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Dienstag, 13 Januar 2015 03:51

Islamische Einheit und die 28. Internationale Konferenz zu diesem Thema

 Islamische Einheit und die  28.  Internationale  Konferenz zu diesem Thema
Was die Islamische Welt heute an erster Stelle braucht ist Einheit. Einheit und Brüderlichkeit zwischen den Muslimen sind Grundlagen des Islams. Das Gebot der Einheit gilt für immer.

Es ist eine Pflicht, die auf der natürlichen Veranlagung (der Fitra) und der Vernunft beruht und aus den Lehren des Korans hervorgeht. Gott macht darauf aufmerksam, dass allen Menschen den gleichen Ursprung besitzen.

Ihre Herkunft geht auf ihre Stammeltern Adam und  Hawa (Eva) zurück und alle Menschen dienen demselben Ziel.  Gott hat die Einheit der Islamischen Ummah im Koran in der Sure 23 beschrieben: „Und diese eure Gemeinschaft ist eine einheitliche Gemeinschaft, und Ich bin euer Herr. So fürchtet Mich.“

 Gott hat auch klargestellt, dass  Zwietracht und Streit vermieden werden müssen um Einheit zu bewahren: „Haltet euch allesamt an Gottes Band fest, zersplittert euch nicht!“  (Sure 3, Vers 103)

Im Islam sind die Grundlagen für die Einheit nicht nur in den wichtigsten Glaubensprinzipien sondern auch in zahlreichen  sekundären Prinzipien verankert. Ohne weiteres lässt sich sagen, dass es keine nennenswerten  Unterschiede zwischen den Ansichten der Muslime gibt, die ihre Einheit behindern könnten. Sie alle haben die gleiche Weltanschauung. Sie beten alle den Einen Gott an und glauben daran, dass Mohammad (F.s.m.i.) der Prophet Gottes ist. Ihr heiliges Buch ist der Koran und ihre Gebetsrichtung ist die gleiche und  verrichten auf gleiche Weise das Ritualgebet und fasten auf gleiche Weise usw. Es gibt bis auf sehr geringe Einzelheiten dabei keine Unterschiede. Dies alles kann zur Bildung einer einzigen großen Nation und einer großen Macht führen. Gerade davor fürchten sich die Feinde des Islams. Und so kommt es, dass sie laufend den Zusammenschluss der Muslime zu einer großen Gemeinde  zu verhindern versuchen und die Unterschiede zwischen ihnen aufbauschen. Ein Unterschied, der zu Streit hätte führen können, sind die beiden verschiedenen überlieferten Daten für die Geburt des Propheten. Aber die Islamische Republik Iran hat die Zeit vom 12. bis zum 17. Rabi-ul Awwal  zur Woche der Einheit ernannt, um diese potentielle Gefahr abzuwehren und eine Gelegenheit  für gemeinsame Feiern und Veranstaltungen zu Ehren des Propheten zu schaffen. 

In diesem Zusammenhang lädt die Islamische Republik Iran jedes Jahr zu einer internationalen Konferenz für Islamische Einheit ein. An der 28. Konferenz, die vom 7. Bis 9. Januar 2015 stattfand nahmen über 600 Gäste aus dem In- und Ausland teil. Sie kamen aus 60 Ländern der Welt und legten ihre wissenschaftlichen und kulturellen Standpunkte vor.  Die Konferenz stand unter dem Motto: Die vereinte Ummah – Herausforderungen und Strategien.

 

Präsident Dr. Rohani gratulierte auf der Eröffnungsfeier zur 28. Konferenz für die Islamische Einheit  anlässlich des Jahrestages der Geburt des geehrten Propheten (s) und seines Edlen Nachkommens, Imam Sadiq (a). Er unterstrich, dass die Muslime mehr denn ja auf das leuchtende Vorbild des Propheten angewiesen sind, welcher die Muslime eine hohe Moral und die Verbesserung ihres matierellen und immateriellen Lebens lehrte . Rohani sagte über das Werk des Propheten. „Er begründete im Rahmen der himmlischen Offenbarung die vereinte islamische Ummah und wollte, dass wir diesen Weg wahren und fortsetzen.“

Der iranische Präsident erklärte, unter Vereinigung und Einheit sei nicht zu verstehen, dass jemand von seinem eigenen Weg ablässt uund erklärte, mit Einheit gehe  Großzügigkeit, Toleranz und Edelmut einher und es sei gemeint,  dass die  Muslime akzeptieren, dass jeder der sich zur Einheit Gottes und dazu bekennt, dass Mohammad Sein Prophet ist , den Fuß auf den Weg zur Rettung gesetzt hat und ein Muslim ist.“   

