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Sonntag, 05 Januar 2014 07:45

Zurzeit noch im Zug der Zeit (19)

Zurzeit noch im Zug der Zeit (19)
Erst wenn der Mensch auf die Probe gestellt wird, wird er den Kopf heben können oder senken.   Imam Ali (a)

Der Weg der Selbsterziehung in Richtung der Vollkommenheit Gottes führt ins Eden -  in die Ewigen Gärten in denen das Glück ungetrübt ist.

Wir können darauf hoffen, in diese herrlichen Gärten aufgenommen werden, wenn wir unser Herz veredeln und es zu einem schönen Garten für das Gute werden lassen.

Aber:

Kannst nie in Deinem Garten,

der Früchte reich erwarten, wenn keiner ihn dir hegt.

Lässt du dein Herz verwildern,

wird niemand mehr es mildern.

Du bist es, der es pflegt.

 

Wir sind es, die in unserem Herzen  Rosen ohne Dornen züchten.

 

Das  Leben auf der Erde  scheint auf den ersten Blick wie ein schöner Garten.

Doch bei näherem Hinsehen entdecken wir Bedrohliches, ja manchmal Schreckliches. Der  Garten des Lebens kann ein Irrgarten werden,  voller Dornen, giftiger Pflanzen, gefährlicher Insekten, die Krankheiten übertragen. Ein Erdbeben kann seinen Boden erschüttern, eine Flutwelle ihn überrollen,  ein Sturm die Bäume umknicken.

Das Hässliche und Traurige im Leben ist nicht wegzuleugnen. Wir fragen uns: Wozu ist es da? Warum hat Gott es so gewollt?

Wir sollten mit Hilfe Gottes versuchen, die Existenz des Hässlichen und Traurigen, des Schlechten und Guten  zu deuten und uns über die weise Absicht, die dahinter steht, erkundigen.

Die Härten des Lebens  ließen sich als  Prüfungen erklären. Der Mensch wird durch sie auf die Probe gestellt. Wieviel Charakterstärke besitzt er eigentlich,  um Schwierigkeiten  ohne gegen Gottes Gebot zu verstoßen durchzustehen?

Laut Gott kann jeder seine Probleme  überwinden, denn Gott verspricht ermutigend:

 

„Gott verlangt von niemanden mehr als er zu leisten vermag.“ 

 Hl. Koran 2:286

 

Jede kritische Situation, jedes Unglück, ist eine Gelegenheit  zur Selbsterkenntnis, Erprobung des charakterlichen Potentials und  Erreichung innerer Weiterentwicklung. Wir können aus einer schwierigen Situation  erfolgreich hervorgehen, daran innerlich reifer werden , wachsen und unseren Charakter veredeln. Wer erfolgreich Engpässe überwindet, erstarkt. Wer seinen Charakter veredelt, hat einen moralischen Erfolg erzielt.
 Durch innere Stärke wird auch das Leben leichter. Nachdem der Mensch ein Problem gemeistert hat, empfindet er Erfolgsfreude und verspürt,  etwas dazu gelernt zu haben und  gereift zu sein.

Gott verspricht in Sure 94, Verse 5 und 6:  

“ Mit dem Schweren kommt die Erleichterung.

Ja, mit dem Schweren kommt die Erleichterung!“

 

Schwierigkeiten sind also eine Gelegenheit unseren Charakter zu veredeln. Unser Wert steigt durch die gelungene Bewältigung von Schwierigkeiten – Unser Wert steigt bei  uns selbst, bei den anderen und bei Gott. Das soll uns nicht in Eitelkeit abfallen lassen, sondern uns dankbar gegenüber Gott machen.

Ein Sinn der Schwierigkeiten wäre also der, dass wir nur durch diese Herausforderungen reifen und unseren Charakter veredeln können und damit auf dem Weg zu der charakterlichen Vervollkommnung  weiterkommen. Kann nicht aus  einem grauen Graphit ein strahlender Diamant werden?

