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Sonntag, 23 Februar 2014 03:13

Zurzeit noch im Zug der Zeit (22)

Zurzeit noch im Zug der Zeit (22)
„Was hat der gefunden, der Dich nicht gefunden hat und was fand der n i c h t, der Dich fand?“ Aus Dua Arafat von Imam Husain (a)

 

Viele lassen sich vom Leben und seinen Freuden täuschen. Aber ist nicht das Leben wie das Meer? Es  ist vom Strande aus bei Sonnenuntergang oder an einem sonnigen Tag schön anzusehen. Doch wieviel Gefahren bergen sich nicht auch in ihm und wie ist es wenn wir mitten auf See sind?

Wenn wir mitten auf See sind, erblicken wir nur Wasser um uns herum und es erwacht in uns der Wunsch  an sicheres Festland zurückzukehren. Schon bei glatter See mag es uns bei dem Gedanken an die dunkle nasse Tiefe unter der Oberfläche gruseln. Noch weniger geheuer wird uns das Meer sein, wenn wir auf einem Schiff in einen Sturm geraten.

Wüssten wir aber, dass unser Schiff ganz sicher ist, und es einfach nicht untergehen kann, so würden  wir uns selbst bei einem Sturm nicht mehr fürchten.

Auf einem solchen Schiff den Ozean des Lebens zu durchqueren, ausgerüstet mit einem Kompass der nie versagt:  Ja, das würde uns Sicherheit  geben. Mit einem solchen Schiff könnten wir durch alle hohen Wellenberge hindurch, an gefährlichen Klippen vorbei und auch über ein Bermuda-Dreieck  hinweg zu der rettenden Heimat gelangen:

 

Als Kind hockst du an Sommerstranden,

liebst über`s Meer zu schauen,

folgst mit dem Blick der weitgespannten

Grenze vom Blau zum Blauen.

Denkst: Ist denn das Meer nicht wie das Leben?

Ja, was könnt es eigentlich Schöneres geben?

 

Du glaubst, dass „Glück“, glaubst, dass die Schönheit

Im Meer sich wiederspiegeln,

Siehst nicht die Stürme, die mit der Zeit

Dir entgegen – die Wellen aufwiegeln.

Denkst: Ist denn das Meer nicht wie das Leben?

Ja, was könnt es denn wohl Edleres geben?

 

Und du steigst auf ein Schiff zu weiter Fahrt,

doch, den Ufern allsämtlich entrückt,

siehst du dich von des Meeres Ruhe genarrt,

schaust nur Wasser und fühlst dich bedrückt.

Denkst: Ist denn das Meer nicht wie das Leben?

Ja, könnt es noch Trügerisches geben?

 

Und die Wogen schütteln Dein Gefährt.

Wohin lenken sollst du das Steuer?

Ob solch eine Nussschale Schutz denn gewährt?

Sie und das Meer sind dir nicht mehr  geheuer!

Denkst: Ist denn das Meer nicht wie das Leben?

Ja , was könnt es denn Ungewisseres geben?

 

Und du siehst dich in Wassermassen verirren

Ohne den Weg zum Ufer zu wissen.

Und du fürchtest, du wirst von des Lebens Wirren

In die Tiefen herabgerissen.

Denkst: Ist denn das Meer nicht wie das Leben?

Ja könnt es denn noch Traurigeres geben?

 

Und es wird manch ein anderes Schiff vorbeizieh`n

Das ein Ufer scheinbar anstrebt.

Und du willst aus dem Ungewissen entflieh`n

Die Hoffnung ist`s , die dich belebt.

Doch, was weißt du, wenn ein Kreuzer dich einverleibt,

bei dem du die Rettung erachtetst,

ob nicht auch er einem Strande zutreibt,

an dem dich ein Unheil  erwartet.

 

Ja, das Meer, es ist ja wie das Leben.

Und das Leben, es ist ja wie das Meer.

Doch nur  e i n Schiff wird es für uns geben,

das für Rettung bietet Gewähr.

Doch nur  e i n Schriff wird aus Seenot befrei`n

Und im Hafen des Glückes anlegen.

Dieses Schiff ist der Glaube an Gottes Sein!

Wer wollte noch Zweifel da hegen?!

Gottes Lehre, sie ist`s, die die Richtung uns zeigt,

der Kompass für die Menschen an Deck –

zum Ufer, zu Gott , zur Vollkommenheit

lotst sie sicher und ohne ein Leck.

 

Lasst uns, heraus aus den Nussschalentrümmern,

dieses Schiff besteigen und glauben,

noch bevor das Leben uns herabzieht für immer

und wir selbst uns des Glückes berauben.

 

Das irdische Leben gleicht einem Meer und ein solches Meer  verschluckt denjenigen, der es in blinder Begeisterung an sich drückt. Wir sitzen noch im Zug der Zeit und es ist  noch Zeit zum Nachdenken über unsere Herkunft, Bestimmung und das Leben und zum Besteigen der Arche.

 

„Die Arche  glitt mit ihnen durch berghohe Wogen.  Noah rief zu seinem Sohn, der sich abseits hielt: `Mein Sohn, steig mit uns ein und bleibe nicht mit den Ungläubigen zurück!`“

Er antwortete: `Ich will mich sogleich auf einen Berg begeben, der mich vor dem Wasser schützen wird.` Noah sprach: `Niemand ist heute geschützt vor Gottes Verfügung,  es sei denn jene, deren Er Sich erbarmt.` Und die Wellen trennten sie voneinander und er (der Sohn Noahs)  gehörte zu denen, die  ertranken.

Hl. Koran, Sure 11, Verse 42 und 43

 

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