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Donnerstag, 02 Januar 2014 01:01

Gründe für den Unglauben

Gründe für den Unglauben
   Wir beleuchten in diesem Beitrag die Gründe, die der Koran für einen schwachen Glauben und den Unglauben anführt.

Der Mensch strebt von Natur aus nach dem Vollkommenen und meidet Mängel.  Ein Faktor, der enorm zur Vervollkommnung des Menschen beiträgt ist der Glaube.

Der Mensch kann die Vollkommenheiten in sich entfalten  wenn das Licht des Glaubens ihm auf den Weg leuchtet. Das arabische Wort für Glaube, nämlich  „Iman“ bedeutet auch „bestätigen“.

 Der Glaube spielt eine wichtige Rolle für die Entfaltung der Persönlichkeit des Menschen. Zu Beginn des  Verses 257 der Sure 2 spricht Gott:  „Gott ist Freund und Beschützer  der Gläubigen: Er führt sie aus den Finsternissen ans Licht...“

 

Und an einer Stelle im Vers 11, der Sure 58 steht:

Allah wird die unter euch, die gläubig sind, und die, denen Wissen gegeben ward, in Rängen erhöhen.  

 

Es gibt verschiedene Stufen des Glaubens, die der Mensch zu seiner Vervollkommnung nacheinander erreichen muss. Der erste Schritt zum wahren Glauben ist der Glaube an den Einen Gott. Der Glaube an den Einen Gott ist der höchste und wichtigste Gedanke für das Herz und den Geist des Menschen. Der Glaube an Gott erhellt das Herz  und gibt dem Menschen Zuversicht, Hoffnung und Energie. Wer an den Einen Gott glaubt, der ist davon überzeugt, dass die riesige Daseinsordnung einen Sinn hat und ein Ziel . Er sieht den Allbarmherzigen und Allweisen in der Mitte stehen und ist davon überzeugt, dass Gott Gutes vergilt und diejenigen schützt, die nach Recht und Wahrheit handeln und den Weg Gottes gehen.

 

Ein gläubiger Mensch geht mit Erleuchtung und Hoffnung im Herzen den Weg Gottes und handelt rechtschaffen und wohltätig.

 

Wer keinen Glauben besitzt, sieht in der Welt ein erbarmungs- und zielloses  System. Gerät er in Schwierigkeiten wird er hoffnungslos, findet keinen Halt und  verspürt keine Unterstützung .

 

                Auf den nächsten Stufen folgt dem Glauben an den Einen Gott  der Glaube an Recht und Wahrheit und an die Gesandten Gottes, insbesondere den Propheten des Islams Mohammad (s) und der Glaube an  das Jenseits. Wenn der Mensch die Stufen des Glaubens bestiegen hat wird er sicher  auf den Weg zur Vervollkommnung gelangen.

                                

 

 

 

Der Glaube leuchtet auf den Weg der Vervollkommnung. Wer keinen Glauben besitzt kennt weder das Ziel noch den Weg. Es fragt sich nun, weshalb einige den Weg des Unglaubens wählen und sich von der Bahn, die ihm seine wahre Natur zeigt, abweichen.  Im Heiligen Koran nennt Gott  in der Sure 23 mehrere Gründe für den Unglauben an. Eine Ursache ist laut Koran das Fehlen von Tadabbur. Tadabbur  bedeutet, bis zum Schluss denken. Ein solches tiefes Nachdenken über den Inhalt des Korans führt dazu, dass der Mensch die göttlichen Gebote und der göttlichen Zeichen und Verse versteht. Das tiefe Nachdenken führt zur Erkenntnis über die Geschöpfe und über die zahllosen Wohltaten Gottes. Diese Erkenntnis bringt wertvolle Resultate. Eines davon ist der wachsende Glaube.  Aber manche denken nicht über die Koranverse nach und erkennen die Weisheiten nicht. Sie beachten auch nicht die große Schöpfungsordnung  und blicken nur oberflächlich und gedankenlos auf sie und dies hat Unglauben zur Folge.

Aus der Sicht des Korans ist ein weiterer Grund für den Unglauben darin zu suchen, dass der Mensch keine Lehre aus der Vergangenheit zieht.

Wer sich nicht mit dem Koran beschäftigt wird auch nichts von dem Schicksal der Vorfahren, über die in diesem Buch viel geschrieben steht, wissen, und sich hinsichtlich deren schlechten Verhaltens und dessen Folgen  nicht mahnen lassen.  Währenddessen hilft es dem Menschen, seine Fehler zu reduzieren und seinen Glauben zu vertiefen, wenn er die fatalen Fehler seiner Vorfahren betrachtet.

                          

 

Ein Faktor für den Unglauben von Menschen ist ihre Unkenntnis vom Koran und dem  Propheten Gottes (s). In der Sure 23 (die Gläubigen) heißt es in den Versen 68 und 69:

„Haben sie denn nicht über das Wort (den Koran) nachgedacht, oder ist zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorvätern kam?

Oder kennen sie ihren Gesandten (und sein gutes Vorleben)  nicht, dass sie Ihn verleugnen?