 

Zwar reift die Dattel fast im Sitzen,

doch muss die Sonn ` sie erst erhitzen.

Der Mehlteig auch, nur wenn er Brot,

ernährt die Armen in der Not

Doch dafür hat er halt zu schwitzen.

Erfragen ratlos die Gedanken

Des Schmerzens Sinn, lassen uns schwanken?

Fiel leicht uns alles in den Schoß

Verweichlicht würden wir dann bloß

Und Trägheit in uns ranken!

Doch pressen Lebensdruck und Schranken,

den Menschen erst zum Diamanten

und dessen Klarheit kann kein Prüfstein mehr zerritzen.

 

 

Dieses Leben mit seinem Auf und Ab stellt nicht nur unsere Geduld sondern auch unseren Glauben auf die Probe.

Das Leben lässt sich also als  ein Examen betrachten. Bei diesem  Examen werden unser Charakter und unsere  religiöse Überzeugung getestet.

Es ist die Vorbereitung oder  wie es ganz richtig heißt: der Acker für die Ewigkeit.

Wer das Examen besteht, wer von Gott akzeptiert wird, wer im Leben die Prüfungen an Charakter und Glauben erfolgreich ablegte, wer vollkommener wurde  und damit Gott näher kam, den erwartet dort – in der Ewigkeit - ein ewiges Glücksgefühl in den Gärten des Friedens, in dem alles Schöne und Wunderbare vereint ist – ohne eine Spur von Hässlichem und Kummer, ohne den bitteren Beigeschmack der Vergänglichkeit. Wie herrlich muss dieses unvermischte Glück sein! Ist nicht das absolute Glück  für alle ersehenswert?

 

Diejenigen jedoch, die nicht Einlass finden, werden an einem Ort vegetieren müssen, der kein Fünkchen mehr von Schönem enthält. Sie werden nur noch absolutes Übel erleben, sich den Tod wünschen, aber nicht sterben können. Wie wird ihnen zumute sein? Elender als wir es uns jetzt trotz des zeitweiligen Vorgeschmacks im Leben vorstellen können aber versuchten sollten, vorzustellen.

Wir sollten die Wahrheit begreifen, dass das Leben eine Prüfung ist und versuchen, Gott mit uns zufrieden zustellen und hinterfragen, was er von uns erwartet.

 

Das Leben:   ein Examen -  ist es für alle uns

Für die, die kommen, kamen -  für die, die unter uns!

Die Prüfung an den Glauben, ob er ein echter ist!

Die Prüfung an den Willen, ob er ein fester ist!

Gibt Gott uns schöne Gaben, dann sollten wir Ihm danken

Und auch in harten Zeiten, niemals im Glauben schwanken.

Führen die Endnoten  nicht in endgültige Not

falls  wir einfach  missachten, was Gott schriftlich gebot?

Sind denn alte Sitten sichere Schlüssel beim Examen?

Erzielt jener Erfolg, der  abschreibt bei den Ahnen?

Dass wir von Gott geprüft – es werde uns bewusst!

Es werde uns recht früh  - auf Erden schon bewusst!

Wer sich ließ mahnen zum Examen und folgte dem, was Gott ihn lehrt,

und handelte in Seinem Namen: ihm ward Erfolg beschert.

Wer sich auf Gottes Wegen mühte, der wird bestimmt von Ihm geehrt,

Doch wer sich keine Mühe gibt, der hat sich selbst das Glück  verwehrt.  

 

Das Leben -  ein Examen – ist es für alle uns

Für die, die kommen, kamen, für die, die unter uns.

Gott setzt dem Leben einen Rahmen! Richten wir uns nach Ihm!

Rufen wir Ihn mit Seinen Namen! Verpflichten wir uns Ihm!

 

Im Hl. Koran, heißt es in der Sure 21, im Vers 35:

 

„...und Wir stellen euch auf die Probe mit Schlechtem und Gutem als eine Prüfung; und zu Uns sollt ihr zurückgebracht werden“

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