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Montag, 16 September 2013 04:29

Lehre des Friedens und der Barmherzigkeit (2)

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Im ersten Teil dieses 3-teiligen Beitrages haben wir einige Koranverse angeführt, die bezeugen, dass der Islam Frieden, Barmherzigkeit und Nachsicht betont.
Wir möchten in diesem Beitrag auf weitere Belege aufmerksam machen.Prophet Mohammad (s) überbrachte der Welt eine Lehre, die bis zu Weltuntergang die Bedürfnisse der Menschen erwidert. Natürlich kann nur eine Lehre in dieser Weise fortbestehen, die auf der Vernunft und Logik, dem Frieden und der Barmherzigkeit basiert. Der Koran hat den Islam als Lehre des Friedens, der Versöhnung und Freundschaft erklärt, wenn es in dem Vers 208 der Sure 2 heißt:

 

 

O die ihr glaubt, tretet alle ein in den Zustand des Friedens und der Freundschaft und folget nicht den Fußstapfen Satans; wahrlich, er ist euch ein offenkundiger Feind.“

 

Den Gläubigen wird also in diesem Koranvers empfohlen, Frieden und Versöhnung anzustreben. Interessant ist, dass der Heilige Koran Leute, die keinen Frieden suchen und stattdessen Krieg schüren als Anhänger Satans vorstellt. Frieden und Versöhnung finden Gottes Gefallen, während Krieg, Kriesschürung und Gewalttätigkeit ein Werk des Teufels ist.

 

Gemäß Koran ist ein weltweiter beständiger Frieden und die Sicherheit der Menschheit nur durch den Glauben an den Einen Gott möglich . Das einzige wahre Verbindungsglied zwischen allen menschlichen Gemeinschaften, die hinsichtlich Sprache und Abstammung, Ressourcen und geografischer Heimat verschieden sind, ist gemäß Islam der Glaube an den Einen Gott und die Befolgung der monotheistischen Himmelslehre.

 

Gemäß Koran ist, nach dem Glauben an das Überirdische und der Gott-Dienerschaft, der Kampf gegen jegliches Unrecht und die Herstellung von Sicherheit und Gerechtigkeit sowie der Aufruf zur Befreiung wichtigster Gegenstand der Lehren aller Propheten Gottes gewesen.

Die Sicherheit ist ein großes Anliegen der menschlichen Zivilisation. Sicherheit bedeutet Ruhe und Zuversicht. Keine Lehre und Rechtsordnung kann gegenüber der Frage der Sicherheit gleichgültig bleiben. Sicherheit ist nicht nur ein dringendes Bedürfnis der menschlichen Gesellschaft sondern auch ein wichtiger Faktor für kulturelles Wachstum und Fortschritt in der Wissenschaft und Wirtschaft und politische Entwicklung. Diese Regel gilt auch im Islam, als eine umfassende progressive Ordnung, welche die persönlichen und sozialen Bedürfnisse der Einzelnen zu jeder Zeit und allerorts erwidern kann . In dieser Religion wird Wert auf die Möglichkeiten zur Erreichung von Sicherheit gelegt.

 

Sicherheit ist aus der Sicht des Korans eines der Ziele der Gottesherrschaft und der Statthalterschaft der Rechtschaffenen auf Erden. Im Heiligen Koran heißt es im Vers 55 der Sure Nur (Sure 24): „Verheißen hat Allah denen unter euch, die glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewisslich zu Nachfolgern auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und dass Er gewisslich für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und dass Er gewisslich ihren Zustand nachdem sie in Furcht gelebt haben, in Frieden und Sicherheit verwandeln wird.“

Gemäß diesem Koranvers sollen die Rechtschaffenen sowie diejenigen Sicherheit genießen, die keinen Verstoß begangen und ihre Aufgaben erfüllt haben und das Gesetz achten. Es gehört zu den Eigenschaften eines Gläubigen, dass er nach der Herstellung von Sicherheit strebt. Sicherheit bietet aus koranischer Sicht der wahre Glaube und die Zuversicht in Gott. Im Vers 4 der Sure Fath (48) spricht Gott:

„Er ist es, Der die Ruhe in die Herzen der Gläubigen niedersandte, damit sie sich in ihrem Glauben noch mehr bestärken lassen würden. Und Allahs sind die Heerscharen der Himmel und der Erde, und Allah ist allwissend, allweise.“

Der Koran empfiehlt Milde und Großzügigkeit und ruft die Gläubigen in den Versen 9 und 10 der Sure Hudscharat (49 ) zur Brüderlichkeit und Freundschaft auf und dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Islam Frieden und Barmherzigkeit möchte. Im Vers 61 der Sure Anfal wird dem Propheten sogar empfohlen, dass er mit dem Feind Frieden schließen soll, falls dieser den Frieden möchte.Mit einem Feind kann natürlich nur dann ein Friedensvertrag geschlossen werden wenn danach das Ansehen und Macht der Gläubigen bewahrt bleiben.

