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Donnerstag, 14 August 2014 02:45

In der Wiedervergeltung ist Leben (3)

In der Wiedervergeltung ist Leben (3)
Zum Islam gehört die Scharia – ein System von Verboten und Geboten, das Gott den Menschen mitgeteilt hat und diese Scharia betrifft sowohl das Privatleben der Menschen als auch ihr Gesellschaftleben. 

Ein wichtiger Pfeiler für das Gesellschaftsleben ist die  Sicherheit ihrer Mitglieder und der Schutz ihres Lebens.

Diese Religion himmlischer Herkunft schafft nicht nur Wege, um  Impulse im Menschen , die zu Verbrechen führen,  auszuschalten und die Seele  zu heilen, sondern sie stellt auch Strafen als externe Präventivmaßnahme auf.

Es lässt sich keine Gesellschaft finden, die Morden gleichgültig gegenüberstünde und keine Gesetze zu ihrer Bekämpfung  festgelegt hätte. In der zeitgenössischen Welt ist man sich jedoch nicht darüber einig, welche gesetzliche Strafe am besten gegen dieses Übel wirkt.  Davon zeugt u.a. dass Staaten ihre Strafgesetze  für vorsätzliche Tötung hin und wieder ändern.

 

Am meisten argumentieren Gegner der Todesstrafe damit, dass die Strafe gegen die menschenfreundlichen Gefühle und gegen den Geist der modernen Zivilisation, welcher das Recht auf Leben aller Menschen achtet, verstoße. Dabei geben sie zu, dass Töten verwerflich ist, finden aber  das Todesurteil nicht richtig.

 

Hierzu stellt sich die Frage:  Ist jede Art von Tötung und Gewalt unmoralisch?  Hat jemand, der zur Selbstverteidigung seinen Angreifer tötet, etwas Schlechtes getan?  Kann man das Töten eines Feindes im Verteidigungskrieg als eine hässliche Tat verurteilen? Kann man  wirklich jede Beendigung eines Lebens  mit dem Recht auf Leben für verwerflich erklären?  

                     

Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass nicht immer die Beendigung eines Menschenlebens etwas Schlechtes ist. Das Töten ist daher  in einigen Fällen erlaubt und gerecht.

Wer ernsthaft bedroht wird und sich nur dadurch  vor dem Tod retten kann, dass er den Bedroher tötet, hat nichts Böses getan.  Deshalb wird in der Gesetzgebung der meisten Länder in diesem Fall das Töten als Recht anerkannt.

Im Krieg wird kein Land daran zweifeln, zur eigenen  Verteidigung die Kräfte des Angreiferstaates zu töten.  Einerseits erlaubt das Recht auf Leben demjenigen,  der sich verteidigt, den Angreifer in der Not zu töten und andererseits  hat der Angreifer, der sein Opfer töten will kein Recht auf Leben mehr, da jeder nur solange dieses Recht hat, als dass er das Recht auf Leben anderer nicht bedroht.   Diese beiden Grundsätze gebietet die Vernunft und der Geist der Selbstverteidigung und des Schutzes des Lebens.  

 

Regierungen, die ansonsten die Todesstrafe ablehnen, erlauben bei Gefahr  das Töten  Schon öfters haben Polizeikräfte einen Verbrecher bei der Verfolgung getötet. Sie gestatten ihren Polizeikräften wenn nötig einen Verbrecher, den sie verfolgen zu erschießen. In dieser Situation gilt das Töten also nicht mehr für sie als  unmenschlich!

In Wahrheit ordnet jeder Staat zur Wahrung der Sicherheit und zum Schutz der Gesellschaft Tötungsbefehle an.

