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Samstag, 24 Mai 2014 12:34

Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (24)

Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (24)
Wir sprechen diesmals als erstes  über Tuktam, die Mutter von Imam Ridha (a). Sie kam aus  Südägypten und  und als sie in das Haus von Imam Ridhas Vater (a), einkehrte, gab dieser ihr den Namen Nadschma. Sie war hochanständig, gläubig und intelligent.

  In der Geschichtsschreibung wird sie auch unter den Ehrentiteln Umm Banin und Tahera (die Reine) genannt. Es war circa 140 Jahre nach der Hidschra, um  Mitte des 8. Jahrhunderts nach Christus,  als Tuktam als Kriegsgefangene nach Medina gebracht wurde. Hamida , die Gemahlin Imam Sadeqs (a) und Mutter Imam Kadhims erwarb  sie und nahm sie mit zu sich nach Hause. Damals war Imam Kadhim ungefähr 20 Jahre alt.

                                    

 Tuktam, die von Imam Sadeq (a) in Nadschma umbenannt wurde,  verhielt sich sehr respektvoll gegenüber Hamida Chatun.  

Eines Nachts träumte Hamida Chatun vom Propheten. Prophet Mohammad (s) sagte ihr im Traum: „Vermähle Nadschma mit deinem Sohn Mussa (Kadhim (a), denn sie wird einen Sohn gebären, welcher der beste auf Erden sein wird.“

Nach diesem Traum schenkte Hamida die Dienerin sofort ihrem Sohn Imam Kadhim (a) und sagte: „Mein Sohn. Sie ist eine so großartige Frau wie ich sie besser nicht gesehen habe, denn es gibt keine andere, die so klug wäre und solche hohen moralischen Eigenschaften besäße. Ich schenke sie dir und du sollst sie gerecht behandeln.“

Nadschma und Imam Kadhim (a) heirateten und Gott schenkte ihnen Imam Ridha (a).

Scheich Saduq, einer der großen Gelehrten des 4. Jahrhunderts nach der Hidschra (923 – 991 n. Christus) aus dem iranischen Chorasan  tradiert von Nadschma , der Mutter von Imam Ridha (a):

 „Als ich mit meinem edlen Sohn schwanger wurde, habe ich niemals das Gefühl gehabt, eine Last zu tragen und wenn ich schlief vernahm ich in meinem Innern Worte der Gottespreisung: Gott ist rein, - Es gibt keinen Gott außer Gott und: Preis und Dank sei Gott. Aber wenn ich aufwachte, hörte ich nichts davon. Als ich  mein gesegnetes Kind auf die Welt brachte, legte es die Hände auf den Boden,hob das edle Haupt zum Himmel und bewegte die Lippen und sagte Dinge, die ich nicht verstand.“

Nach der gesegneten Geburt von Imam Ridha (a) erhielt Nadschma den Ehrentitel Tahera.  Sie erreichte einen noch höheren Rang durch die Erziehung dieses achten Imams aus der Nachkommenschaft  des Propheten. Die Grabstätte dieser großen Gottesdienerin befindet sich in Medina.

 

In allem was der Prophet Gottes (s) gesagt hat, ist ein tiefer Sinn enthalten.  Einmal sagte er: „Mein Vater sei dem Sohn der besten Sklavinnen geopfert: einer Skalvin aus Nubien, einer Gegend in Ägypten, welche aus dem Volk Maria Qutbiyya stammt  und von einem geläuterten Wesen und schöner Gestalt ist.“

Einer wandte sich an seinen Begleiter und fragte: „Meint er eine Frau aus dem Stamm der Gemahlin des Propheten (s)? Sein Freund nickte bejahend mit dem Kopf und sagte:: Ja, Bruder!“ Da fragte der erste: „Wen hat der Prophet den da beschrieben?“ Sein Freund erwidert: Er muss jemanden besonderen gemeint haben. Wer mag diese ehrenwerte Frau wohl sein?  Am besten fragen wir den Propheten (s) selber ... !

Damals ahnte wohl niemand, dass sich diese Verheißung,  die Jahrzehnte später in Erfüllung ging, auf Chayzaran ,die Gemahlin seines Nachkommens, des 8. Imams der Schiiten, bezog,.

Diese Edle, die auch Sabika genannt wird, wurde Gemahlin des 8. Imam der Schiiten, Imam Ridha (a), und  brachte den 9. Imam, Imam Dschawad (a) zur Welt.

