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Dienstag, 25 Februar 2014 09:28

Die Motivierung durch den Koran (2)

Die Motivierung durch den  Koran (2)
Auch in diesem Teil möchten wir über Mittel und Wege sprechen, die der Koran zur Glaubens- und Handlungsmotivierung des Menschen nutzt.

Im ersten Beitrag zu diesem Thema haben wir gesagt, dass Ansporn und Strafandrohung, Belohnung und Bestrafung, wichtige Werkzeuge von Lehre und Erziehung sind , eine bedeutende Wirkung auf die Menschen haben und zu Verhaltungsänderungen motivieren.  Aber der Ansporn  stärkt besser den Wunsch, eine Sache durchzuführen und ein angemessenes Verhalten anzustreben.

Gott hat im Koran auf verschiedene Weise die Menschen zu einem rechtschaffenen Handeln und zur Enthaltung von der Sünde angespornt. Zum Beispiel durch die Verse über Paradies und Hölle, durch die Mahnungen und frohen Botschaften der Propheten, durch Verse über den Lohn und die Strafe Gottes und vielversprechende oder auch furchterregende Verheißungen.  In alle diesen Dingen steckt Ansporn und Mahnung.           

Die Barmherzigkeit Gottes genießt den Vorrang vor Seinem Zorn und die meisten Namen und göttlichen Attribute, die im Koran genannt werden, weisen auf Gottes Gnade und Barmherzigkeit hin.  Vergleichen wir die Koranverse über Belohnung und Strafe im Jenseits stellen wir fest, dass der Koran öfters von der Belohnung der Rechtschaffenen durch das Paradies als von der Strafe für die Übeltäter  spricht.  Dieser Unterschied zeigt, dass Gott besonderen Wert darauf legt, die Rechtschaffenen anzuspornen.                                        

Im Wort Gottes wird von Belohnungen gesprochen, die das Doppelte oder Mehrfache eines rechtschaffenen Tuns bedeuten und dies ist eine effektive Methode im Koran zur Motivierung.  Dabei geht in Wahrheit die Belohnung für eine Tat weit über diese Tat hinaus. Zum Beispiel spricht Gott in dem Vers  245 der Sure 2 davon, wie hoch jemand belohnt wird, der Gott zuliebe den anderen etwas leiht. Es heißt nämlich : „Wer ist es, der Allah ein stattliches Darlehen gibt, dass Er es ihm vielfach vermehren möge? ...“ Auch an anderer Stelle im Koran heißt es, dass Gott eine Wohltat, die    Gott zuliebe geschieht,  mit einem vielfachen Lohn bedenkt. Dabei wird der Vergleich dieser Wohltat mit einem Korn gezogen, aus dem eine Ähre mit 700 Körnern wächst und Gott noch einmal das Doppelte oder auch ein Vielfaches davon als Lohn für diese Tat vorsieht.  Auch steht im Vers 37 der Sure 34 , dass diejenigen, die gläubig sind und rechschaffen handeln vielfach  für ihre guten Werken belohnt werden: „Die aber, die glauben und gute Werke tun, die sollen vielfachen Lohn erhalten für das, was sie getan haben.“                   

Gott schenkt den Gottesfürchtigen im Koran besondere Aufmerksamkeit und  sieht für sie eine besondere Ehrung vor, zum Beispiel steht im Vers 34 der Sure 68 : „Für die Gerechten sind wahrlich Gärten der Wonne bei ihrem Herrn.“

Dieser edle Vers kündigt das Wohlergehen der Gottefürchtigen in der kommenden letzten Welt an. Den Gottesfürchtigen werden diese Freuden zuteil, weil sie nur Gott als den Herrscher der Welt betrachtet haben und ausschließlich Ihm dienten und Ihm zuliebe handelten. Das Paradies weist einmalige Merkmale auf. Dort gibt es ungetrübte Freuden, die nicht mit Schmerz und Leid vermischt sind, ganz im Gegenteil zum Leben  wo oftmals ein Segen mit Härten oder sein Genuss mit Mühsal und sogar Kummer verbunden ist.        

Doch der Koran benutzt noch andere Mittel um die Menschen zu motivieren. Zum Beispiel dadurch, dass er folgende Anrede benutzt: „O ihr, die ihr gläubig wurdet“- Manch ein Vers, in dem Gott eine religiöse Pflicht festgelegt hat,  wird mit dieser schönen Anrede begonnen. Gott spricht die Gläubigen direkt an und ehrt sie damit in ihrem Rang. Auch das ist eine Art Aufmunterung der Gläubigen. So wird es leichter für einen Gläubigen,  eine Pflicht auf sich zu nehmen.