 

Der bedeutende katholische Theologe Thomas von Aquinhat die Todesstrafe als legitimen, sozialen Selbstschutz der Gesellschaft verteidigt und gesagt: „Die Argumentation der Gegner der Todesstrafe scheint nicht richtig zu sein. Das Recht auf Leben und der Nutzung der Freiheit ist ein Gott gegebener Segen, aber diese beiden Rechte werden durch das Recht anderer  auf Leben und die Achtung deren Freiheit begrenzt und wenn jemand diese Grenzen verletzt , entfallen (diese Rechte) für ihn und der Übertreter muss seine Strafe erhalten.“

 

Es sei auch erwähnt, dass in einigen Ländern, die sich heute gegen die Todesstrafe aussprechen, der Gesetzgeber ohne weiteres zulässt, dass eine großen Zahl von unschuldigen, wehrlosen Menschen getötet werden. Dies ist gemäß dem Abtreibungsgesetz in diesen Ländern erlaubt. Gemäß dortiger Abtreibungsbestimmungen  kann ein Mutter das Leben ihres ungeborenen Kindes auch dann beenden, wenn wegen der Schwangerschaft keine Gefahr für sie selber besteht.  Diesbezüglich erheben  Gegner der Todesstrafe aber keinen Einspruch. Keiner von ihnen scheint Erbarmen mit dem wehrlosen Kind zu haben.  

 

Der Rang des Menschen  ist nur zu achten, solange er ihn noch einnimmt. Ein Mörder hat nicht mehr das Recht auf Leben und Freiheit eines anderen respektiert und diese Rechte verletzt. Er   hat den Rang des Menschen verlassen und keine Achtung mehr verdient.

Es gibt auch einige, die damit argumentieren, die Vollstreckung des Todesurteils habe eine Verharmlosung des Tötens zur Folge. Aber es ist in Wahrheit die Gewalt in den  öffentlichen Medien die  zu einer Verharmlosung von Morden und Blutvergießen führen und potentiell die Zahl der Verbrechen steigern. Gemäß Internetportal Parseek bekommen  heranwachsende Kinder in den USA im Film und Fernsehen fast 8 Tausend Mord- und  90 Tausend Gewaltszenen zu Gesicht. 

                            

Die Gegner der Todesstrafe  berufen sich auf einige Statistiken, die zeigen, dass durch Aufhebung der Todesstrafe in dem einen oder anderen Land die Zahl der  Verbrechen nicht zurückgegangen sei.  Sie schließen daraus, dass die Todesstrafe keine Abnahme der Verbrechen bewirken könne. Anstelle der Vergeltung eines Mordes mit Gleichen fordern sie Gefängnisstrafen.

Hierzu ist zu sagen, dass erstens die Statistiken nicht zuverlässig genug sind, so dass den sicheren  Rückschluss zulassen würden,  die Todesstrafe könne nicht die Zahl der Schwerverbrechen vermindern.  Außerdem sind sie nicht allgemeingültig, d.h. ihre Ergebnisse können nicht für alle Ländern als Beweis dafür gelten, dass die Todesstrafe keine Vorbeugungswirkung hätte.  Die meisten Statistiken beziehen sich nämlich auf ganz bestimmte Gebiete mit ihrer spezifischen Kultur  , d.h. wenn in einigen Industrieländern Lebenslänglich die gleiche  abschreckende Wirkung haben sollte wie die  Todesstrafe,  so braucht dies noch nicht für alle Länder und Kulturen zu gelten. Insbesondere kann man nicht diesen Rückschluss auf Länder ausdehnen, in denen die Religion eine entscheidende Rolle dabei spielt, die Gesellschaft in Richtung Vermeidung von Verbrechen zu lenken. Außerdem gibt es ja nicht nur eine sondern zahlreiche Ursachen für Gewaltverbrechen, zum Beispiel die Verbreitung von Gewalt durch die Medien.  Die Zunahme von Verbrechen lässt also nicht generell den Rückschluss zu, dass die  Todesstrafe keine Morde verhindert.

                

Können lange Gefängnisstrafen Morde verhindern, falls die Todesstrafe dies nicht kann?

