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Montag, 25 Januar 2016 10:30

Scheich Zakzaky – Kampf um Recht (2)

Scheich Zakzaky – Kampf um Recht (2)
  Wir möchten Sie in diesem zweiten Teil über den nigerianischen Geistlichen Zakzaky mit seinen Tätigkeiten bekannt machen.

Im ersten Teil haben wir aus dem bewegten Leben des nigerianischen Muslimführers Scheich Ibrahim Yaqub Zakzaky berichtet. Sie haben über die nachhaltige Wirkung seiner Begegnung mit Imam Chomeini, dem Begründer der Islamischen Republik Iran erfahren , die einen tiefen Wandel in ihm auslöste. Zakzaky wurde zu einem Anhänger des Imams und bekannte sich zum schiitischen Glauben, d.h. zur  Rechtsschule der Makellosen Imame aus dem Hause des Propheten an. Durch die Befolgung deren hohen Vorbilds wurde er ein mutiger  und Gerechtigkeit suchender  Muslimführer, der die Herzen lenkte. Dank seines unermüdlichen und ehrlichen Einsatzes konnte er viele in Nigeria für Imam Husain und die Lehre der anderen Imame aus dem Hause des Propheten (gegrüßet seien sie) begeistern.

Hassan Bala , Mitglied der Islamischen Bewegung und ein Verwandter von Zakzaky sagt: „Wenn der Scheich heute so viele Anhänger hat, so liegt es an seinem friedlichen und ruhigen Vorgehen in Nigeria.“

In der Tat ist die Zahl der Schiiten in Nigeria innerhalb von weniger als 20 Jahren auf mehrere Millionen angestiegen und das ist nichts anderem zu verdanken, als der Vorgehensweise des Scheichs in Nachahmung der Makellosen Imame.“  

Viele ehemalige Sunniten und Christen sind heute Schiiten, d.h. sie sind  Anhänger der Ahl-e Bait (der Imame aus dem Hause des Propheten).

Scheich Zakzaky ist der Überzeugung, dass der Islam eine universale Botschaft beinhaltet und nicht nur zu den Arabern gehört sondern zu allen Menschen und zu allen Kulturen.  

Der unversehrte Islam des Propheten Mohammad (s) ist nach seiner Ansicht voller Liebe, Barmherzigkeit und Brüderlichkeit. Ein Islam den die Ahl-e Bait (a) am besten von allen vorgelebt haben.

Scheich Zakzaky sagt: „Der Islam ist als eine universale Botschaft gekommen, um unser Denken zu verändern. Natürlich bleibt die Kultur der Bevölkerung auf ihrem Platz, aber die Grundlage für unser Denken und Handeln ändert sich.  Wenn jemand zum Beispiel Muslim wird und vorher nicht gelogen hat, um sein soziales Ansehen zu wahren, dann unterlässt er,  nachdem er Muslim wurde, deshalb das Lügen, weil er Seinen Herrn zufrieden stellen will und an das Leben nach dem Tod, das Paradies und die Hölle glaubt.  Dies trifft auf die gesamten Verhaltensbereiche des Muslims zu.  Er strebt als Muslim das Wohlgefallen Gottes und die Nähe zu ihm an und verhält sich deshalb rechtschaffen.“

Scheich Zakzaky führt die  positiven Eigenschaften, die der Mensch als Muslim erwirbt auf das Potential  des Tauhids  – des Glaubens an den Einen Gott -  zurück, einen Wandel herbeizuführen.

Ein nigerianischer Student, der durch Scheich Zakzaky zum Schiiten wurde, sagt: „Zakzaky hat anfangs nach seiner Rückkehr aus dem Iran im Jahre 1980 , als er seine neue Überzeugungen vorstellte, nicht von der schiitischen Lehre sondern bei allen seinen Erklärungen und Aufrufen nur von  der islamischen Brüderlichkeit gesprochen.“

Dieser nigerianische Student berichtet weiter: „Zakzaky hat als Erstes durch  sein großmütiges Verhalten Freunde gewonnen und dann offen zur Rechtsschule der Ahl-e Bait eingeladen. Dank seiner Weisungen haben die Schiiten in Nigeria eine ansprechende islamische Art.  Sie haben keine eigenen Moscheen errichtet, um sich von den sunnitischen Brüdern zu trennen. Viele bedürftige sunnitische Familien werden von den Schiiten betreut.

Aber das hat die Wahhabiten in Saudi Arabien verärgert.

                                

Nach der großen Tragödie., die sich vor einigen Monaten in Mina während des Hadsches  ereignete, hat Zakzaky die Familien der Sunniten, deren Lieben  bei diesem Drama umgekommen waren , aufgesucht und ihnen sein Beileid ausgedrückt. Sie haben zusammen mit ihm als Gebetsimam das Ritualgebet verrichtet.“

 

Der nigerianische Student fährt fort:  Die Anhänger der Lehre der Ahl-e Bait (aleihom salam) genießen heute einen sehr guten Ruf unter der nigerianischen Bevölkerung. Wer einem Schiiten begegnet, weiß, dass er ihm absolut vertrauen kann. Er weiß, dass die Schiiten nicht lügen, nicht stehlen und nichts Ungesetzliches tun. Und dieses gute Verhalten ist das Resultat der unermüdlichen Bemühungen von Scheich Zakzaky.“ 

Es gibt nun dank Scheich Zakzaky der viel Unrecht erfahren hat,  Millionen von Anhängern der Ahl-e Bait (a) in Nigeria. Ihre Zahl wird auf 8 bis 12 Millionen geschätzt.  Sie demonstrieren ihre Liebe zu den Imamen aus dem Hause des Propheten insbesondere zu Imam Husain in einem gemeinsamen Millionen-Fußmarsch am 40. Trauertag für ihn (Arbain). Sie wandern zu Fuß zu der Hussainiyah Baqiat-ullah in Zaria um gemeinsam mit ihren Glaubensbrüdern  den Märtyrertod von Imam Husain (a) in Karbala zu beklagen und seines Heldentums zu gedenken.

