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Sonntag, 23 Februar 2014 03:04

Die Motivierung durch den Koran (1)

Die Motivierung durch den Koran (1)
Wir möchten in diesem  Beitrag betrachten, wie der Koran den Menschen zu redlichen Werken motiviert.

Lob und Mahnung, in Aussicht gestellte Belohnung und Bestrafung  sind wichtige Mittel, um einen Menschen zur Korrektur seines Verhaltens zu bringen oder  zu einer Sache anzuspornen.

Wichtig ist allerdings, dass diese Mittel an der richtigen Stelle und zur geeigneten Zeit eingesetzt werden, damit sie eine konstruktive Wirkung haben, da sie ansonsten sogar zu einem falschen und destruktiven Verhalten führen.

Durch in Aussicht gestellte Belohnung  lässt sich der Mensch zu  einer guten Handlung anspornen und wird der Wunsch, diese durchzuführen in ihm erweckt. 

Ansporn durch Belohnung und Lob  ist in der Regel immer der Bestrafung vorzuziehen . Motivierung trägt besser als Bestrafung zu Entfaltung der Fähigkeiten des Menschen bei.  Von Natur aus ist der Mensch, wenn er zu einer Sache angespornt wird, bestrebt, diese so gut wie möglich zu erledigen.  Ansporn ist zweifelsohne ein wichtiger Faktor beim Lernprozess und fördert gewünschte Verhaltensweise. Nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene haben das Bedürfnis nach Ansporn und Motivierung.  Wenn der Mensch Anerkennung für ein Tun erhält, so gibt ihm das Auftrieb und neuen Schwung .

Ein Mensch, der wegen positiven Handlungen gelobt wird, verspürt eine Art innere Ruhe und Selbstvertrauen und wird darauf vorbereitet,  weitere Schwierigkeiten in Kauf zunehmen und noch mit größerer Ernsthaftigkeit zu handeln. Aber wenn er gerügt wird, und  besonders wenn ihm dabei Unrecht geschieht, wird er enttäuscht und desinteressiert. Er fühlt sich unfähig und kann seine Fähigkeiten nicht optimal einsetzen.

Ansporn und Aufmunterung geben dem Menschen Hoffnung und Lebensfreude. Es kann vorkommen, dass schon ein kleines Wort der Anerkennung das Leben des Menschen verändert.  

Gott ist der Schöpfer allen Daseins und kennt daher auch die inneren Geheimnisse des menschlichen Wesens.  Er weiß, wie sich der Mensch positiv heranformen und in Richtung seines hohen Zieles lenken lässt.

                              

Der Heilige Koran schildert das erstrebenswerte gute Leben (Hayat-e Tayyabah), und spornt den Menschen dazu an, danach zu  streben.  Der Ansporn des Korans erfolgt in vielfältiger Form und richtet sich an viele verschiedene Gruppen. Denen, die es verdient haben werden zahlreiche Belohnungen versprochen.  Im Koran stehen zahlreiche frohe Botschaften ( Tabschir und Bescharat).

Die moderne Psychologe unterstreicht  den pädagogischen Wert der Motivierung.

In der Islamischen Erziehungslehre gilt das Prinzip von Belohnung und Strafe, Ansporn und Mahnung,  aber die Betonung liegt  auf Ansporn, Lob und Belohnung.

 

 

Und zwar deshalb weil das Leben als erstes auf der Liebe basiert. Bestrafung kommt  erst in Frage, wenn kein einziges Mittel des Ansporns mehr etwas genützt hat.

 

Gemäß dem Koran muss ein Unterschied zwischen den Rechtschaffenen und den Schlechten, den Würdigen und den Unwürdigen gemacht werden und mit jedem entsprechend seines Zustandes umgegangen werden. Die Menschen sind durch Ansporn oder eine geeignete Maßregelung auf den rechten Weg zu führen.  Die Ausführungen über Paradies und Hölle und die    aufmunternden oder auch  die furchterregenden Verheißungen im Koran gehen von der Wirksamkeit des Prinzips vom Ansporn und der Belohnung bzw. der Mahnung und Bestrafung aus.

Gott spricht im Heiligen Koran in der Sure 2 im ersten Teil des Verses  25 dieser Sure : „Übermittle den Gläubigen, die gute Werke verrichten, die frohe Botschaft, dass Gott sie mit Paradiesgärten belohnen wird, unterhalb derer Flüsse fließen! ...“

 

Die Gesandten Gottes und die edlen Imame aus dem Haus des Propheten (a.s.)  haben bei ihrer Bemühung um die Entfaltung der Gott gegebenen edlen Urnatur im Menschen sich der Methode des Ansporns und der Motivierung bedient.  Imam Ali (a) hat in seinem historischen Befehl an Malik Aschtar, mit dem er diesen zum Gouverneur von Ägypten bestimmte, hervorgehoben wie wichtig Ermutigung und Belohnung der Rechtschaffenen ist und gesagt: „Die Rechtschaffenen und die Schlechten sollen von dir nicht gleich behandelt werden, denn eine solche Vorgehensweise hält den Rechtschaffenen von guten Taten ab und muntert die Schlechten zu Schlechtem auf.“   