Dr. Rohani sagte weiter, Einheit soll nicht bedeuten, dass die Anhänger einer islamischen Rechtsschule sich von ihr abwenden und nicht mehr nach ihr handeln. Er betonte: „Wenn wir bedenken, dass die verschiedenen Rechtsschulen das gleiche Ziel verfolgen und nur verschiedene Wege gewählt haben, um an dieses Ziel zu gelangen und dass sie alle den Koran und die Gottergebheit und die Befolgung der Sunna des Propheten ins Auge gefasst haben, dann  wird die Einheit möglich sein.

Die Einheit der Islamischen Ummah ist eine der wichtigsten Angelegenheiten der Islamischen Welt, aber es laufen zahlreiche Verschwörungen zur Hervorrufung von Konflikten und um dieser Einheit zu schaden.

 

Heute nehmen die takfiristischen Gruppen, täglich einen neuen Ort in der Islamischen Welt ins Visier,   und sie schaden dem Ansehen der Islamischen Welt.  Ihre  bestialischen Aktionen haben, seitdem sich die Islamische Welt Schritt für Schritt den ewigen Lehren des Islams und Korans nähert, zugenommen.  Genau in einer Zeit, in der die Menschen auf der Welt verspüren, dass die westliche Zivilisation nicht alle materiellen und immateriellen Bedürfnisse von heute und morgen stillen kann und  allmählich immer mehr mit dem  Heiligen Koran und der Lebensweise des Erhabenen Propheten des Islams Bekanntschaft schließen,  tritt unterstützt von den Zionismus eine Gruppe von Handlangern auf, um den Islam ins schlechte Licht zu rücken. Es sind Terroristen, die kein Verbrechen scheuen und sie dienen als Hebel,  um das wachsende Interesse am Islam auf der Welt zu stoppen.

               

Auf der 28. Konferenz für Islamische Einheit ging es in erster Linie darum, die Voraussetzungen für Vereinigung und Solidarität in der Islamischen Welt zu schaffen. Die gemeinsamen Überlegungen der Teilnehmer  zur Annäherung der Standpunkte der Islamischen Religionsgruppen  werden zur Verwirklichung dieses Zieles beitragen. Die diesjährige Konferenz untersuchte die takfiristischen Strömungen und den blinden Eifer für bestimmte Rechtsschulen einerseits sowie geeignete Lösungen und gemeinsame Stellungnahmen zur Begegnung mit solchen Phänomenen andererseits.

Der Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Rechtsschulen  sagte auf der Sitzung zur Würdigung von Persönlichkeiten, die sich für diese Annäherung eingesetzt haben: „Die Zukunft gehört dem Islam, und die islamische Gerechtigkeit wird früher oder später  die Welt erobern. Er erklärte weiter: „Damit diese Gerechtigkeit überall verbreitet wird, müssen Voraussetzungen geschaffen werden und dies ist Aufgabe der jungen Menschen,  die die große Zivilisation in Erscheinung treten lassen müssen.“  Er erklärte weiter: „Die takfiristischen Gruppen in den islamischen Ländern versuchen, eine düstere Atmosphäre zu schaffen und Konflikte zu schüren., aber wir sind davon überzeugt, dass sie mit diesen Bestrebungen nichts erreichen werden .“ Er sagte, dass diese Gruppen in Wahrheit durch ihre Taten verursachen, dass die Muslime enger zusammenrücken.

 

Konferenzgast Hadi Ameri, Leiter des Badr-Instituts und irakischer Parlamentsabgeordneter, sagte, die größte Herausforderung für die Einheit seien die Strömungen, die diese zu verhindern versuchen und hoffte, dass die Konferenz  einen konstruktiven Weg findet, gegen diese Strömungen vorzugehen. Die wahre Gefahr , welche den Islam heute bedroht, ist nach Ansicht Ameris der blinde Terrorismus und eine Denkweise, die die Zersplitterung der Islamischen Ummah will. Der irakische Parlamentier sagte auch, die Zionisten seien die eigentlichen Drahtzieher der Zwietrachtstiftung unter den Muslime und erklärte:  „Der Zionismus unterstützt nach besten Kräften die Daisch (IS(IS) . Die größte Gefahr für  unsere Gesellschaft besteht darin,  dass die jungen Menschen in den Islamischem Ländern einer Täuschung zum Opfer fallen und für die Daisch   kämpfen, anstatt dass sie sich für die Unterstützung Palästinas zusammentun.“

Ameria fuhr fort:  „Die Zionisten wollen unsere Ummah spalten und haben  dazu die Spaltung Syriens und Iraks auf dem Programm stehen, Die Daisch arbeiten wie eine Maschine, die Tag und Nacht zur Verbreitung der Denkweise der Zionisten, im Einsatz ist.

