Donnerstag, 20. Juni 2013

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Donnerstag, 05. Juli 2012 um 10:25

Teil 342: Sure Hud (der Prophet) Verse 64- 68

Teil 342: Sure Hud (der Prophet) Verse 64- 68

Der Koranbeitrag wird mit dem Vers 64 aus der Sure 11 (Sure Hud) fortgesetzt. In diesem Vers steht etwas über die Geschichte des Propheten Salih und seinem Volk Thamud:
(11: 64- 68)


وَيَا قَوْمِ هَـٰذِهِ نَاقَةُ اللَّـهِ لَكُمْ آيَةً فَذَرُوهَا تَأْكُلْ فِي أَرْضِ اللَّـهِ وَلَا تَمَسُّوهَا بِسُوءٍ فَيَأْخُذَكُمْ عَذَابٌ قَرِيبٌ
„(Salih sagte : ) `Ihr Leute, dies ist die Kamelstute Gottes, (von Gott) euch zum Zeichen (geschaffen). Lasst es sich frei bewegen, damit es auf der Erde Gottes weidet und tut ihm nichts Böses an. Sonst kommt bald eine Strafe über euch.“ (11: 64)

Im letzten Beitrag sagten wir, dass das Volk des Salih auf die einleuchtende Einladung zum Gottesglauben mit Verleumdungen und Lügen reagierten und den Propheten Salih warnten, sich nicht gegen die Sitten ihrer Vorväter zu stellen.

Die Propheten gingen so vor, dass sie nicht nur sachlich und einleuchtend sprachen, sondern auch mit Gottes Erlaubnis Wunder vollbrachten, damit die Menschen nicht mehr zweifeln.

Gott wollte, dass für Salih eine Kamelsstute aus dem Berg hervortritt. Sie war trächtig, ohne mit einem Hengst in Berührung gekommen zu sein und weil sie ein Fohlen trug, konnte sie gemolken werden. Salih bat sein Volk, die Thamud, dieser Kamelsstute nichts anzutun und sie ungehindert weiden und Wasser trinken zu lassen. Er mahnte sie, dass ihnen die Strafe Gottes droht, wenn sie das nicht tun.

Wir können uns merken:

Erstens: Die Macht Gottes steht über materiellen Ursachen und Mitteln. Ein Beispiel dafür ist die Erschaffung dieser Kamelsstute und ihr Fohlen.

Zweitens: Die Schmähung von Heiligkeiten hat die baldige Strafe Gottes zur Folge.

Es folgt nun der Vers 65 der Sure Hud:

فَعَقَرُوهَا فَقَالَ تَمَتَّعُوا فِي دَارِكُمْ ثَلَاثَةَ أَيَّامٍ ۖ ذَٰلِكَ وَعْدٌ غَيْرُ مَكْذُوبٍ
„Aber sie töteten die Kamelsstute (und schnitten ihr die Fersen durch) Da sagte er: `Genießet in eurer Behausung noch drei Tage. (dann wird die Strafe herabkommen) Das ist keine leere Drohung!“ (11: 65) 

Das Volk Thamud folgte nicht dem Aufruf des Salih. Es erkannte das Wunder, das er von Seiten Gottes überbracht hatte, nicht an. Einer von ihnen tötete die Kamelsstute und die anderen hielten ihn nicht davon ab, sondern waren damit einverstanden oder lobten ihn sogar. Daher galt die Drohung Gottes für alle. Die dreitägige Frist war eine Zeit um zu bereuen oder aber für die seelische Pein in Erwartung der Strafe.

Wir sehen:

Erstens: Das Einverständnis mit der Sünde der anderen, ist eine Art Mitbeteiligung an dieser Sünde. Wer die Sünder unterstützt, wird Komplize des Vergehens.

Zweitens: Wir sollten die göttlichen Warnungen, dass Schmähungen von unantastbaren religiösen Dingen mit Sicherheit bestraft werden, ernst nehmen.

Nun zu dem Vers 66 der Sure Hud:

فَلَمَّا جَاءَ أَمْرُنَا نَجَّيْنَا صَالِحًا وَالَّذِينَ آمَنُوا مَعَهُ بِرَحْمَةٍ مِّنَّا وَمِنْ خِزْيِ يَوْمِئِذٍ ۗ إِنَّ رَبَّكَ هُوَ الْقَوِيُّ الْعَزِيزُ
„Und als dann Unsere Entscheidung eintraf, erretteten wir in Unserer Barmherzigkeit Salih und diejenigen, die mit ihm glaubten, vor der Schande an jenem Tag. Dein Herr ist der Starke und Mächtige.“ (11: 66)

Von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben sind sowohl die Gläubigen als auch die Gottesleugner betroffen. Aber wenn göttliche Strafe herabkommt, bleiben die Gläubigen vor ihr bewahrt und nur die Gottesleugner- und –verleumder, die diese Strafe verdient haben, werden betroffen.

Daher hat Gott bei Herabsendung der Strafe auf das Volk Thamud, Seinen Propheten und die Gläubigen gerettet und nur die Sünder vernichtet. Dies ist in sich schon ein Zeichen für die Macht Gottes, gegen die niemand ankommt.

Aus dem Vers 66 der Sure 11 lernen wir:

Erstens: Die Befolgung der Propheten führt dazu, dass der Mensch von Schmach bewahrt bleibt und Größe erreicht.

Zweitens: Es ist für Gott leicht eine geringe Anzahl von Gläubigen aus der Mitte einer großen Anzahl von Ungläubigen zu erretten.

Der Beitrag endet mit den Versen 67 und 68:

وَأَخَذَ الَّذِينَ ظَلَمُوا الصَّيْحَةُ فَأَصْبَحُوا فِي دِيَارِهِمْ جَاثِمِينَ
„Da kam über diejenigen, die frevelten, der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Behausungen tot am Boden“ (11: 67)

كَأَن لَّمْ يَغْنَوْا فِيهَا ۗ أَلَا إِنَّ ثَمُودَ كَفَرُوا رَبَّهُمْ ۗ أَلَا بُعْدًا لِّثَمُودَ
„als hätten sie sich nie darin des Wohllebens erfreut. Die Thamud waren ja undankbar gegen ihren Herrn. Ja, Fluch über die Thamud!“ (11: 68) 

Die Verheißung, die Prophet Salih von Seiten Gottes seinem frevlerischen Volk verkündet hatte, ging in Erfüllung. Ein Schrei aus dem Himmel und ein Erdbeben vernichteten dieses schlechte Volk. Es gab ein schreckliches Gewitter und die Leute warfen sich auf die Erde und da blieben sie wie vom Blitz getroffen liegen und hatten nicht die Kraft zu fliehen.

Wir sehen:

Erstens: Das Eintreffen der göttlichen Strafe ist das Resultat des Frevels der Menschen selber. Gott wird niemand ohne Grund bestrafen.

Zweitens: Die Strafe Gottes erfolgt nicht nur am Tag des Jüngsten Gerichtes. Frevler und Unrechttuende werden schon in diesem Leben bestraft.

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