 

Imam Ali sagt, dass Ansporn und Mahnung seitens Gott der Veredlung des Menschen dienen und erklärt: „Gott der Barmherzige hat die Belohnung für den Gehorsam und die Bestrafung für die Sünde eingerichtet damit Seine Geschöpfe vor seiner Strafe im Jenseits bewahrt werden und er sie ins Paradies führt.“

 

 Es ist logisch, dass das System zur Erziehung der Menschenseelen nicht funktionieren könnte, wenn die Rechtschaffenen und die Sünder gleich behandelt würden. Dadurch würde die Tendenz zum Schlechten gefördert und das Interesse am Guten abnehmen. Daher muss der Rechtschaffene ermuntert werden, damit er bereit wird, noch größere und bessere Werke zu vollbringen und unschöne Taten zu vermeiden.  Der Koran hat in verschiedenen Formen das Prinzip des Ansporns zur Charakterveredlung des Menschen eingesetzt. Zum Beispiel gibt Gott der Allmächtige seinem Propheten die Anweisung die Bevölkerung beim Einsammeln der Zakkat-Abgabe zu loben. In der Sure 9, lesen wir nämlich im Vers 103: Nimm von deren Vermögen  Sadaqa (hier: Zakkat) um sie dadurch rein zu machen und zu läutern und bete für sie, denn deine Gebete bringen ihnen innere Ruhe! Gott hört alles und ist allwissend.“

 

Gott empfiehlt also, dass wenn die Menschen ihre Zakkat spenden, für sie gebetet werden soll-

Zwar erfüllen sie durch Zahlung der Zakkat ihre Pflicht, aber wie aus dem obigen Vers hervorgeht  sollte man auch dann, wenn jemand seine Pflicht erfüllt ihm ein Lob aussprechen und danken..  In den Überlieferungen heißt es, dass sich der Prophet des Islams auf diese Weise verhielt. Wenn jemand ihm die Zakkat-Abgabe für sein Vermögen brachte,betete er für ihn und sagte: „O Gott schicke ihm deine Segensgrüße!“

Im obigen Vers steht, dass die Gebete des Propheten den Zahlern  der Zakkat-Abgabe innere Ruhe verleiht. Zwar haben sie nach außen hin durch die Zakkat-Abgabe etwas von ihrem Besitz abgegeben, aber dafür haben sie innere Ruhe und Zuversicht und damit etwas Besseres, als das was sie hergaben, erhalten .

 

Der Koran hat auch das Ergebnis und den Lohn für Geduld, für das Mühen auf dem Wege Gottes ebenso wie für Gott-Dankbarkeit und der Befolgung des Gebotes, das Gute zu empfehlen und das Schlechte zu verwehren  und weitere Dinge, die alle in die Nähe zu Gott führen sollen, beschrieben.  Zum Beispiel lesen wir in der Sure Ibrahim , Sure 14 im Vers 7 dass Gott den Dankbaren  verspricht, dass er ihnen die guten Gaben vermehren wird, und an einer anderen Stelle im Koran verheißt er denen, die sich mit der Bitte um Vergebung an Gott wenden, dass Er ihnen vergibt.

Die Schaffung einer solchen Atmosphäre , ein solches Lob aber auch die Hilfen aus dem Verborgenen und die Erleichterungen im irdischen Leben motivieren den Menschen  bei seinen Anstrengungen.

Jeder Vers, der im Menschen Eifer und den Impuls zu einem rechtschaffenen Werk oder zu Abwendung von einem schlechten Handeln auslöst, ist in Wahrheit ein Ansporn etwas Gutes zu tun oder sich von etwas Schlechtem zu enthalten.  Geduld, Gottvertrauen, Wahrhaftigkeit und viele andere Eigenschaften sind Attribute , zu denen der Koran anspornt. 

 

Im Heiligen Koran und den Überlieferungen der Unfehlbaren (a) ist von verschiedenen Belohnungen für gute Handlungen die Rede.  In zahlreichen Versen verspricht Gott den Menschen immer wieder immateriellen Lohn und paradiesischen Segen, damit er angespornt wird, nach diesem Segen zu streben und damit er aufgrund der religiösen Motivation ein rechtschaffene Werke vollbringt.  Gott verspricht das Paradies und das Leben in Sicherheit und Glück in der kommenden Welt. Dieses Glück ist nur für die Gläubigen bestimmt. Es sind unvorstellbare Segnungen und Freuden, an die der Mensch im Jenseits durch sein rechtschaffenes Handeln im Leben gelangt.

 

Der Koran spricht diese Belohnungen, weil der Mensch sich von Natur aus nach Lohn und Anerkennung sehnt. Er will die Menschen auf diese Weise dazu anregen , um dieses  würdige und glückliche Leben im Jenseits bemüht zu sein.  Daher sehen wir auch in den Bittgebeten  und den Empfehlungen der Unfehlbaren Imam (a) dass sie die Belohnung durch Gott hervorheben, um die Menschen, für ein rechtschaffenes Tun zu gewinnen.

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