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Donnerstag, 26 Juni 2014 01:43

Zurzeit noch im Zug der Zeit (27)

Zurzeit noch im Zug der Zeit  (27)
  Denken lenkt ... Wissen rettet  und  Unwissenheit vernichtet dich  (Imam Ali (a) (Tasnif 587 und 27))

 

Wer nachdenkt  stößt auf Fragen über das Leben und seinen Sinn. Er fragt sich nach der Entstehung der Welt und nach ihrer Zukunft.  Er verspürt Ungewissheit und Unwissenheit.  Und dies sollte der Ausgangspunkt für die Suche nach dem Wissen sein. Nehmen wir uns also Zeit für diese Suche um einige Rätsel zufriedenstellend zu lösen und offene Fragen zu klären, wie die Frage, was nach dem Tod geschieht. Manche meinen,  sie verderben sich mit diesen Gedanken die Lebensfreude.   Ist es nicht wohlwollend gemeint, wenn Gott zu Ihnen spricht:

„Ihr aber bevorzugt das Leben in dieser Welt,

„Wiewohl das Jenseits besser ist und bleibender.

„Dies ist fürwahr dasselbe, was in den früheren Schriften steht,

„Den Schriften Abrahams und Moses'“

Hl. Koran Sure 87,  16 -19

 

Wir sollten also doch lieber nachdenken,   Erkenntnis gewinnen und das Leben und die Zeit, die uns noch verbleibt, richtig nutzen.

Wer den  Abschied von dieser Welt durch eine plötzliche tödliche Erkrankung klar vor Augen hat, erkennt, dass er mit dem Tod alles Irdische liegenlassen und gehen muss. Wenn er nicht an Gott und Seine Verheißungen , an das Jüngste Gericht und an Gottes Lohn und Strafe glaubt, so wird ihn die Gewissheit über das baldige Ende wahrscheinlich in Panik versetzen. Es könnte ihn zu einem besessenen letzten Auskosten der materiellen Vergnügen veranlassen, so wie es einige ohnehin zur Betäubung des Gedankens an den Tod ständig betreiben, indem sie das Weltliche vergöttern. Vielleicht wird er aber auch so niedergeschmettert sein, dass er versucht, von eigener Hand den Tod herbeizuführen, denn er glaubt nach dem Tod sei er erlöst!

 

Wie vernünftig aber handelt ein Mensch der gläubig ist oder in einer solchen Situation durch eine Bewusstwerdung gläubig wird! Ein solcher Mensch wird die letzten Tage, Wochen und Monate seines Lebens nutzen, um sich Gott zu nähern. Er wird mit allen Kräften versuchen, Gutes zu tun. Er wird hoffen und beten, dass Gott Ihn retten möge. Retten möge nicht vor dem Tod, denn der ist ja gewiss, wie er für alle uns gewiss ist, sondern vor der Ewigen Verdammnis. Ja, es kann gut sein, dass der Gläubige  sogar dafür dankt, dass Gott ihn im voraus wissen ließ,  wann er sterben wird. Er wird danken, dass er sich auf den Abschied von dieser Welt und die Begegnung mit Gott besser vorbereiten kann und die Zeit bis dahin noch sinnvoll nutzt.

 

„Und Er hat ihnen eine Frist gesetzt, an der es keinen Zweifel gibt, ... „

Hl. Koran 17: 99.

Die wenigstem wissen, wie lange ihnen noch eine Frist gewährt ist. Sie wissen nicht, wieviel Zeit sie überhaupt noch haben sich Gott zuzuwenden, umzukehren, das Schlechte zu meiden und Gutes zu tun ! Es kann eine längere Frist sein, oder aber auch eine sehr kurze. Vielleicht ist sie morgen schon abgelaufen. Die meisten von uns wissen es doch nicht! Noch sitzen wir im Zug der Zeit.

Wichtig ist, dass wir uns bewusst werden, dass die Frist mit jeder Sekunde abläuft. Sollten wir uns diese Tatsache nicht vor Augen halten? Dies gebietet doch die Vernunft! Es wäre völlig unrealistisch das Thema „Tod“ aus unserem Denken zu streichen.  Aus dem Nachdenken über das Thema Tod entsteht auch die Frage: Was ist danach?

Nachdenken, nachdenken! Nachfragen, nachfragen! Suchen -  Bei demjenigen suchen, der das Verborgene kennt.

Es gibt Leute, die  nicht an das Leben nach dem Tod glauben und nur das Leben hier auf dieser Welt sehen. Früher oder später stößt ein solcher Mensch auf die   Unzulänglichkeiten  dieser Welt und beginnt den   Schatten, den der Tod auf das Leben wirft, zu spüren. Doch oftmals ignoriert er ihn.  Er will nichts davon wissen und hören. Das verdirbt ihm nach seiner Meinung den Spaß! Warum will er aber nicht die Tatsachen sehen?

