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Donnerstag, 11 Februar 2016 09:44

Der Beitrag der Revolution im Iran zur Islamischen Einheit

Der Beitrag der Revolution im Iran  zur Islamischen Einheit
  Der Sieg der Islamischen Revolution am 11.Februar 1979 löste regional und international  große Veränderungen  aus.

Diese Revolution hatte, gestützt auf die islamischen Überzeugungen, mit der Devise  `weder Ost noch West` die Diktatur des Schahs gestürzt und zur Gründung der Islamischen Republik geführt. Sie gilt als eines der wichtigsten Ereignisse im 20. Jahrhundert und brachte viel Segen.

Der französische Denker und Muslim , Roger Garaudy  hat über sie gesagt:  „Die Islamische Revolution, die Imam Chomeini (r.h.) anführte, ähnelt keiner der anderen Revolutionen, die sich vorher ereignet haben.

Es hat in der Geschichte Revolutionen gegeben, die die politische Ordnung ändern wollten.  Außerdem ereigneten sich auch gesellschaftliche Revolutionen und brachten den Zorn der Armen gegen die Reichen zum Ausdruck. Die nationalen Revolutionen ließen ihrem Zorn gegen die Imperialisten und Besatzer freien Lauf.  Auch hinter der Islamischen Revolution Iran standen solche  Motivationen.  Aber diese Revolution hatte über die genannten Dinge hinaus auch einen neuen Sinn, nämlich dass nicht nur das politische, gesellschaftliche und imperialistische Regime, sondern vor allen Dingen, eine bestimmte Kultur und Weltanschauung, die mit der Religion konfrontierte,  gestürzt wird.“

 

  Eine der Folgen der Islamischen Revolution Iran war die Festigung der islamischen Brüderlichkeit und die Herstellung und Stärkung der Einheit zwischen den Muslimen.

Diese Revolution hat erneut den Koran zur Sprache gebracht und inspiriert von der Vorgehensweise des Propheten die islamische Einheit  angestrebt.

Imam Chomeini (r.h.), der Begründer der Islamischen Revolution hat sofort nach dem Sieg der Islamischen Revolution, alle Muslime auf der Welt zur Solidarität und Geschlossenheit gegenüber den gewaltsamen Herrschern und den Feinden des Islams aufgefordert und sich auf den einheitlichen Glauben aller Muslime an den Einen Gott berufen.

In einer seiner Ansprachen sagte er: „Ihr Muslime auf der Welt! Ihr glaubt alle an den Islam. Erhebt euch und vereint euch unter dem Banner des Ein-Gott-Glaubens und dank der Islamischen Lehren.  Verwehrt den verräterischen Großmächten den Zugriff auf eure Gebiete und großen Ressourcen. Werdet der Größe des Islams gerecht und lasst von den Streitigkeiten und den Verlangen  des Egos ab, denn ihr besitzt doch alles!“

Die Bedingungen für eine Annäherung der verschiedenen Rechtsschulen und die Herstellung von Einheit unter den Muslimen wurden von der Islamischen Republik zum Beispiel durch Gründung des Weltforums  für die Annäherung der Islamischen Rechs- und Denkschulen geschaffen, um den Begriff der Einheit und des Islamischen Zusammenlebens theoretisch und praktisch zu fördern. 

Angesichts dieses Zieles wurde gleich in den ersten Jahren nach dem Sieg der Islamischen Revolution  die Zeit zwischen der sunnitischen und der schiitischen Angabe für  das Geburtsdatum des Propheten zur Woche der Einheit ernannt. Jedes Jahr findet seitdem in der Islamischen  Republik Iran aus diesem Anlass ein Kongress für die Islamische Einheit statt und es werden aus aller Welt islamische Gelehrte aller islamischen Rechtsschulen dazu eingeladen.

Die Verfassung der Islamischen Republik hat außerdem gemäß Artikel 11  die Regierung in Berufung auf den Heiligen Koran verpflichtet, ihre politischen Grundlinien auf die Verwirklichung der allseitigen Einheit der Islamischen Völker auszurichten:

In diesem Artikel heißt es:

Diese eure Gemeinschaft ist eine einzige (einheitliche) Gemeinschaft. Und ich bin euer Herr, so dienet Mir." (Heiliger Qur'an 21:92)

Laut Anweisung des erhabenen Verses bilden alle Muslime eine Glaubensgemeinschaft; die Islamische Republik Iran ist verpflichtet, ihre allgemeine Politik auf das Bündnis mit den islamischen Nationen zu begründen und sich ohne Unterlass zu bemühen, die politische, wirtschaftliche und kulturelle Einheit der islamischen Welt zu verwirklichen.

Imam Chomeini hat immer die Annäherung der islamischen Rechtsschulen und die Islamische Einheit unterstrichen und die Muslimen aufgefordert, bei den Hadsch-Zeremonien in Mekka auf diese wichtige Sache zu achten.

Er hat anlässlich des Hadsches  gesagt: „Mit Heranrücken der Versammlung der Muslime aus aller Welt (zum Hadsch) und der Verständigung  aller Islamischen Rechtsschulen zur Befreiung ihrer Länder aus den üblen Fängen der Großmächte hat der Große Satan,  kurz bevor den Unterdrückern des Ostens und Westens der Zugriff auf den Iran durch das Geheimnis der Einheit im Worte und des Vertrauens in den Allmächtigen Gott und der Vereinigung unter dem Banner des Islams und des Tauhids verwehrt wird, seine Zöglinge herbeigerufen, damit sie mit jeglicher denkbaren List unter den Muslimen Zwietracht stiften, die Tauhid-Gemeinde  und die Glaubensbrüder zur Uneinigkeit und Feindschaft verleiten und sich einen Weg zur Vorherrschaft bahnen.“

 

Die Strategie der Einheit durch die vereinte Islamische Umma nahm für Imam Chomeini einen hohen Platz ein. Imam Chomeini konnte durch die Verbreitung des Gedankens von der vereinten Islamischen  Gemeinde, die Islamische Revolution des Irans fest mit den Islamischen Bewegungen auf der Welt verknüpfen. Er hat die Verwirklichung des Gedankens der Vereinigung der Muslime als die effektivste Strategie im Kampf gegen die weltverschlingenden Mächte bezeichnet.

Imam Chomeini sagte: „Wir stehen unter allen Umständen zur Verteidigung des Islams und der muslimischen Gebiete und der Unabhängigkeit der Länder bereit. Unser Programm, das Programm des Islams, lautet: Einstimmigkeit der Muslime und Vereinigung der Islamischen Gebiete, Brüderlichkeit mit allen Rechtsschulen  der Muslime allerorts, Bündnis mit allen muslimischen Staaten überall auf der Welt.“

Es war diese Einstellung der Islamischen Revolution Iran, welche die Islamische Bewegung die geografischen Grenzen des Landes überschreiten ließ. Imam Chomeini (r.h.) war von der Einheit der Islamischen Umma und  davon überzeugt, dass die Bildung der Islamischen Regierung für die Wahrung der Einheit der Muslime notwendig ist.

Eine der wichtigen Eckpfeiler der Innen- und Außenpolitik der Islamischen Republik Iran ist die Islamische Einheit, und die  Verteidigung der Muslime auf der Welt ist ein wichtiges außenpolitisches Prinzip  des islamischen Irans und wird durch die Verfassung unterstrichen.

Auch Ajatollah Khamenei, der Nachfolger Imam Chomeinis (rh) setzt die Strategie der  Islamischen Einheit fort. In einem seiner Ansprachen vor sunnitischen und schiitischen Gelehrten in der westiranischen Stadt Kermanschah sagte er:

„Mit Einheit ist nicht gemeint, dass die Anhänger der islamischen Rechtsschulen ihre Überzeugungen aufgeben und sich  einer anderen  einzigen Rechtsschule anschließen, denn dies war und ist nicht möglich. Mit Einheit ist gemeint, dass jede islamische Rechtsschule sich an ihre selbstverständlichen Überzeugungen hält und nach ihnen handelt,  und gegenüber  den anderen Rechtsschulen  Großzügigkeit zeigt  und keinerlei Fanatismus äußert. Denn Fanatismus ruft Streit und Konflikte hervor.

Im Heiligen Koran heißt es `… Streitet nicht miteinander, damit ihr nicht scheitert und Kraft und Mut verliert! Seid geduldig, denn Gott ist mit den Geduldigen!`“  (Sure 8, aus Vers 46)

 

Ajatollah Khamenei ist sich der aktuellen Bedingungen und der Strategien des von der USA angeführten Westens bewusst, welche darauf abzielen, zwischen den Anhängern der verschiedenen islamischen Rechtsschulen Zwietracht zu stiften und ein verzerrtes hässliches Bild vom Islam zu erzeugen. Daher betrachtet er es als beste Gegenstrategie dass die Muslime den Dialog miteinander führen, untereinander einig sind und sich von jeglichem blinden Eifer freihalten.

                             

Der 37. Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution wird in einer Zeit begangen, in der die Feinde des Islams nach wie vor mit neuen Methoden die gleiche Spaltungspolitik wie zuvor betreiben und Konflikte in den muslimischen Ländern  schüren.

Die takfiristischen Terrorgruppen, die heute die islamische Welt bedrohen, sind das Resultat der Vermischung  der Politik der  takfiristischen Wahhabiten, die über Saudi Arabien herrschen, mit der Politik der westlichen Staaten.

 

Aber Takfir- nämlich die Exkommunikation von Muslimen  - hat nichts mit dem Geist des Islams und den Lehren des Propheten gemeinsam und gehört nicht zur Islamischen Kultur. Wir finden derartiges in der Geschichte des Islams nicht vor. Die Islamische Kultur distanziert sich von dieser Denkweise und bekämpft sie. 

Derartiges gab es nicht zu Lebzeiten des Propheten und der Prophet hat niemanden exkommuniziert.  Die islamischen Rechtsschulen spornen nicht zum religiösen Konflikt und zur Exkommunikation von Muslimen an sondern rufen sie zur Einmütigkeit und Versöhnung auf.  Die Anhänger der islamischen Rechtsschulen können frei für ihre eigenen  Lehren werben.  Aber keiner darf gegen die anderen Rechtsschulen hetzen. Das erlaubt weder die Lehre des Islams, noch ist es zum Wohl der Islamischen Welt. Außerdem verstößt es gegen den Grundsatz der Brüderlichkeit.

Es ist eine wichtige Aufgabe der islamischen Gelehrten, fanatisches Verhalten zu verhindern und dies ist zugleich ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung der Islamischen Einheit.

Hoffen wir, dass das Siegesjubiläum der Islamischen Revolution, deren Erbauer immer die Einheit unter den Muslimen hervorheben und hervorgehoben haben, dazu beiträgt, dass die islamischen Länder und Gesellschaften sich ein Beispiel an den Idealen der Revolution nehmen und sich an Gottes Haltetau festhalten und dem Vorbild des Propheten des Islam folgen und verstärkt etwas für die  Islamische Einheit tun. 

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