Wenn Mord mit Gefängnisstrafen geahndet wird, werden dem Staat und Gesellschaft hohe Unkosten aufgebürdet. Auch muss die Familie des Schwerverbrechers leiden und sogar der Mörder selber leidet.  Die lebenslängliche Haft raubt ihm  für immer seine Freiheit  und so stirbt er quasi einen jahrelangen  allmählichen Tod. 

Außerdem lassen sich potentielle Täter nicht durch die lebenslängliche Bestrafung von Mördern belehren, so dass  allgemein durch Gefängnisstrafen neue Kapitalverbrechen wie der Mord verhindert werden könnten.  Psychologisch und soziologisch ist der Schrecken , den die Todesstrafe im Menschen auslöst im Vergleich viel größer und und  viel eher Hindernis für einen vorsätzlichen Mord als eine Gefängnisstrafe.

Die Gegner der Todesstrafe sagen auch, dass dem Täter die Chance genommen wird, sich zu bessern.  Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mörder,  dem es Genuss bereitet Mitmenschen zu töten, sich bessert, ist sehr gering und es fragt sich weshalb er wegen dieser geringen Wahrscheinlich  verschont werden sollte. Wo auf der Welt konnte man bislang aus professionellen Mörder gute Menschen machen?   In Ländern, wo die Todesstrafe durch Gefängnisstrafen ersetzt wurde, werden die Haftanstalten oft zu einem Ort, an dem Verbrecher ihre üblen  Erfahrungen austauschen können und  gefährliche Kontakte miteinander anknüpfen.

Angesichts dieser Entwicklungen kann das Gefängnis nicht als geeigneter Ersatz für die Sühnung für einen Mord durch den Tod betrachtet werden. Wir beobachten, dass viele Länder nach einer anderen Lösung als Gefängnisstrafen suchen. Ist es also richtig die Todesstrafe durch Haftstrafen zu ersetzen?

Es ist nicht daran zu zweifeln, dass die Todesstrafe schon immer eine Präventivfaktor gewesen ist. 1953  wurde in England eine Kommission gebildet, um den Grad der Wirksamkeit dieser Strafe bei der Verhütung von Verbrechen zu untersuchen. Diese Kommission erklärte in ihrem Bericht: „Wir können die Fälle,  in denen sie keine Wirkung hatten, feststellen, aber wir können nicht die Fälle zählen, in denen sie wirksam war.“

Es liegen in der Tat keine Statistik darüber  und keine Erfahrungen darüber vor , wieviele Menschen täglich den Mord eines Unschuldigen planen, aber wegen der Angst vor der Todesstrafe davon absehen.

       

Keiner streitet ab, dass die Todesstrafe in sich unerwünschte Gewalt ist.  Aber dennoch scheint es logisch, dass sich diese Strafe in einigen Fälle  nicht vermeiden lässt.  Die Menschheit hat im Laufe ihrer Geschichte begriffen, dass Sicherheit und Wohl eine der dringendsten Forderungen und höchsten Ziele für die Gesellschaft sind und die Herstellung von Sicherheit  Gesetze und angemessene Härte gegenüber denen erforderlich machen, die sie verletzen.  Natürlich muss diese Gesellschaft auch durch Bildung  und Erziehung auf die genannten hohen Ziele hinarbeiten..

Insgesamt lässt sich sagen: Falls ein potentieller Mörder wegen der Angst vor der Härte der Strafe zurückschreckt und von einer Untat abgehalten werden soll, dann ist die Todesstrafe mehr als jede andere Strafe geeignet, dies zu bewirken und die Zahl der Morde zu reduzieren.  Dafür ist es auch gar nicht nötig, dass das  Todesurteil in jedem Fall vollstreckt wird, denn Hinterbliebene können Nachsicht üben. Es genügt schon als Abschreckung und zur Verhinderung der Tötung von Unschuldigen, wenn diese Strafe und das Recht der Hinterbliebenen des Opfers auf ihre Durchführung existiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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