Die Teilnehmer an der Konferenz trafen auch mit Ajatollah Khamenei, dem Oberhaupt der Islamischen Revolution zusammen. Er  gratulierte zu dem Jahrestag der Geburt des Propheten und seines Nachkommens Imam Sadiq und bezeichnete die Geburt des Propheten als Geburt von Wissen und Verstand, Ethik, Barmherzigkeit und Einheit. Er verwies darauf, dass die  Verantwortungsträger, Politiker, Gelehrten und elitären Kräfte in den Islamischen Ländern eine große Verantwortung tragen. Ajatollah Khamenei erklärte sein großes Bedauern darüber, dass die Islamfeinde mit ihren Zwietrachtsplänen einen Erfolg erzielen konnten und sagte, es werde ein Garant für den Fortschritt der Islamischen Ummah sein, wenn sich  die muslimischen Völker mit ihren gewaltigen Möglichkeiten und einmaligen Eigenschaften  aufgrund ihrer gemeinsamen Gesamtorientierungen verständigen   und einig würden, anstatt sich an Einzelheiten aufzuhalten. Ajatollah Khamenei sagte, der internationale Widerhall der Einheit und Einmütigkeit in der islamischen Welt  werde  zur Ehre und Größe des Propheten des Islams führen.

Das Oberhaupt der Revolution beschrieb die Faktoren für Herstellung einer Einheit in der Islamischen Welt und bezeichnete es als sehr wichtig, dass  sich schiitische und sunnitische Rechtsschulen von Misstrauen und  Beleidigungen einander gegenüber enthalten.  Mit Hinweis auf die weitgehenden Spaltungsversuche der westlichen Spionage- und Informationsdienste sagte er:

„Ein Schiit, der mit der englischen MI6 in Kontakt steht oder ein Sunnit, der für die CIA arbeitet, sind beide Feinde des  Islams und des Propheten.“

Die diesjährige Konferenz für die Islamische Einheit zeichnete sich auch dadurch aus, dass nicht nur Gelehrte aus der Islamischen Welt teilnahmen, sondern auch elitäre Geschäftsleute und Universitätsleiter und Dozenten und Vertreter von Parteien des Widerstandes,  Studenten und junge Menschen und  auch Musliminnen , die sich aktiv für die Annäherung der Rechtsschulen einsetzen .

Die Teilnehmer haben in drei Tagen  auf 15 Sitzungen und mit über 100 Forschungsprojekten und Referaten das Thema Einheit in der Islamischen Welt untersucht.  Sie haben in Expertenkomitees die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet des Handels, der Jugend- und Studenten und Frauenfragen, der politischen  Parteien, und Anliegen der Akademiker und Medienfragen erörtert. In einem Komitee namens „Islamischer Frieden“ und in einer Generalsitzung  und einem Sonderkomitee der Weltunion der Gelehrten des Widerstandes haben sie die Krisen in der Islamischen Welt untersucht, um  wirksame Strategien zu erörtern.

In der Abschlusserklärung  wurde die Unterbreitung von praktischen Strategien für die Annäherung der islamischen Religionsgruppen und die Bildung der vereinten islamischen Ummah als ein Erfordernis unterstrichen.  Es hieß, dass die Anhänger aller Rechtsschulen, die die Grundpfeiler des Islams und die Glaubensgrundsätze anerkennen und keine unumstößlichen Prinzipien verneinen zu der vereinten islamischen Ummah gehören  ... Es hieß weiter, wegen politischer Meinungsverschiedenheiten   dürften keine Unterschiede hinsichtlich Überzeugung, Geschichte oder Rechtsschule missbraucht werden.  Es hieß auch: „Die Schürung von Zwietracht aufgrund der Ethnie oder Rasse, dient nur den Feinden des Islams,  macht ihre listigen Pläne umsetzbar  und fördert die mit allen Mitteln zu bekämpfende Besatzung von islamischen Gebieten!“

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