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Mittwoch, 05 Februar 2014 04:10

Zurzeit noch im Zug der Zeit (21)

Zurzeit noch im Zug der Zeit (21)
   „Es gibt wirklich keinen anderen Preis für die Seele als das Paradies, deshalb veräußere   sie nicht für etwas anderes!“ Imam Ali (a)

Wenn wir uns fragen warum Gott im Leben Schmerz und Hässliches neben Freuden und Schönem sein ließ, können wir darin einen Sinn finden, dass erst dieses Gemisch von Freude und Leid uns wachhält, uns nach dem unvermischt Schönen und Guten streben lässt  und unsere Charakterveredlung fördert.

Der richtige Verlauf unserer Entwicklung auf dem Weg durch die Wogen des Lebens und hin zu den Gärten der Ewigkeit setzt voraus, dass wir Gott mit dem inneren Auge  erkennen, und das göttliche Wort, das er uns durch seine Propheten  überbracht hat, hören und auf es hören. Sein Wort ist Wahrheit.  Sein Wort stärkt die Weisheit und Einsicht in die verborgenen Geheimnisse:

 

Warum nur ward nicht alles schön erschaffen,

stößt uns doch ab so manches auch?

Strahlen die Pfauen neben Nasenaffen

und des Menschenhaies grässlich Maul?

Warum nicht nur das Gute, Feine?

Warum das Schlechte und das Schaur`ge?

Warum sei uns nicht nur die reine

Freude gegönnt? Ist auch das Traur`ge?

 

Warum nach Höhen auch das Bangen,

Warum das süß-bitt`re Gemisch

Aus Blumen und aus kalten Schlangen?

Warum der Duft neben Gezisch?

Der Sinn darin verborgen scheint,

dass wer das Hässliche gekannt,

erst sehnlichst um das Gute weint!

Der Gegensatz macht es markant!

 

Das Hässliche lehrt uns das Sehnen

Nach Schönem, lehrt gleichwohl das Grauen.

Erinnert an „Wohin wir gehn“

Und was für Dort wir uns erbauen.

 

Aus Grauen die Behausung,  grässlich

Oder aus allem Guten, herrlich ?

Handelt wer gläubig und nicht hässlich  

So ist im „Dort“ nichts mehr beschwerlich.

 

Heim kehrt der Gute in die Nähe

War er befleißigt doch im Schönen,

zu des Allmächtigen lichte Höhe.

Gutes  wird ihn mit Edlem krönen.

 

Gott ist das Gute, Schöne, Wahre!

Wer zu Ihm strebt, zum Eden reist.

Verhüt`s dass wer, als wahr erfahre

Was Sein ohne das Schönste heißt.

Das Hässliche lehrt uns das Sehnen

Nach Schönen aber auch das Grauen,

Erinnert an „Wohin wir gehen“ und

Was wir Dort für uns erbauen!

 

 

Oftmals können wir durch oberflächliche Betrachtung getäuscht werden und erst das Wissen verhilft uns zu der Wahrheit. Wenn wir am Himmel den Mond neben der Venus erblicken, könnten wir meinen, sie würden sich auf gleicher Höhe  befinden oder wenn wir den Blitz sehen und danach erst  den Donner hören, könnten  wir denken dass der Blitz zuerst entstand, falls wir nicht wissen dass Lichtwellen viel schneller aus Tonwellen sind.  

Unsere Erkenntnis steigt dank der wissenschaftlichen Aufdeckung verborgener Wahrheiten.

Warum sollten wir uns nicht nach  dem Allwissen Gottes richten? Warum sollten wir nicht auf Seine Gebote achten? Sie sind ein Segen, weil wir durch sie  reifen und uns mit ihrer Hilfe vervollkommnen und eine ideale Gesellschaft aufbauen können. 

Gott hat uns in Seinem Wort einen Einblick in verborgene entscheidende Wahrheiten gegeben. Aber die Wissenschaft hat nur einen Bruchteil von dieser Wahrheit aufgedeckt und manchmal stellt sie auch falsche Hypothesen über das Unbekannte auf und leugnet eine Wahrheit,  nur weil der Mensch sie nicht experimentiell nachweisen kann. Kann das Messer des Chirurgen die Seele des Menschen im Operationssaal  sichtbar machen?

Wir Menschen lassen uns bei Abkehr von den erleuchtenden Mitteilungen Gottes  täuschen, zum Beispiel dann, wenn wir das Leben nur oberfächlich betrachten. Weder werden wir zum Beispiel das Schöne darin genügend zu schätzen wissen und uns genügend dankbar gegenüber seinem Schöpfer erweisen  noch aus den traurigen Ereignissen und Unglück die richtigen Lehren ziehen und an Weisheit dazu gewinnen. 

Manche verfallen der Täuschung des Schönen im Leben derartig, dass sie vergessen, dass dieses Leben sehr kurz und   nur eine vorübergehende Bleibe für alle ist. Dies ist im Grunde etwas ganz Offensichtliches, aber wie vergesslich, unklug und wie anmaßend kann der Mensch sein:

„Das Gleichnis des irdischen Lebens ist nur wie das Wasser, das Wir als Regen herabsenden aus den Wolken; dann vermischen sich damit die Gewächse der Erde, von denen  Mensch und Vieh sich ernähren, bis dass - wenn die Erde ihren Schmuck empfängt und schön geputzt erscheint und ihre Bewohner glauben, sie hätten Macht über sie - Unser Befehl in der Nacht oder am Tag über sie kommt und Wir sie zu einem abgeerneten Acker werden lassen, als wäre sie am Tag zuvor nicht frisch und blühend gewesen.  So legen  Wir die Zeichen dar für Menschen, die sich ihres Verstandes bedienen.“

Und Gott ruft  zur Wohnstatt des Friedens und leitet, wen Er will, auf den geraden Weg.“

Sure 10: 24, 25

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