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Samstag, 05 April 2014 03:52

Zurzeit noch im Zug der Zeit (24)

„Das Mitspiel von Götzenanbetung und Heuchelei ist noch schwieriger zu erkennen, als eine Ameise, die in einer dunklen Nacht über einen schwarzen Stein läuft.“  Der  Prophet
Es gibt keinen Gott außer Gott. Dies ist der Grundsatz, den Hunderte Millionen Menschen über die Lippen bringen. Die Zehn Gebote der Christen, die Jesus von Moses übernahm,  beginnen mit diesem Grundsatz.

„Und als Wir mit den Kindern Israels ein Abkommen trafen: Dient keinem außer Allah!...“ (Hl. Koran, 2: 82)

 Aber glauben alle Anhänger der Himmelsreligionen, ob Juden, Christen oder Muslime  wahrhaftig an dieses erste Prinzip des Gottglaubens? Warum spricht dann ihr Verhalten nicht selten von einer anderen Auffassung? Steht nicht die Verehrung anderer Dinge recht hoch im Kurs? Vieles wurde zum Götzen: unsere Bequemlichkeit, das Geld, das gesellschaftliche Ansehen, oberflächliche Vergnügen, das Leben überhaupt.

Es sind Güter des materiellen Lebens, nach denen wir die Hand ausstrecken und Ruhe und Sicherheit bei ihnen erhoffen. Aber jeder wird die Erfahrung machen, dass das, was wir wie eine Gottheit behandeln, in Wahrheit sehr vergänglich ist . Er wird feststellen, dass es weder von Dauer ist noch unsere tiefsten Bedürfnisse stillen kann. Wer nur diesen Götzen sein Leben widmet, wird irgendwann mit dem Kopf an die Wand stoßen. Vielleicht gibt es dann kein Zurück mehr.

Er wird sehen, wie klein er blieb – wie niedrig – weil er Dinge verehrt hat, die ihm nichts geben konnten außer Oberflächlichkeit.

Warum sollte der Mensch erst die bittere Erfahrung machen, dass er sein Leben vergeudet hat, indem er  sich Götzen zu Füßen warf, die ihm nichts nutzen konnten?

Stellen wir uns doch einmal die Frage, die Abraham seinem Ziehvater stellte:

„... warum verehrst du das, was nicht hört und nicht sieht und dir in nichts nützen kann? „  (Hl. Koran, 19:42)

Damals warf sich der Mensch vor Standbildern nieder, die er selbst schuf oder er verehrte Dinge, die Gott geschaffen hat wie die Gestirne.  Heute vergöttert der Mensch Dinge wie die Natur, die Vernunft und die Wissenschaft.

Es gibt zahlreiche  moderne Götzen.

 Im Grund ist der größte Götze des Menschen sein Ich.  Der selbstbezogene Mensch verehrt die Wünsche des Ichs und dient ihnen. Dieser Egoismus und in Wahrheit Egotismus bedeutet, dass er die Wünsche des Menschen  verherrlicht. Er  stellt dabei seine Ansichten, ob sie nun aus seinem Gefühl, seinen Vermutungen oder persönlichen Erfahrungen oder aus dem Teilwissen über die  verborgenen Wahrheiten hervorgehen,   über die Lehre Gottes, des Allwissenden...

 

Der Koran fragt: „Hast du den gesehen, der seine Neigungen zu seinem Gott nimmt?“  (Hl. Koran, 25:43)

 

Fragen wir uns: Sind wir wirklich Gottes Diener oder dienen wir unserem Ich und seinen Neigungen?

Wir sollten uns vom Ich und seinen Leidenschaften lösen und dem zuwenden, dem alles untertan ist: Es ist der Eine Einzige Gott. Er war als nichts anderes und kein anderer war, und er  bleibt, auch wenn nichts bleiben sollte.

 

„Allah – es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist...“ Hl. Koran, 2: 255

 

Gott allein kann uns vor Unheil retten. Er allein macht uns stark, die Probleme zu überwinden und Krisen zu überstehen:  Er, der Alleinige. Nur Gott  ist es würdig, dass wir uns Ihm zuwenden, Ihn anbeten, preisen und verherrlichen. Er ist der Allweise und Allwissende und wir sollten  Seine Anweisungen befolgen und nicht die Anweisungen unseres Ichs.  Im Grunde gehen doch die zahllosen Misstände auf der Welt auf den Egoismus und Egotismus  des Menschen zurück.

„Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben, damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben, auf dass sie umkehren mögen.“ Hl. Koran, 30: 41

 

Die Abwendung vom Götzen „Ich“ und die Zuwendung zu dem Einen Gott wird der ganzen Menschheit  zum Wohl gereichen.   Diese Wende beginnt bei jedem Einzelnen und gereicht dem Einzelnen als Erstes zum Wohl. Insbesondere in dem Hiernach.

 

Sag dich von Leidenschaften los,

die unwissend du preist.

Sie sind doch falsch und sinnlos bloß,

was sich bald noch  erweist.

Sie täuschen und verraten dich,

wenn du sie auch umkreist.

Und jede wird enttarnen sich,

die Maske ihr zerschleisst.

 

Sag dich von Leidenschaften los,

die unwissend du preist.

Sie eifern um den Gnadenstoß´,

von dem du noch nichts weißt.

Sie lehren nichts, noch scher`n sie sich,

was gut, was schlecht du heißt.

Betäuben und betören dich,

dass du nach ihnen schreist.

 

Sag dich von diesen Götzen los,

die unwissend du preist.

Sie lassen dich auf einem Floß,

das dir der Strom entreißt.

Sie stoßen und verstoßen dich,

zum Zug, der bald entgleist,

öffne zum Lichte Gottes dich,

damit der Bann zerreißt.

Wärme an Seiner Quelle dich,

damit dein Ich enteist.

 

Sag dich von allen  Göttern los,

Der Kosmos nur den Einen  preist.

Denn Gott ist größer noch als groß!

ER ist es, der dich speist.

ER lenkt, beschenkt, beschütztet dich

wenn`s Dasein du durchreist.

ER  ist es, der erbarmet sich,

wenn du `s zu danken weißt.

 

 

Bevor wir das endgültige fatale Resultat des Irrglaubens konkret vor Augen haben, und eine Umkehr nicht mehr möglich ist, sollten wir uns selbst aus dem Bann des größten Götzen, des Egos, lösen und uns in den Dienst Gottes stellen.

 

Ist Gott besser oder das Ich?

„ Ist Gott besser oder sind es die Ihm beigesellten Götzen?“ Hl. Koran, 27:59

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