Einer weiteren Form des Ansporn der Gläubigen, begegnen wir im Vers 38 der Sure Hadsch. In diesem Vers bezeichnet sich Gott als Verteidiger der Gläubigen und sagt:“Wahrlich, Allah nimmt sich der Gläubigen an und verteidigt sie. Gewiss, denn Allah liebt keinen Treulosen, Undankbaren.“

Gott schirmt die Gläubigen, weil er sie liebt.Er liebt die Gläubigen, weil sie Seine Gebote befolgen und sich für seine Segnungen dankbar zeigen.  Dass Gott die Gläubigen verteidigt ist eine Art Bestätigung und Anerkennung für sie. Es stärkt die Hoffnung der Gläubigen.                  

Gott verspricht den Gläubigen im Koran Sicherheit  und das ist ein weiterer Ansporn für sie.

Laut dem Vers 49 der Sure 7 werden die Gläubigen aufgefordert ins Paradies einzutreten  und es heißt: „Keine Furcht soll über euch kommen, noch sollet ihr trauern!“

 

Wir sehen das Gott seine wahren Diener auf verschiedene Weise motiviert.

 

Auch in der Schilderung des Paradieses im Koran liegt ein Ansporn zum Glauben. Ein Beispiel können die Verse 70 bis 73 der Sure 43 sein:

„Tretet ein in den Garten, ihr und eure Gefährten, geehrt, glückselig!“

„Schüsseln von Gold und Becher werden unter ihnen kreisen, und darin wird alles sein, was die Seelen begehren und (woran) die Augen sich ergötzen - «und ewig sollt ihr darinnen weilen.“

„. Das ist der Garten, zu dessen Erben ihr berufen wurdet um dessentwillen, was ihr zu tun pflegtet.“

„. Darinnen sind Früchte für euch in Menge, von denen ihr essen könnt.“

In diesen Versen heißt, dass es im Paradies die Dinge gibt, die  Herz und Auge erfreuen. 

Der Koran motiviert noch auf andere Weise zum Glauben. Zum Beispiel heißt es in einigen Koranversen anspornend , dass Gott die guten Werke die schlechten Werke tilgen. In der Sure 11 steht im Vers 114 „Wahrlich, die guten Werke vertreiben die bösen. Das ist eine Ermahnung für die Nachdenklichen .“

Auf diese Weise werden sogar sündige Leute angespornt, durch gute Werke die negative Wirkung ihrer Sünden auszulöschen.

Gott sagt auch im Vers 7 der Sure Isra`, dass ein rechtschaffenes Werk demjenigen, der es vollbringt etwas nützt, denn es heißt: „Nun, wenn ihr Gutes tut, so tut ihr Gutes für eure eignen Seelen; und wenn ihr Böses tut, so ist es gegen eure Seelen.“

Von Natur aus möchte der Mensch einen Vorteil für sich haben und wenn er weiß, dass er es im Endeffekt für ihn selber vorteilhaft ist, Gott  zu dienen und rechtschaffen zu handeln, regt ihn auch dies zu   religionsdienstlichen Werken an.

In einigen Versen wird sogar dazu aufgerufen, sich mit der Bitte um göttliche Vergebung zu beeilen. Auch diese Einladung hat einen  motivierenden Aspekt.

In den Vers 133 und 134 der Sure 3 heißt es:

„Und wetteifert miteinander im Trachten nach der Vergebung eures Herrn und einem Paradiese, das so groß wie Himmel und Erde ist, bereitet für die Gottesfürchtigen!“

Die da spenden, ob es ihnen gut oder schlecht geht, die den Zorn unterdrücken und den Mitmenschen vergeben; und Allah liebt, die da Gutes tun,“

An dieser Stelle ermuntert Gott die Menschen, dass sie sich ihm reuevoll zuwenden und  nach dem göttlichen Paradies streben . Er erklärt auch, wie sie an diese Belohnungen gelangen, nämlich durch Wohltätigkeiten und durch Selbstbeherrschung und Vergebung gegenüber anderen .         

 

Zum Schluss  hoffen wir, dass wir durch den Glauben und rechtschaffene Werke uns der Karawane der Gottesdiener anschließen können, die sich zum praktizierten Glauben motivieren lassen  und in den Genuss der göttlichen Vergebung und seines Paradieses gelangen.

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