 

Ein  Grund für die Ablehnung des Glaubens besteht  darin, dass jemand die hohe Botschaft des Erhabenen Propheten und den Propheten nicht kennt.

Die Ungläubigen in der Frühzeit des Islams  kannten den Propheten Mohammad und wussten wie rechtschaffen er immer gewesen war.  Die Argumente und die Mahnungen und die Ausdruckskraft des Korans sind alles Beweise dafür, dass der Überbringer dieses Buches der Gesandte Gottes ist. Aber die Ungläubigen nutzten nicht ihre Denkkraft, und daher erkannten sie nicht die Wahrheiten im Koran und erkannten den Propheten nicht  an .

Die Verleugnung des Propheten (s) führt zum Unglauben. Der Erhabene Prophet  hat den Menschen  die Religion Gottes, den Islam und den rechten Weg vermittelt,  damit  er sie vor dem Irrweg rettet. Aber  einige haben den Propheten gewaltig verleugnet und sind auf dem Irrweg verblieben. In der Sure 23, die Gläubigen heißt es im Vers 70:

„Oder sie sagen, er (der Prophet) sei  wahnsinnig! Nein, er hat ihnen die Wahrheit gebracht, aber die meisten von ihnen hassen die Wahrheit (und laufen vor ihr davon). „

Einige lehnten die Religion und den Propheten ab, und nannten ihn wahnsinnig, obwohl sie wussten dass er völlig bei Verstand und weise ist.  Der geehrte Prophet des Islams hatte ihnen den Koran überbracht. Er hatte ihnen Recht und Wahrheit und ein Lebenskonzept vorgelegt, welches ihr  Wohl auf dieser Welt und ihre Rettung in jener Welt bedeutet. Aber die meisten weigerten sich, die Wahrheit anzuerkennen.   Denn die Anerkennung der Wahrheit  hätte  ihren unlauteren Interessen   geschadet.

Der Koran sieht also in der Weigerung, sich der  erkannten Wahrheit anzuschließen,  ebenso einen Faktor für den Unglauben.

Ein weiterer Grund für den Unglauben ist laut Koran die Befolgung der egoistischen Neigungen. Das Sündigen und die Vergötterung der triebhaften Wünsche sind  ein großer Zerstörungsfaktor. Dieser Faktor verdunkelt das Herz und macht das Erkennen der Wahrheit unmöglich.  Wenn der Mensch nicht mehr die Wahrheit wahrnehmen kann, verkümmern seine positiven Veranlagungen und seine negativen Eigenschaften wachsen. Dieser Prozess mündet darin, dass der Mensch auf eine sehr niedrige Stufe herabsinkt.   Wer der Sünde nachgeht  ist nicht mehr auf dem Weg Gottes. Es kann sich dabei sogar um Menschen handeln, die sich mündlich zur Religion bekennen. Aber sie verstoßen gegen sie und ignorieren, dass wahrer Glaube mit gläubigen Handeln einhergehen muss.  Solche Leute haben größeres Interesse an der Sünde als an dem Glauben , denn wegen dem Glauben müssten sie auf gewisse Freuden verzichten.  Gott hat in der Sure 23 – die Gläubigen -  im Vers 71 gesagt:

„Und wenn die Wahrheit ihren Begierden entsprochen hätte, wäre es in der Tat um  die Himmel und die Erde und alle die es darin gibt, geschehen. Nein, Wir haben ihnen aber den Koran (als Mahnung und zu ihrer Ehre  ) überbracht , doch von dem, was zu (ihrer ) Ehre gereicht, kehren sie sich ab.“

Die Unterwerfung unter die menschlichen Gelüste und Wünsche verhindert den Glauben des Menschen oder  bringt ihn vom Glauben ab. Sie sperrt den Weg zur Vollkommenheit.

Imam Sadiq aus dem Hause des Proheten (a.)  hat gesagt: „Nichts verdirbt das Herz des Menschen so sehr, wie die Sünde.  Denn ein Herz, das sündigt, bleibt so lange in diesem Zustand, bis alle Besudelungen es beherrschen und es umstülpen.“

Ein weiterer Grund für Unglauben ist die schwache Überzeugung vom Leben nach dem Tod. Es ist eine Tatsache, dass die Überzeugung vom Leben nach dem Tod und der Rückkehr zu Gott den Menschen  motiviert, Gutes zu tun und Hässliches zu unterlassen. 

 

Wer vom Glauben an das Jenseits ablässt, der läuft Gefahr zu sündigen und ungläubig zu werden.

Gott hat in der Sure 2 im Vers 62 gesagt:

„Wahrlich, wer (an den Propheten) glaubt und die Juden und die Christen und die Sabäer   - wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.“ (Gemäß Korankommentaren gilt diese Verheißung für die Praktizierung einer Gottesreligion, solange diese Lehre noch nicht durch eine neue Offenbarung ersetzt worden ist)

 Weitere Ursachen für den Unglauben, sind Stolz, Eigensinn und Hochmut und das Nicht-Nachdenken über die Zukunft .

Alle  genannten Faktoren des Unglaubens sind Dinge, die die  Menschen von Gott und von ihrem Wohl und Glück in beiden Welten fernhalten und eine dunkle schmerzliche Zukunft zur Folge haben.

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