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Mittwoch, 08 April 2015 09:55

Die Mütter der Märtyrer – Vorbild für Tapferkeit und Geduld

Die Mütter der Märtyrer – Vorbild für Tapferkeit und Geduld
Die Religionen himmlischen Ursprungs stufen das Selbstopfer und den Märtyrertod hoch ein.

Die weltlichen Ideologien,  für die der materialistische Gewinn ausschlaggebend ist, können ihre Anhänger nicht zu Opfertaten einladen, ohne ihnen sichtbare materielle Belohnungen in Aussicht zu stellen. 

Den Märtyrertod, der den Gipfel der Opferbereitschaft darstellt kann nur jemand akzeptieren, der an das Verborgene und das Jenseits glaubt.  Er gibt sein Leben an Gott und Gott belohnt ihn reichlich dafür.  An mehreren Stellen im Koran werden diejenigen, die sich mit ihrem Leben und ihrem Eigentum  auf Gottes Wegen einsetzen, gelobt und ihnen wird das Paradies  und das Wohlgefallen Gottes verheißen.   Solche  Verheißungen im Koran und seitens des Propheten Gottes(s) haben bewirkt, dass seit Anbeginn des Islams  der Dschihad - die Bemühung auf dem Wege Gottes -  für die Muslime als Brücke zu den höchsten Stufen menschlicher Vollendung galt und die Anhänger des Islams den Märtyrertod auf dem Wege Gottes als einen edlen Tod in Empfang nahmen. Der  Märtyrertod für die hohen göttlichen Ziele und die  Verteidigung von Recht und Wahrheit wurde als  höchster Moment im Leben eines Muslims  gewürdigt  und der Märtyrer fand als Weglicht für die Menschheit Bedeutung.

          

Die historische Rolle der muslimischen Männer und Frauen bei der Verteidigung ihrer Lehre und Heimat ist also in der islamischen Kultur verankert ist und es gibt zahlreiche Vorbilder in der islamischen Frühzeit.  Der Islam hat zwar die Frauen von der Verantwortung vom Dschihad auf dem Wege Gottes befreit, das soll jedoch nicht bedeuten, dass die Frauen nicht am Kampf teilnehmen. Wenn es nötig wird, sind die Muslima  verpflichtet, die Verteidigung ihrer Religion und ihrer Heimat zu unterstützen und an ihr teilzunehmen.

In der Islamischen Frühzeit haben die Frauen bei der Verteidigung des Islams eine wichtige Rolle gespielt und dabei die Gebote, die Gott für sie festgelegt hat, beachtet.   Frauen wie Nasibah, Dscharaha und Umme Atiyah haben an mehreren Gefechten des Propheten teilgenommen und  als Sanitäterinnen gewirkt und Frauen wie Umm Al Banin haben selber ihre Söhne in den Kampf zur Verteidigung des Rechts und der Wahrheit geschickt.

Umm al Banin, Gemahlin von Imam Ali (a) hatte vier Söhne und einer von ihnen war Hadhrate Abbas (a) ,  der Bruder von Imam Husain (a). Er  war der älteste Sohn von Umm al Banin. Auf Empfehlung ihrer Mutter machten  sich die Söhne Umm al Banins auf den Weg nach Mekka und Karbala um ihren Bruder und Imam Husain (a) zu unterstützen.  Umm al Banin kümmerte sich unterdessen in Medina  alleine um ihre Schwiegertöchter und Enkelkinder in Medina und wartete  auf die Rückkehr Imam Husains (a) und seiner Gefährten. Doch dann erreichte sie die Nachricht , dass ihre vier Söhne alle in Karbala an der Seite von Imam Husain (a) den Märtyrertod gefunden hatten. Besonders schlimm war jedoch für sie die Nachricht vom Märtyrertod  Imam Husains (a), dessen Kampfziel die  Verteidigung des wahren Islams gewesen war. 

Schahid Motahhari schreibt: „Wenn der  Märtyrertod die Tugend der Gottesmänner ist, so ist die Erziehung von 4 Märtyrern von Karbala von einer Mutter noch eine größere Tugend und Kunst  und Hadhrate Umm al -Banin (salamu ailah) hat diesen Rang für sich bestimmt.“

 Umm al Banin (aleiha salam) hat nach dem Geschehen von Aschura in Karbala  in ihren  Trauerelegien  das Unrecht, welches den Kämpfern in Karbala geschah, beklagt. 

Sie ging jeden Tag zu den Gräbern, weinte und trauerte dort. Sie beschrieb das Heldenepos in Karbala und protestierte  gegen das Umayyadenregime und machte dessen Verbrechen offenbar. Der 13. Dschamadi Al Thani im religiösen Mondkalender  ist der Jahrestag des Todes von Umm Al Banin (a)- der Gemahlin Imam Alis und der Mutter des Helden Hadhrate Abu-l Fasl Al Abbas. Dieser Tag wurde zum Tag der  Würdigung aller Mütter und Gemahlinnen von Märtyrern ernannt . An diesem Tag, der 2015 mit dem 3. April zusammenfiel,  ist der Tag, an dem die  Mütter und Gemahlinnen von Märtyrern   des 8-jährigen Verteidigungskrieges wegen ihrer Opferbereitschaft  und Tapferkeit  geehrt werden.

