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Sonntag, 08 September 2013 05:06

Zurzeit noch im Zug der Zeit (11)

Zurzeit noch im Zug der Zeit (11)
Es ist das größte Übel, wenn jemand nicht (auf die Barmherzigkeit Gottes) hofft (Imam Ali) Sind nicht die Zahllosen, die sich das Leben nehmen, Opfer einer Welt geworden, die man arrogant glaubt, „ohne Gott“ aufbauen zu können, wodurch den Menschen die Hoffnung auf göttlichen Beistand und Seine Verheißungen genommen wird ? Wären diese Menschen tief von Gott überzeugt gewesen, ja hätten sie auch nur an Seine Existenz geglaubt, wäre ihr Mord ungetan geblieben.

 

Sie werden von den anderen bedauert, dass sie in Verzweiflung sich selber töten. Wer bedauert die Denkweise, die dazu führte?

Jedoch diesen bedauernswerten Opfern von Weltanschauungen „ohne Gott“ wird sobald sie in die Welt nach dem Tod eintraten, bewusst geworden sein, was ihnen in ihrem Leben vor dem Tod gefehlt hat. Sie werden den Leerraum erkennen. Doch zu spät! Zu spät!

Und wenn dieses Vakuum ausgefüllt worden wäre, so hätten sie sich nie ihres Unrechtes schuldig gemacht, das Geschenk Leben wegzuwerfen. Sie wären nie in diese große Sackgasse geraten, aus der sie nicht mehr herauskönnen. Sie ist die wahre Sackgasse und nicht der Engpass, wegen dem sie ihr Leben vernichteten. Hätten sie diesen Engpass überwunden und standgehalten, wären sie Helden gewesen.

 

Die Zahl der Selbstmorde ist ein schrilles Signal an die Gott verleugnende und Gott verneinende Gesellschaft. Eine lodernde Warnfackel. Sie beleuchtet die tiefe seelische Verarmung vieler Menschen in der heutigen Welt, die Gott ganz abstreiten will oder in einer Form an Ihn glaubt, die keinen Halt für das Leben eines Menschen bedeutet.

 

Millionen Menschen in der Welt hungern und leiden in der Seele. Sie sterben an diesem Hunger, an dieser Unterernährung. Viele von ihnen nehmen sich ihr Leben durch allmähliche Betäubung und Selbstvernichtung mittels Drogen und Alkohol. Andere suchen den sofortigen Todessprung. Warum wählen manche schauerliche Methoden wie den Sturz vom 10. Stockwerk aus oder vor einen Zug ? Wollen sie damit beweisen, dass sie, auch wenn sie das Leben , wie sie glaubten, nicht mehr ertragen konnten, dennoch nicht feige waren und den Mut hatten sich in dieser Form zu vernichten?

 

Aber wahre Helden sind die, die das Leben weiterführen . Es bedarf doch größerer Tapferkeit ein scheinbar unerträgliches Leben weiterzuführen!

Jeder kann das Leben ertragen, auch wenn er sich in trüben Momenten lieber den Tod wünschte. Der Mensch erträgt die Härten des Lebens, wenn er von Gott und von Seiner Lehre überzeugt ist. Diese Überzeugung lässt ihn nie hoffnungslos werden. Selbstmord ist ein Zeichen der Hoffnungslosigkeit. Aber Gott hilft aus der Not:

 

Prophet Saleh sagt über ihn: «O mein Volk, dienet Allah; ihr habt keinen andern Gott als Ihn. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und euch darauf eine Stätte gegeben. So erflehet Vergebung von Ihm, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.»

Hl. Koran, Sure 11, Vers 61

 

Geschehen viele Selbstmorde nicht oft aus Anlässen, die völlig banal waren? Diese Anlässe waren nur ein Auslöser. Vorher hatte sich eine Situation angebahnt, die den Sich-selbst-Vernichtenden scheinbar in Ausweglosigkeit getrieben hatte.

Obwohl – er war ja gar nicht in Ausweglosigkeit. Gott war ja da. Der Sinn des Lebens war da. Der Weg fürs Leben existierte. Es gab Zufluchtsstätte, Weg und Ziel. Nur er war sich dessen nicht bewusst geworden. Und niemand hatte es ihm gesagt. Seine Gesellschaft sagte ihm sogar: Genieße das Leben. Denn was danach kommt, weiß keiner, oder es hieß: Mit dem Tod ist doch alles aus! Die Gesellschaft sagte ihm auch: Du bist Herr über dein Leben und hast die Freiheit, es zu beenden.