Imam Ali (a) empfiehlt in seinem Brief an Harith Al Hamadani im Nahdsch-ul Balagha:

„ Oftmals denke an den Tod und was nach dem Tod kommt und wünsche dir nie den Tod außer aus einem starken Grund,  bei dem es sich für dich gebührt, diesen Wunsch zu hegen.“

 Nicht nur der Tod ist Realität,  sondern auch das Jüngste Gericht und die ewige Belohnung oder Bestrafung sind Tatsachen:

„Jede Seele wird den Tod kosten. Und erst am Tag der Auferstehung wird euch euer Lohn in vollem Maß zukommen.“

Hl. Koran 3: 185

Die vollständige Wahrheit ist bei Gott und er hat verheißen, dass es die Auferstehung von den Toten und eine Weiterexistenz nach dem Tod gibt.

Gott kennt alles, was für uns verborgen ist. Gott ist wahr und er spricht nur Wahrheit.

Vergewissern wir uns doch von dem Leben nach dem Tod. Ist die Existenz nach dem Tod und die Hoffnung auf ein besseres  Leben nicht die  einzige beruhigende Antwort die unserer Seele Ruhe gibt? Die einzige befriedende Antwort auf die Frage nach dem Danach?

Allerdings fordert der Sinn für die Gerechtigkeit auch, dass Gut und Schlecht im Jenseits voneinander getrennt werden.

Werden wir bewusst und nutzen wir das Leben bewusst!  Die Gewissheit über das Jenseitige Leben nach dem Tod  wird uns immer wachhalten und uns in dieser bunten Welt, in der wir auf die Probe gestellt werden, nicht das wichtigste von allem vergessen lassen: Dass wir mit unserem Handeln und Tun unser Dasein nach dem Tode total  mitbestimmen. Dies hat Gott gesagt und Sein Wort ist unanzweifelbar die ganze Wahrheit.

Wir müssen uns gedanklich den Tatsachen stellen. Wenn wir uns nicht nur mit dem irdischen Leben sondern auch mit  dem Ende des Lebens auf der jetzigen Welt auseinandersetzen,  werden sich weitere offene Fragen, die damit verknüpft sind,  ergeben,  sowohl über  das Danach und über den Zweck des Lebens: Wir sollten die Antworten  bei dem Schöpfer aller Welten suchen und nicht mehr  Augen und Ohren vor den Wahrheiten, die Er uns aus dem Verborgenen mitteilte, verschließen:

 

Nachlässig nennen wir das Thema „Tod“ tabu!

Obwohl – das Sterben mit des Schicksals schnellen Schuh

jeden erreicht!

Wir wenden uns ihm selbst und seinem Danach nicht mehr zu,

schaffen den Ängsten momentan und scheinbar  Ruh,

derweil die Zeit jedoch nicht unbeteiligt vorwärtsschleicht.

 

Nachlässig nennen wir das Thema „Tod“ tabu!

Obwohl – das Sterben mit  des Schicksals schnellen Schuh

jeden erreicht!

Weidet nicht der, für den der Tod tabu

Im Leben wie im Gras weidet ein Gnu,

Das auch sein Tun nicht eicht?

Leidet nicht der, für den der Tod tabu,

beim Scheiden und im Danach ohne Ruh,

es sei denn, dass der Trotz in ihm der Weisheit weicht

Und nach dem Grad  des Gottgläubigen vor Ablauf seiner Frist er heischt?

 

Nachlässig nennen wir das Thema „Tod“ tabu.

Obwohl – das Sterben mit des Schicksals schnellen Schuh

jeden erreicht!

Es eilt die Frist, sie schrumpft im Nu,

springt aus dem Tagestraumkanu!

Denn es zerbricht so leicht!

Horcht auf, hört Gottes Botschaft zu,

erst Gottes Wort schenkt Seelen Ruh,

nichts gibt es, was ihm gleicht.

Nachlässig nennen wir das Thema „Tod“ tabu

Obwohl – das Sterben mit des Schicksals schnellen Schuh

jeden erreicht!

Es eilt, die Frist, sie schrumpft im Nu!

Gestellt bist auf die Probe, du!

Hast du genug erreicht?

Das Schlechte lass, das Gute tu,

das rettet dich – vielleicht.

 

„Und Er hält  den Himmel zurück, damit er nicht auf die Erde fällt, es sei denn, mit Seiner Erlaubnis. Wahrlich, Allah ist gütig und barmherzig gegen die Menschen.“

Hl. Koran 22:65

„ Und Er ist es, Der euch das Leben gab, dann wird Er euch sterben lassen, dann wird Er euch (wieder) lebendig machen. Wahrlich der Mensch ist höchst undankbar.“

Hl. Koran 22:66

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