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Samstag, 18 Januar 2014 08:22

Hoffnung ist die Frucht des Glaubens

Hoffnung ist die Frucht des Glaubens
   Hoffnung bedeutet:  an eine bessere Zukunft glauben. Sie ist ein notwendiger Handlungsimplus und verhilft  zu einer besseren Denkweise und besserem Verhalten.
Wenn der Mensch die Hoffnung verliert, wird das Leben sehr schwer für ihn. Vielleicht lässt sich die Hoffnung im Leben mit dem Steuer eines Bootes vergleichen. Ohne das Steuer, wird ein Boot hin und her getrieben. Ein hoffnungsloser Mensch  wird im Leben früher oder später ratlos werden.. 

  

Es besteht ein enger Bezug zwischen der Lebenseinstellung und  Lebenssinngebung.  Es ist klar, dass die materialistischen Ideologien, welche das Leben auf das Diesseits beschränkt sehen,  dem Menschen keine wahre Hoffnung mitgegeben und ihm nicht die wichtigen Fragen in Beziehung auf die Schöpfung und das Endschicksal des Menschen liefern. Aber die Religionslehren Gottes spenden Hoffnung auf eine gute Zukunft und ein gutes Jenseits.  Der Glauben an das Jenseits gibt dem Menschen sowohl Sinn als auch Orientierung.  Das gottesfürchtige Verhalten und rechtschaffene Tun eines Menschen ist das Ergebnis des Glaubens  an den Einen Gott und die Zukunftshoffnung.  Beim Islam basiert die Hoffnung auf die Zukunft auf der monotheistischen Weltanschauung.Diese Weltanschauung, die auf dem Glauben an den Einen Gott beruht, lehrt den Menschen, dass er nicht zufällig auf die Welt kam und dass Gott überall gegenwärtig ist. Die monotheistische Überzeuung ist die wichtigste geistige Grundlage zur Herstellung von Hoffnung im Menschen.  
Aus dem Glauben  an die Einzigartikgeit Gottes  ergibt sich, dass der Mensch nicht dauernd an alle möglichen Faktoren denkt, die sein Leben beeinflussen könnten  und sich vor ihnen ängstigt oder auf sie hofft, sondern dass er sich nur der Einen  Instanz zuwendet. Dank dieser Sichtweise erreicht der Mensch innere Ausgeglichenheit. Bei Anbetung des Einen Gottes richtet der Mensch seine Gedanken auf eine einzige  Quelle der Macht. Dies ist von großer Bedeutung für seine seelische Gesundheit und Charakterstärke. Deshalb hat der Koran die Menschen immer wieder zu Tauhid, nämlich den Glauben an den Einen Gott und seine Allmacht  in der Daseinswelt aufgerufen. Auf diese Weise bewahrt er ihn vor der Ratlosigkeit.

Ein Mensch, der an den Allmächtigen glaubt , gelangt dadurch zu innerer Zuversicht , so dass er im Leben gegenüber allen Problemen Geduld üben kann und nicht hoffnungslos wird und weil er Gott allgegenwärtig weiß, strengt er sich an, eine bessere Zukunft zu erreichen. Je stärker der Glaube eines Menschen ist, desto größer wird auch seine Hoffnung auf Gott. Solche Stufen des Glaubens kann aber nur jemand erreichen der den Weg der Gott-Dienstbarkeit geht.

Der zeitgenössische Denker Schahid Motahhari bezeichnet den Glauben als die Quelle der Hoffnung und sagt:         „Ein Mensch, der Hoffnung besitzt wird sich niemals alleine und hilflos und ohne Tröster und Helfer fühlen. Er betet beim täglichen  Gebetsdienst: O Gott! Ich bete Dich an und ich bitte Dich um Hilfe!“

 Religion und Glaube stärken nicht nur die Hoffnung und lassen sie wachsen, sondern verhüten auch , dass der Mensch sich eine Reihe von Illusionen macht und diese falschen Hoffnungen  zunehmen.“

Hoffen hat einen hohen Stellenwert im Islam. Der Prophet hat gesagt: „Das Sehnen ist ein Segen für mein Volk (Umma) und wenn Hoffen und Sehnen nicht wäre, würde keine Mutter ihr Kind stillen und würde kein Gärtner einen jungen Baum einpflanzen .  (Bihar al Anwar, Bd. 74, S. 172)

Im Koran ist an verschiedenen Stellen von der Hoffnung die Rede, zum Beispiel die Hoffnung auf den Segen und die Barmherzigkeit Gottes.  Dieses Hoffen hat eine konstruktive Wirkung auf das Wohl des Menschen.  Der Koran spornt den Menschen zu würdigem Tun an, indem er in ihm die Hoffnung auf den Segen und Barmherzigkeit Gottes erweckt. Zum Beispiel heißt es in dem Vers 218 der Sure 2:

„Diejenigen, die wahrhaftig glauben, um des Glaubens Willen ausgewandert sind und für Gottes Sache gekämpft haben, können fest mit Gottes Barmherzigkeit rechnen.  Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.“

Die Hoffnung ist ein innerer Zustand, doch macht sie sich auch äußerlich im Verhalten der Menschen bemerkbar. Diejenigen die für ihren Glauben ausgewandert sind und gekämpft haben können von sich behaupten, dass sie auf die göttliche Barmherzigkeit gehofft haben. Diese Hoffnung in ihrem Herzen hat sich auf ihr Handlung ausgewirkt. 

