Mittwoch, 23. Mai 2012

Zuletzt aktualisiert: 01:34:18 UTC

Mittwoch, 08. Februar 2012 um 09:50

Teil 309: Sure Yunos (ein Gottesgesandter) Verse 15- 18

Teil 309: Sure Yunos (ein Gottesgesandter) Verse 15- 18

Wir beschäftigen uns nun mit den Versen 15 bis 18 der Sure 10, Sure Yunos. Der Vers 15 lautet in deutscher Sprache: (10: 15- 18)

وَإِذَا تُتْلَىٰ عَلَيْهِمْ آيَاتُنَا بَيِّنَاتٍ ۙ قَالَ الَّذِينَ لَا يَرْجُونَ لِقَاءَنَا ائْتِ بِقُرْآنٍ غَيْرِ هَـٰذَا أَوْ بَدِّلْهُ ۚ قُلْ مَا يَكُونُ لِي أَنْ أُبَدِّلَهُ مِن تِلْقَاءِ نَفْسِي ۖ إِنْ أَتَّبِعُ إِلَّا مَا يُوحَىٰ إِلَيَّ ۖ إِنِّي أَخَافُ إِنْ عَصَيْتُ رَبِّي عَذَابَ يَوْمٍ عَظِيمٍ 
"Und wenn ihnen unsere Verse als klare Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die nicht damit rechnen, uns zu begegnen: “Bring uns einen Koran, der anders ist als dieser, oder ändere ihn ab.“ (Prophet,) sag: „Ich darf ihn nicht von mir aus abändern. Ich folge nur dem, was mir geoffenbart wird. Wenn ich gegen meinen Herrn ungehorsam bin, habe ich die Strafe eines gewaltigen Tages zu fürchten.“ (10: 15)

Die Götzendiener, an die sich der Aufruf des Propheten des Islams richtete, ließen nicht von ihrem Irrglauben ab, sondern verlangten, der Prophet solle auf ihre Forderungen hören. Sie wollten, dass er die Verse, in denen die Götzen abgelehnt werden aus dem Koran streicht oder generell eine andere Schrift bringt, die keine solchen Verse enthält. Dann würden sie sich zum Propheten bekennen, sagten sie. Aber den Propheten geht es ja darum, die Menschen recht zu leiten, und nicht darum - um jeden Preis Leute um sich zu versammeln. Die Propheten können nicht unlogischen und falschen Forderungen der anderen nachkommen, nur um ihre Anhängerschar zu vergrößern.

Aufgrund des Vers 15 können wir uns merken:

Erstens: Niemand hat das Recht, die Verse in den Himmelsschriften zu ändern. Auch Propheten haben kein solches Recht. Sie beugen sich vollständig der göttlichen Offenbarung.

Zweitens: Gott sagt im Grunde, dass eine Zunahme der Anhänger auf Kosten einer Veränderung und Fälschung der Lehre und Abkehr von den Prinzipien nichts wert ist.

Es folgen die Verse 16 und 17 der Sure 10:

قُل لَّوْ شَاءَ اللَّـهُ مَا تَلَوْتُهُ عَلَيْكُمْ وَلَا أَدْرَاكُم بِهِ ۖ فَقَدْ لَبِثْتُ فِيكُمْ عُمُرًا مِّن قَبْلِهِ ۚ أَفَلَا تَعْقِلُونَ 
"Sag: „Wenn Gott gewollt hätte, hätte ich euch den Koran nicht verlesen und hätte euch nicht von ihm Kenntnis gegeben. Ich habe doch ein Leben unter euch verweilt, noch ehe er (der Koran) da war. Denkt ihr denn nicht nach?“ (10: 16)

فَمَنْ أَظْلَمُ مِمَّنِ افْتَرَىٰ عَلَى اللَّـهِ كَذِبًا أَوْ كَذَّبَ بِآيَاتِهِ ۚ إِنَّهُ لَا يُفْلِحُ الْمُجْرِمُونَ 
"Wer ist frevelhafter, als wer gegen Gott eine Lüge ausheckt oder seine Verse für Lüge erklärt? Fürwahr! Den Sündern wird es nicht wohl ergehen." (10: 17)

