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Mittwoch, 09 September 2015 03:04

Zu Ehren von Maria anlässlich des Jahrestages ihrer Geburt

Maria, die Mutter Jesu (Symbolbild) Maria, die Mutter Jesu (Symbolbild)
   In diesem Sonderbeitrag möchten wir über eine der vier größten weiblichen Persönlichkeiten der Menschheit sprechen: Die geehrte Maria – Friede sei mit ihr.
                                      

Die Welt ist heute in zahlreiche Probleme verwickelt, und  benötigt würdige Modelle, um diese Probleme  zu bewältigen. Es müssen Modelle sein, die sich bewährt  haben und die für die Menschheit Anziehungskraft besitzen.

Seit eh und je haben die göttlichen Lehren  die Würde des Menschen betont und  der Menschheit ausgezeichnete Vorbilder, darunter auch Frauen,  vorgestellt.   Die Frau wird von Gott in Seinen Religionslehren  gewürdigt.

Maria, die Mutter Jesu,  die von den Muslimen „Maryam“ genannt wird, ist ein edles Vorbild für Anstand, Geduld, Selbstbeherrschung und Mut.

Hadhrate Maryam war mit ihrem ganzen Sein Gott ergeben  und sie strebte nur nach der Zufriedenheit ihres Schöpfers. Daher war  sie die größte Frau ihrer Zeit. Sie hatte eine so hohe Stellung erreicht, dass die Engel mit ihr sprachen und ihr verkündeten, dass Gott sie  auserlesen hat. Der Prophet des Islams (s) sagt:

 „Es gibt vier auserlesene Paradiesfrauen: Chadischah, Tochter des Chuwailid   (die Gemahlin des Propheten), Fatima, Tochter des Mohammad (seine Tochter) Maryam, Tochter des Imran und Asia, Tochter  des Muzahim (Gemahlin des Pharaos) – gegrüßet seien sie.“

                                                     

Im Koran kommt 34 Mal der Name Maryam vor und eine Sure, die Sure 19, wurde nach dieser großen Frau  benannt. In dieser Sure steht Näheres über ihre Geburt und  über ihren Sohn, den Propheten Jesus (Friede sei mit ihm).

Maryam ist 16 Jahre vor der Geburt Jesu in Nazareth auf die Welt gekommen.  In einem Text  heißt es, dass  dies 5570 Jahre nach dem  Abstieg von Adam (a) aus dem Paradies war.  Ihre Mutter Hanna (Anna) gelobte,  dass wenn Gott  ihr ein Kind schenkt, sie dieses Kind dem Gottestempel weiht, damit es dort dient.

Sie brachte ein Mädchen zur Welt. Hanna wickelte es in ein Tuch und brachte es zu den Priestern im Tempel: Sie sagte: „Ich habe dieses Kind  dem Dienst im Tempel geweiht und bitte euch die Fürsorge zu übernehmen.“

Maryam war das Kind des Imran und seine Familie war angesehen. Deshalb fanden sich gleiche mehrere bereit, die  Fürsorge zu übernehmen. So mussten sie das Los werfen. Das Los aber fiel auf ihren Onkel väterlicherseits, der kinderlos geblieben war. Es war kein anderer als Zakaria( Zacharias), ein Prophet der Kinder Israels.  Unter dem Schutz  dieses Propheten lebte Maryam  im Tempel von Bait-ul Moqaddas (Jerusalem)  und in ihrem Herzen blühte die Gottergebenheit auf.

Gott spricht im Koran von der Größe und Sittsamkeit Marias. Ihr Herz war erleuchtet und mit Gottergebenheit erfüllt. Ihre spirituelle Größe und ihre Weisheit wurden immer deutlicher. Der Gottgesandte Zacharias war über die hohe Stufe, die sie erreicht hat, erstaunt.  Im Koran wird in der Sure Ale Imran (Sure 3) im Vers 37 darauf hingewiesen. Dort steht:

„Sooft Zacharias zu ihr in den Tempel hineintrat, fand er Speise bei ihr. Da sagte er: `O Maria, woher kommt dir dies zu?` Sie sagte: `Es ist von Allah; siehe, Allah versorgt unbegrenzt, wen Er will.`"

Gott hat im Vers 42 der gleichen Sure die Edle Maria auf schöne Weise wie folgt gelobt:

„Und (denke daran) wie die Engel sprachen: `O Maria, Allah hat dich erwählt und dich geläutert und dich auserwählt von den Frauen der Welt.`“

                                    

Maryam wuchs bei Zacharias und entfaltete ihr Gott-Dienen. Ab dem neunten Lebensjahr verbrachte sie den Tag mit Fasten und die Nächte mit Gottesanbetung in ihrer Gebetsnische. Daher zählt  Gott  sie zu den „Qanitin“. „Qanitin“ sind diejenigen unter den Gläubigen, die unentwegt Gottes Gebote befolgen und Ihm dienen. Es heißt im Vers 12 der Sure 66 über Hadhrate Maryam:

„Sie glaubte an die Worte Gottes (Seine Gebote und Verbote) und an Seine Schriften und gehörte zu den Gott demütig ergebenen Gläubigen.“

 

Diese Edle  überragte mit ihrer Gottesfürchtigkeit und ihrer Erleuchtung alle anderen. Ihr wurden  sogar aus dem Himmel Speisen gesandt! 