Es ist zurzeit der zweitgrößte Trauerfußmarsch nach dem Fußmarsch von Millionen von begeisterten Anhängern Imam Husains aus Irak und anderen Ländern wie Iran zu der Heiligen Ruhestätte dieses großen Märtyrers des Islams in Karbala, Irak.

Jedes Jahr wächst die Zahl der Teilnehmer an diesem Fußmarsch in Nigeria zur Hussainiyah Baqiat-ullah . Letztes Jahr wurde ihre Zahl auf 10 Millionen geschätzt. Das ist alles den Anstrengungen von Scheich Zakzaky in Nigeria zu verdanken.

                               Viele sind wegen der zunehmenden Begeisterung in Nigeria für die Imame aus dem Hause des Propheten – die Ahl-e Bait – in Sorge geraten, zum Beispiel Saudi Arabien, die USA und das verbrecherische Israel.    

 Sie haben mit Hilfe ihres Einflusses auf den Regierungsapparat und den Informationsdienst Nigerias herausgefunden, wie es zu der Wandlung unter der Bevölkerung kam. Schon vor  Jahren hatte der  heutige Anführer der Muslime von Nigeria ihre Besorgnis erregt, nämlich als er noch ein Student für Wirtschaftswissenschaften war.

Und heute, wo seine Aktivitäten Früchte getragen haben, erregt Scheich Zakzaky noch mehr den Zorn seiner Feinde im In- und Ausland.

Seine Feinde fürchten sich vor allen Dingen vor der Verbreitung des wahren Islams und dass dieser zum Sturz der nigerianischen Regierung führen könnte und eine Islamische Regierung mit Scheich Zakzaky als Oberhaupt gegründet wird.  Sie fürchten, dass Scheich Zakzaky zu einem zweiten Imam Chomeini wird und mit einem Islamischen Regierungssystem ähnlich wie im Iran den Fremdeinfluss in diesem Land unterbindet.

Wegen dieser Befürchtungen über die wachsende Zahl der Muslime in Nigeria haben Saudi Arabien, die USA und ebenso die nigerianische Regierung Zakzaky immer mehr unter Druck gesetzt.

Die Wut des nigerianischen Regimes und seiner Armee trat 2014 zutage, als die Bevölkerung am El-Quds-Tag friedliche pro-palästinensische Fußmärsche abhielt. Die Armee eröffnete das Feuer auf die Teilnehmer und tötete drei Söhne von Scheich Zakzaky.

Zakzaky ließ sich nicht dadurch einschüchtern. Bei der Beisetzung seiner drei Söhne sagte er, dass diese Märtyrer, im Vergleich zu den Märtyrern von Karbala, nur ein geringes Opfer sind.

Zakzaky demonstrierte seine Standhaftigkeit und er  setzte für den Islam und für die charakterliche Veredlung der Menschen, in aufrichtiger Liebe zu Gott, opferbereit seinen Weg fort.

Am 12. Dezember 2015 verübte die nigerianische Armee ein großes Massaker unter den Muslimen, die sich am 40. Todestag Imam Husains (1437 nach dem Mondkalender) versammelt hatten. Unter dem Vorwurf, die Schiiten würden einen Anschlag auf den Chef des Generalstabes Nigerias planen, haben sie in Zaria und in der Hussainiyah Baqiat-ullah über 1000 Muslime umgebracht.   Sie stürmten auch das Haus von Scheich Zakzaky und töteten dort mehrere Menschen. Scheich Zakzaky und seine Gemahlin erlitten schwere Verletzungen. Danach wurden sie von der Armee an einen unbekannten Ort verschleppt.

Die Muslime haben nach diesem brutalen Angriff massiv  demonstriert, um die Märtyrer und ihr großes Oberhaupt zu unterstützen.  Die Empörung der Bürger bereitete der Regierung Besorgnis und nach einigen Tagen wurde zugegeben, dass Scheich Zakzaky noch lebt und medizinisch behandelt wird und auch seine Gemahlin noch am Leben ist.

Professor Dahiru Yahya, Mitglied des Hohen Muslimrates Nigerias, der die Erlaubnis zu einem Besuch Zakzakys erhielt, sagte, dass die Armee sechs Kugeln auf ihn abgefeuert hat, so dass er selber wegen der schweren Verletzungen nicht damit gerechnet hatte, am Leben zu bleiben. Professor Dahiru Yahya  berichtet, dass Zakzaky nur gesagt hat- die jüngsten Vorfälle seien sehr bedauernswert.

Scheich Zakzaky das Oberhaupt der Muslime von Nigeria, hat bislang keine bewaffnete Tätigkeit der Muslime gestattet.  Ihm wurden trotz seiner friedfertigen Methode zwar große Schwierigkeiten bereitet. Dennoch war er darum bemüht, dass die Muslime der Regierung und Armee in Nigeria keinen Vorwand zur Hand geben. Aber trotzdem wurden die Muslime in diesem Land von der Armee angegriffen und sie haben Hunderte von ihnen zu Märtyrern gemacht und den geliebten Anführer schwer verletzt.

Aber die Lehren des Islams und des Korans bekräftigten dass  diejenigen, die das Blut unschuldiger Menschen vergossen haben, einmal für dieses Unrecht büßen müssen und das Unrecht nicht bestehen bleiben wird.

 

 

 

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