 

Mein Gott! In welches Teufelstal ist diese Gesellschaft geraten? Welche Blindheit hat sie getroffen? Weil „jeder das Recht hat, sich das Leben zu nehmen“ heißt es nicht mehr „Selbstmord“ sondern Selbsttötung, oder sogar Freitod. Diese Wortänderung propagiert die Verharmlosung einer tragischen Handlung. Das Wort „Mord“ verurteilt den Täter, aber das Wort „Tötung „ plädiert für den Freispruch von Schuld.

 

In der Tat, Wortänderungen sind keine harmlose Sache. Wir sollten ihnen gegenüber wachsam bleiben und unsere Sensibilität gegenüber der Gefahr der Einstellungsänderung behalten.

Spricht jemand heute von Selbstmord scheint er nicht mehr „in“ zu sein! Gilt nicht oft jemand als Narr, als altmodisch und reaktionär, wenn er von der Wahrheit, von Gott und Seinem Wort, dem religiösen Sinn des Lebens und dem Leben nach dem Tod spricht?

Ja, aber „Freitod“ ist etwas Modernes! Obwohl es ihn schon in der Antike gab, wie es auch die Leichenverbrennung in der Antike gab. Selbstmord gilt heute als selbstverständliches Recht. Es ist verständlich, dass sich jemand das Leben nehmen kann. Er darf die anderen damit erschüttern und seine Angehörigen für den Rest des Lebens in Gewissensbisse und Kummer versetzen!! Unterstützen wir diesen leichtfertigen Umgang mit dem Leben nicht, wenn wir sagen, ich kann verstehen, weshalb sich dieser und jener das Leben genommen hat?.

 

Als Außenstehender mag jemand vom Selbstmord eines Menschen sogar unberührt bleiben. Aber – wäre es für ihn noch so verständlich, ja selbstverständliches Privatrecht!, wenn unser eigener Vater, unser Bruder oder unsere Schwester oder unser Kind sich das Leben nimmt? Fällt nicht unser Urteil realistischer aus, wenn wir uns selber geistig in eine Lage wie diese versetzen?

 

Es soll selbstverständlich sein, von Selbsttötung und Freitod zu reden aber es ist nicht mehr selbstverständich Selbstmord als einen Mord zu bezeichnen. Verdrehte Welt, verdrehtes Vokabular! Jemand ändert seine Einstellung und versucht durch verändertes Vokabular auch die anderen in ihrer Einstellung zu ändern. Dies ist immer dann nicht gut, wenn seine Einstellungsänderung nicht gut ist. Aber wer bestimmt denn was gut ist? Für die Gläubigen ist es Gott, der das Gute vom Schlechten trennt.

 

Hast du auch schon einmal einen Priester verwundert oder befremdet weinen sehen und erst später begriffen, dass er aus Liebe zu den Mitmenschen weinte und sie tief bedauerte?! Es gibt immer noch solche, die um die Wahrheit wissen, die unerschütterlich an sie glauben. Sie mahnen uns von der Kanzel her und manchmal sprechen nur noch ihre Tränen zu uns. Warum verstehen wir das nicht?

Und die, welche sich selbst vernichteten, wissen nun auch um die Wahrheit, denn sie haben durch den Tod Gewissheit erreicht. Ihnen sind die Augen für verborgene Wahrheiten aufgegangen und sie scheinen uns aus jener Zwischenwelt zuzurufen:

 

Wer Selbstmordrecht sich angemaßt,

Seinen Gesetzesherrn vergaß,

den Nehmenden und Gebenden.

 

Er glaubte sich der Hilfe bar,

obwohl sie doch zugegen war,

die Macht des All-Belebenden.

 

Doch warnt er nun mit andr`en stumm

Zum noch vorhand`nen Vakuum

Im Leben vieler Lebenden!

 

Ruft zu uns hoch: Es ist noch Zeit!

Erlernt die Gott-Ergebenheit!

Verlasst die Abwärtsstrebenden!

 

Ja alles begann damit, nicht mehr auf Gott zu vertrauen, nicht mehr an Seine Macht zu glauben, nicht mehr auf Seine Barmherzigkeit zu hoffen , nicht zu wissen oder zu vergessen, dass er gesagt hat:

Wir belasten keine Seele über ihr Vermögen,,,

Hl. Koran 7: 42

Und Er hat auch gesagt:

 

„Nur jene glauben an Unsere Zeichen, die, wenn sie an sie gemahnt werden, anbetend niederfallen und das Lob ihres Herrn verkünden; ... sie rufen ihren Herrn an in Furcht und Hoffnung

Hl. Koran Sure 32, Vers 15 und 16

 

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