                           

Yazid Ibn Salit war ein Schüler und Anhänger von Imam Kadhim (a) , dem Vater Imam Ridhas (a.) Er berichtet:

„Auf dem Weg zwischen Mekka und Medina suchte  ich Imam Kadhim auf. Nachdem ich ihn nach seinem Wohlbefinden gefragt hatte, sagte ich zu ihm: `Schon längere Zeit beschäftigt mich eine Frage.` Der Imam  lächelte mich freundlich  an und sagte: `Nun, welche Frage denn, Yazid Ibn Salit?`

Da sagte ich:  `Ich möchte gerne wissen, wer euer Nachfolger sein wird.` Der Imam nickte, drückte mir die die Hand und gab mir mit einer unbeschreiblichen Geduld die nötigen Erklärungen. Dann sagte er: `Weißt du?! Sie werden mich dieses Jahr festnehmen und das Imamat wird nach mir auf meinen Sohn Ali Ibn Mussa Al-Ridha übergehen.`

Dann blickte Imam Kadhim (a) in die Ferne. Er fuhr fort: „Gib meinem Sohn Ridha die gute Nachricht,  dass Gott ihm bald einen edlen und vertrauenswürdigen Sohn schenken wird. ... Dann sage ihm, dass die Mutter seines Sohnes Imam Dschawad (a) eine Sklavin aus dem  Geschlecht der Maria al-Qubtiyya, der Gemahlin des Propheten Gottes ist.“

Dann schaute Imam Kadhim mich an und sagte bekräftigend: „Wenn du kannst, dann grüße diese Dame von mir!“

Auf diese Weise erfuhr ich über Chayzaran, die edle Gemahlin des Imam Ridha (a) und edle Mutter des neunten Imams (a). Und als ich später über die Keuschheit und Güte und hohen menschlichen und moralischen Tugenden von Chayzaran erfuhr, wurde mir noch mehr bewusst, wie bedeutend die Botschaft und der Gruß des siebten Imams (Imam Kadhim a.) war.“

             

Die Geburt von Imam Dschawad (a) nahte heran. Hakima, die Schwester Imam Ridhas (a) erzählt:

„Mein Bruder Imam Ridha sagte zu mir: `Liebe Hakima, bleib heute bei uns zu Hause! Ich brauche dich,meine Schwester!` Ich sagte: `Ich tu was ihr möchtet.`

Eine Stunde später wurde die Hebamme gerufen. Sie kam. Hadhrat-e Ridha (a) sagte zu mir: `Meine liebe Schwester, geh mit der Amme zu Chayzaran.` Ich stand auf. Mein Bruder begleitete mich und wir gingen zum Zimmer von Chayzaran. Der Imam zündete selber ein Licht an, schloss die Tür und ging.

 

Einige Augenblicke später wurden die Wehen heftiger. Da erlosch die Lampe im Zimmer. Das machte mich sehr traurig. Aber nur für einige Minuten denn dann wurde das Zimmer plötzlich ganz hell, so hell wie am Tag , als nämlich Hadhrat-e Dschawad (a) auf die Welt gekommen war. Bald darauf trat mein Bruder Imam Ridha (a) ins Zimmer ein. Er nahm das Neugeborene und legte es in die Wiege. Dann sagte er zu mir: `Liebe Schwester! Bleib bei  der Wiege.`

Keine drei Tag nach der Geburt des Sohnes meines Bruders sah ich wie das Kind die Augen zum Himmel wendet und dann nach rechts und links schaut und sagt: `Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer dem Einen Gott  gibt und Mohammad (s) sein Gesandter ist.` Verwirrt lief ich zu Imam Ridha (a) und erzählte ihm davon. Da legte mir mein Bruder die Hand auf die Schulter, lächelte und sagte: `Wundere dich nicht Hakima , im Leben dieses Neugeborenen gibt es noch viel erstaunlichere Dinge, als was du sagst.`“

Es waren einige Tage seit der Geburt des Imam Dschawad (a) vergangen, als einige  Gefährten des achten Imam zu ihm gekommen waren. Die Freunde des Imams saßen und unterhielten sich über dieses und jenes und bezeugten dem Imam ihrer Treue. Sie sprachen mit ihm über ihre Probleme und Fragen und der Imam antwortete ihnen geduldig und freundlich. Als sie zu Ende gesprochen hatten, wandte sich Imam Ridha (a) an sie. In seinen Augen leuchtete eine große Freude, als er sagte: „Gott hat mir vor wenigen Tagen einen Sohn geschenkt, der wie Musa ibn Imran (Moses) die Gewässer teilt. Er hat eine Mutter mit reinen Wesen und großem Anstand, die in ihrer Sittsamkeit der Maryam (Maria) (s) gleicht.“

 

              

Chayzaran gehört zu den Frauen, die dank des Segens des Islams und der Edlen aus dem Hause des Propheten (a) eine solche Größe erreichten, dass sie über den Frauen ihrer Zeit zu stehen kamen. Sie hatte die Ehre die Gemahlin des 8. Imams der Schiitien, Imam Ridha (a) zu werden und den 9. Imam, Imam Dschawad (a) zur Welt zu bringen und aufzuziehen.  Sie gilt als eine der vorbildlichen Frauen im Islam und Imam Ridha hat sie wegen ihren moralischen Tugenden mit Maria, der Mutter Jesu verglichen. Als die Leute des Abbasidenkalifens, Imam Ridha von Medina auf der Arabischen Halbinsel nach Merw im Südostiran holten,  blieben seine Gemahlin und ihr Kind in Medina zurück. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Chayzaran (Sabika) in Medina begraben liegt.

 

 

 

 

 

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