mit leeren

Handen zuruck!“

Abdul Mutalib riet ihm noch: „Amar soll dich begleiten. Es wird besser sein, wenn er mit

dir kommt, Junge!“

Einer meinte: „ Das ist zu riskant! Schick doch kein Kind zu ihm“!

Abdul Mutalib aber antwortete nur: „Lasst nur! Wir werden ja sehen, was geschieht!“

So machten sich die beiden Knaben auf den Weg zu Hafs. Einige Zeit spater wurde

Abdul Mutalib die Nachricht gebracht, dass Muhammad in Begleitung des Hafs Ibn

Murah mit sechs beladenen Kamelen angekommen sei.

Alle sahen sich um, voller Erstaunen und Verwunderung. Muhammad war in ein

Gesprach mit Hafs vertieft und Amer zog die schwer beladenen Kamele hinter sich her.

Hafs gruste die Versammelten und entschuldigte sich dafur, seinen Beitrag so spat zu

leisten. Er sagte:

„Ich mochte sechs Kamele statt der abgemachten funf geben, deswegen, weil sich dein

Bote so uberaus hoflich und wohlgesittet mir gegenuber verhalten hat und mich dadurch

geradezu beschamte.“

Abdul Mutalib entgegnete: „Hab Dank, Hafs! Gott moge es dir vergelten! Doch sag, was

ist geschehen? Man erzahlt, du habest alle, die zu dir kamen, beschimpft und unter

Drohungen fortgeschickt? Einige sagten sogar: Hafs wollte uns den Schadel einschlagen

und mit seinem Knuppel auf uns losgehen!

Als ich das horte, war ich doch sehr verwundert, denn so kenne ich dich nicht! Nie bist

du rabiat oder unhoflich gewesen!“

„Jawohl, das habe ich gesagt. Ich habe sie bedroht und beschimpft! Du aber weist, dass

ich bisher niemanden den Kopf eingeschlagen und keinem ein hassliches Wort gesagt

habe. Doch sie haben mich mit ihrem Verhalten zornig gemacht und bis aufs Blut

gereizt! Ich hatte vor, zu kommen und ihnen in Anwesenheit aller eine Lektion zu

erteilen. Du aber hast heute jemanden zu mir geschickt, der mich was lehrte. Bei

meinem Leben! Noch nie ist mir bisher jemand begegnet, der so fein und taktvoll von so

hoher Gesinnung gewesen ware wie Muhammad!“

„Erzahl, was ist geschehen“, forderte Abdul Mutalib ihn auf.

Hafs: „Ich sehe, ihr habt heute viel zu tun und will euch darum nicht lange aufhalten.

Wenn aber die drei, die vorher zu mir kamen, heute hier sind, so will ich ihnen ein paar

Wortchen sagen und dann gehen!“

Daraufhin Abdul Mutalib: „Weist du, Hafs, hier ist nicht der rechte Ort, um zu schimpfen

oder ahnliches! Denk daran!“

„Ich will niemanden beschimpfen“, antwortete Hafs. „Sei unbesorgt! Und ich werde auch

keinen Schadel einschlagen!“

Abdul Mutalib lachte und meinte: „Gut, ist in Ordnung!“ Dann rief er: „Hufayd, Naiim,

Samil! Kommt her! Wir wollen horen, was Hafs zu sagen hat! Setzen wir uns

gemeinsam dort in die Ecke!“

Muhammad verabschiedet sich von ihnen und ging. Als die drei gekommen waren, sagte

Hafs: „Seid nicht beunruhigt! Ich werde euch nichts zu leide tun! Aber hort gut zu, was

ich euch zu sagen habe! Es ist zu eurem eigenen Nutzen!“

Daraufhin wandte er sich Abdul Mutalib zu und meinte: „Weist du, was Hufayd tat, als

er zu mir kam? Er trat in mein Haus ein und schrie mich in Gegenwart meiner Frau,

meiner Kinder, meiner Gaste und Hausangestellten an, sofort meinen Anteil

herzugeben und nicht so saumig zu sein! Als ich ihm erklaren wollte, warum es ihm

nicht punktlich geben konnte, horte er gar nicht zu, sondern schmahte mich vor meinen

Angehorigen. Dadurch geriet ich in Zorn und befahl, ihn aus meinem Haus zu werfen!

Es stimmt zwar, dass ich gesagt habe, ihm den Schadel einschlagen zu wollen, wenn er

nicht sofort ging, aber getan habe ich es nicht! Mit dieser Drohung wollte ich ihm nur

eine passende Antwort auf sein schabiges Verhalten gegeben haben!

Aber Naiim? Wie ging er gegen mich vor! Hort nur her! Ohne Erlaubnis drang er einfach

in mein Haus ein, trat in den Hof hinaus und griff nach meinem Kamel, um es

fortzubringen. Ich fragte ihn: „Was tust du da?!“

Er antwortete: „ Ich bringe das fort, was dem Rafadah Verein zusteht!“

Darauf ich: „Untersteh dich! Bist du gekommen, um eine Botschaft an mich

auszurichten oder um zu stehlen? Wie benimmst du dich nur! Hat Abdul Mutalib dich

angewiesen, in dieser Weise gegen mich vorzugehen? Bist du nicht ganz gescheit? Ist

dir nicht klar, dass ich Herr in diesem Hause bin? Warum redest du mit mir nicht so, wie

es sich gehort? Warum willst du das, was mir gehort, ohne Erlaubnis fortzuschleppen?“