 

Ein klares Zeichen für die Hoffnung auf Gott und auf den Jüngsten Tag besteht darin, dass jemand rechtschaffen handelt . Im Koran heißt es im Vers 110 der Sure Kahf : „Möge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn (am Jüngsten Tag)  hofft, gute Werke tun und keinen andern einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn.“

Der einzige Weg um Gottes Zufriedenheit zu erzielen und seinen Lohn zu erhalten, besteht also in den rechtschaffenen Werken Ihm zuliebe und darin, nur Ihm zu dienen. Wenn den Werken des Menschen kein aufrichtiges religiöses Motiv vorausgeht, braucht er sich keine Hoffnung auf die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes zu machen.  Die Überzeugung vom Jenseits ist also in der monotheistischen Weltanschauung eine Voraussetzung für den Wert eines guten Werkes.

Der Glaube ans Jenseits bewässert den jungen Baum der Hoffnung im Herzen des Menschen und beeinflusst wesentlich seine Überzeugungen und seine Lebensqualität. Er spornt den Menschen an, sich zu bessern und sein Verhalten rechtschaffen werden zu lassen.

Der Koran führt viele Beispiele im Zusammenhang mit der Hoffnung an. Zum Beispiel die Geschichte von Prophet Josef (a) . Aus ihr kann man Hoffnung auf die Zukunft dank Geduld und Festhalten am Weg der Wahrheit lernen. DieSure Yusuf (Sure 12) schildert wie Josef letztendlich in Ägypten zu Ehren gelangte, nachdem ihn seine Brüder aus Neid in einen Brunnen versenkt hatten. Durch die Selbstbeherrschung von Josef fand seine Geschichte einen schönen Ausgang für ihn. In dieser Geschichte  wird deutlich, dass das Recht einmal siegen wird  und das Unrecht nicht bestehen bleibt. 

 Gemäß der monotheistischen Weltanschauung wird derjenige letztendlich siegen, der auf Gott und Seinen Beistand   vertraut.  Aber wer auf andere hofft als auf Gott, wird Schaden davontragen. 

 Laut der monotheistischen Lehre des Islams soll der Mensch zwischen Hoffnung und Furcht zubringen. Wenn seine Furcht über seine Hoffnung hinauswächst wird er nicht mehr auf die Zukunft hoffen, und wenn seine falschen Hoffnungen größer sind als seine Furcht  werden, wird er sündigen. Die Furcht vor der göttlichen Bestrafung ist daher angebracht und hat eine konstruktive Wirkung . Aufgrund dieser Angst, ist der Mensch darum bemüht, sich und andere zu verbessern und kann daher auf eine gute Zukunft und Gottes Barmherzigkeit hoffen.

 

 Aber die Angst vor anderem und anderen als Gott wird im Islam getadelt, denn sie bringt den Menschen aus dem Gleichgewicht.

Ein monotheistischer Mensch hofft  also nur auf die göttlichen Verheißungen, gibt sich Mühe und tut gute Werke, damit er in dieser Welt einen Reiseproviant für die Ewige Welt anlegen kann. 

In der göttlichen Weltanschauung besteht immer die Möglichkeit der reuenvollen Rückkehr zu Gott und diese Möglichkeit gibt dem Menschen Hoffnung. Diese Hoffnung spielt eine wichtige Rolle dabei, dass der Mensch seine Vergangenheit wieder gutmacht. Der Mensch bedarf im Leben immer der göttlichen Gnade. Die meisten Menschen haben schon einmal eine Sünde begangen und  gegen Gottes Gebote verstoßen . Wenn es ihnen nicht gelingt , letztendlich ihre egoistischen Neigungen zu zähmen überkommt sie Hoffnungslosigkeit und sie geben die Hoffnung auf eine Rettung und die Erreichung der Vervollkommnung auf.  Wenn der Mensch nun aber meint, es gäbe keine Umkehr mehr, wird er sein Verhalten nicht mehr ändern und weil er denkt, dass ihn ohnehin eine düstere Zukunft erwartet, nur noch mehr Sünden begehen.

 Die Erinnerung an die Sünden werfen dunkle Schatten auf die Seele des Menschen und beunruhigen ihn.  Es kann sein, dass der Mensch dabei von einem Gefühl der Sinnlosigkeit geplagt wird und kein Motiv mehr besitzt, sich anzustrengen und zu bessern. Aber wenn jemand weiß, dass seine Reue mit göttlicher Vergebung erwidert wird, schöpft er wieder Hoffnung und ist darauf bedacht dass er eine Sünde nicht mehr wiederholt .

Gott erweist Seinen Dienern die Gnade , dass er ihnen den Weg zur Rettung offen lässt und dass der Mensch, auch wenn er noch sehr gesündigt hat, , dennoch umkehren und alles wieder gutmachen kann. Gott lässt dem Menschen die Möglichkeit zur reuevollen Umkehr, damit er nicht resigniert. Aber wichtig ist natürlich, dass niemand die Reue verschiebt. Denn wer weiß wie lange er lebt? Wenn der Tod eintritt, hat der Mensch nicht mehr die Möglichkeit zu bereuen und seine Sünden wieder gut zu machen.

 

Die Möglichkeit zur reuenvollen Umkehr i(Tauba) zeigt die göttliche Barmherzigkeit gegenüber allen seinen Geschöpfen.

 Wenn jemand, gleich was er getan hat, wahrhaftig reumütig zu Gott umkehrt, wird er mit offenen Armen von Ihm empfangen und seine Vergebung und Barmherzigkeit erfahren.

 

Dank der monotheistischen Lebensanschauung und Überzeugung von dem Einen Gott und dem Jenseits erstrahlt also immer die Hoffnung in den Herzen.

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