Daher hat Imam Ali (a) in seinem Befehslschreiben an den Gouverneur von Ägypten, Malik Aschtar gesagt:

„Wenn dich der Feind zum Frieden einlädt und Gott damit zufrieden ist, dann weise ihn nicht zurück, denn bei Frieden können sich deine Heeresscharen ausruhen. Dann bist du von Kummer und Ärgernissen befreit und in deinem Gebiet herrscht Sicherheit. Aber sei dennoch nach dem Frieden streng auf der Hut vor deinem Feind und wachsam, denn manchmal nähert sich der Feind (durch den Frieden) heran, damit er dich überrumpelt. Sei also vorsichtig und weitsichtig und nicht optimistisch gegenüber dem Feind.“

Der Islam betrachtet Frieden und Sicherheit als eine Notwendigkeit für islamische Gebiete. Der Prophet (s) des Islams sagt: „In einem Heimatland, in dem keine Sicherheit und Freude herrscht, gibt es keine Fröhlichkeit.“

An diesem Hadith sehen wird , dass Fröhlichkeit von der Sicherheit abhängt und es ohne Sicherheit keine Freude gibt. Eine Heimat ist gesegnet, welche Sicherheit besitzt. Im Grund mag keiner in einem Land leben, in dem es keine Sicherheit gibt und wo er gefährdet ist.

An dem was wir sagten, ist abzulesen, dass der Islam gegen die Störung der Sicherheit und den Krieg in unserer heutigen Welt ist und die Lehre des Islams den Krieg und Gewalt nicht befürwortet.

Der Islam ist eine umfassende Religion mit hohen universalen Zielen, die dazu dient die Menschen wachzurütteln und sie zu lenken. Es ist klar, dass die Abgötter, die Geldgierigen und heimtückischen Mächte, mit dem Weltimperialismus an der Sptize, in dem wahren Islam das größte Hindernis auf dem Weg zu ihren üblen unheilvollen Zielen sehen. Daher versuchen sie mit aller Macht ihn zu vernichten. Indem sie diese menschenfreundliche Lehre als brutal verleumden, stellen sie den Islam als Urheber für Krieg, Gewalt und Terror vor.

 

Der Islam ist aber grundsätzlich gegen jegliche Gewalt und Einschüchterung von Menschen, die sich nichts zuschulden kommen ließen. Unrecht und Unterdrückung werden im Islam als schweres Vergehen verurteilt.

Der Islam fordert ausdrücklich die Sicherheit für Leben und Besitz der Menschen. Diese Sicherheit ist so wichtig, dass sie als eines der Ziele des Dschihad bezeichnet wird.

Ein Teil der Menschen wählt jedoch im Leben den Weg eines Übeltäters und der Aggression und des Übergriffes auf Leben und Besitz der anderen. Deshalb wird von einer vollendeten Religion erwartet, dass sie Maßnahmen zur Beseitigung solcher Hindernisse auf dem Weg der Rechtleitung der Menschheit vorlegt.

Manchmal ist das frevelhafte Verhalten so schlimm, dass kein andere Wahl mehr bleibt als der Einsatz von Gewalt und in dem Falle ist der Dschihad im Islam rechtmäßig.

Gemäß dem Koran ist es gegenüber denjenigen, die keine logische Argumente akzeptieren und dreist den Weg der Rechtleitung und der Friedenssuche blockieren und bewusst und aufgrund ihrer Halsstarrigkeit und Feindschaft gegen den Islam Krieg führen , ein entschiedenes Handeln angebracht.

Der Islam gebietet militärische Einsatzbereitschaft zum Schutz der Grenzen, was erneut seine Forderung nach Wahrung von Frieden und Sicherheit demonstriert. Er fordert den Kampf auf dem Wege Gottes als eine wichtigste Form des islamischen Gott-Dienens.

Im Islam dient der Dschihad aber nicht dazu, dass Herrscher oder Völker ihre Macht ausdehnen. Der Dschihad ist vielmehr eine Befreiungsmaßnahme und keine aggressive Maßnahme. Die Muslime haben nicht das Recht einen Krieg zu beginnen, wenn etwas auf nicht- militärischem Wege zu erreichen ist. Daher ist es ja auch eine Pflicht vor dem Beginn von Gefechten den Feind zum Islam einzuladen.

 

Gott hat den Dschihad eingerichtet, damit durch ihn die arroganten Herrschsüchtigen und Frevler bekämpft werden. Durch den Dschihad sollen die Unterdrückten befreit und die Voraussetzungen geschaffen werden, dass diejenigen die in Unwissenheit leben über die Lehre von dem Einen Gott erfahren.

Alameh Mohammad Hussein Tabatabai, der iranische Korankommentator, weist den Vorwurf zurück, dass der Islam kriegssüchtig sei und schreibt über den wahren Dschihad:

„Mit Dschihad ist die Herstellung der Religion und das Emporbringen des Göttlichen Wortes gemeint. Dschihad ist daher ein Gott-Dienen, bei dem als erstes die Absicht, Gott nahezukommen, vorausgesetzt wird. Dschihad dient nicht dazu den Besitz anderer an sich zu reißen, sondern er wurde zwecks Verteidigung des Rechtes auf Menschlichkeit zur Pflicht gemacht. Der Verteidigung sind von sich aus Grenzen auferlegt, während aber Angriff und Übergriff die Grenzen verletzen. Deshalb sagt Gott auch: „Überschreitet nicht das Maß, denn wahrlich Gott liebt nicht die Maßlosen!“

Der wahre Islam ist also keine Religion, die Krieg und Konflikt und Übergriffe befürwortet. Vielmehr sind seine Gebote , darunter das Gebot zum Dschihad , menschenfreundlich. Sie dienen der Verbreitung von Frieden und Sicherheit durch die religiös ausgerichtete Herrschaft, die Ablehnung von Abgott-Regimen und den Kampf gegen Unrecht, Frevler und Ungerechtigtkeit.

Im dritten und letzten Teil werden wir auf die menschenfreundilchen Regeln des Islams während eines Krieges und Dschihads hinweisen und uns auf die Tradition des Propheten berufen.

 

 

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