                                 

Eine hohe Eigenschaft Maryams, dieser edlen frommen Frau, war ihre Sittsamkeit.  Nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer sollen sittsam sein. Jedoch weil die Frau schön erschaffen wurde und geneigt ist,  sich zu schmücken, ist das Gebot der Sittsamkeit für sie von größerer Bedeutung.

Maryam war so geläutert und sittsam, dass man ihr den Beinamen Mutahhara gab, was „die Reine“ bedeutet. Diese Reinheit wurde ihr  von Gott verliehen. Ihre edle Familie, die Ale Imran, war für Sittsamkeit bekannt.  

                                              

In der heiligen Sure Maryam  wird in den Versen 16 bis 29 über das Wesen Maryams,  ihre Empfängnis und ihre Makellosigkeit  gesprochen.

Maryam war begeistert von dem Gebet zum Schöpfer und hatte auf diese Weise eine hohe Stufe spiritueller Vollkommenheit erreicht. Sie betete jeden Tag, in einem abgelegenen Winkel im Gottestempel, wo niemand sie sehen konnte.

Eines Tages betrat plötzlich, als sie  ins Gebet vertieft war, ein Fremder ihre Kammer.  In den Versen 16 und 17 der Sure Maryam heißt es:

„Und gedenke in der Schrift der Maria (Maryam)! (Damals) als sie sich vor ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog!

Sie trennte sich von ihnen durch einen Vorhang, und Wir schickten ihr Unseren Geist, der sich ihr in der Gestalt eines wohlgeformten Menschen zeigte.“

 

Nach Meinung der meisten Korankommentatoren ist mit diesem „Geist“ (auf Arabisch: Ruh) der Offenbarungsengel Gabriel gemeint. Der Engel  erschien Maryam in Gestalt eines Menschen. Aber Maryam  dachte, es sei wirklich ein Mensch.  Maryam, die Reine, die bei allen für ihre Keuschheit geschätzt wurde, erschrak daher zutiefst und suchte bei Gott Zuflucht. 

Sie sagte, wie im Vers 18 der Sure 19 steht:

 "Ich bitte Gott, den Barmherzigen, um Beistand gegen dich. Du mögest gottesfürchtig sein."

Schreckerfüllt wartete sie auf die Antwort des Unbekannten. Und dieser sprach die Worte, die im Vers 19 folgen:

 "…`Ich bin der Bote deines Herrn. (Er hat mich zu dir geschickt,) auf dass ich dir einen reinen Sohn beschere.`"

                                    

Gott hat im Vers 91 der Sure Anbiya (Sure 21) folgendes über Maria und ihr hohes Wesen offenbart:

„ jener, die ihre Keuschheit wahrte, hauchten Wir von Unserem Geist ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Welten.“

Maryam ist eine sehr sittsame Frau gewesen und Gott hat sie als jungfräuliche Mutter für Seinen Propheten auserkoren. Und  um ihre Unbeflecktheit zu beweisen, hat er ihr Kind in der Wiege sprechen lassen und hat sie zum Vorbild für die Sittsamkeit erhoben. Maryam ist  durch die Wahrung ihrer Keuschheit und durch ihre Verbindung zu Gott  auf die Stufe der Qanitin (Gehorsamen) und Musaddiqin (deren Aufrichtigkeit von allen bestätigt wird) gelangt.                                          

Maryam (gegrüßet sei sie)  verstarb  nach langen Jahren des Gottdienens, gemäß einer Geschichtsbeschreibung im Alter von 63. Ihr Grab ist in Bait-ul Moqaddas (Jerusalem).

 Zweifelsohne gehört die edle Maryam zu den großen Beispielen,  welche im Koran von Gott zur Wegweisung aller Menschen genannt werden. Die Frauen auf der Welt könnten durch Befolgung dieses großen Vorbilds  einen edlen  Weg durchs Leben wählen.

Im Iran wird die geehrte Maria mit ihren großartigen Eigenschaften sehr geachtet und einige kulturelle Einrichtungen wie das Kulturzentrum Banu Mudschtahid Amin veranstalten anlässlich des Geburtsjubiläums dieser großen Frau  Zeremonien, an denen Christen und Muslime teilnehmen und Vertreterinnen beider Religionen Ansprachen halten und über die großartigen Eigenschaften der  Maryams (Friede sei mir ihr) sprechen.  .

 

 

 

 

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