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Sonntag, 01 Dezember 2013 07:27

Zurzeit noch im Zug der Zeit ( 17)

Zurzeit noch im Zug der Zeit  ( 17)
„Ich fand das notwendige Wissen aller Menschen in vier Aspekten zusammengefasst:

1. Du musst deinen Herrn kennen,

2. Du musst wissen, was Er für dich getan hat,

 

3. Du musst wissen, was Er von Dir will,

4. Du musst wissen, was dich aus deiner Religion heraustreiben könnte."

Imam Sadiq (a.s.)

 

An historischen Stätten, auf alten Plätzen und Alleen versetzt uns der Gedanke daran, dass hier unsere Vorfahren ein- und ausgingen, lebten, Freude oder Sorgen hatten, in eine gewisse Aufregung. Doch dass sie nun hinweg sind und die Natur, ja selbst die Mauern, die in ihrer Zeit errichtet wurden, sie überdauerten, lässt uns erschauern. Es stimmt uns nachdenklich. Die Mauern stehen noch, die Berge blieben, die Bäume wuchsen, doch die Menschen sind nun alle begraben und mit ihnen ihr Schaffen und Wirken, ihre Ziele und Wünschen. Einige von ihnen haben etwas erreicht. Etwas Bleibendes erreicht. Doch was ist dieses Bleibende?

 

Wer an Gott glaubt, glaubt an Sein Wort, denn das ist die logische Konsequenz des Gottglaubens. Und wer an Sein Wort glaubt, d.h. davon fest überzeugt ist, der ist auch überzeugt und gewiss, dass nach dem Tod der Mensch weiter existiert. Er weiß, der Mensch lebt für die Ewigkeit. Der Tod ist nur eine Brücke.

 

Du Mensch lebst ewig immer

Glaub dies doch Deinem Gott!

Du Mensch stirbst einfach nimmer,

erschrick nicht vor dem Tod!

Der Tod ist ja nur eben

Zur and`ren Welt das Tor

Gott öffnet es zum Leben, bringt Dich erneut hervor.

 

Erhofft das Paradies wer?!

Er sei sich nicht gewiss!

Die Wahrheit bleibt doch das,

was Gott dem Mensch` verhieß.

Doch unter uns sind viele

Und hoffen wohl die meisten,

Gottes Lohn zu erhalten,

ohne dafür zu leisten.

Es dünkt ihnen, sie müssten

Auf Freiheiten da pochen,

für die noch kein Gesandter

das Heil bei Gott versprochen.

Gesell du, lieber Mitmensch,

dich nicht so leicht zu denen,

die ihren Platz im Himmel

als fest gesichert wähnen.

Ihr irriger Gedanke

Könnte auch dich verleiten,

vom Gutsein abzulassen

die Selbstsucht auszuweiten.

Es könnt dazu verlocken,

Gebote zu umgehen,

In einem Untertier-Sein

Die Menschlichkeit zu sehen.

Enthaltsamkeit und Würde

Als lachhaft zu verachten,

ausschweifendes Vergnügen

als sinnvoll zu erachten.

 

Das Leben, mit Gewissheit,

führt es uns vor Gericht!

So hat Gott es verheißen –

Doch glauben wir es echt?

 

Das Gute wird mit uns`rem

Schlecht-Sein uns einst gewogen

Und niemand wird bei Gott

Um seinen Lohn betrogen.

 

Ob dem, der sich und and`re

Auf Abwege geführt,

jedoch das Schickal eines

Gottfürchtigen gebührt?

 

Wird dem, der nie nach Wahrheit

Auf Erden hat gesucht

Die Zukunft eines Weisen

Und Wissenden verbucht?

 

Und wäre Gott gerechte,

falls er in jener Welt

Einen Tyrann`dem Helden

Des Guten beigesellt?

 

Du Mensch lebst ewig immer, glaub dies nur deinem Gott

Du Mensch stirbst einfach nimmer, erschrick nicht vor dem Tod.

 

Hab keine Angst vor`m Sterben

Es macht dich nicht zunichte!

Hab Furcht vor jenem Danach

Vor dem Jüngsten Gerichte.

 

Weite Dein Herz zum Sehen!

Vergiss den Richter nicht!

Statt Schlechtes zu begehen

Streb auf zu Seinem Licht!

Lass nicht an Zeit vergehen.-

Bitt`Gott um Seine Huld

Erwirk durch innig` Flehen

Durch Abstand vom Vergehen

Den Freispruch von der Schuld.

 

Am Ende unseres Seins steht Gott. So wie er vor Beginn allen Seines war und über allem Sein steht: Einzigartig, unvergänglich, unvergleichlich in Seinem Wissen, Seinem Können, Seiner Weisheit, Seiner Pracht.

Unser Tod bringt uns zurück zu Ihm und spätestens dann wird uns bewusst, welches Ziel wir uns hätten setzen müssen:

 

 

Vom endlos weiten Meer - vom absoluten Sein

Von dorther deine Quelle – nach dorthin kehrt sie heim!

Durch Grasauen, durch Felder – hinweg über Gestein –

Bleibst nie an einer Stelle – bist immer im Verein

Mit and`ren Wassersträhnen – und anfangs bist du rein.

Doch bald wird als Gesell, der Schmutz zur Stelle sein!

Vermeng dich nicht mit Schlamm,

mit Wein und Fett vom Schwein!

Wirf Götzen ab, an jeder Schnelle, befrei dich, werde fein!

Strudel nicht ahnungslos – im Erdenglückes Schein!

Erfasst dich eine Welle, kannst du dich doch befrei`n!

Denn du bist ja ein Mensch, hast Geist mit Ihm gemein -

Dem Meere höchster Helle, und fließt in es hinein.

Vom endlos weiten Meer , dem absoluten Sein

Von dorther deine Quelle – nach dorthin kehrst du heim.

Kehrst heim zu deinem Schöpfer

Von diesem gibt es kein

Rückfließen an die Schwelle zum zeitbegrenzten Sein.

 

Das wahre Ziel für uns ist Gott und Seine Vollkommenheit. Niemals ist dieses Ziel völlig erreichbar, denn niemand kann wie der Eine Gott sein. Doch ständig können wir auf die Attribute der Vollkommenheit zustreben. Das ist eine ideale Zielsetzung.

 

„Wie könnt ihr Allah verleugnen? Ihr waret doch ohne Leben, und Er gab euch Leben, und dann wird Er euch sterben lassen, dann euch dem Leben wiedergeben, und ihr kehrt dann zu Ihm zurück!“

Hl. Koran 2: 28

 

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