 

Die Mütter und Ehefrauen von Märtyrern haben einen wichtigen Beitrag zum Sieg der Islamischen Revolution  und während der Heiligen Verteidigung geleistet. Es lässt sich sagen, dass sie die  Gesellschaft Tapferkeit und Mut lehrten  und zu den ehrenvollen Verdiensten ihrer Söhne und Ehemänner geführt haben. Es bleibt niemanden verborgen, dass Mut und Selbstopfer und die moralischen Tugenden eines Schahids der Erziehung einer Mutter mit hohen Eigenschaften   zu verdanken sind.

 

Auch die Ehefrauen, deren Männer Märtyrer wurden, haben an deren Dschihad während des auferlegten 8-jährigen Verteidigungskrieges Anteil. Wenn ihre Unterstützung nicht gewesen wäre, hätten sich ihre Ehemänner wegen der Fürsorge der Familie und der Erziehung ihrer Kinder bei der Erfüllung ihrer Verteidigungspflicht gegenüber dem Land zahlreichen Problemen gegenüber gesehen.

 

                           

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran engagierten sich die Iranerinnen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft.  Viele Mütter und Ehefrauen haben ihre Lieben zum Kampf um Wahrung der Unabhängigkeit des Landes ermutigt. Und einige Frauen haben an der Seite der  Männer als Ärztin, Krankenschwester oder  Sanitäterinnen in gefährlichen Grenzgebieten während des 8-jährigen Verteidigungskampfes Unterstützung geleistet.   Sie sind Sinnbilder  für Standhaftigkeit und Selbstopfer geworden. Die großen weiblichen Persönlichkeiten des Islams wie Hadhrat-e Chadidscha , die Gemahlin des Propheten (s) und Hadhrat-e Fatima (s), seine Tochter und Hadhrat-e Zeynab , die Prophetenenkelin  waren ihr Vorbild, als sie den Schauplatz des Kampfes betraten und nach besten Kräften die Männer bei der Verteidigung ihrer Heimat unterstützten.  Imam Chomeini (Gott habe ihn selig)  hat oftmals den Geist der Bereitschaft zum Märtyrertod und des Selbstverzichtes der iranischen Frauen gelobt. Er hat  gesagt:  „Es liegt an dem Licht des Glaubens, dass ihr Frauen euch nicht vor dem Märtyrertod fürchtet und unsere jungen Menschen und unsere Männer und Frauen bereit sind den Märtyrertod zu sterben.“.

                                   

Im Iran haben die Mütter der Märtyrer, die sich der Bedeutung der Märtyrer für  den Fortbestand der Gesellschaft bewusst sind,  Gott zuliebe  Opfer gebracht. Sie besaßen Heldenmut und wenn ihnen mitgeteilt wurde, dass ihr Kind Märtyrer geworden war, haben sie wie  Hadhrate Umm al Banin (aleiha salam)  Gott gebeten, dass Er ihren Selbstverzicht anerkennt. Einige von ihnen haben mit eigenen Händen ihr Kind ins Grab gelegt.  Es gab Mütter, die zwei Söhne im Kampf verloren hatten und auch ihren dritten Sohn anspornten an die Front zu gehen, um das Vaterland zu verteidigen.

Die Mütter und Ehefrauen der Märtyrer haben sich während der 8 Jahre Heiliger Verteidigung als Heldinnen verewigt. Sie haben in den Karbalas im Süden und Westen Irans  wie Umm  al Banin  das Schönste, was sie besaßen – ihre Ehemänner und Kinder hergegeben und auf diese Weise die Geschichte wiederholt und das ewige Epos von Karbala in Erinnerung gerufen. Sie haben die Waisen  der Märtyrer  so groß gezogen, dass sie dem Beispiel ihrer Väter folgten und  der Revolution und dem Fortschritt ihrer Heimat dienten.

Mit den Worten  Ajatollah Khameneis,  Oberhaupt der islamischen Revolution haben „die Mütter und Ehefrauen der Märtyrer  mit ihrer Geduld dem Islam zur Ehre gereicht und der islamisch-republikanischen Ordnung Ansehen verliehen.“

Diese Mütter, deren Kinder und Ehemänner zur Abwehr der feindlichen Offensive und in Befolgung ihres geliebten Imam (Chomeini) zur Front zogen und Märtyrer wurden,  sind  den Ereignissen in der Gesellschaft gegenüber wachsam geblieben, denn für sie ist die Islamische Revolution ein kostbares Treuhandgut und muss das Opfer der Märtyrer würdig und durch Befolgung des Oberhauptes der Gläubigen in Ehren gehalten werden. Zweifelsohne kann jede Gesellschaft, in der es bewusste und opferbereite Frauen wie sie gibt, standhaft ihren Weg weitergehen und erfolgreich ihre Probleme bewältigen.

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