Hier werden diejenigen, die vom Propheten die Abänderung des Korans verlangen, daran erinnert, dass der Prophet bereits 40 Jahre unter ihnen gelebt hat und sie ihn gut kennen. Wäre der Koran sein eigenes Geistesprodukt gewesen , so hätte man doch innerhalb der vorangegangenen 40 Jahre ähnliches von ihm hören müssen. Außerdem hat er bei keinem Gelehrten Wissen erworben, so dass er aufgrund erworbener Kenntnisse ein solches Buch hätte hervorbringen können. Diejenigen, die verlangen, dass der Prophet den Koran ändert oder eine andere Schrift bringt, haben in Wahrheit die Zeichen Gottes geleugnet und somit Gott verleugnet. Das aber ist der größte Frevel gegenüber Gott, dem Koran und dem Propheten. 

Wir sollten uns also einprägen:

Erstens: Die Himmelsbücher sind göttliche Offenbarungen, sie sind nicht das geistige Produkt der Propheten und keine Lehren, die von anderen stammen.

Zweitens: Die Fälschung der religiösen Wahrheiten ist der größte Frevel.

Hier nun Vers 18 der Sure 10:

وَيَعْبُدُونَ مِن دُونِ اللَّـهِ مَا لَا يَضُرُّهُمْ وَلَا يَنفَعُهُمْ وَيَقُولُونَ هَـٰؤُلَاءِ شُفَعَاؤُنَا عِندَ اللَّـهِ ۚ قُلْ أَتُنَبِّئُونَ اللَّـهَ بِمَا لَا يَعْلَمُ فِي السَّمَاوَاتِ وَلَا فِي الْأَرْضِ ۚ سُبْحَانَهُ وَتَعَالَىٰ عَمَّا يُشْرِكُونَ 
"Sie verehren an Gottes Statt etwas, was ihnen weder schadet noch nützt. Und sie sagen: „Das (die Götzen) sind unsere Fürsprecher bei Gott“ Sag: „Wollt ihr Gott Kunde geben von etwas, von dem er keine Kenntnis hat, weder im Himmel noch auf der Erde?“ Rein ist er und gepriesen! Er ist erhaben über das, was sie Ihm beigesellen." (10: 18)

Die Götzendiener beteten falsche Götter an. Dabei konnten diese Götzen ihnen weder schaden noch etwas nützen . Es war also gar kein Anlass zur Anbetung gegeben. Allerdings argumentierten die Götzendiener damit, dass diese Götzen ihre Vermittler bei Gott sind: ihre Fürsprecher. Aber dieses Argument war auch nicht berechtigt, denn Gott hat diese Götze nicht als Fürsprecher bestimmt und ist mit einem solchen Tun auch nicht einverstanden.

An dieser Stelle muss jedoch gesagt werden, dass das Hilfegesuch bei den Propheten und den großen Gottesfreunden um Fürsprache bei ihrem Herrn etwas anderes ist, als was die Götzendiener taten. Die verstorbenen Propheten und Gottesfreunde sind ja nicht aus leblosem Stein und Holz. Sie leben zudem bei Gott in einer verborgenen Zwischenwelt. Außerdem hat Gott selber die Menschen aufgefordert, sich an sie zu wenden und wollte, dass die Menschen mittels dieser Auserlesenen einen Weg zu Gott finden.

Wir können nun sehen:

Erstens: Götzenanbeter glauben die Götzen werden Vermittler zwischen ihnen und Gott, aber Gott hat keinen Götzen Vermittler sein lassen.

Zweitens: Wir sollten Gott nichts und niemanden beigesellen und außer denen, die Gott selber zum Vermittler bestimmt hat, niemanden auf der Stufe eines Fürsprechers sehen.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren