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Donnerstag, 31 Oktober 2013 07:55

Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (7)

Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (7)
Asia, die Gemahlin des Pharaos  ist ein anschauliches Beispiel für einen standhaftigen gläubigen Menschen gewesen.
Sie rettete Moses vor dem sicheren Tod, bekannte sich später zu seinem Glauben und wurde schließlich, von ihrem tyrannischen Ehemann gefoltert, zur Märtyrerin. Asia ist nicht die einzige Frau in dem bewegten Leben von Musa, die durch ihre Spiritualität hervorragt. Drei weitere Frauen spielen in seinem Leben eine wichtige Rolle, nämlich seine Mutter Yukabed (Jochebet ), seine Schwester, Miriam und Safura (Zippora), seine treue Gemahlin.

 

Wir möchten alle drei vorstellen.

 

Yukabed (Jochebet) war die Frau des Imran und Mutter des Moses. Nach der Geburt des Moses geriet sie in große Sorge. Der Pharao hatte aufgrund Deutung eines Albtraums befohlen, dass alle männlichen Neugeborenen der Söhne Israels zu töten sind. Also schwebte auch das Kind von Jochebet in Lebensgefahr. Doch Jochebet war sehr gläubig. Der Glaube hielt die Hoffnung auf Rettung ihres Kindes in ihr wach und sie flehte Gott um Beistand an. In dieser Bedrängnis gab Gott ihr eine frohe Botschaft ein. Im Vers 7 der Sure Qasas ( 28 ) steht über diese Eingebung:

„Da offenbarten Wir der Mutter von Moses: «Stille ihn; und wenn du für ihn fürchtest, so wirf ihn in den Fluß (den Nil) und fürchte dich nicht und betrübe dich nicht; denn Wir werden ihn dir wiedergeben und ihn zu einem der Gesandten machen.»

 

Der Glauben und das Gottvertrauen der Jochebet waren groß und deshalb machte sie keinerlei Einwände. Jochebet war natürlich eine Mutter und liebte ihr Kind. Dennoch fügte sie sich der Anweisung Gottes. Sie legte Moses in eine kleinen Holztruhe hinein und ließ den rauschenden Nil die Truhe mitnehmen.

Jochebet war gottesfürchtig und fromm und tiefgläubig. Am Beispiel der Jochebet sehen wir, wie sehr die Frau durch ihr Herz und ihre Gefühle in die Nähe Gottes gelangen kann. Nachdem Jochebet ihren Moses auf dem Nil in Hoffnung auf ihren Herrn und Schöpfer ausgesetzt hatte, trug der Fluß das Kind vor den Palast des Pharaos. Gott erwies dem Kind von Jochebet eine Gnade. Der Pharao, der den kleinen Moses erst töten wollte, nahm ihn auf Bitten seiner Gemahlin Asia in seinem Palast auf.

Moses weinte. Er hatte Hunger. Die Königin dachte, was zu tun sei. Sie schickte die Diener aus, damit sie eine Amme finden, die das Kind stillt. Aber Moses wollte sich von keiner der Frauen stillen lassen.

Unterdessen versuchte Jochebet in Erfahrung zu bringen, was aus ihrem geliebten Moses geworden ist. Sie sagte zu Miriam, der Schwester des Moses, sie solle sich in der Stadt umhören. Miriam versuchte herauszufinden, wo die Holztruhe mit dem kleinen Moses verblieben war. Schließlich erfuhr sie, dass Moses im Palast des Pharaos ist und so machte sie sich auf den Weg, um zu sehen wie es ihrem kleinen Bruder geht. Die Diener des Pharaos kannten Miriam nicht und ließen sie nicht durch das Palastportal. Da sah sie wie Kammerdiener des Pharaos den Säugling aus dem Palast bringen, um eine Amme für ihn ausfindig zu machen. Miriam, die ihren kleinen Bruder von Weitem erkannt hatte, trat vor und sagte:

„Ich kenne eine Frau, die viel Milch hat und ein weiches Herz. Sie hat ihren Säugling verloren und kann euren stillen.“

Die Leute des Pharaos freuten sich und sagten, sie solle diese Frau zum Palast bringen.

Also machte sich Miriam auf den Weg nach Hause und brachte die Mutter Moses zum Palast des Pharaos.

 

Jochebet sah die Verheißung Gottes erfüllt . Sie empfand große Dankbarkeit, nahm ihren Moses in die Arme und nährte das Kind. Nur sie, Jochebet, war würdig, diesen göttlichen Propheten zu stillen. Gott wollte nicht, dass er von einer anderen Frau genährt wird, deren Milch aus einer unerlaubten, rituell unreinen Nahrung herrührte. Moses musste edle, reine Milch wie die seiner Mutter zu sich nehmen, damit er sich später gegen das Unreine und Hässliche erhebt und die Unreinen und Frevler bekämpft.

So kehrte Moses in den Schoss seiner Mutter zurück.

 

Imam Baqer (a.s), einer der Edlen aus dem Haus des Propheten Mohammad (s) sagt:

„Schon nach drei Tagen hat Gott das Neugeborene seiner Mutter zurückgegeben.“

Nach Ablauf der Stillzeit überließ Jochebet den kleinen Moses der Asia und Moses wuchs bei dieser großen Frau im Palast des Pharaos auf.

Die Geschichte von Jochebet ist die Geschichte einer Frau, die gläubig war und Gewissheit besaß und alle Gottsuchenden mit ihrem Gottevertrauen allerorts und zu jeder Zeit als Vorbild dienen kann.

Auch Safura, die Gemahlin des Moses hat eine bedeutende Rolle im Leben des Propheten Moses (a) gespielt. Sie war die Tochter des Propheten Schuaib , ein direkter Nachkomme von Abraham (a). Der junge Moses wurde von den Leuten des Pharaos verfolgt und flüchtete von Ägypten nach Madain (im Nordwesten der arabischen Halbinsel) . Mehrere Tage war er barfüßig nach dorthin unterwegs. Als er Madain erreichte, sah er zwei junge Mädchen in der Nähe eines Brunnens. Die wollten ihre Schafe tränken, aber am Brunnen drängten sich viele Männer. Deshalb warteten sie ab, bis die Männer wieder weggegangen war. Moses fragte sie, was sie in der Steppe tun. Sie erklärten ihm, dass ihr Vater alt ist und niemanden außer sie hat, der die Tiere zur Weide bringen könnte.

Moses stand auf, ging zu den Männern und tadelte sie, weil sie keine Rücksicht auf diese beiden Mädchen nahmen. Dann brachte er selber die Schafe zum Brunnen, um sie zu tränken.

Die Mädchen kehrten nach Hause zurück und erzählten ihrem Vater, was sich ereignet hatte. Da sagte Schuaib (a) zu seiner Tochter Safura, sie solle Moses holen gehen. Safura ging zurück zum Brunnen . Sie sprach sehr zurückhaltend zu Moses und richtete ihm aus, was sein Vater gesagt hat. Da erwachte neue Hoffnung in Moses und er ahnte, dass er einem großen Mann begegnen wird. Er betrat das Haus des Propheten Schuaib und erzählte ihm, woher er kommt und weshalb er Ägypten verlassen hat.

An dieser Stelle erwies sich Safura, die Tochter eines großen und begnadeten Menschen, als Vorbild für Weitsicht und Klugheit. Sie erkannte an dem anständigen und großmütigen Verhalten Moses, dass er eine zuverlässige Person ist und schlug ihrem Vater vor, ihn einzustellen.

Im Koran steht hierzu im Vers 26 der Sure Qasas (28).

„Da sprach eine der beiden: «O mein Vater, nimm ihn in Dienst; denn der beste Mann, den du in Dienst nehmen kannst, ist einer, der stark ist und ehrlich.»“

Schuaib sah, dass seine Tochter recht hat und bemerkte gleichzeitig, dass sie in Moses einen geeigneten Ehemann sieht. Deshalb sagte er zu Moses, wie im Vers 27, der Sure 28, weiter steht:

 

„Ich möchte dir eine von diesen meinen beiden Töchtern zur Frau geben unter der Bedingung, dass du dich mir auf acht Jahre zum Dienst verpflichtest. Willst du dann zehn (Jahre) vollmachen, so ist das deine Sache. Ich möchte aber nicht hart sein zu dir; du wirst, so Gott will, finden, dass ich einer von den Rechtschaffenen bin.“

 

Moses willigte ein. Er wurde der Schwiegersohn des Propheten Schuaib . Auf diese Weise hatte er nun eine treue Gemahlin an seiner Seite und durfte mehrere Jahre im Haus des Propheten Gottes verbleiben und von ihm lernen. Safura begleitete Moses auf seiner Rückkehr nach Ägypten und als er zum Propheten berufen wurde. Sie wich auch nicht in den schwierigsten Zeiten von seiner Seite, unterstützte und bestätigte ihn und verewigte sich als weibliches Vorbild in der Geschichte der Gottesreligion.

 

 

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