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Montag, 17 Februar 2014 07:10

Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (17)

Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (17)
In diesem Beitrag stellen wir die geehrte Zainab Kobra, ein Vorbild für Gelehrsamkeit, Tapferkeit und  Standhaftigkeit vor.

Zainab Kobra  wurde als Vorbild für Opferbereitschaft und als Botschafterin von Karbala bekannt. Sie ist die Tochter Imam Alis (a) und der Prophetentochter Fatima (aleihasam), Fürstin der Frauen beider Welten. Gemäß einer Überlieferung ist Zainab am 5. Dschumada al- Awwal des islamischen Kalenders, 6 Jahre nach der Hidschra, in Medina zur Welt gekommen. Es heißt, dass Fatima (a) und Ali (a) den Propheten Gottes baten, aufgrund göttlicher Eingebung einen Namen für seine Enkeltochter auszusuchen.  Der Prophet nahm das Kind in seine Arme und wartete auf eine Inspiration. Da erschien ihm der Engel Dschibril (Gabriel) und sagte, er solle sie „Zainab“ nennen. Zainab bedeutet „ Schmuck des Vaters“.  Zainab  hat bewiesen, dass sie diesen Namen verdient hat, denn sie gereichte ihrem Vater und ihrem Großvater und der Islamischen Geschichte durch Erfüllung ihrer Mission zur Ehre.

Der Prophet küsste Zainab und sprach: „Ich empfehle allen, dieses Mädchen zu achten, denn es ist wie Chadischa Kobra (seine Gemahlin).“ 

Chadischa hatte durch ihre Opferbereitschaft dem Propheten und dem Islam große Hilfe geleistet und auch Zainab hat sich durch ihre Selbstopfer und ihre Ausdauer auf dem Wege Gottes große Verdienste um den  Erhalt des Islams gemacht.

Zainab (a) wuchs in einer besonderen Familie auf: Ihr Großvater war der Prophet Gottes (Friede sei mit ihm ), ihr Vater Ali dessen größte Stütze und ihre Mutter Fatima eine liebevolle Tochter für den Propheten Gottes.  Zainab hat in ihrer Kindheit bei dem Propheten Gottes-Dienstbarkeit und Glauben erlernt. Ihr Vater lehrte sie Islamwissen wie die Erklärung des Korans und ihre Mutter lehrte sie Ausdauer und Erkenntnis. Es steht in den Überlieferungen: Als Imam Ali (a) sich in Kufa (Irak) niederließ, baten die Frauen in dieser Stadt um Erlaubnis, Zainab zu besuchen und von ihr über den Islam zu erfahren. Ali (a) willligte ein und die Frauen versammelten sich bei Zainab und sie erklärte ihnen den Koran und vermittelte ihnen Islamwissen.

 

Es war gegen Lebensende  des Propheten Gottes, als die noch kleine Zainab zum Großvater kam und von einem Traum erzählte: O Prophet Gottes! Gestern habe ich von einem schweren Sturm geträumt, der die ganze Welt in Dunkelheit hüllte und ich wurde von diesem Sturm hin und her geworfen. Da suchte ich  bei einem großen Baum Schutz (und hielt mich an einem Ast fest). Aber der Sturm riss diesen Baum mit den Wurzeln aus und ich fiel zu Boden. Ich suchte bei einem anderen Ast dieses Baumes Schutz, aber auch dieser Ast zerbrach.  Dann hielt ich mich an einem dritten Ast fest, auch dieser wurde vom Sturm zerbrochen.  Ich suchte Schutz bei zwei Ästen, die miteinander verwachsen waren und diese brachen auch plötzlich entzwei und da bin ich aufgewacht.“

Der Prophet weinte lange und heftig, nachdem Zainab ihm diesen Traum erzählt hatte. Dann sagte er:

„Der Baum, bei dem du als erstes Schutz gesucht hast, ist dein Großvater, der bald die Welt verlässt.  Die beiden nächsten Äste waren deine Mutter  und dein Vater, welche ebenso sterben und die beiden darauffolgenden Zweige waren deine beiden Brüder Hassan und Hussein, wegen deren Leiden die Welt verfinstert wird.“

                   

Nach dem Verscheiden des Propheten Gottes (s) begann ein schwerer und kummervoller Abschnitt im Leben von Zainab. Doch sie hatte keine Angst vor den Schwierigkeiten und war standhaft. Als ihre Mutter Fatima das Recht Ali (a) auf die Nachfolgerschaft des Propheten und ihr Eigentumsrecht auf Fadak verteidigte, war Zainab an ihrer Seite. Sie war damals nur 4 Jahre alt. Zainab hat später über diese Ereignisse berichtet. Sie  wird daher auch Mohadditha (Kennerin von Überlieferungen) genannt.