Er gab mir irgendeine absurde Antwort, und ich packte ihn demzufolge beim Ohr und

war ihn hinaus. Dann sagte ich noch:“ So! Und dieses will ich dir noch sagen: Nicht

einen roten Heller werde ich hergeben! Und dem, der dich geschickt hat, richte aus, das

von mir nichts zu erwarten ist!“

Ja, und dann kam noch Sami. Immerhin…. Er verhielt sich noch ein bisschen besser als

die anderen. Dennoch! Auch er hat mich nicht gefragt, warum ich meinem Beitrag noch

nicht gegeben habe, sondern auch er war unhoflich und fing gleich an, mir Vorwurfe zu

machen. Ich wollte ihm den Grund fur die Verspatung erklaren, doch er wollte ihn gar

nicht wissen. Er redete, wenn ich etwas sagen wollte, ununterbrochen dazwischen und

lies mich nicht zu Worte kommen. Schlieslich sagte ich ihm:

“Weist du was? Verschwinde, bevor ich dir etwas sage, was du nicht gerne horst! Ich

werde erst dann richtig antworten, wenn jemand kommt, der richtig mit mir spricht!“

Die drei haben mich rasend gemacht! Ich war drauf und dran, zu dir zu kommen und

dich zu bitten, meinen Namen aus der Liste zu streiche. Wen Ansehen und Ehre von

einer derartigen Behandlung abhangig sind, so lege ich keinen Wert darauf!

Doch nun zu Muhammad. Bis zum heutigen Tag, da diese Sohn Abdullāhs zu mir kam,

kannte ich ihn nicht. Er stand plotzlich drausen vor der Tur meines Hauses und rief

„Salam“ zu uns herein. Dann bat er, eintreten zu durfen.

Ich fragte: „Wer bist du?“

Er antwortete: „Ein Gast.“

Darauf ich: „Ich heise meinen Gast willkommen!“

Lachelnd trat er ein und begann hoflich mit seiner Rede. Er sprach: „Ich habe eine

Botschaft, die ich aber nur Hafs wissen lassen darf!“

Da ich Gaste im Hause hatte, bat ich sie, mich mit den Knaben einen Moment lang allein

zulassen. Als sie hinausgegangen waren, fuhr er fort: „Abdul Mutalib schickt mich. Ich

bringe dir seinen Friedensgrus und den der anderen Freunde. Sie mochten dich daran

erinnern, dass die Hadschzeit bevorsteht. Die Ausgaben sind gros, doch das vorhandene

Budget ist nur gering. Sie bitten dich, wenn es dir recht ist, deinen Anteil dazu

beizutragen oder aber, so du verhindert bis, es zu sagen.“

Ich entgegnete: „Verhindert bin ich nun gerade nicht. Doch du…, sag mir, wer bist du?“

Er: „Ich bin der Sohn Abdullāhs.“

Ich: „Abdullāh habe ich in guter Erinnerung, ich schatzte ihn sehr! Welch guten Vater

hattest du doch! Und wie edel ist dein Grosvater! Dazu, welch gutes Kind bist du!

Mein Anteil ist bereit, dass ich ihn ubergebe. Nimm ihn und bring ihn den Freunden,

damit sie mit ihm wirtschaften. Dass ich ihn bis heute nicht gab, hatte folgenden

Grund….“

Er horte meiner Rede geduldig zu, unterbrach mich nicht und sagte, als ich geendet

hatte:

“Damit ware ja eigentlich alles in Ordnung, Aber die Angelegenheit kame besser ins

Reine, wenn du mir eine Bitte gewahrst.“

„Was kann ich tun?“ fragte ich.

Er: „Wie gut ware es, wenn du selbst mit mir kamest und Abdul Mutalib und die anderen

Freunde aufsuchest.“

Ich: „Ja, gibt es denn noch ein Problem?“

Er: „Nein, aber es sind einige unter ihnen, die ein falsches Bild von dir bekommen

haben und ich fur eigensinnig und unzuverlassig halten. Wenn ich nur deinen Anteil

bringe, so ist zwar dein Soll beglichen, doch der negative Eindruck, den einige

gewonnen haben, ist damit nicht beseitigt.

Kommst du aber mit und erklarst den Grund der Verspatung, so wird niemand mehr

derartiges uber dich denken oder sagen konnen, womit dein Ansehen wieder hergestellt

ist.“

Dieser Vorschlag war gut. Ich selbst ware nie auf den Gedanken gekommen. Darum

sagte ich: „Du bist ein kluger Junge! Gut, ich komme mir dir!“

Unterwegs ruhmte ich im Stillen seine Verstandigkeit und edle Gesinnung. Wisset auch

ihr den Wert diese Knaben zu schatzen. Sein Verhalten erinnert an das der grosen

Propheten! Ich weis nicht, ob ich mich verstandlich machen kann. Seht nur, er ist

gegangen, hat sich verabschiedet, als er horte, dass ich euch ein paar Dinge sagen

wollte. Warum ging er wohl? Er ging, damit ihr nicht beschamt vor ihm dazustehen

braucht. Wirklich, das ist wahrer Edelsinn!

Abdul Mutalib, er ist wahrhaftig ein geeigneter Botschaftstrager!“

Abdul Mutalib freute sich, als er die Worte horte und erwiderte lachend:

“Ja, das ist wahr! Auch ich weis, dass sich Muhammad vor uns allen durch sein gutes

Verhalten auszeichnet! Seit seiner fruhen Kindheit schon ist seine Gesinnung wie die der

Auserwahlten Gottes. Bei Gott! Er ist besser als jeder andere! Gott moge Muhammad

beschutzen und euch seinen Segen schenken. Hab Dank! Hafs ! Hab dank!“

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