Fatima Zahra hat ihren Erhabenen Vater, den Propheten nur einige Monate  überlebt.  So konnte Zainab nur 5 Jahre  die Liebe ihrer Mutter erfahren.  Diese fünf Jahre waren angefüllt mit schönen und bitteren Erinnerungen und haben Zainab auf die Fortsetzung ihres Weges und größere Probleme vorbereitet. Zainab hat ihre Mutter Fatima (a) nach dem Verlust des Propheten Gottes nicht mehr fröhlich gesehen. Fatima Zahra hat den Verlust ihres Vaters des Propheten Mohammad , der sie immer unterstützt hatte, so sehr beweint, dass sie zu denen gezählt wird, die in der Geschichte wegen ihrer Tränen bekannt wurden, wie die Propheten Adam, Jakob, Josef und Imam Sadschad (a).

Zainab ist  in diesen wenigen Monaten, die ihre Mutter nach dem Tode des Propheten noch lebte, nicht von ihrer Seite gewichen. Sie hatte  den Tod des Großvaters und die endlose Trauer ihrer Mutter erlebt und wurde  Zeuge, wie das Volk  dem Prophetenhaus das Recht auf die Lenkung der Muslimgemeinschaft verwehrte. Sie übte sich in Geduld  und zog ihre Lehren aus dem Geschehen und so wurde sie vorbereitet auf ein noch größeres Leid, das sie erwartete.  

Aus der Rede ihrer Mutter Fatima Zahra (a) in der Prophetenmoschee und den zahlreichen Ansprachen ihres Vaters Ali (a) lernte sie den Widerstand gegenüber dem Unrecht, so dass sie Jahre später im Palast des  Ibn Ziyad und des Yazid in Kufa (Irak) und in Schaam (altes Syrien) mutig und klar deren Unrecht und Verbrechen aufdecken und den Islam und das Recht des Prophetenhauses auf die Führung der Muslime  verteidigen konnte.

 

Nachdem Fatima Zahra (a) den Märtyrertod fand, erlebte Zainab viel Leid . Einer der Gründe war, dass man ihrem Vater Ali (a) das Recht auf die Nachfolgerschaft des Propheten verwehrte. Zainab hatte zwar schon als kleines Mädchen ihre liebevolle Mutter verloren, aber  sie war in der Schule des Propheten (s) und Fatimas und Alis (aleihomasalam) aufgewachsen und deshalb hegte sie nicht einen Augenblick Zweifel an ihrem Ziel und ihrem Weg.

Ali (a)  hat Zainab wegen ihrer Reinheit und Gottesfürchtigkeit und ihrer hohen Moral gelobt. Er hat Hassan und Hussein gesagt, dass sie nie ihre Schwester alleine lassen sollen.

 

Zainab war ins Heiratsalter gekommen. Abdullah, der Sohn des Dschafar Tayyar und Neffe Alis (a) hielt um ihre Hand an. Ali (a) willigte ein, denn Abdullah war ein rechtschaffener gläubiger junger Mann.  Sie einigten sich auf eine Morgengabe in dem bescheidenen Maße wie die Morgengabe, die Ali der Mutter Zainabs,  Fatima Zahra (a) gegeben hatte. Während der Vermählung stellte Ali (a) eine Bedingung und sagte zu Abdullah, dass er Zainab niemals daran hindern sollte, falls sie  mit Hussein eine Reise antreten wolle.

Abdullah willige in diese Heiratsbedingung ein .

Ali hatte diese Bedingung gestellt, weil Zainab ihren Bruder Hussein sehr liebte.  

 

Der Gemahl von Zainab war wohlhabend, aber Zainab strebte nicht nach einem luxuriösen Leben sondern ihr war es wichtig den Bedürftigen zu helfen, also führte sie lieber ein bescheidenes Leben. Auch Abdullah Ibn Dschafar war für seine Großzügigkeit und seine Hilfen an die Armen bekannt. Aus ihrer Ehe gingen 3 Söhne und zwei Töchter hervor. Die Söhnen nannten sie Ali, Aun und Abbas.

Im nächsten Teil werden Sie noch mehr über Zainab Kobra erfahren. 

 

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